Frauen tragen die Kirche – 60 Jahre „Töchter der Auferstehung“; Glaubenszeugen heute

Shownotes

Die Themen: Frauen tragen die Kirche – 60 Jahre „Töchter der Auferstehung“. Mit Kinga von Schierstaedt, Teamleiterin Afrika bei KIRCHE IN NOT (ACN) International

Erstausstrahlung: 25. Oktober 2026; © KIRCHE IN NOT

Info zur Sendung: Vor 60 Jahren entstand im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, eine ungewöhnliche Ordensgemeinschaft: die „Töchter der Auferstehung“. KIRCHE IN NOT unterstützte ihre Gründung und legte damit zugleich den Grundstein für seine Hilfe für die Kirche in Afrika. Das Jubiläum ist Anlass, den Blick auf die Frauen zu richten, die das kirchliche Leben in Afrika vielerorts entscheidend prägen: Ordensfrauen und Katechetinnen, Mütter und Großmütter. Sie geben den Glauben weiter, halten Gemeinden zusammen und engagieren sich für Bildung, Kranke und Bedürftige; oft unter schwierigsten Bedingungen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Grüß Gott und herzlich willkommen zu Weltkirche Aktuell Ihrem Weltkirschenmagazin auf Radio Horeb und Radio Maria aus dem Studio der päpstlichen Stiftung Kirche Not.

00:00:11: Begrüßt Sie Volker Nigewöner!

00:00:14: Wer trägt eigentlich die Kirche in Afrika?

00:00:18: Wir denken schnell an Bischöfe Priester- und Missionare, doch wer afrikanische Gemeinden kennt begegnet immer wieder auch Frauen ohne die vieles überhaupt nicht funktionieren würde.

00:00:33: Und einen besonderen Anlass auf sie zu schauen, gibt es in diesem Jahr.

00:00:38: Vor sechzig Jahren entstand im damaligen Zaire der heutigen demokratischen Republik Kongo eine ungewöhnliche Gemeinschaft – Die Töchter der Auferstehung.

00:00:51: Kirchenot unterstützte ihre Gründungen und damit begann zugleich die Hilfe des Hilfswerks für die Kirche in Afrika.

00:01:02: Was ist aus diesen Frauen geworden?

00:01:05: Und stimmt es tatsächlich, dass Frauen so etwas wie das Rückgrat der Kirche im Afrika sind?

00:01:13: Darüber spreche ich heute mit Kinga von Schierstedt, der Teamleiterin Afrika bei Kirche Innot International.

00:01:21: Hallo grüß dich herzlich willkommen Kinga.

00:01:24: Grüß Gott, vielen Dank für die Einladung zum Gespräch.

00:01:27: Ja, Kinger!

00:01:28: Wie gesagt vor sechzig Jahren entstand damals noch Inzariere wie es genannt wurde Die Gemeinschaft der Töchter der Auferstehungen und der Gründer Pater Wehrnfried von Straten durfte damit sozusagen mitwirken?

00:01:45: Wie kam es überhaupt zu dieser Gründung?

00:01:47: Ja genau also die die Gründungen war im November sechsundsechzig.

00:01:51: Die offizielle Gründung, also die Unterschrift fand in Romstadt.

00:01:54: Und zwar war das genau ein Jahr nach einem fünfjährigen sehr blutigen und schweren Unabhängigkeitskrieg im Kongo.

00:02:03: Und Resultat dieses Krieges war ein unbeschreibliches Elend.

00:02:07: Also es war eine Not, die war geprägt von Unterernährung, von Hunger.

00:02:12: Es herrschte eine enorme Unwissenheit weil es eigentlich auch sehr wenige Schulen zu dieser Zeit in dieser Gegend gab Und vor allen Dingen auch ein Mangel der Zugang, deswegen auch zu Bildung.

00:02:23: Es gab eine flemische Missionarin, die hieß Schwester Hadewig, die war vom Orden der Kanonisten und vom Heiligen Grab.

00:02:30: Die war schon seit hier als Missionarin im Kongo tätig.

00:02:35: Sie hatte Patta Wernfried zusammen mit Patta Jean Engelen einem anderen Premonstratenser in Bukabu besucht, also im Osten von Kongo.

00:02:44: Da gesehen dieses Wahnsinnige Leid von den Menschen dort.

00:02:48: Und diese Schwester Hadewig hatte einen großen Traum, weil aufgrund des Krieges und dieser wahnsinnig elenden Situation waren unglaublich viele junge Frauen zu ihr gekommen und wollten ihr Leben Gott weinen.

00:03:02: Das große Problem war aber dass das an Alphabetinnen waren.

00:03:06: Wie ich ja eingangs gesagt habe es gab eben sehr wenig Zugang zur Bildung.

00:03:10: Sie hat sich dann aber überlegt wie kann es sein die weder lesen noch schreiben können, ihr Leben Gott nicht trotzdem weinen sollten.

00:03:20: Wenn ich da mal kurz einhaken darf also du sagst das war ein Analfabetin.

00:03:26: Das heißt nach damaligen Stand das wäre eigentlich unmöglich gewesen dass diese Mädchen ohne Bildung, dass sie in einen Orden hätten eintreten können?

00:03:37: Ja genau das war wirklich eine sehr ungewöhnliche Zugang zu dieser Idee in den Ordnen einzudrehen Weil alle, die in den Orden eingetreten waren und Orten standen ja auch für Bildung mussten einen höheren Schulabschluss aufweisen.

00:03:52: Das hatten diese jungen Mädchen eben nicht.

00:03:54: Und zusätzlich, sie waren in sehr, sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen also teilweise wirklich in Strohhütten.

00:04:02: Und solche jungen Mädchen, die wirklich aus der lokalen Gesellschaft rauskamen und ungebildet waren in einem Orden aufzunehmen beziehungsweise sogar einen Orden für sie zu gründen.

