Schatten im Urlaubsparadies - Die Kirche in der Dominikanischen Republik zwischen Migrationskrise und pastoralem Alltag
Shownotes
Die Themen:
- Schatten im Urlaubsparadies - Die Kirche in der Dominikanischen Republik zwischen Migrationskrise und pastoralem Alltag. Mit Kaplan Luis Aquino, Erzbistum Köln
- Todestag des heiligen Carlo Acutis. Mit Oana Kreitmair, Ansprechpartnerin der "Freunde Carlo Acutis" für die Region München
- Einladung zum Red Wednesday 2026
Erstausstrahlung: 18. Oktober 2026; © KIRCHE IN NOT
Info zur Sendung: Weiße Strände, Palmen und türkisblaues Meer: Die Dominikanische Republik gilt als Urlaubsparadies. Doch wie sieht das Leben jenseits der Ferienanlagen aus? Kaplan Luis Aquino stammt aus dem Karibikstaat und ist heute als Priester im Erzbistum Köln tätig. Er erzählt vom Glaubensleben seiner Heimat, von lebendigen Gottesdiensten und der Lebensfreude der Menschen, aber auch von Armut, sozialen Gegensätzen und den Herausforderungen durch die Zuwanderung aus dem Nachbarland Haiti.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Liebe Hörerinnen und Hörern, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Weltkirche Aktuell Ihrem Weltkirschenmagazin von Kirche Notaufradiohorep und Radiomaria.
00:00:12: Am Mikrofon begrüßt sie Volka Nigewöner.
00:00:15: Dominikanische Republik da entstehen bei uns schnell Bilder von Palmen weißen Stränden und türkis blauem Meer.
00:00:25: Für viele Deutsche ist das Land vor allem ein Urlaubsparalys.
00:00:31: Doch wie sieht die Dominikanische Republik aus, wenn man die Ferienanlagen verlässt?
00:00:38: Wie leben und glauben die Menschen dort?
00:00:40: und was bewegt einen Priester der seine Heimat seit vielen Jahren aus der Ferne und aus der Nähe erlebt?
00:00:49: Und darüber möchte ich heute mit ihm sprechen.
00:00:51: und mein Gast kennt tatsächlich beide Welten.
00:00:55: Herzlich willkommen Kaplan Luis Aquino aus dem Erzbistum Köln!
00:01:01: Danke Ihnen, grüß Gott!
00:01:03: Ja Herr Kaplan, Aquino nehmen Sie uns einmal mit in Ihre Heimat.
00:01:08: wenn sie mir die Dominikanische Republik jenseits der Touristenorte zeigen wollten wo würden sie mit mir hingehen?
00:01:17: Ich würde mit Ihnen auf jeden Fall in die alte Stadt gehen, weil dort hat den Glauben in Amerika begonnen.
00:01:30: In der alten Stadt oder in Santo Domingo, in der sogenannten Hispaniola wurde die erste Messe gefeiert im neuen Kontinent in Amerika, wurde der ersten Mensch getauft und er wurde missionarisch.
00:01:46: Ihnen auf jeden Fall aus diesen Kulturen etwas zeigen wollen.
00:01:54: Und natürlich würde sie in Kontakt bringen mit den Menschen von Ort und dann bündet sich sofort wie zu Hause fühlen, bei uns herrscht auf jeden fall eine willkommen Kultur seit vielen Jahrhunderten.
00:02:06: Also man kann sagen da hat quasi alles in Amerika angefangen.
00:02:13: Wenn Ihnen jetzt jemand erzählt, erkenne Ihre Heimat gut.
00:02:17: Zum Beispiel weil er schon zweimal Urlaub in Punta Cana gemacht hat All Inclusive.
00:02:23: Müssen Sie das schmunzeln?
00:02:25: Was kennt er da noch nicht von Ihrem Land?
00:02:27: Was hat er verpasst?
00:02:29: Ich würde die Aussage respektieren aber etwas bestreiten denn natürlich ist er all inclusive.
00:02:38: Hotelanlage bieten nur ein Teil der Realität in der Dominikanischen Republik.
00:02:45: Und es war ein Teil, ein wichtiger Teil den Tourismus.
00:02:47: Viele Einkommen aus die Wirtschaft kommen auch aus dem Tourismus weil ungefähr elftausendzehntausende oder Millionen Menschen dieses Jahr zu uns kommen und besuchen.
00:03:02: aber in diesen Hotelanlagen ist nur ein Teil der Wirklichkeit zu sehen.
