Christen im Irak; KIRCHE IN NOT: Vor dem Red Wednesday 2026; Ungarn: Volksaufstand vor 70 Jahren
Shownotes
Die Themen:
- Der lange Weg zum Frieden: Wie das Christentum im Irak eine Zukunft sucht - Mit Pater Jens Petzold, Prior der chaldäisch-katholischen Klostergemeinschaft Deir Maryam Al-Adhra (Kloster der Jungfrau Maria) in Sulaimaniyya
- KIRCHE IN NOT: Vor dem "Red Wednesday 2026"
- KIRCHE IN NOT und der Ungarische Volksaufstand 1956
Erstausstrahlung: 25. Oktober 2026; © KIRCHE IN NOT
Info zur Sendung: Der sogenannte „Islamische Staat“ ist im Irak militärisch besiegt, viele zerstörte christliche Dörfer wurden wiederaufgebaut, Tausende Familien sind zurückgekehrt. Doch bedeutet das auch, dass die Christen wieder in Frieden leben können? Pater Jens Petzold lebt seit vielen Jahren im Irak und leitet das Kloster Deir Maryam al-Adra in Sulaymaniyah im irakischen Kurdistan. Im Gespräch berichtet er über die aktuelle Situation der Christen, ihre Sorgen und Hoffnungen sowie über die Arbeit seines Klosters als Ort des Gebets, der Bildung und der Begegnung zwischen Christen und Muslimen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Liebe Hörerinnen und Hörern von Radio HoRab und Radio Maria, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Weltkirche aktuell dem Magazin von Kirche in Not.
00:00:11: Am Mikrofon begrüßt sie Volker Nigewöhner!
00:00:15: Um den Irak ist es in unseren Nachrichten etwas stiller geworden.
00:00:20: Der sogenannte islamische Staat ist schon länger militärisch besiegt.
00:00:26: Viele zerstörte christliche Dörfer wurden wieder aufgebaut, tausende Familien sind zurückgekehrt.
00:00:33: aber bedeutet weniger Krieg auch wirklich Frieden?
00:00:38: der Irak liegt weiterhin in mitten einer Region voller Spannungen.
00:00:43: es gibt bewaffnete Milizen die weiter hin einen großen Einfluss ausüben.
00:00:50: Mein heutiger Gast lebt seit vielen Jahren mitten in dieser Wirklichkeit.
00:00:56: Pater Jens Pezolt leitet das Kloster Deir Mariam Al-Adra, in Soleimanya im irakischen Kurdistan.
00:01:05: Sein Kloster ist ein Ort des Gebetes!
00:01:08: Aber ebenso ein Ort der Begegnung zwischen Christen und Muslimen.
00:01:13: Ein Ort der Bildung und der Versöhnung!
00:01:17: Pater Jens, herzlich willkommen bei Weltkirche Aktuell.
00:01:21: Morgen ja ich bin auch sehr froh dass ich bei Ihnen bin.
00:01:25: Ja Pater Linjens steigen wir direkt ein.
00:01:29: wenn man bei uns so die Nachrichten verfolgt könnte man fast glauben Der Irak ist befriedet, da ist nichts mehr los.
00:01:37: in Anführungsstrichen und Salopp ausgedrückt.
00:01:40: Wie sieht das denn bei Ihnen aus?
00:01:41: Wenn Sie morgens in Sulaimanya aufstehen, fühlt sich das Land für sie tatsächlich friedlich an?
00:01:49: Hier in Soleimaniya haben wir eigentlich eine relativ gute Situation weil auch schon während des Angriffs vom islamischen Staat war eigentlich Soleimania immer einer der sichersten Städte vom ganzen Irak.
00:02:05: Das hat sich hier nicht verändert, man hat hier eigentlich auch aus der Geschichte her von den Christen, den lokalen Christen die immer sehr solidarisch mit der kurdischen Freiheitsbewegung war, immer ein sehr gutes Verhältnis gehabt.
00:02:23: Auch eben dann im Sozialen merkt man eigentlich kaum dass hier vielleicht Schwierigkeiten sind.
00:02:30: für ganz Irak Sieht das sicher anders aus, es gibt sicher Probleme auch in Kurdistan.
00:02:39: Sehr viel weniger als vielleicht den Rest vom Irak.
00:02:43: Politisch sind wir gerade im Moment in einer interessanten Phase.
00:02:48: die amerikanischen Truppen haben sich zurückgezogen und mit ihnen auch die alliierten Truppen.
00:02:55: da waren auch Deutsche zum Beispiel hier deutsche Truppen.
00:03:02: Das ging auch bei uns durch die Medien.
00:03:03: Man hat jubelnde Menschen gesehen, haben denn die Christen damit gejubelt?
00:03:10: Im Kurdistan muss man immer einen Unterschied machen zwischen Irak, Zentralregierung, Arabisch und die kurdische Region.
00:03:20: Hier sieht man diese Entwicklung etwas kritisch.
00:03:25: im Rest vom Irak Da haben die Christen sicher nicht sehr begeistert vom Abzug.
00:03:32: Wobei politisch gesehen, war das vielleicht notwendig?
00:03:37: Ich habe mit verschiedenen Journalisten gesprochen und die haben gemeint ja des Problems sind die Amerikaner.
00:03:47: man ist nicht ganz abgeneigt zum Beispiel militärische Berater von Europa zu haben von der NATO im generellen.
00:03:58: Aber das Problem war halt die amerikanische Präsenz oder die amerikane Führerschaft in dieser Allianz.