00:04:14: Das war tatsächlich eine revolutionäre Idee, könnte man sagen.

00:04:18: Und ist dieses Experiment, könnte es ja nennen, geglückt?

00:04:23: Gibt es die Töchter der Auferstehung heute noch?

00:04:27: Ja, die gibt es!

00:04:28: Ich habe sogar versucht, heute mit der Oberin von einem in der Häuser zu sprechen also ich hab's auch geschafft.

00:04:33: nur die Telefonverbindung war gottenschlecht weil ich Sie fragen wollte wie viele Schwestern jetzt genau im Orden sind.

00:04:39: Dadurch, dass die Verbindung so schlecht war habe ich sie sehr schlecht verstanden.

00:04:42: Ich weiß aber das es auf jeden Fall über dreihunderts sind.

00:04:45: Ich kann nur nicht die genaue Zahl nennen und inzwischen sind Sie nicht nur im Kongro sondern auch in Cameroon, in Rwanda, in Brasilien.

00:04:52: Es gibt auch Schwestern in Frankreich und in Italien.

00:04:56: Also da ist diese Idee wirklich auf einen fruchtbaren Boden gefallen wie in vielen anderen Ländern Afrikas.

00:05:05: Sprechen wir jetzt mal Kinga über den Leitgedanken unseres Interviews.

00:05:10: Frauen tragen die Kirche in Afrika, habe ich gesagt?

00:05:14: Wenn du das so ... Kopf hast du dann ganz bestimmtes Bild vor deinen Augen?

00:05:21: Ja, also ich muss zugeben auf meinen Reisen gehe ich ja ganz oft in die ländlichen Gegenden und besuche dort die Pfarreien.

00:05:27: Ich nehme auch ganz oft an den Messenteil und was mir immer wieder eigentlich in jeder Pfarrei in jeder Kirche vorgestellt wird als Gruppe ist die Catholic Women Association.

00:05:37: Also überall gibt es eine Gruppierung von den katholischen Frauen die sich zusammengeschlossen haben und diese Gruppierungen sind riesig!

00:05:44: Und ganz oft trage ich sie dann, und wo sind eure Männer?

00:05:46: Gibt's keine Catholic Man-Association.

00:05:48: Die sagen ja gut die Männer, die sind da jetzt nicht so aktiv.

00:05:51: Also es ist schon so dass wenn mal allein vom Bild her man sieht die Frauen sehr präsent in der Kirche in Afrika.

00:06:00: aber ein Beispiel was mich auch wirklich sehr beeindruckt hat das gibt im Norden von Nigeria einen Katichismuszentrum also eine Schule für Katichistinnen, weibliche Katichisten.

00:06:11: Da gab es sicher twenty-fünf Teilnehmerinnen.

00:06:14: Die haben eine Ausbildung von zwei Jahren und das sind alles nur junge Frauen gewesen, die ... Eine von denen ihr jüngstes Kind war zwei Jahre alt und sie war jetzt zwei Jahre in diesem Ausbildungshaus nur um die Ausbildung zum Kartikisten zu machen.

00:06:29: Ihr Mann, ihre Großmutter oder ihre Mutter, ihre Familie hat sich derweil um die Kinder gekümmert, auch um das Baby gekümpft.

00:06:35: Warum?

00:06:36: Weil es für sie eine solche Frage der Priorität war, den Glauben weiter zu reichen.

00:06:40: Dass es ihr wichtiger war zwei Jahre weg zu sein von zu Hause und dafür dann in ihren Dorf zurück kommen zu können um den Glauben zu vermitteln.

00:06:51: also das fand ich schon sehr beeindruckend.

00:06:54: Also ein enormes Engagement obwohl sicherlich die Lebensrealität vieler dieser Frauen sehr hart ist.

00:07:02: Wie sieht die denn aus?

00:07:05: Da sind doch sicherlich auch oft enorme Beanspruchungen durchzustehen.

00:07:11: Ja, das stimmt aber ich glaube also die Lebensrealität ist auch sehr unterschiedlicher.

00:07:16: Ich habe eine ganze Bandbreite von verschiedenen Situationen gesehen und erlebt... Ich denke zurück an eine Reise nach Rwanda, wo wir zum Beispiel mit Eheparen gesprochen haben und Zeugnisse gehört haben von Frauen die mit ihren Männern zusammen in so einer Familienpastoral teilgenommen haben.

00:07:33: Und diese Frauen haben gestrahlt!

00:07:35: Die waren so glücklich weil sie gesagt haben, wir haben gelernt wie man jetzt offene Gespräche führt über Kindererziehung, über das Geld aber auch Wer ist der andere?

00:07:44: Wer ist mein Mann, wer bin ich als Ehefrau.

00:07:46: Wie geht es dir wirklich?

00:07:47: Was sind deine Ängste und Freude?

00:07:49: Also wirklich so ein Dialog als Ehepaar!

00:07:51: Und das waren wirklich Frauen die unglaublich fröhlich und eine wahnsinnige Ausstrahlung hatten.

00:07:57: Gleichzeitig habe ich aber auch zum Beispiel im Südsudan erlebt.

00:08:01: Da gibt es einen Stamm, die Dinker, die leben noch in polygamen Strukturen Und was mich da wirklich frappiert hat, war dieses immense Leiden.

00:08:09: Was es für eine Frau bedeuten kann in einer polygamen Gesellschaft zu leben wo sie eben nur eine weitere Frau von ihrem Mann ist und wo eben nicht dieser offene Dialog ist.

00:08:21: also diese Lebensunterschiedlichkeiten oder diese Lebenswirklichkeiten von Frauen in Afrika sind wahnsinnig unterschiedlich.

00:08:29: Wenn du die unterschiedlichen Voraussetzungen ansprichst zwischen Jungen und Mädchen, spielt es da eine Rolle?