00:03:06: von der Dominikalische Republik.
00:03:10: Wir haben uns ja schon mal unterhalten im Rahmen eines TV-Interviews.
00:03:14: Da haben sie auch ihren Lebensweg ein wenig geschildert, der viel mit dem Weltjugentag in Köln zu tun hatte.
00:03:22: Ich will noch einmal darauf zurückkommen.
00:03:24: was war damals ihr erster Kulturschock in Deutschland?
00:03:29: Gab es da irgendetwas wo Sie gesagt haben die Deutschen sind ein merkwürdiges Volk?
00:03:36: Als erster Kulturschock würde ich schon das Wetter sagen.
00:03:42: Es war Sommer im Bergischen Land und es hat geschüttert, es hat geregnet an den Tag, an dem wir angekommen sind.
00:03:52: Und ein Deutscher hat uns damals gesagt eine von der Gastgeber German-Sommer und hat gelacht.
00:03:59: Also das hat sich bis heute nicht geändert.
00:04:03: Jetzt wollen wir mal über den Glauben sprechen.
00:04:07: Sie kennen beide Welten, wie gesagt.
00:04:10: Wenn sie jetzt zum Beispiel einen ganz normalen Sonntagsgottesdienst in der Dominikanischen Republik mit einem in der Erziozöse Köln vergleichen, den sie ja auch Woche für Woche halten ... Und wenn wir sie mit verbundenen Augen in eine Kirche setzen würden und nur zuhören lassen, würden Sie da sofort merken, in welchem Land Sie sind?
00:04:34: Ja auf jeden Fall.
00:04:36: In beiden Ländern spielt die Musik eine wichtige Rolle.
00:04:41: In unserer Bistum hierzulande ich die Sakrale Musik, die kirchische Musik eine sehr wichtige Faktor in unseren heiligen Mäsen.
00:04:55: Aber bei uns ist es auch wichtig, aber anders!
00:04:59: Sie werden kein Orgel bei uns finden.
00:05:03: Es wir musizieren vom Menschen aus der Gemeinde vor allem Jugendlichen die ein Dienst in der Kirche verrichten und ich würde schon als bisschen anderes lebendiger Gottesdienstes das besagen.
00:05:18: Und wie ist das mit dem Glauben?
00:05:19: Würden Sie sagen, die Menschen in Ihrer Heimat sind von Natur aus gläubiger als wir Deutschen.
00:05:27: Wo wir ja doch oft etwas kritischer sind oder etwas vernunftbezogen an Anführungsstrichen.
00:05:35: Oder zeigen die Menschen Ihren Glaubens einfach Unverkrampfte?
00:05:39: Ich würde sagen, wir reden viel über eine postsekularisierte Gesellschaft die den Glauben keine große Rolle vielleicht in öffentlicher spielt.
00:05:53: Bei uns ist es zwar dieses Prozess der Sekularisierung angekommen, allerdings nicht in der Masse wie Mitteleuropa.
00:06:04: das heißt dass der Glaube noch im Leben von Menschen und auch in Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt.
00:06:13: Es gehört aber, sie sprachen von der Sikularisierung.
00:06:16: Die gibt es ja mittlerweile auch in Lateinamerika.
00:06:20: Andererseits erwachsen starke Evangelikale und auch finkstkirchliche Gemeinden.
00:06:28: Das gibt es eigentlich in ganz Latein Amerika, auch in der dominikanischen Republik.
00:06:33: Warum haben die so einen Zulauf?
00:06:35: Was machen sie besser als wir Katholiken, sodass die Menschen dort etwas zu finden meinen was sie bei uns offenbar nicht finden.
00:06:46: Ja das ist... Sie haben das richtig erkannt.
00:06:50: Bei uns spielen die Kirchenpolitiker Fragen keine große Rolle sondern diese Spannung zwischen des sogenannten evangelikalen und freie Kirche und Catholicismus.
00:07:03: Es ist so, dass bei dieser Evangelikale und der Freikirche die Verkündigung eine wichtige Rolle spielt.
00:07:13: Und es war eine existenzielle Verkundigung über Jesus Christus.
00:07:17: Bei uns findet diese Verkünzung natürlich auch statt Aber in einem anderen Vorfall, das die Menschen von heute nicht mehr erreicht.
00:07:27: Der christliche Glaube prägt die Dominikanische Republik also bis heute, aber auch dort verändert sich die religiöse Landschaft und die katholische Kirche steht vor neuen Herausforderungen.