00:04:09: Nun ist ja die Lage im Irak für einen Betrachter von außen ziemlich undurchsichtlich, welche Gruppierungen gibt es denn da um Einflussbuhlen?
00:04:21: Ja also im Moment auf der einen Seite haben wir Dekorden die Region im Norden vom Irak, die kurdisch ist.
00:04:32: Die Ethni auch kurdig ist.
00:04:34: Sie haben ihre eigenen Truppen nicht schwere Truppen aber zum leichter Infanterie normalerweise dann die Pechmarga wie man sie nennt.
00:04:47: Dann haben wir verschiedene schiitische Gruppen die zum Teil mit Iran kollaborieren, zum Teil gerade den Iran aus Irak raushaben wollen.
00:05:01: Dann gibt es natürlich auch noch verschiedene sunnitische Gruppierungen.
00:05:05: Es ist eine sehr unübersichtliche Sache und das ist nicht nur von Europa her unüpersichtlich.
00:05:12: Wir fragen uns ab und zu wie gehören die Sachen zusammen?
00:05:17: christliche Miliz, die sehr eng zusammenarbeitet mit schiitischen Milizen, die mit Iran zusammenarbeiten.
00:05:26: Was uns etwas verwundert.
00:05:28: Es gibt aber auch eben sunnitische Milizen Die auch zum Teil mit Iran Zusammenarbeiten.
00:05:37: Dann haben wir eben die beiden großen Blöcke der schädlichen Bevölkerung die nach Iran hin sich orientieren und die anderen, da kennt man vielleicht den Namen Sader.
00:05:52: Die gerade wollen eigentlich einen eigenen Weg, einen irakischen Weg vertreten.
00:05:58: Das Problem
00:05:59: jetzt ist wie entwaffnet man diese verschiedenen Milizen?
00:06:05: Da gibt es eine Ultimatum von Amerika.
00:06:08: Ja, das Ultimatum wird wahrscheinlich nicht klappen in dem Zeitrahmen der gegeben ist.
00:06:17: Es sieht aber so aus dass zumindest von kurdischer Seite da Raum für Gespräche sind.
00:06:26: Also die Lage bleibt difficile und sicherlich auch fragil.
00:06:32: auch wichtig werden für die Zukunft der Christen im Irak, über die wir jetzt sprechen wollen.
00:06:40: Nach dem IS-Terror hat Kirche Not gemeinsam mit der Ortskirche eines der größten Hilfsprogramme seiner Geschichte gestartet den sogenannten Marschallplan für die Niniveh Ebene.
00:06:54: Häuserkirchen und Infrastruktur wurden wieder aufgebaut und viele Familien sind tatsächlich zurückgekehrt.
00:07:03: War dieses große Rückkehrprojekt aus Ihrer Sicht insgesamt ein Erfolg?
00:07:08: Es war mindestens teilweise ein Erfolg, es sind sehr viel weniger Christen zurückgegangen als eben ursprünglich da waren.
00:07:17: Rüber müssen wir uns klar sein.
00:07:19: Da gibt's verschiedene Gründe für und das der größte Grund ist dass der Verlust vom Vertrauen in die politische Landschaft vom Irak.
00:07:30: Die Leute, die zurückgegangen sind haben sehr viel Hilfe gefunden von den verschiedenen anderen Organisationen, die da auch mitgearbeitet haben.
00:07:45: Es wird sehr viel gemacht dass die kleinen und größeren Zentren, die christlich sind in der Nivea-Ebene eine wirtschaftliche Zukunft haben.
00:08:00: Es ist aber so, dass meine Schätzung war ungefähr richtig, dass am Schluss nur ungefähr zwei Drittel von den Christen im Irak bleiben.
00:08:12: Wir haben auch eine relativ große Umsiedlung ein relativ kleiner Ort wie Erbil also christlicher kleiner Ort.
00:08:23: Erbil ist eine große Stadt Ankarva in das christliche Quartier in Erwiel ist jetzt sehr, sehr viel größer weil die Stadt eben in der kurdischen Region ist und die Christen sich dort sicherer fühlen.
00:08:41: Und auch weil dort die verschiedenen Konsulate sind wo man dann aus Reise beantragen kann.
00:08:50: Nun hat aber gerade der neue kaldeische Patriarch Paul III.
00:08:55: Nona die Rückkehr der Christen als eine der größten Herausforderungen benannt, wenn ich sie recht verstehe sieht das ja eher danach aus dass man wenigstens versucht diejenigen zu halten die noch da sind.
00:09:12: Das liegt ja sicherlich auch an der persönlichen Situation der christen.
00:09:16: warum schafft es eine Familie zurück und die andere eben nicht.
00:09:21: Was sind die Gründe dafür?
00:09:24: Da kann ich ein Beispiel von unseren zweihundertfünfundfünfzig Flüchtlingen, die wir hier im Kloster beherbergt haben erzählen.
00:09:34: Es gibt da eine Familie, die Handwerker waren Die sehr integriert waren auch in der Gesellschaft In der Niniwa-Ebene Und die sind eigentlich sofort, nachdem es möglich war wieder zurückgegangen nach Parakors.
00:09:53: Das sind sehr gute Ausgebiete der Leute... ...die Frauen-Lehrerinnen und Ärzte, die Männer alle Mechaniker, Klempner und so.
00:10:10: Diese Fachkräfte haben dann sehr schnell eine wirtschaftliche Zukunft in der Ninibeer-Ebene gefunden.
00:10:19: Schwieriger ist es für Leute, die in der Administration arbeiten.
00:10:24: Glücklicherweise ist die irakische Administration ziemlich aufgebläht aber es ist für viele junge Leute schwierig wieder was Arbeit zu finden und ich denke das ist einer der Hauptgründe.