00:08:37: Ob die Gesellschaft christlich geprägt ist oder islamisch oder gar animistisch?

00:08:43: Ja absolut.

00:08:44: Man sieht das natürlich in den islamischen geprägten Regionen dass zum Beispiel Mädchen minderjährig verheiratet werden Das kommt in den christlichen Gegenden nicht vor.

00:08:54: Da ist ganz klar, dass eine Ehe erst ab dem Alter von achtzehn Jahren frühestens eingegangen werden kann.

00:09:01: Das ist aber nicht so in islamischen Gegenden!

00:09:03: Und wie versucht die katholische Kirche konkret, die Bildung und auch die Entwicklung von Mädchen und Frauen zu unterstützen?

00:09:14: Eröffnet sich Frauen auch Freiräume und Möglichkeiten, die sie anderswo vielleicht nicht hätten.

00:09:19: Auf jeden Fall also Wie gesagt es gibt ja diese verschiedenen Bilder von Realitäten von Frauen.

00:09:25: reden wir jetzt vom ländlichen Raum.

00:09:27: da ist ganz oft ein kleine oder weniger Bildungschancen für Frauen.

00:09:32: Reden wir jetzt vom islamisch geprägten Umfeld, das habe ich ja schon gesagt und es ist oft Heirat von minderjährigen Mädchen.

00:09:37: reden wir von Polygamie dann wird der Wert von Frauen auch heute noch in Kühen gemessen.

00:09:43: also Kühe werden gegen Frauen getauscht.

00:09:46: was versucht die Kirche jetzt dazu machen?

00:09:48: Also jetzt zum Beispiel in diesen drei genannten Fällen.

00:09:50: zum Beispiel jetzt die Dinkers im Süd Sudan.

00:09:53: da gibt es eine Wahnsinnig beeindruckende Schwesterngemeinschaft, die haben eine Mädchenschule gegründet mit der Idee.

00:10:00: Wenn diese Frauen gut ausgebildet sind dann können sie auch Geld verdienen und damit steigt ihr Wert innerhalb der Familie und Sie müssen also nicht mehr gegen Kühe getauscht werden.

00:10:10: oder wenn wir jetzt in die Gegend von Islamismus schauen wo minderjährige Mädchen verheiratet werden da versucht die Kirche auch dagegen zu kämpfen.

00:10:16: Also einerseits kann sich versuchen das über unter Anführungsstrichen Advokacy zu machen also über die rechtlichen Strukturen Was aber oft nicht so einfach ist, aber wenn wir jetzt sozusagen eine Stufe drunter gehen also unter dem Radar sind es ganz auf die Schwestern.

00:10:32: Wir haben ein wunderschönes Beispiel von Dominikanerinnen im Norden von Nigeria diese Schweste mit den muslimischen Frauen in Kontakt kommen weil es für sie sehr viel einfacher ist mit den Frauen in Kontakt zu kommen, als die Priester oder als der Bischof.

00:10:45: Und die dann über ihre Töchter reden und über ihre eigenen Erfahrungen und so versuchen zu verhindern dass diese Mädchen minderig verheiratet werden und das tatsächlich auch ganz oft schaffen.

00:10:55: Wenn wir jetzt auf dem Bereich schauen wo es weniger Bildungschancen gibt für Mädchen Auch da machen sehr viele Diözösen extrem viel, indem sie zum Beispiel extra Mädchenschule oder Internate für Mädchengründen um dem entgegenzuwirken.

00:11:10: Also da spielt die Rolle der Frau eine ganz besondere Rolle als Ansprechpartnerin, sicherlich auch als so einer Art von Seelsorgerin.

00:11:20: Wir haben jetzt Kinga über Mädchen gesprochen und über Kathetin sicherlich eher jüngere Frauen.

00:11:27: aber wir sollten vielleicht auch die älteren Frauen nämlich die Großmüttern nicht vergessen, das hören wir manchmal von Projektpartnern häufig ihre Enkel großziehen.

00:11:40: Wie verbreitet ist dieses Phänomen eigentlich und ist das auch etwas, was die Kirche in irgendeiner Form unterstützt?

00:11:49: Also ich glaube im ländlichen Raum ist es sehr verbreitet.

00:11:53: aber es ist nicht nur die Großmutter sondern es sind oft auch die ganzen Dörfer, die Strukturen.

00:11:59: Kinder in Afrika aufwachsen sind nicht so linear wie bei uns Vater-Mutter-Kind, sondern es ist tatsächlich eher die Großfamilie wobei die Großmutter auch oft eine bedeutende Rolle spielt.

00:12:10: Das Beispiel was ich vorhin genannt hatte mit den Kartikistinnen im Norden von Nigeria Diejenigen, die sich um die Kinder kümmern von diesen Frauen, die jetzt zwei Jahre weg sind und zu Hause sind sehr oft tatsächlich die Großmütter.

00:12:23: Und wir haben auch wunderschöne Beispiele von Großmütern, die dann ihren Kindern diesen Glauben vermitteln.

00:12:28: Wobei ich aber auch sagen muss dass ich ganz oft wenn ich mit Jüngeren oder Jugendlichen in Afrika gesprochen habe und sie gefragt hab wie die eigentlich zu ihrem Glaubengekommen sind Wenn es um Berufungen geht sagen mir ganz viele, ich war von der Schwester beeindruckt oder vom Priester.

00:12:44: Da ist die Rolle der Großmutter nicht so präsent.

00:12:48: Wenn es aber darum geht zu sehen wie der Glaube zu Hause gelebt wurde dann werden oft die Großeltern genannt also beide oder die Eltern.

00:12:57: das hat mich sehr erstaunt weil hier gibt es Gefühl bei uns in Europa oft, also das sehe ich zumindest bei uns auch in der Dörflichen Gegend.