00:07:42: Darüber spreche ich heute für Weltkirche aktuell auf Radio Horeb mit Kaplan Luis Aquino der aus der dominikanischen Republik stammt und inzwischen im Erzbistum Köln, als Priester tätig ist.
00:07:59: Und gleich schauen wir auf die andere Seite dieses vermeintlichen Urlaubsparadieses – Auf Armut soziale Gegensätze und die schwierige Situation der Menschen aus dem Nachbarland Haiti.
00:08:13: Zunächst etwas Musik!
00:08:15: Radio Horeb ihre christliche Stimme in Deutschland mit im Magazin Weltkirche aktuell.
00:08:23: Mein Gast ist heute Kaplan Luis Aquino, seine Heimat die Dominikanische Republik kennen viele vor allem als Urlaubsparadies doch gleich hinter den Ferienanlagen.
00:08:37: Da beginnt oft eine ganz andere Wirklichkeit.
00:08:41: und Herr Kaplan wie weit muss man denn von diesen Feriananlagen wegfahren bis man auf eine ganz andere Wirklichke trifft?
00:08:50: Sie haben vorhin erwähnt, wie ist diese Erfahrung von Touristen, wenn sie in einer großen Hotelanlage sind.
00:08:57: Es reicht für Sie, bis zu zwanzig Kilometer weiter mit dem Auto fahren und dann findet eine andere Realität geprägt von Armut.
00:09:06: Und wie Sie auch eben richtig sagten, beginnen die Lage unserer Nachbarn – die Heid-IT, das ist der Amt der Land.
00:09:18: vielleicht in ganz Amerika, Lateinamerika und viele von diesen Menschen wandern zu uns aus auf der Suche nach Möglichkeiten zu überleben.
00:09:28: Und das prägt das Leben belastet die Wirtschaft, belastete das Gesundheitssystem, die Schule... Das ist zu sagen, dass es für ein Land nicht ein reiches Land ist eine große Herausforderung.
00:09:44: Wie ist denn die Lebensrealität dieser Flüchtlinge?
00:09:49: Leben, die in Camps oder versucht man sie in die Arbeitswelt zu integrieren.
00:09:54: Wie läuft das?
00:09:56: Sie leben zum Teil integriert in unserer Gesellschaft.
00:10:00: Sie lernen die Sprache und kennen unsere Kultur.
00:10:06: Allerdings bekommen sie die Arbeit, welche die Dominikaner nicht ... machen wollen, Bau, Landswirtschaft und so.
00:10:18: Und die Gehalte sind wirklich sehr niedrig.
00:10:21: Es geht um ein Kampf uns überleben.
00:10:26: Wie reagieren die Einheimischen darauf?
00:10:29: Überwiegt da die Solidarität oder wächst auch die Sorge dass das eigene Land überfordert werden könnte?
00:10:36: Ja, alles was ich erwähnt habe spielt eine Rolle.
00:10:42: Es gibt viel Solidarität, ich kann mich gut erinnern an das RBB im Jahr zwei Tausendzehnte.
00:10:50: Wir waren die ersten Menschen, die Hilfe nach Haiti dann gebracht haben als Nachbar auf der anderen Seite.
00:10:59: Die Kirchen vor allem die katholische Kirche hilft unglaublich viel bei Kinder ob da los sind und so weiter.
00:11:10: aber sie können auch bei uns gut zurückhaltenden Faltungen finden, Angst auch von einer grossen Maße von Menschen die zu uns kommen und die Grenze überqueren und so wissen was das für die Zukunft bedeutet.
00:11:29: Man redet vor eine unofficielle Zahl von über eine Million Aitianer, die illegal in der Dom-Hrep wohnen.
00:11:36: Also das ist eine wichtige Aufgabe auch für die Kirche des Landes.
00:11:42: Was sind denn weitere Herausforderungen?
00:11:45: Ja, vor allem genau das Phänomen sekularisieren.
00:11:49: und wie können wir Menschen erreichen, die keine große Zugang zu mehr Kirchen bevorher, wie vor dreißig, vierzig Jahre.
00:11:58: Das Phänomene von Aussekten die es gibt, welche auf Emotionen von den Menschen basieren und nicht eigentlich auch vernünftige Weitergabe des Glaubens.
00:12:12: Das sind Themen, die die Pastorale da beschäftigen.
00:12:16: Und eine wichtige, eine großere Herausforderung sind Menschen, die wirklich unter Armut leiden um vielleicht Jugendlichen, die eine schnelle Anbesuche auf ihre Probleme und landen praktisch in die Kriminalität.