00:10:41: Irak ist ein sehr junger Staat.
00:10:44: Wir haben siebzig Prozent der Bevölkerung sind unter dreißig.
00:10:49: Da ist der Arbeitsmarkt nicht entwickelt, um all diese jungen Leute aufzufangen.
00:10:56: So ist da immer eine sehr lange Wartezeit bis man dann endlich wirklich eine feste Anstellung bekommt oder bis man denn endlich die Möglichkeit hat ein eigenes Geschäft aufzumachen.
00:11:07: Ich denke was der neue Patriarch gesagt hatte ist sehr wichtig.
00:11:14: Man muss, denke ich auch auf die Christen, die jetzt im Moment noch in Limbus sind wie zum Beispiel in Jordanien oder in der Türkei dort sondieren.
00:11:29: Ob diese Christen wenn sie eine Situation hier im Irak finden müssen wirtschaftlich ansprechen ob diese Christin bereit wären wieder zurückzukommen Weil es gibt eben da sehr viele Christen, die dort einfach stecken geblieben sind.
00:11:50: Sie können nicht weiter nach Europa wegen der Grenze.
00:11:54: Sie trauen sich nicht richtig zurück zu kommen und dort denke ich wäre es gut wenn man da Programme macht wie es ihnen ermöglicht wieder zurückzukommen so dass auch die Kinder wieder regulär in die Schule gehen können und dass sie hier wieder ein Leben aufbauen.
00:12:13: Wo Sie denn hingehen, ob Sie dann wieder nach Waktat zurückgehen wollen oder nach Mosul oder in die kurdische Region?
00:12:25: Das muss man Ihnen überlassen!
00:12:26: Warum manche Christen in den Irak zurückkehren und andere ihrer Heimat für immer verlassen?
00:12:32: Darüber haben wir jetzt einiges gehört von Pater Jens Petzolt, gleich geht es hier bei Radio Horeb weiter mit einem besonderen Ort im irakischen Kurdistan nämlich seinem Kloster in dem Christen und Muslime einander begegnen.
00:12:51: Weltkirche aktuell von Kirche in Not auf Radio HOREB ihrer christlichen Stimme in Deutschland.
00:12:58: Unser Gast ist weiter Pater Jens Petzold.
00:13:02: Er leitet ein Kloster in Sulaimanya im Nordirak und wir sprechen jetzt über dieses Kloster, Paterjens.
00:13:12: Nun ist ja ein Kluster gemeint in einem Ort das allen Menschen offen steht und ich habe gelesen sie bieten dort auch arabisch Kurdisch und Englischkurse an, das klingt ja zunächst mal nicht besonders spektakulär.
00:13:29: Aber kann daraus auch so etwas wie Friedensarbeit werden wenn sich dort Menschen aus verschiedenen Ethnien, aus verschiedenen Religionen begegnen?
00:13:41: Ich denke es ist sehr wichtig zwischen den verschiedenen Gesellschaftsteilen Verbindungen zu schaffen.
00:13:49: Wir sind im Moment in einer Situation, wo sich die verschiedenen Gruppen und Gruppierungen etnieren, auseinander entwickeln.
00:13:58: Das hilft natürlich nicht den Christen eine Heimat zu bringen.
00:14:03: Es ist wichtig dass die Christen auch die anderen gruppieren.
00:14:08: wir haben hier Leute Jesiden, wir haben Kurden und wir haben die arabische Bevölkerung.
00:14:16: dort ist es wichtig miteinander zu mindestens mal Tee zu trinken, sich auszutauschen und was zusammen zu machen.
00:14:26: Also diese Kurse sind eigentlich ein Trick die verschiedenen Leute zusammenzubringen dass sie ein gemeinsames Ziel haben das sie miteinander etwas machen.
00:14:37: Wir machen nicht nur Sprachkurse.
00:14:40: Die Sprachkurse waren zum Beispiel das Kurs für die Integration wieder für die christlichen Flüchtlinge da.
00:14:50: Wir hatten von Anfang an das Gefühl, dass die zwei Monate, die uns die Generäle versprochen haben am Anfang der ISIS-Krise nicht ganz den Tatsachen entsprachen.
00:15:03: Deswegen haben wir gleich am Anfang angefangen Kurdischkurse anzubieten und die Christen dann nicht ganz so auffallen oder wenn sie auffallen positiv auffalen hier weil sie dann eben mit den Leuten hier reden können und einkaufen können oder ein kleines Gespräch mit dem Nachbarn haben.
00:15:26: Die Sprachkurse waren so ein bisschen am Anfang für die Integration, dann hatten wir im Moment wo plötzlich Kurden kamen und gesagt haben ja wir würden gerne Arabisch lernen aus Arbeitsgründen die großen Firmen die nehmen nur Leute oder oft nur Leute, die dann auch arabisch sprechen können wegen den wirtschaftlichen Partnern in Bagdad und in Mosul.
00:15:51: Wir machen aber nicht nur das – wir haben Akademische Kurse zum Beispiel Jesuit Worldwide Learning.
00:15:58: Das ist eine Organisation, die speziell für Flüchtlingssituationen kreiert wurde.
00:16:06: Dort sind es möglich, akademische Kurs zu machen in verschiedenen Feldern.
00:16:11: Wir haben auch eigene Kurse, einen Kurs der ziemlich viel anklang gefunden hat ist eigentlich ein Seminar wie in der Uni und dort geht es um Entscheidungsfindung.
00:16:27: wo sind wir limitiert?