00:13:05: Das sind oft die Großmütter, die dann mit den Enkeln in die Kirche kommen.

00:13:08: In Afrika habe ich ganz oft gehört... Ich war beeindruckt davon wie meine Eltern zusammenbeten!

00:13:13: Also beide.

00:13:14: Das fand ich eigentlich sehr

00:13:15: schön.

00:13:15: Ja vielen Dank Kinga von Schierstedt.

00:13:18: bis hierher.

00:13:19: wir haben gehört, wie viele Frauen in Afrika leisten in ihren Familien?

00:13:24: In den Gemeinden und bei der Weitergabe des Glaubens.

00:13:28: Gleich nach der Musik wollen wir besonders auf die Ordensfrauen schauen, denn die leisten auch Erstaunliches und bekommen dafür längst nicht immer die Anerkennung, die sie verdienen.

00:13:40: Bleiben Sie dran hier bei Weltkirche aktuell auf Radio Horeb!

00:13:45: Sie hören Weltkirche aktuell bei Radio Horeb und Radiomaria Deutsch-Schweiz.

00:13:50: Mein Gast heute ist Kinga von Schierstedt, Teamleiterin Afrika, bei Kirche in Not International.

00:13:59: Kinga ein Bischof aus Simbabwe hat Ordensfrauen einmal als die Fußsoldaten Christi bezeichnet und er hat noch etwas Interessantes hinzugefügt Denn er hat gesagt, oft werde nach Aktionen hinterher der Pfarrer gelobt.

00:14:18: Obwohl eigentlich die Schwestern dafür gesorgt hätten dass das alles läuft.

00:14:24: Musstest du darüber lachen weil du das genauso kennst?

00:14:28: Ja absolut!

00:14:29: Das trifft sich wirklich.

00:14:30: also ich erinnere mich an ein Beispiel in Tunesien.

00:14:32: Tunesian ist eigentlich könnte man sagen... Also die tunesische Gesellschaft zu hundert Prozent muslimisch.

00:14:37: aber natürlich gibt es auch Christen die dort leben.

00:14:39: Und da gibt es ein wunderschönes Projekt von Schwestern, die einen unter Anführungsstrichen gemischten Nähkurs machen.

00:14:47: Das gemischt im Sinne von muslimischen Frauen mit christlichen Frauen und in diesem geschützten Raum können sich die Frauen unterhalten und plötzlich merken sie, ach, die muslimische Frau hat ja die gleichen Probleme wie ich

00:14:58: bzw.,

00:14:58: die christliche Frau hat die gleichen Probleme wie ich wenn es um die Ehe geht, um die Kinder, um Geld sorgen keine Ahnung.

00:15:05: Und somit schaffen diese Schwesten über diesen Raum, ein Fenster von religiösem Dialog.

00:15:14: Inter-religiösem Dialog gelobt wird dann im Endeffekt dafür der Bischof aber das Fußvolk.

00:15:20: insofern sind tatsächlich die Schwester, die es ein Bischoff würde nie an diese Menschen rankommen.

00:15:25: Das kann er nicht.

00:15:25: Der ist zu weit oben in der Struktur.

00:15:28: Die Schwestern können das weil die die Schwelle eine Schwester anzusprechen ist sehr viel niedriger.

00:15:34: Ja und das tun Schwestern heutzutage in vielfacher Weise.

00:15:39: Unser Ausgangspunkt waren die Töchter der Auferstehung, ungebildete oft analphabetische Frauen.

00:15:48: heute betreiben Schwesten Schulen oder Krankenstation.

00:15:52: sie kümmern sich um Arme Kinder Umvertriebene oder eben sogar wie muslimische Frauen wie du erwähnt hast.

00:16:02: merken die Menschen eigentlich, aus welcher Motivation die Schwestern ihnen dienen?

00:16:09: Das ist eine sehr schöne Frage.

00:16:10: Ich glaube von außen gesehen macht es keinen Unterschied.

00:16:14: aber ich glaube innerlich sind zwei Dinge ganz anders nämlich die SchWestern sehen Christus im anderen Menschen in dem Leidenden und den Vertriebenen in dem Armen.

00:16:26: Und das zweite ist sie wollen diese Menschen auch zu Christus bringen.

00:16:30: Also ich habe Schwestern kennengelernt, die waren so überzeugt.

00:16:35: So tief überzeugt von diesem Satz aus dem Johannes-Yvangelium bleibt in mir so wie ich in euch bleibe dass sie einfach wirklich versucht haben das zu leben.

00:16:46: und das macht eine ganz andere innere Einstellung vielleicht von außen gesehen.

00:16:50: helfen Sie trotzdem die Wunden zu heilen, helfen sie den Vertriebenen, füttern sie die Hungeren.

00:16:56: denn aber innerlich haben die einen ganz anderen, wenn wir mal einen anderen Approach und das merken die Menschen schon.

00:17:04: Die merken ob sie wertgeschätzt werden weil die Schwestern Christus in diesen Menschen sehen oder ob Sie behandelt werden wie ein leidenden Menschen dem man halt jetzt was zu essen geben muss damit er nicht verhungert.

00:17:16: Das ist sein Riesenunterschied.

00:17:18: Ja und neben diesen Schwesten die auf andere Menschen zugehen die mit ihnen reden die Schulen bauen und Krankenstation betreiben Gibt es ja auch noch Ordensfrauen, die hinter kloster Mauern leben und in erster Linie beten?

00:17:35: Wie wichtig ist das für einen Kontinent wie Afrika.

00:17:40: Also ich glaube, dass kontemplative Gebet ist wichtig für die ganze Welt nicht nur für Afrika.

00:17:45: was aber stimmt ist, dass Afrika ein sehr lauter Kontinent ist.

00:17:48: Es ist ein Kontinent mit sehr viel Bewegung.