00:12:33: Da arbeiten viele Ordensleute, viele Gemeinde, viele Vereine und diese Jugendlichen und Kinder aus dieser Situation herauszuholen um ihnen etwas anderes zu
00:12:46: bieten.".
00:12:48: Also sie sprechen an, dass die Kirche viel für die armen Menschen tut und auch Kirchenot hilft in ihrer Heimat unter anderem.
00:12:58: In den sogenannten Batteyes das sind die Siedlungen für die Zuckerrohr-Arbeiter.
00:13:05: ist ihnen dieses Phänomen bekannt?
00:13:08: was verbirgt sich dahinter?
00:13:10: Ja Ja, das ist ein sehr bekanntes Phänomen.
00:13:14: Die Menschen, die diese Saison in Antibattäos wohnen und eine große Armut leiden und haben nicht das Nötigste zu leben.
00:13:24: Da fahren wir wirklich von der Großzügigkeit von Kirchen in Not und Advaniat und so viele Organisationen, die sich engagieren.
00:13:34: nicht nur um das Materielle zu geben, sondern auch um Bildung für diese Kinder aus diesem Milieu zu unterstützen.
00:13:43: Kirche Not finanziert dort unter anderem Fahrzeuge für Priester und Ordensleute?
00:13:50: Warum kann ausgerechnet ein Auto zu einem wichtigen Instrument der Seelsorge werden?
00:13:56: Ja ist davon eine wichtige Hilfe muss man auch sagen dass Priester und Religionen auch eine soziale, große Rolle spielen.
00:14:07: Denn vor der Evangelisierung brauchen die Menschen auf jeden Fall was sie brauchen zu leben.
00:14:13: und bis sie sagten Autos oder anderen Möglichkeiten sich zu transportieren um zu diesen Menschen zu erreichen – die weit entfernt von den großen Städten wohnen
00:14:26: Herr Kaplan, wir haben noch ein bisschen Zeit.
00:14:29: Die wollen wir auch nutzen um das Leben mal ganz alltäglich darzustellen, um das Land ein wenig näher zu bringen.
00:14:40: Was ist denn eigentlich typisch dominikanisch?
00:14:43: Ist es der Baseball oder Merengue oder die Familie?
00:14:50: Ja, ich habe vielleicht drei wichtige Punkte da, wenn Musik Merengue und Bachata die weltweit zum Teil jetzt bekannt ist.
00:15:01: Aber ich würde sagen, typisch dominikanische ist auch die Freude.
00:15:05: Die Menschen freuen sich über alles was es gibt Wenn es regnet, wenn die Sohn erscheint.
00:15:13: Sie besitzen eine freude Natur kann man sagen Die Lebeneinstellung von den Menschen auch.
00:15:24: Und was vermissen Sie aus Ihrer Heimat am meisten, außer dem Wetter das Sie schon angesprochen haben?
00:15:31: Manchmal das Essen und manchmal auch diese Lebensfreude dass die Menschen auch umbringen zu Hause.
00:15:38: Nun gilt ja der reinische Katholizismus, in dem sie jetzt auch leben als relativ lebhaft.
00:15:45: Würden Sie sagen, als Priester im katholischen Rheinland?
00:15:50: da bin ich gar nicht so weit weg von zu Hause?
00:15:53: Das bricht genau zu.
00:15:55: Ich denke Deutschland ist ein zweites Heimatum und Rhein-Land natürlich ist mein zweiter Heimat.
00:16:03: Da gibt es auch eine Lebensfreude, eine Lebenseinstellung das vielleicht anders ist in Norddeutschland und die anderen Teile wo ich dann gewesen bin.
00:16:14: Die Rheinländer sind auch sehr kommunikativ bringen ihre Erfahrungen mit Freude auf.
00:16:21: Da gibt's also durchaus einige Gemeinsamkeiten zwischen den Rhein Ländern und den Menschen in ihrer Heimat.
00:16:29: Gilt das eigentlich auch für die Marienfrömmigkeit?
00:16:33: Welche Rolle spielt Maria bei Ihnen in der Dominikanischen Republik?
00:16:39: Ja, die Mariensfrömschkeit spielt eine große Rolle.
00:16:45: Nicht nur im Religionen-Glauben und auch in der Gesellschaft.
00:16:49: Ich habe ein Bild vor kurzem gesehen, dass der jetzige Präsident aus der Dominikanische Republik so ein Marienkeiligt uns gepilgert ist und einfach Maria so fredig nicht bezäunte auf seine eigene vielleicht überzeugen, sondern weil das wichtig für unsere kulturelle Identität in der dominikanischen Republik Maria als Tragotes und als Schutzpatronin der Dominikan.