00:16:29: Wo limitiert uns die Gesellschaft?
00:16:31: Wo limitations wir uns?
00:16:35: Was sind unsere Möglichkeiten wirklich eine objektive Entscheidungen zu treffen.
00:16:41: Und das hat einen sehr guten Erfolg gehabt, dann haben wir auch jetzt in der nächsten Zeit im Seminar über das Verhältnis der Christentum global mehr und Islam.
00:17:00: Da haben wir das wichtige Papier vom Papster Franziskus mit dem Schächel Azhar, mit dem Imam von der Azhar-Universität, das in Dubai unterzeichnet wurde.
00:17:16: Und da würden wir gerne diesen Moment und auch die Geschichte zu diesem Moment weiter bekannt werden.
00:17:24: können Sie auch etwas für Frauen tun?
00:17:26: Wie weit können Sie da als Christen in einer konservativen muslimischen Gesellschaft gehen, ohne andere Türen zuzuschlagen?
00:17:37: Ja also für europäische Verhältnisse sind ja auch christlichen Frauen wir in einer traditionellen Gesellschaft.
00:17:47: Aber Ich muss sagen, im Moment die Entscheidung von der Zentralregierung für ein neues oder für Änderungen im Zivilrecht sind sehr bedenklich.
00:17:59: Das trifft die Christen weniger weil familienrechtlich gilt dort das Kirchengesetz.
00:18:06: Dort haben dann die Frauen, muslimischen Frauen vor allen Dingen eine sehr schlechte Position im Moment.
00:18:14: Da brauchen wir, glaube ich auch die Hilfe vom Ausland und von Frauenorganisationen im Ausland.
00:18:23: Und hier auch Unterstützung für die Frauenorganization in Inland, dass dort das Parlament die neuen Gesetze abändert.
00:18:39: Es wäre sehr wichtig, dass diese Gesetzen geändert werden So wie es im Moment ist, kann ich eigentlich einer Frau nicht anraten hier entweder zu heiraten oder auch hier zu bleiben.
00:18:54: Wenn Sie ein Rysimé Ihrer Dialogarbeit der letzten Jahre ziehen müssten welche Fälle überwiegender?
00:19:03: Diejenigen die sagen durch dieses Zusammenkommen hier haben wir wirklich Vorurteile abgebaut oder aber auf der anderen Seite diejenigen, die sagen nach all dem was der IS Christen aber auch Jesiden angetan hat kann ich Dialog hin oder her Muslime nicht mehr vertrauen.
00:19:27: Also hier in Soleimaniye ist eigentlich die Erfahrung sehr gut.
00:19:33: generell im Irak sind die Gesellschaftsteile die verschiedenen Religionsgemeinschaften sehr klar getrennt.
00:19:43: Das ist auch so, dass
00:19:45: z.B.,
00:19:46: dass die Christen sicher nicht eine Moscheebe besuchen um jetzt zum Beispiel dem Shaykh oder dem Imam zum Festzug gratulieren.
00:19:57: das war früher mal Gang und Gebe.
00:20:00: heute ist es eigentlich seltener der Fall man besucht als Muslim eine Kirche.
00:20:09: Da haben wir am Anfang von unserer Arbeit immer wieder gehört, ja aber das ist doch die Kirche da gehen wir nicht hin.
00:20:19: heute haben wir jährlich um die sechshundert Personen die hier an Kursen teilnehmen die merken dass nicht alles nur Konvertierung ist sondern dass hier auch die Möglichkeit sich auszutauschen und ziemlich klar auch Fragen zu stellen, um in Frage gestellt zu werden.
00:20:44: Ja, Pater Jens, wenn wir gegen Ende unseres Gespräches noch nach vorne schauen... Wenn wir jetzt mal zehn Jahre weiter blicken.
00:20:53: haben Sie da konkrete Ziele oder lassen sie alles auf sich hinzukommen?
00:20:58: Und das als zweite Frage, woran würden Sie erkennen dass Ihre Arbeit wirklich etwas bewirkt hat jetzt nicht nur in dem kleinen Bereich Ihres Kloster sondern auch für das Zusammenleben im Irak?
00:21:13: In zehn Jahren.
00:21:15: Es wäre schön haben wir ja jetzt auch Hilfe für die Restaurierung von der Kirche und auch von Kirche in Not.
00:21:24: dann wäre es schön wenn auch vermehrt wieder kulturelle Sachen haben hier, was ich sehe als ein Erfolg.
00:21:34: Ja, wir haben viele Leute brechen hier über Mariam Lazar in der Gesellschaft.
00:21:42: ob das dann sich nach Bagdad, nach Mosul auswirkt vielleicht?
00:21:49: Wir haben einige Mitarbeiter aus Bagdad und die sprechen natürlich mit ihren Familien.
00:21:54: Das ist eine sehr subtile Sache Und schwierig zu messen, ich denke unsere Haltung hier der Gastfreundschaft ist etwas was den mittleren Osten im Generellen sehr anspricht.
00:22:10: So ist die Hoffnung das dann von diesen ja jetzt Tausenden von jungen Leuten die hier Kurse gemacht haben wie hier diskutiert haben wir nachgedacht haben über ihre Zukunft dass das einen Impact hat dann irgendwann in Zulemanie und im Rest vom Gerag.
00:22:31: Für die Christen selber, man muss sich klar sein dass viele Christen immer noch mit der Ausreise liebäugeln.
00:22:42: ich denke von einer Seite wäre es wirklich wichtig
00:22:46: die
00:22:47: Christinnen in der Türkei und in Jordanien und in Libanon anzusprechen ihnen die Möglichkeit zu geben zurückzukommen.