00:17:51: also diese Stille die wir manchmal in Europa finden können, gibt es ein wenigen Orten in Afrika und weil es in der Kultur einfach nicht verwurzelt ist.

00:18:01: Ich erinnere mich aber an eine Projektreise im Kamerun.

00:18:04: da sind wir den Berg hinaufgefahren.

00:18:06: Es war ein wahnsinnig nebeliger Tag.

00:18:08: man hat nichts gesehen und plötzlich mitten aus dem Nebeltaucht das Kloster von kontemplativen Schwestern auf.

00:18:15: ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so fröhliche Frauen erlebt.

00:18:20: Es war so eine ansteckende Freude, dass wir gar nicht mehr wieder weg wollten von dort.

00:18:23: Das waren Mexikanerinnen die als kontemplative Schwestern dort quasi in Missionen waren und die haben wirklich Brudelt vor Freude.

00:18:34: Und das in diesem wahnsinnig nebeligen Ort.

00:18:37: und diese Schwestern haben uns erzählt, dass es im englischsprachigen Teil Kamaruns die waren umzingelt von den Rebellen ein paar Jahre vorher.

00:18:46: Das war das einzige Gebäude was nicht attackiert worden ist und sie führen das natürlich auf des Gebet zurück weil in diesem Haus einfach Tag und Nacht gebetet wird.

00:18:56: Das Allerheiligste ist ausgesetzt, diese Schwestern sind

00:18:59: so

00:18:59: tief im Gebet verwurzelt und gleichzeitig strahlen die eine solche überquellende Freude aus, die natürlich über die Klostermauern hinausgeht weil inzwischen auch ganz viele dort zu Besuch hin kommen, die Messe mit den Schwesten fallen, das Gespräch suchen, weil sie wissen wollen woher kommt eigentlich dieser überbordene Freude?

00:19:20: Tive in ein kontemplatives Kloster zu gehen, weißt du darüber etwas?

00:19:26: Sind das andere Motive als bei uns?

00:19:28: Also wenn ich die Schwestern frage, die in kontemplativen Orden drinnen sind.

00:19:34: Die Schwesten, die ich in Afrika getroffen habe, haben mir alle gesagt sie haben die Berufung gesehen oder gespürt oder gehört, als sie selber kontemplative Schwesteren gesehen haben und wie diese Schwester leben.

00:19:47: allerdings war ich auch einmal auf Projektreise in einem Land, in dem es verboten ist.

00:19:52: Ich möchte das jetzt nicht so öffentlich sagen weil es vielleicht eine Gefahr für diese Person ist aber das war ein vierundzwanzigjähriges Mädchen die aus einem land kommt indemes verboten isst zu konvertieren.

00:20:01: In diesem land gibt es keine Kontemplativen Schwestern.

00:20:05: Trotzdem hat sie irgendwie in ihrem herzen diesen ruf gespürt und sie ist dann über die grenze aus diesem Land rausgegangen, hat ein Stash sozusagen gemacht in einem Nachbarland bei kontemplativen Schwestern und wurde da in ihrer Berufung im Ruf noch einmal bestätigt.

00:20:24: Das hat mich wirklich wahnsinnig überrascht.

00:20:26: wie Gott Menschen rufen kann, junge Mädchen rufen können die in ihrem Leben noch nie etwas von dem kontemplativem Leben gesehen oder gehört hatten.

00:20:36: also das fand ich schon sehr erstaunlich.

00:20:39: Begegnest jetzt schon seit vielen Jahren beeindruckenden Frauen.

00:20:45: Gibt es dennoch eine, die du herausheben könntest?

00:20:49: Eine wo du bei dir insgesamt ins Geheim gedacht hast so glauben können wie diese Frau?

00:20:56: das würde ich auch gern.

00:20:58: Ja es gibt eine Frau.

00:20:59: ähm Ich weiß nur ihren Namen nicht Und ich habe sie auch schon sehr, sehr oft zitiert.

00:21:04: Ich glaube, ich habe Sie auch schon hier im Radio zitiert aber für mich war das eine der beeindruckendsten Aussagen die ich je im Zusammenhang mit meiner Arbeit gehört habe.

00:21:13: Das war eine Witwe, da die Terroristen alles genommen hatten und sie hat eben gesagt Boko Haram kann mir alles nehmen.

00:21:21: Sie haben mir meinen Mann genommen, meine Kinder, mein Haus und meine Felder.

00:21:25: Die können mir sogar mein Leben nehmen aber sie können mir nicht meinen Glauben

00:21:30: nehmen.".

00:21:30: Und das war für mich eine so beeindruckende Aussage die eigentlich genau das ist was ja auch Theresa von Avila sagt wer Gott hat dem fehlt nichts und zwar nämlich wirklich nichts!

00:21:46: Das fand ich So beeindruckend von einer Frau, die durch so viel Leiden gegangen ist.

00:21:50: Dass sie trotzdem gesagt hat mein Glaube ist da und der kann mir nicht genommen werden.

00:21:57: an diese frau denke ich bis heute eigentlich sehr sehr sehr oft weil die für mich ein wirklich tolles Beispiel ist.

00:22:03: Ja Kinga Schauen wir gegen Ende unseres Gesprächs noch ein wenig voraus.

00:22:09: Du wirst bald wieder auf Projektreisen gehen, das heißt du wirst dir Projekte anschauen und mit vielen Leuten sprechen.

00:22:18: Du musst auch über Projekten entscheiden, über Projektanträge.

00:22:23: Wie ist denn das wenn du so als Frau die etwas zu sagen und auch etwas zu entscheiden hat?

00:22:30: als Gast bist in so einem afrikanischen Dorf, in einer patriarchalischen Dorfsgemeinschaft.

00:22:38: Wie wirst du da aufgenommen?

00:22:39: Wirst Du da ernst

00:22:41: genommen?".