00:17:17: Gibt es etwas in ihrer Heimat?
00:17:19: Ein Zustand zum Beispiel was sie so richtig wütend macht?
00:17:24: Ja ich kann das sagen.
00:17:27: nicht Sogenannte auseinanderklafen der sozialen Schere, diese große Gegensätze, dass wir an Anfang besprochen haben.
00:17:35: Dass es gibt Reiche wie es keinen gibt in der Welt und auch die Armut auf der anderen Seite das macht mir Wutten weil ich glaube dass die Menschen in dem demokratischen Publikum sehr fleißig sind uns viel arbeiten aber die Rahmenbedingungen manchmal ermöglicht nicht weiter
00:17:58: kommt.
00:17:59: Und wann sind Sie besonders stolz auf Ihre Heimat?
00:18:02: Gibt es diese Momente auch?
00:18:04: Ja, genau!
00:18:05: Diese Lebenseinstellung, diese Lebensfreude, diese nach vorne zu schauen... Auch wenn Schwierigkeiten und Stände davor liegen.
00:18:19: das macht mir wirklich stolz dass die Menschen lassen sich nicht Unterdrücken von diesen äußeren Faktoren oder wissenschaftlichen Faktorien.
00:18:29: Sie kämpfen weiter und sie haben eine positive Lebensanstelle.
00:18:33: Herr Kaplan, wenn Sie in Ihre Heimat zurückkehren, sind Sie dort einfach nur zu Besuch?
00:18:40: Machen Sie Ferien oder helfen Sie den Menschen selbst vor Ort?
00:18:45: Ja das auf jeden Fall in einigen Hinsichten.
00:18:49: Ich helfe gerne aus bei der in meiner Heimat bereit.
00:18:55: Ich führe nach natürlichen Sorgegespräche Wohnzimmer, bei mir zu Hause bedeutet das Menschen kommen auch um ein Gespräch zu suchen und ich genieße einfach auch die Heilige Messe dort vor Ort zu feiern.
00:19:12: Und auch manchmal vermieten auch Hilfe.
00:19:14: jetzt es gibt ein Projekt aus einer Dame in Deutschland in Frankfurt, die das Land kennt möchte.
00:19:22: Und
00:19:25: wenn sie als Seelsorge angesprochen werden, mit welchen Sorgen kommen die Menschen dort zu ihnen?
00:19:31: Sind die Probleme so anders als die, die Ihnen als Priester in Deutschland begegnen oder ist das ähnlich?
00:19:52: das sind die Ähnlichkeiten viel größerer als die unterschiedlichen.
00:19:57: Und wenn Sie für einen Tag Präsident der Dominikanischen Republik sein könnten, welches Problem würden Sie als erstes anpacken?
00:20:09: Das Thema Bildung glaube ich ist entscheidend um Länder zu entwickeln und Menschen in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
00:20:20: Sie leben inzwischen seit vielen Jahren als Priester in Deutschland und sind ihre Heimat dennoch eng verbunden.
00:20:28: Was ist für sie eigentlich das Schönste daran, Priester zu sein?
00:20:32: Das Schönste ist bei den Mädchen sein zu dürfen mit ihnen ihre Freude und ihre Sorge zu teilen und die gute Nachricht des Evangelius verkünden zu dürfen.
00:20:48: Und natürlich habe ich eine große Freude daran, die Sakramente zu feiern.
00:20:52: Vor allem die Heiligemäße.
00:20:55: Und vielleicht noch einer allerletzte Frage?
00:20:57: Wenn ich Sie so in zehn Jahren sagen wir mal unangemeldet in Ihrer Heimatbesuche was sollte sich bis dahin verändert haben?
00:21:06: Ich glaube, die Frage bleibt offen!
00:21:10: Ich habe wirklich viel gehofft und dass das wirklich in die richtige Richtung Was die Bildung, was die Wirtschaft, was den Glauben auch betrifft.
00:21:23: Und ich hoffe dass das Gott als Herr der Geschichte eine gute Zukunft für unsere Leute mit Leuten da
00:21:32: hat.
00:21:33: Ja, Herr Kaplan Erkino, das wünsche ich Ihnen von Herzen!
00:21:37: Ich sage ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch Gottes weiteren Segen für Ihren Dienst hier in Deutschland, in der Erzdiözese Köln und natürlich auch wenn sie wieder in ihrer Heimat sind.