00:22:58: Das wäre wahrscheinlich eine Möglichkeit dann auch hier, die christliche Gesellschaft hier zu stärken.
00:23:07: und dann wäre es wichtig nachzudenken was ist Nachbarschaft mit dem Islam?
00:23:15: Wir sind immer sehr schnell als Christen zu fordern nicht nur aus Europa Helft uns für diese Kirche, helft uns für das Projekt.
00:23:26: Sondern was können wir als Christen geben?
00:23:29: Die Christen im Irak sind normalerweise von der Mittelschicht und das ist eigentlich eine sehr wichtige Schicht der Lehrer die Krankenschwester, die Ingenieurin, die Architektin.
00:23:46: Die sind sehr wichtige Teile der irakischen Gesellschaft dort ein Klima der Nachbarschaft, des Einsatzes für eine friedliche Entwicklung im Irak zu kreieren.
00:23:59: Ich denke das ist etwas sehr Wichtiges wenn man dann sieht dass die Christen für den Frieden arbeiten, für den sozialen Frieden und für die wirtschaftlichen Entwicklung.
00:24:11: Das wird den Christen helfen für sie selber dass sie hier wieder wirklich sich zu Hause fühlen.
00:24:25: Und das wollen wir doch von Herzen wünschen, Pater Jens Petzold ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch und Gottes Segen für Ihre Arbeit!
00:24:34: Danke sehr und auch Gottes Sehen für Europa wenn ich das so sagen darf – von weit weg.
00:24:41: Ich denke auch in Europa ist es wichtig zwischen den Teilen der Gesellschaft einen Dialog zu kreieren.
00:24:50: Ich hoffe sehr, dass Europa auch die Herausforderungen in den nächsten Jahren angeht und uns ein gutes Beispiel gibt
00:25:05: des Zusammenlebens.
00:25:13: Nach dem nächsten Musikstück geht es hier bei Radio Horeb ihrer christlichen Stimme um die Religionsfreiheit weltweit.
00:25:22: Ich spreche dann mit Kirchenotgeschäftsführer Florian Ribka über die oft unsichtbaren Formen der Christenverfolgung und den bevorstehenden Red Wednesday.
00:25:34: Und zum Schluss erinnern wir an den Ungarn-Aufstand vor siebzig Jahren, und daran wie der Gründer von Kirche Notpater Wernfried van Straten damals mitten im Geschehen
00:25:47: war.".
00:25:49: Radiohorab ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche aktuell.
00:25:56: Vor einem Jahr hat Kirche in Not seinen Bericht Religionsfreiheit weltweit.
00:26:04: Er zeigt, dass in zahlreichen Ländern nicht nur offene Gewalt sondern auch staatliche Kontrolle, Diskriminierung und gesellschaftlicher Druck die Glaubensfreiheit bedrohen.
00:26:18: Jetzt im November will Kirche Innot mit dem Red Wednesday wieder ein weit hinsichtbares Zeichen setzen.
00:26:27: Doch wie macht man auf etwas Aufmerksam, das oft im Verborgenen geschieht?
00:26:33: Darüber spreche ich jetzt mit Florian Ribka, dem Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland!
00:26:40: Herzlich Willkommen
00:26:42: Hallo Herr Negewinner
00:26:43: Herr Rippger, wenn wir von Christen Verfolgung hören denken wir an Gewalt, Anschläge oder zerstörte Kirchen.
00:26:53: Ihr Bericht zeigt aber dass der Druck auf Gläubige oft ganz anders beginnt.
00:26:59: Wie kann ein Staat den Glauben seiner Bürger unterdrücken ohne das dabei auch nur einen Schuss fällt?
00:27:06: Also die Staaten können und sie tun es auch durch diskriminierende Gesetze bürokratische Hürden oder generell staatliche Kontrolle und auch digitale Überwachung, ja die Bürgerschleichend einschränken ohne unmittelbar jetzt der Gewalt anzuwenden.
00:27:22: Beispiel.
00:27:22: In China, im Jahr zwei tausendfünfundzwanzig gab es starke oder es gibt's auch heute schon lange staatliche Überwachungen Kontrolle katholischer Gemeinden und vierzehnkatholische Geistliche waren in zweitausend zwanzig zeitweise in Haft- oder Hausarrest sagt unser Bericht.
00:27:40: anderes Beispiel katholisches Land, Nicaragua.
00:27:43: Der katholischen Caritas sogar wurde in der Diocese Matagalpa die Rechtspersönlichkeit entzogen.
00:27:49: also das ist ein Beispiel durch Einschränkungen und durch Verwaltungsmaßnahmen Das war ein Bericht von Vatican News.
00:27:55: oder ein anderes Land über das wir auch nicht so viel berichten ist Eritrea wo im Jahr two-tausend-zweiundzwanzig schon bisschen her aber ein gutes Beispiel Die Katholische Hochschule Hagas Agro Technical School die von den Lassalbrüdern betrieben wurde, einfach staatlich übernommen wurden.
00:28:12: Also das sind Beispiele dafür wie auf Verwaltungsbürokratie-Ebene, in denen Christen wirklich das Leben schwer gemacht wird.
00:28:20: Ein weiterer Punkt im Bericht der ins Auge sticht In manchen Ländern wird die Zugehörigkeit zur Nation immer stärker mit einer bestimmten Religion verbunden.
00:28:33: Was bedeutet das für Christen?
00:28:35: Die dort oft seit Generationen leben?