00:22:42: Ja und wie also?

00:22:43: ich hatte bisher noch nie das Gefühl dass sich nicht ernst genommen werde.

00:22:47: natürlich könnte man sagen ja ich reise mit einem Koffer von Geld an.

00:22:51: Also bildlich gesprochen Ich bin diejenige der die Projekte approviert und somit das Geld unserer Spender dorthin mitbringt.

00:22:59: Aber dieses Gefühl hatte ich auch nie, dass ich irgendwie aufgrund der finanziellen oder des finanzielle Wertes das jetzt von Kirchenot dorthin gebracht wird gesehen werde.

00:23:10: Sondern die Gespräche, die ich habe mit unseren Projektpartnern sind sehr oft und eigentlich meistens immer auf Augenhöhe – auch von Bischöfen selbst, von Kardinalen!

00:23:22: Und ich habe ganz, ganz oft Bische für mich anrufen um Ratfragen.

00:23:27: Also nicht für Projekte, die Sie jetzt unbedingt mit Kirchenot machen möchten.

00:23:32: Sondern um ganz andere Fragen.

00:23:34: und da merke ich dass es hier überhaupt nicht darum geht ob ich eine Frau bin oder nicht.

00:23:38: Ob ich weiß bin also eine weiße Hautfarbe habe oder nicht?

00:23:42: Ob ich jung bin oder Nicht sondern Es geht ihm wirklich darum auf Augenhöhe ein Gespräch über den Glauben zu führen und sich zu überlegen wie kann der Glaube den Menschen dort tiefer beigebracht werden.

00:23:56: Wie können wir die Menschen dort zur Heiligkeit führen?

00:23:58: Das finde ich sehr, sehr schön weil es ist überhaupt keine Frage des Geschlechts oder der Herkunft.

00:24:05: Ja das ist vielleicht das schönste Kompliment was du bekommen kannst für deine Arbeit.

00:24:11: und als abschließende Frage würde ich noch mal gerne zurückblicken vor sechzig Jahren war parter Werenfried und war auch muthaadewig wichtig dass diese afrikanischen Frauen aus ihrem Volk kommen und auch bei ihrem volk bleiben.

00:24:30: Wenn du heute Projektanträge auf dem Tisch hast, ist das noch immer der Gedanke dahinter also nicht nur für Afrika etwas zu machen sondern die Menschen zu befegen ihre kirche selbst aufzubauen.

00:24:45: Ja natürlich, ich würde sagen das ist ja überhaupt ein Konzept von Kirchennot.

00:24:49: Wir haben ja gar keine eigenen Projekte!

00:24:51: Ich habe ja nichts was sich den Projektpartnern aufpfropfen sondern die Idee ist ja wirklich dass ich hingehe, dass ich mir anhöre.

00:24:57: Was ist Ihr lokales Projekt in Ihrer lokalen Umgebung?

00:25:02: In Ihrem Kontext, in Ihren Nöten, in ihren Leiden oder was auch immer?

00:25:07: und wie können wir Sie mit den Spendengeldern von unseren Spenden darin unterstützen, ihr lokales Projekt zum Blühen zu bringen.

00:25:16: Ich komme ja nicht mit meinen Ideen dahin, sondern das ist wirklich von Ihnen!

00:25:20: Wir haben keine eigenen Projekte – es sind immer die Projekten der lokalen Kirche, die von Kirchenot unterstützt werden.

00:25:25: Dann wollen wir hoffen, dass es noch viele solche wertvolle Projektes und auch Aktionen gibt von dir, von der Kirche in Afrika.

00:25:36: Und natürlich getragen von den Frauen.

00:25:39: ganz herzlichen Dank, Hinger für dieses Gespräch und Gottes Segen für deine Arbeit und auch deinen nächsten Reisen!

00:25:46: Vielen Dank und Gottes segen auch allen zuhören.

00:25:49: Ja, das waren eindrucksvolle Einblicke in die afrikanische Kirche.

00:25:55: Die vielerorts ganz wesentlich von Frauen getragen wird!

00:25:59: Vielen Dank an Kinga von Schierstedt, die Teamleiterin Afrika bei Kirche Innot International.

00:26:07: Nach der Musik bleiben wir beim Thema Glaubenszeugnis allerdings unter ganz anderen Vorzeichen Denn für manche Christen bedeutet das Bekenntnis zu Jesus Christus bis heute, das eigene Leben zu riskieren.

00:26:23: Über die Märtyrer unserer Zeit und darüber was ihr Zeugnis uns heute zu sagen hat spreche ich gleich mit Florian Ribka dem Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland.

00:26:36: Radiohohreb ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche aktuell.

00:26:43: Heute ist Allerheiligen.

00:26:45: Wir denken an Menschen, die uns im Glauben vorangegangen sind – an große Heilige, deren Namen wir kennen aber auch an unzählige andere, die nie Heilig gesprochen wurden.

00:26:59: und solche Menschen gibt es auch heute Christen, die ihrem Glaubem unter schwierigsten Bedingungen treu bleiben manche sogar bis in den Tod.

00:27:11: Wir sind diese Glaubenszeugen in unserer Zeit und was können Sie uns über Heiligkeit erzählen?

00:27:18: Darüber spreche ich jetzt mit Florian Ribka, dem Geschäftsführer von Kirche Inot Deutschland.

00:27:24: Herzlich willkommen Herr Ribka!

00:27:26: Hallo Herr Negewöhnner!

00:27:28: Herr Ribca wenn wir von Märtyren hören denken wir unwillkürlich zuerst an die ersten Christen An die Verfolgungen im römischen Reich, aber Märtyrer gibt es ja heute noch.

00:27:41: Begegnen Ihnen bei Kirche nur solche Geschichten eigentlich regelmäßig?