00:21:51: Und um diesen Segen für unsere Hörer darf ich Sie zum Abschluss noch bitten!
00:22:06: Kaplan Luis Aquino aus der Dominikanischen Republik war das heute für Weltkirche aktuell auf Radio Horeb.
00:22:15: Ein herzliches Dankeschön nochmal für dieses Gespräch und natürlich auch für den Segen!
00:22:22: Und wir wechseln gleich von der Karibik nach Italien, dort starb vor zwanzig Jahren ein Jugendlicher, Er wurde gerade einmal fünfzehn Jahre alt, liebte Computer und Videospiele und hatte einen ungewöhnlich tiefen Glauben.
00:22:45: Inzwischen ist der Heilig gesprochen – und seine Verehrung reicht weit über Italien hinaus bis nach Amerika, Asien und Australien!
00:22:57: Doch warum berührt dieser junge Heilige Menschen in so unterschiedlichen Ländern und Kulturen?
00:23:05: Darüber spreche ich gleich mit Oana Kreidmeier, die sich seit Jahren für die Verbreitung seiner Botschaft engagiert.
00:23:14: Sie hören Radio Horeb ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche aktuell von Kirche in Not.
00:23:24: Tunchur Jeans Computer und eine große Liebe zur Eucharistie So könnte man das Leben von Carlo Acutis in wenigen Worten beschreiben.
00:23:37: Am zwölften Oktober jährte sich sein Todestag zum zwanzigsten Mal.
00:23:42: Carlo starb, mit nur fünfzehn Jahren an Leukämie.
00:23:48: Heute ist er ein Heiliger der Weltkirche, dessen Verehrung sich erstaunlich schnell über den ganzen Globus verbreitet hat!
00:23:58: Warum?
00:23:59: begeistert gerade dieser Jugendliche so viele Menschen.
00:24:03: Und was hat seine Botschaft, etwa einem jungen Christen in Afrika oder Asien zu sagen?
00:24:11: Darüber habe ich mit Juana Kreidmeier gesprochen – sie engagiert sich bei den Freunden Carlo Acutes und hat das Buch seiner Mutter «Das Geheimnis meines Sohnes» ins Deutsche übersetzt!
00:24:26: Hallo Grüß Gott Frau Kreitmeier.
00:24:27: Ja,
00:24:29: ich grüße Sie, Herr Nege-Wenner.
00:24:31: Danke für die Einladung!
00:24:32: Frau Kreidmeier.
00:24:33: zunächst mal in aller Kürze für die Zuhörer, die Carlo Acutis wirklich noch nicht kennen.
00:24:40: Wer war Carloacutis und was war an diesem scheinbar so normalen Jugendlichen besonders?
00:24:47: Ja, Carlo war ein fünfzehnjähriger Jugendlicher, eine Italiener der Fußballfreunde Videospiele, Computer liebte Also ein ganz normaler Jugendlicher, der so unscheinbar und doch besonders war durch seine ungewöhnlich tiefe Beziehung zu Jesus und zu Eucharistie.
00:25:09: Zwanzig Jahre nach seinem Tod ist Carlo längst über Italien hinaus bekannt.
00:25:16: wo auf der Welt wird er heute besonders verehrt?
00:25:19: Und gibt es Länder oder Formen der Verehrung die selbst sie überrascht
00:25:23: haben?
00:25:24: Ja, es ist erstaunlich wie schnell er auch heilig gesprochen wurde.
00:25:29: Gerade weil er so verehrt wird überall auf der Welt und besonders auch in Ländern wo ein direkter Bezug ist das Vereinigte Königreich, wo er ja geboren wurde in London oder in Brasilien wo da sehr Wunder stattgefunden hat dass zur Seligsprechung führte USA-Mexiko sind Länder, wo sehr viele Verehrer sind durch Glaubkanz, Südamerika aber auch auf der anderen Seite in Asien gibt es viele Verehre und die Herz Reliquie, die ja auch bei uns vor zwei Jahren eine Deutschlandtour gemacht hat.
00:26:07: Die Herz Relique wie aus Assisi war und ist auch unterwegs aktuell in Australien.
00:26:14: einen Durchhalte Juzusen strömmern die Menschen dahin um sich eben Mit der Relik wir segnen, zu lassen und mehr über Carlo zu erfahren.
00:26:25: Und was die Vererrung in Deutschland anbelangt?
00:26:28: Da
00:26:28: tut sich auch laufend etwas.