00:28:38: Ja, sie sind dann auf einmal Bürger zweiter Klasse und haben auch nicht mehr alle Bürgerrechte was ja eigentlich ein Widerspruch zu einer Verfassung ist.
00:28:46: Blicken wir beispielsweise nach Indien.
00:28:48: das ist unser Beispiel dass da immer sehr schnell kommt.
00:28:52: dort gilt es quasi dass man ein Hindu sein muss.
00:28:55: also dieser Hindu Nationalismus führt dazu dass Christen und Muslime benachteiligt werden.
00:29:01: Man kann auch so sehen dass ein Trick ist, um auch zu stimmen.
00:29:07: Die Parteien, die sich das auf die Fahne schreiben, schnappen sich natürlich den größten Bevölkerungsanteil.
00:29:12: oder blicken wir nach Pakistan.
00:29:14: Dort werden religiöse Minderheiten durch blasphemie-Gesetze stark unter Gefahr gebracht.
00:29:20: Wir kennen alle den Fall von Asya Bibi, diese junge Christin, die lange im Gefängnis saß wegen angeblicher Schändung des Korans und Gott sei Dank dann auch durch Hilfe Kirche Not und anderen Organisationen freigekommen ist, aber auch beispielsweise der Buddhismus spielt eine Rolle in Myanmar.
00:29:38: Wird buddhistischer Nationalismus mit der nationalen Identität verknüpft?
00:29:43: Und christliche Minderheiten besonders die Chin- und Kassin leiden unter Ausgrenzung Gewalt Und in Myanmar spielt auch das Militär eine ganz wichtige Rolle dabei.
00:29:53: Aber es gibt auch christliche Länder, wo Katholiken beispielsweise als Bürger zweiter Wahl oder zweiter Klasse gelten – Beispiel Georgien.
00:30:01: Es gibt den Bischof Giuseppe Pasotto der berichtet hat, dass vielfach die Vorstellung herrscht, dass ein echter Georgia Autodoc sein müsse.
00:30:10: Oft ist es tatsächlich ein Missbrauch der Religion, die stattfindet.
00:30:14: Aber dieses Phänomen einer Staatsreligion führt schon dazu, dass die Christen das Minderheiten generell große Probleme bekommen.
00:30:25: Ihr Bericht nennt neben den Ländern mit Verfolgung und Diskriminierung auch vierundzwanzig Staaten, die unter besonderer Beobachtungen stehen.
00:30:35: Woran erkennt man eigentlich, dass die Religionsfreiheit in einem Land in Gefahr gerät lange bevor es zu offener Verfolgung kommt?
00:30:44: Das ist schwierig, weil anfangs ist ja ein gewisser Diskurs und Kritik an allen Gruppen und Schichten legitim und wichtig für einen funktionierten Staat.
00:30:54: Aber wenn dann Hassrede oder diskriminierende Gesetze sogar eintreten, haben wir ein ganz eindeutiges Frühwahnzeichen.
00:31:01: Also diskriminieren bedeutet das Leute einfach vom Gesetz her schon anders behandelt werden.
00:31:07: Das heißt ja das Wort diskriminieren, eine unterschiedliche Behandlung für Leute und Menschen, für Gruppen die eigentlich gleichbehandelt werden sollten.
00:31:16: Ein anderes Frühwahnzeichen ist die staatliche Überwachung und die Einschränkung, die daraus folgende Einschrankungen religiöse Aktivitäten auch wieder zwei Beispiele auf der Liste unter beobachtungsstehenden Länder stehen.
00:31:28: Das ist einmal Belarus oder früher weiß Russland genannt.
00:31:31: Dort greift der Staat zunehmend ins religiöse Leben ein.
00:31:35: Ein katholischer Geistlicher wird berichtet, wurden unter politisch sehr umstrittenen Vorwürfen inhaftiert oder auch Ingana nehmen die religiöse Intoleranz und die Ausbreitung extremistischer Gruppen in der westafrikanischen Region zu und gefährden, dass eigentlich sehr gute Zusammenleben zwischen den Religionen.
00:31:58: Also das ist noch nicht ausgebrochen.
00:32:00: aber in diesen Ländern und insgesamt sind es nochmal vierundzwanzig weitere Länder gibt es eben solche frühe Warnzeichen die sich hoffentlich abschwächen und niemals zu einer echten Verfolgung oder Diskriminierung führen Aber auch dahin gehen könnten.
00:32:13: sprechen wir mal über die Folgen.
00:32:15: Was passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, wenn die Christen nach und nach verschwinden?
00:32:21: Was geht einem Land verloren, wenn seine christlichen Gemeinden keine Zukunft mehr sehen.
00:32:27: Die Christen bilden in vielen Ländern einfach eine sehr lang eingesetzene Bevölkerungsgruppe, die sich auch auszeichnet durch die Arbeit der Orden beispielsweise.
00:32:38: In der Geschichte haben die Orten dafür gesorgt dass es Bildung gibt, dass es Schulen gibt und dass es auch Dialog gibt.
00:32:45: Schauen wir zum Beispiel in den Irak.
00:32:47: Dort hat der sogenannte islamische Staat vor über zehn Jahren zu einem starken Rückgang historisch-christlicher Gemeindengefühlt, also dieser Exodus, den gab es auch vorher schon aber er wurde da wirklich beschleunigt.
00:32:58: und jetzt haben wir da fast einen durchwegs muslimisches Land ähnlich in Syrien ein bisschen jünger.
00:33:04: die Gewalt ist eine enorme Abwanderung durch Krieg Unsicherheit und Verfolgung, denn dort sehen die Christen einmal kurzfristig keine Sicherheit.