00:27:47: Ja leider regelmäßig denn wir haben ja Kontakte in über einhundertvierzig Länder und Christenverfolgung findet statt und Christen werden wegen ihres Glaubens bedroht und sogar auch getötet.

00:28:00: Wir haben da eine eher spirituelle Dokumentation, die sich Kalender der Märtyrer nennt zusammengestellt Und uns ist es ganz wichtig Schicksale sichtbar zu machen und diese Zeugnisse vor dem Vergessen zu bewahren.

00:28:15: Gibt es einen Menschen vielleicht aus diesem erwähnten Buch, dessen Geschichte sie besonders bewegt hat?

00:28:21: Vielleicht jemandem von dem hier bei uns kaum jemand etwas weiß.

00:28:26: Ja und zwar aus dem Jahr zweitausendfünfzehnt in Pakistan.

00:28:29: ein junger Christ namens Akash Bashir der war damals zwanzig Jahre alt hat einen Selbstmordattentäter aufgehalten bevor er in die Kirche hineingehen konnte.

00:28:40: also er hat eben gesehen dass der etwas Am Leibetrug, was gefährlich aussah hat sich auf ihn geworfen und dann zündete dieser Selbstmordattentäter die Bombe.

00:28:50: Und Akash Bashir hat sein Leben verloren aber hat vermutlich sehr viel gerettet.

00:28:57: Für mich ist das ein ganz beeindruckendes Zeugnis von Mut und Nächstenliebe denn er hätte auch wegschauen können es hätte ja auch keiner einen Vorwurf gemacht.

00:29:05: aber nein er wollte sich für seine Leute opfern hat das getan und hat dadurch auch ganz viele gerettelt.

00:29:12: Was ich mich bei solchen Menschen immer wieder frage, woher nehmen Sie eigentlich diese Kraft?

00:29:18: Warum halten sie an Ihrem Glauben fest, obwohl Sie wissen was Ihnen passieren kann.

00:29:24: Ich glaube das ist ein ganz tiefes Geheimnis unseres Glaubens.

00:29:28: also ich denke dass es aus der inigen Beziehung zu Christus hervorgeht die diese Menschen haben.

00:29:34: Gebets, Eucharistie und auch das gemeinsame Feiern der andachten Gottesdienste Schweißen natürlich Christen in Verfolgungssituationen auch zusammen und geben ihnen auch spirituelle Kraft.

00:29:47: Wir haben ganz, ganz viele Beispiele wie gerade Menschen in solchen Verfolgungssituationen Gott trotz Angst und Bedrohung vorbehaltlos vertrauen Und gleichzeitig auch eine beeindruckende Bereitschaft zur Vergebung auch immer wieder ausdrücken.

00:30:02: Das ist schon glaube ich die Gemengelage die das dann auch möglich macht.

00:30:07: aber Ich sage auch immer gern dazu wenn wir in solche Situationen kommen, dann muss es uns auch von Gott geschenkt werden.

00:30:13: Wenn ich glaube das ist kein persönlicher Verdienst sondern ein Geschenk und die Christen in der Verfolgung tun natürlich ihres dazu was Notwendiges.

00:30:22: aber alles im Glauben ist geschenk meiner Meinung nach und auch dieses Durchhalten Aber sie halten sich an Christus sind somit direkt verbunden mit der Quelle aller Kraft.

00:30:33: Wir nennen diese Menschen Märtyrer, also Zeugen.

00:30:37: Aber was macht jemanden eigentlich zum Märtyrer?

00:30:40: Zum christlichen Märtyra?

00:30:42: Reicht es das ein Christ wegen seines Glaubens getötet wird oder gehört da noch etwas anderes dazu?

00:30:49: Nun wie sich uns sagen, Märtyre bedeutet erst einmal Zeuge ja ein Märtyresmann dann wenn man erstmal wegen seienes Glauben gibt Tötet wird.

00:30:59: Aber wichtig ist jetzt, dass der Märtyrer diesen Tod nicht aktiv sucht.

00:31:04: Es ist eine Abgrenzung zu Selbstmordattentätern die ja auch sterben.

00:31:10: aus unserer Sichtweise keine Märtyrer, denn sie haben das ja absichtlich gesucht.

00:31:15: Sie töten nicht für den Glauben sondern sterben aufgrund der Glaubenstreue.

00:31:20: und wenn man dem Begriff weiter fasst – und wir tun es auch stellenweise – ist ein Märtyrer auch jemand, der sehr viel Leid auf sich nimmt eben für seinen Glaubn, obwohl er vielleicht abschwören könnte.

00:31:31: aber das Leid und bis hin zum Tod macht einen Menschen zum

00:31:35: Märtyre.".

00:31:36: Was bedeutet es dem bedrängten Christen eigentlich, wenn Sie erfahren das andere Menschen für sie beten und sie nicht vergessen?

00:31:44: Haben Sie da Erfahrungswerte?

00:31:47: Ja ganz viele nämlich.

00:31:49: Eigentlich fast alle unserer Projektpartner sagen uns immer wieder an äußern diese Bitte vergesst uns nicht und betet für uns denn Sie wissen schon dass Manche oder die meisten Notsituationen mit Geld aber auch mit spiritueller Unterstützung gelöst werden können.

00:32:06: Gerne sage ich das immer wieder, wenn Verzweiflung herrscht dann kann das Gebet den Zustand des Herzens schon ändern.

00:32:13: der kann auch die Umstände ändern.

00:32:16: Jesus möchte, dass wir beten und für die anderen einstehen.

00:32:20: Wir glauben ganz fest daran, dass das Gebet Hoffnung stärkt und auch die Verbundenheit dadurch sichtbar wird zwischen uns hier.

00:32:28: und den Menschen, die in schwierigen Situationen ausharren.

00:32:31: Und klar!

00:32:32: Die Säulen von Kirche in Not sind immer Gebetinformation und praktische Hilfe – das ist es, was uns auch miteinander verbindet.