00:26:30: also wie eine Freunde Carla Guttis bringt monatlich ein Newsletter raus indem wir versuchen zu kommunizieren alles was läuft an Ausstellungen aber auch an Gebetstreffen besondere Veranstaltungen mit euheristischer Anbietung und zu erwähnen wären Hier in München zum Beispiel gibt es mindestens zwei Kirchen, den Heiliggeist und die Maria vom guten Rat Reliquien von Carlo.
00:26:55: Wir werbsichtigen an jedem Zwölften des Monats speziell mit Carlo Coutis für die jungen Menschen zu beten für eine Neu-Evangelisierung in unserem Land.
00:27:06: Dann gibt es in Köln regelmäßige Gebetstreffen, in mehreren Kirchen und Hamburg wo sich auch junge Leute treffen.
00:27:15: In Berlin an jedem Herz Jesu Freitag also es tut sich Sehr viel.
00:27:20: Und anlässlich seines zwanzigjährigen Todestages kommt da ein Dokumentarfilm jetzt in den italienischen Kinos im Oktober, an dem auch die Eltern von Carlos i Vitalik haben und in dem auch bisher unveröffentlichtes Material, private Fotos und Videos auch verarbeitet werden.
00:27:42: Und dieses Dokumentart kommt auch sehr schnell nach Deutschland.
00:27:45: also wir haben schon Ein Programm am neunzehnten November in Berlin-Premiere unter Anwesenheit der Mutter, der Frau Salzano am zwanzigsten November in Köln.
00:27:58: Am einundzwanzigste in Wien und am zweiundzwantzigsten in München.
00:28:03: Ich wollte noch erwähnen zur Verehrung von Carlo dass das Heiligtum in Assisi bekannt gegeben hat auch seit der Heiligsprechung letztes Jahr im September Einzig-undmal zwei Millionen Menschen aus aller Welt um seinem Grab gewesen sind.
00:28:21: Aber wie erklären Sie sich diese weltweite Begeisterung?
00:28:25: Machen wir den Kontrast mal ganz groß, was hat ein fünfzehnjähriger Computerfan aus einer wohlhabenden Familie in Mainland einem Jugendlichen in Afrika zu sagen der vielleicht in Armut lebt und nicht einmal regelmäßig Strom hat?
00:28:41: Ja, das sind natürlich Gegensätze jetzt.
00:28:44: Aber ich glaube dass Menschen hier Herzkind keine Grenzen.
00:28:48: Also ich glaube, dass Jugendliche auf der ganzen Welt oder Menschen auch im Allgemeinen die Fragen haben ja wo komme ich her wie kann ich gut leben?
00:28:56: Wie kann ich glücklich werden?
00:28:58: und ja wir finde ich auch.
00:28:59: Gott durch seine Lebensweise hat einen Weg gezeigt wie man Heiligkeit heute leben kann.
00:29:08: Noch dazu, Carlo, der aus seiner wohlhabenden Familie stammte und sich aber nichts aus dem Reichtum gemacht hat.
00:29:18: Sondern vieles für andere Fürärmere eingesetzt hat, zeichnet einen Weg vor wie man dieses Christsein und diese Werte heute leben kann
00:29:28: ja.".
00:29:28: Sie haben gerade die Sehnsucht nach... Gott angesprochen und für Carlo hatte diese Sehnsucht einen ganz konkreten Ort, nämlich die Eucharistie.
00:29:39: Er sagte einmal sinngemäß Wir haben es heute sogar besser als die Apostel denn die konnten Jesus nur drei Jahre lang erleben.
00:29:48: wir dagegen können ihm jederzeit im Tabernakel begegnen.
00:29:54: war diese persönliche Begegnung mit Jesus in der Euchariste Tatsächlich der Mittelpunkt seines ganzen Glaubenslebens seiner Theologie gewissermaßen?
00:30:07: Ja, auf jeden Fall.
00:30:08: Also man weiß auch das zu Lebzeiten der Vater ihm auch angeboten hatte ins heilige Land zu reisen auf den Spuren Jesu und bei der Gelegenheit soll er das ja auch gesagt haben dass wir Jerusalem vor der Haustür haben brauchen nur in die Kirche zu gehen und Jesus ist da und wartet auf uns Im Tabernakel.
00:30:30: und ich glaube für Carlos war es ihnen keine Pflicht, keine Gewohnheit.
00:30:36: Es war einfach eine Begegnung mit Jesus, die er ins Zentrum seines Alltags gesetzt hat.
00:30:44: Seit Carlos Tod hat sich die Welt enorm verändert.