00:33:13: Und langfristig keinen Perspektiven für sich und vor allem für ihre Kinder.
00:33:17: Das bedeutet natürlich auch dass in einem Land das ja wirklich ganz nah am Ursprung unseres Christentums ist oder sogar dazu gezählt werden kann meiner Meinung nach, dass dort des Christentum verschwindet mit all den Benefits, die es mit sich bringt nämlich einmal die Völkerverständigung aber auch einen historischen Kern Auch Nigeria, unsere Projektpartner und die Bischöfe dort vor Ort.
00:33:40: Vor allem Bischof Wilfried aus Makurdi der vor einiger Zeit bei uns war.
00:33:45: Er bezeichnet Nigeria immer als das Flaggschiff Land Afrikas Im Moment ist es ja noch geteilt, im Norden Scharia, im Süden eher westlich geprägte Verfassungen und Verwaltungsstrukturen.
00:33:59: Wenn das muslimisch wird, wenn das in die Hände der Islamisten fällt besser gesagt, dann fällt dem Bischof zufolge der ganze Kontinent und das ist natürlich schon enorm!
00:34:10: Das Christentum, das in Afrika besonders blüht und wächst auf einmal abgewirkt werden sollte.
00:34:15: Was bedeutet es?
00:34:16: Schulen, Krankenhäuser, soziale Einrichtungen gehen verloren und die religiöse Vielfalt geht verloren und der gesellschaftliche Zusammenhalt geht verloren.
00:34:26: Und vielleicht den gewissen kritischen Fragen auch dann eine Opposition oder einfach eine andere Meinung?
00:34:32: Herr Ribka vieles von dem worüber wir gerade gesprochen haben bekommt die Öffentlichkeit ja kaum mit.
00:34:39: Im November werden beim Red Wednesday wieder Kirchen und öffentliche Gebäude rot angestrahlt.
00:34:48: Kann diese Aktion gerade deshalb wichtig sein, weil sie etwas sichtbar macht das sonst weitgehend unsichtbar bleibt?
00:34:57: Ja, auf alle Fälle.
00:34:58: Natürlich rettet eine rot angestrahlte Kirche noch keinen verfolgten Christen – das haben wir schon öfters auch gesagt – aber es macht aufmerksam und sichtbar.
00:35:06: Und viele Menschen wissen gar nichts von diesen Phänomenen, die uns aber auch alle betreffen.
00:35:11: Denn wir leben ja nicht irgendwie auf einer Insel, kein Mensch ist eine Insel wie so schön heißt.
00:35:16: Wir sind alle miteinander verbunden gerade wie das Leib Christi.
00:35:19: Deswegen ist der Red Ventsch ganz besonders wichtig!
00:35:21: Ich möchte auch alle einladen... irgendwie die Möglichkeit haben eine Kirche oder ein öffentliches Gebäude, oder von mir ist auch gerne ihr eigenes Haus rot anzustrahlen.
00:35:32: Und natürlich etwas zusätzlich anzubieten.
00:35:34: Bei uns gibt es auf der Website RedWednesday eine ganze Auswahl von Materialien, von Inhalten und von Texten wie man eben auch das Leid der verfolgten Christen oder die Brüche des Menschenrechts Religionsfreiheit hinweisen kann.
00:35:50: Wie gesagt, das ist eine ganz wichtige Aktion denn es dient nicht nur den Verfolgtenchristen sondern eigentlich allen Religionen- und Weltanschauungen Und ich denke, das ist ein Teil den wir beitragen können.
00:36:04: Ich spreche jetzt vor allem hier zuständige von Pfarreien an und ich lade sie ganz herzlich ein und Sie würden sich auch in sehr prominenter Gesellschaft befinden, denn einmal gibt es auch einen Red Wednesday oder eine Aktion dazu in Walderschwang bei Radio Horeb selber.
00:36:18: Dann sind wir diesen Jahr in Leipzig am neunzehnten November im Red Wednesday selbst und auch in Berlin finden Aktionen statt.
00:36:26: aber auch in Rom wurde schon das Kolosseum angestrahlt die Christodächtestatue In Brasilien wurde angestrahlt, Westminster Abbey die Hofburg in Wien.
00:36:36: Also wer damit macht ist den Gute Gesellschaft und viele viele Tausende Kirchen weltweit werden an diesem Tag oder in dieser Zeit um das Christkönigsfest herum und dem Bus-Bee-Tag herum wenn man möchte angestrallt.
00:36:48: also machen sie mit und weisen Sie darauf hin dass diese Gefahr und dass diese Missstände weltweit herrschen und die verfolgten Christen unsere Brüder und Schwester im Glauben werden es uns danken.
00:37:00: Sie wollen also Aufmerksamkeit erwecken, sie wollen informieren.
00:37:06: Aber was sollen die Menschen nach einem solchen Red Wednesday-Event eigentlich besser verstehen?
00:37:28: Ja, den Glauben leben und dass das ein stärkendes Zeugnis für uns sein kann.
00:37:32: Dass Christentum, dass der gelebte Glaube auch in der Bedrängnis und vor allem in der Bedingnis stark macht Und dass wir etwas tun können für unsere verfolgten Brüder und Schwestern.
00:37:43: Der Dreiklang von Kirchenot ist immer derselbe Gebetinformation und tätige Hilfe.
00:37:48: Also das heißt wenn wir uns interessieren Für unsere Verfolgtenbrüder & Schwesterm dann hilft es ihnen.
00:37:55: Wir können natürlich dann auch auf unsere politischen Entscheidungsträger zugehen und sagen, schaut doch mal bitte genauer hin auf das Thema Religionsfreiheit gerade wenn es um internationale Verträge geht oder so.