00:32:40: Also dieser einmal ganz weltliche Gedanke nicht vergessen zu sein stärkt die Menschen in den Projektländern ungemein.

00:32:48: aber wir als Christenglauben natürlich auch an die Macht des Gebetes dass es ganz viel ausrichten kann.

00:32:52: Herr Rippger heute ist Allerheiligen.

00:32:55: Würden Sie sagen oder schätzen, dass unter diesen unbekannten Glaubenszeugen auch Menschen sind die wir einmal als Heilige verehren könnten selbst wenn Ihre Namen heute kaum jemand kennt?

00:33:08: Also davon bin ich fest überzeugt bei Akash Pajir, dem jungen Mann aus Pakistan der sich eben auf diesen Selbstmordattentäter geworfen hat und so viele gerettet hat.

00:33:18: Ich habe gerade von ihm gesprochen da beginnt auch schon ein Zellik-Sprechungsprozess.

00:33:22: also das ist ja ein Beweis dafür und ich bin sicher dass ganz ganz viele mehr Türe Heilig sind, obwohl sie noch nicht heilige Sprachen sind.

00:33:32: Weil Sie einfach alles weltliche abgelegt haben und nur noch die Liebe hatten und auch Grund dieser Liebe sich in den Tod geworfen haben.

00:33:41: Und das könnte ja doch eine schöne Definition für einen Heiligen sein.

00:33:44: meiner Meinung nach also bin ich ganz fest davon überzeugt dass viele jetzt schon das Andlitz Gottes schauen und dass sie einfach die Liebe über Alles gestellt haben.

00:33:53: Ja, die Kirche auf ihrem offiziellen Wegen der Heiligsprechung auch da den einen oder anderen mit Sicherheit nachziehen wird.

00:34:00: Wir

00:34:01: leben ja hier unter ganz anderen Bedingungen.

00:34:05: Was können uns diese Menschen mitgeben?

00:34:07: Ich meine nicht unbedingt für den Fall einer Verfolgung sondern für unseren ganz normalen Glaubensalltag!

00:34:14: Wie wichtig ist uns der Glaube?

00:34:16: Können wir uns fragen.

00:34:17: Ist er uns so wichtig, dass wir das Leben dafür geben würden?

00:34:20: aber da muss ich gleich einschränkend hinzufügen Wir sind nicht in einer solchen Situation.

00:34:25: Deswegen ist diese Frage ein bisschen hypothetisch.

00:34:27: Aber wenn man ja im betrachtenes Gebet durchführt kann man sich die Frage schon einmal stellen Es ist eine Einladung den eigenen Glauben bewusster und mutiger zu leben auch Entscheidungen zu treffen, die beispielsweise jetzt christlich sind.

00:34:41: Also die Wahrheit zu wählen anstelle der Lüge oder einfach die Dinge aussprechen, anstelle sie im Dunkeln zu lassen.

00:34:50: Also das ist schon mal das eine.

00:34:51: also man muss ja nicht gleich sich in Gefahr für Leib und Leben begeben aber ich denke einen christlichen Lebensstil zu prägen auch einen sichtbaren auch der Gang zur Kirche auch vielleicht wenn man in irgendwelchen Diskussionen am Stammtisch meinen deswegen angesprochen wird dass man da schon von seine Überzeugung spricht.

00:35:09: man muss nämlich predigen aber seine eigene Überzeugungen darzustellen.

00:35:14: natürlich auch wichtig, Gott vertrauenstandhaftigkeit im Glauben zu haben.

00:35:20: Darum zu bitten und Vergebung zu üben weil das ist ja auch etwas was wir mitbekommen von unseren verfolgten Brüdern und Schwestern dass sie oft ihren Peinigern und ihren Drangsalieren vergeben aber auch ganz wichtig also nicht jeder von uns ist so eine Matürion berufen wie beispielsweise der junge Akash Bashir aus Pakistan Aber schon jeder zu einem mutigen Zeugnis für Christus und zwar so wie es eben auch angemessen ist.

00:35:47: Ich denke, dazu laden uns diese Märtyrer und diese verfolgten Christen ein und das können wir durchaus als Anspann

00:35:53: nehmen.".

00:35:54: Herr Riebker ganz herzlichen Dank für diese Gedanken über Märtyrern am Fest aller Heiligen und für dieses Gespräch!

00:36:03: Ich danke Ihnen, Herr der Gewöhnler, ich wünsche Ihnen allen ein gesegendes Wochenende.

00:36:07: an einen gesegneten Sonntag.

00:36:09: Das war Florian Ribka, Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland über die Glaubenszeugen unserer Zeit.

00:36:17: Wenn Sie mehr über diese Menschen erfahren möchten empfehle ich Ihnen das erwähnte Büchlein Kalender der Märtyrer indem wir an Glaubenzzeugen unsere Zeit erinnern.

00:36:30: und passend zum heutigen Allerheiligenfest haben wir noch einen Tipp nämlich Heiligeraten, das neue Kartenspiel von Kirche in Not.

00:36:40: Hier können Kinder und Erwachsene auf spielerische Weise bekannte und weniger bekanne Heilige entdecken – alles in allem ein Vergnügen für die ganze Familie!

00:36:53: Und das natürlich nicht nur an aller Heiligen.

00:36:57: Beides können sie bei Kirchenot bestellen im Internet www.kirchenot.de oder telefonischen Null-Achneun für München, sechs vier zwei vier acht acht acht und die Null!

00:37:11: Das war die heutige Ausgabe von Weltkirche.

00:37:14: Aktuell auf Radio Horeb aus dem Studio von Kirchenot in München verabschiedet sich Volker Negewöhner.

00:37:20: Ihnen allen einen gesegneten aller heiligen Tag und eine gute neue Woche.

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