00:38:05: Und wir sollen beten!
00:38:06: Denn das Gebet ist ganz wichtig denn es entscheidet oft darüber ob jemand verzweifelt oder eben in niedrigsten Umständen trotzdem den Mut behält.
00:38:14: Denn wir bekommen alles von Gott beschenkt in unserem Leben und auch diese Glaubenstreue.
00:38:19: Und Gott möchte einfach, dass wir mithelfen, das wir beten.
00:38:22: Das ist absolut biblisch!
00:38:24: Gott lädt uns zum Gebet ein.
00:38:25: Er weiß natürlich was wir brauchen aber er möchte auch, dass Wir im Gebet eintreten für uns und jetzt in dem Fall auch für die verfolgten Christen.
00:38:32: Dazu lade ich ganz herzlich ein und das kann auch ein ganz wichtiger Punkt des Red Van Stays sein.
00:38:38: Ja Herr Ribka, dann bleibt mir noch Ihnen alles Gute Gottes Segen für die bevorstehenden Veranstaltungen zu wünschen und herzlichen Dank für Ihren Besuch.
00:38:48: Ich danke Ihnen und allen die Zuhören macht's mit!
00:38:50: Und ich danke Euch für Euer Gebet und wünsche eine ganz gesegnete Zeit.
00:38:54: Mit Florian Ribka dem Geschäftsführer von Kirchenot Deutschland habe ich heute gesprochen über den bevorstehenen Red Wednesday.
00:39:04: Alles über ihn und die Möglichkeiten, sich daran zu beteiligen, erfahren Sie im Internet unter www.kircheinnot.de.
00:39:15: Zum Schluss noch ein Blick in die Geschichte.
00:39:26: Budapest Oktober!
00:39:30: In Ungarn gehen die Menschen gegen die kommunistische Diktatur auf die Straße.
00:39:35: Aus Protest wird ein Volksaufstand.
00:39:39: Sowjetische Panzer rollen durch die Hauptstadt.
00:39:42: Bei der blutigen Niederschlagung kommen etwa zwei tausend Fünfhundert bis dreitausend Menschen ums Leben.
00:39:48: Rund dreitausend bis fünfzehntausend werden verletzt, etwa zweihundert Tausend Ungarn fliehen in den Westen.
00:39:57: Auch bei der damaligen Ostpriesterhilfe – heute Kirche in Not laufen die Telefone heiß!
00:40:05: Der Gründer Pater Wehrnfried van Straten organisiert Hilfslieferungen Medikamente, Blutplasma, Lebensmittel und Kleidung.
00:40:16: Doch er will sich selbst ein Bild machen.
00:40:18: Am einundreißigsten Oktober fährt er nach Budapest mitten hinein in ein Land im Aufstand.
00:40:26: Fast zwanzig Jahre später erinnert er sich an diese Fahrt.
00:40:37: An
00:40:41: den Straßen
00:40:42: standen die Leute und winkten uns zu.
00:40:45: Die Häuser waren geschmückt mit durchlöcherten, ungarischen Fahnen aus denen man Hammer-und-Sichel herausgeschnitten hatte.
00:40:53: Aber je mehr wir uns buddhapes
00:40:55: näherten umso zahlreicher
00:40:58: wurden an den Häusern die schwarzen
00:41:00: Fahne des Todes.
00:41:02: In der zerstörten Hauptstadt sucht Pater Wernfried einen Mann, der für viele Ungarn zum Symbol des Widerstands geworden ist.
00:41:11: Kardinal Josef Minzenti Der Erzbischof war in einem Schauprozess zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
00:41:22: Jetzt haben ihn die Aufständischen befreit.
00:41:26: Pater Werrenfried findet ihn kurz nach seiner Freilassung.
00:41:30: Was der Kalinal ihm beim Abschied sagt, wird
00:41:38: er nie
00:41:50: vergessen.
00:42:00: Wenige Tage später schlagen sowjetische Truppen den Aufstand endgültig nieder.
00:42:07: Die Ostpriesterhilfe setzt ihre Hilfe fort, mit dem sogenannten Formincenti kommen mehr als acht Millionen D-Markt zusammen – lange Zeit die größte Hilfsaktion des jungen Werks!
00:42:21: Das Geld hilft notleidenden Menschen und ungarischen Flüchtlingen.
00:42:26: Dazu kommen religiöse Bücher und Gebetsaktionen für die verfolgte Kirche.
00:42:33: Pater Wernfriedt und die Ostpriesterhilfe halten ihr Versprechen an den Kardinal.
00:42:39: Sie helfen, mobilisieren unzählige Menschen zum Gebet und machen die Öffentlichkeit immer wieder auf die Diskriminierung und Verfolgung der Kirche hinter dem eisernen Vorhang aufmerksam!
00:42:52: Siebzig Jahre später ist der Ungarnaufstand Geschichte.
00:42:57: Doch der Auftrag, der Pater Wernfried damals nach Budapest führte, ist geblieben.
00:43:03: Kirche in Not steht bis heute an der Seite bedrängter und verfolgter Christen mit konkreter Hilfe, Information und dem Gebet!
00:43:25: Ja, liebe Hörer!
00:43:25: Mit diesem Rückblick verabschieden wir uns für heute aus dem Studio von Kirchenot in München.
00:43:32: Danke fürs Zuhören hier bei Radio HoReB.
00:43:35: Ihrer christlichen Stimme in Deutschland bleiben Sie behütet und auf Wiederhören am Mikrofon war Ihr Volker nie gewöner.
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