00:30:48: Smartphones, soziale Medien und die weltweite Vernetzung haben ganz neue Möglichkeiten geschaffen.
00:30:55: Auch natürlich für die Verkündigung des Glaubens!
00:30:59: Wenn Carlo heute fünfzehn Jahre alt wäre was glauben Sie?
00:31:02: Wie würde er wohl diese Möglichkeiten nutzen um junge Menschen auf der ganzen Welt für den Glauben zu begeistern?
00:31:11: Carlo war ja sehr Computeraffin Und ich denke, er wäre auf jeden Fall begeistert gewesen von den weiteren Entwicklungen die seitdem gekommen sind vom Smartphone, YouTube, TikTok, Instagram.
00:31:24: Wahrscheinlich würde das alles nutzen wo eben heutzutage die jungen Menschen zu finden sind.
00:31:30: also die Technik würde auf jeden fall nutzen nur wahrscheinlich anders.
00:31:36: der würde vielleicht könnte ich mir vorstellen kurze Videos machen zu Glaubensfragen oder Geschichten über Heiligen, oder Fragen die jungen Menschen beschäftigern vielleicht unter einem christlichen Aspekt besprechen.
00:31:53: Also ich denke würde Wege suchen um den jungen.
00:31:59: Also
00:32:00: ich denke,
00:32:00: die grundlegende Botschaft von Carlo würde sich nicht verändern.
00:32:04: Ich glaube in Gegensatz zu dem was heute üblich ist wird er nicht versuchen sich im Mittelpunkt zu stellen möglichst viele Likes zu bekommen ein bekannter Influencer zu werden.
00:32:14: das glaube ich nicht weil Carlo damals schon auf etwas höheres auf jemandem hören hinweisen wollte nämlich auf Jesus und das denke ich wäre ihm auch heute noch Meine Anliegen.
00:32:28: Nur wie gesagt, er wird vielleicht den geändert aber auch weiterhin international sowie seine Ausstellung in mehreren Sprachen da hat übersetzen.
00:32:38: das so denke ich würde versuchen auch weltweit junge Menschen zu erreichen.
00:32:44: Auch heute.
00:32:45: Frau Kreidmeier herzlichen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg bei ihren kommenden Veranstaltungen rund um Carlo Akutis.
00:32:55: Vielen Dank
00:32:56: Juana Creitmaier.
00:32:58: war das über den heiligen Carlo Acutis und die erstaunliche Verehrung, die dieser junge Italiener inzwischen auf der ganzen Welt erfährt.
00:33:09: Wenn Sie mehr über sein Leben seinen Glauben und seine besondere Liebe zur Eucharistie erfahren möchten, empfehle ich Ihnen unseren Glaubenskompass aus der gleichnamigen Faltblattreihe – sie können ihn bei Kirche notbestellen!
00:33:25: Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Internetseite www.kircheinnot.de.
00:33:34: Und zum Schluss wollen wir schon vorausblicken, auf den Red Wednesday von Kirche in Not im November.
00:33:43: Das ist der weltweite Aktionstag von Kirchennot Für verfolgte und bedrängte Christen, wer es noch nicht kennt rund um den achzehnten November werden wieder zahlreiche Kirchen und öffentliche Gebäude rot angestrahlt.
00:34:00: Auch in Deutschland laden wir zu Gottesdiensten- und Gebeteveranstaltungen ein.
00:34:07: natürlich kann auch jede Ferei ein Zeichen setzen und die eigene Kirche rot anstrahlen.
00:34:15: Drei Termine möchte ich Ihnen jetzt schon besonders ans Herz legen, die liegen an drei aufeinander folgenden Tagen.
00:34:24: Nämlich am siebzehnten November in Balderschwang, am Sitz von Radio Horeb im Allgäu, am achtzehnten November in Leipzig und am neunzehnte November in Berlin.
00:34:36: Zu Gast ist dann jeweils Erzbischof Benny Mario Travers aus Pakistan, der über die Situation der Christen in seiner Heimat berichten wird.
00:34:48: Die Gottesdienste in Balderschwang und Leipzig werden auch von Radio Horeb übertragen – sicherlich auch das ein oder andere Interview.
00:34:58: beachten Sie da einfach die Programmhinweise!
00:35:02: Damit sind wir am Ende unserer heutigen Ausgabe von Weltkirche aktuell.
00:35:06: Am Mikrofon war ihr Volker Nigewöner, wie gewohnt im Studio von Kirchenot in München.
00:35:13: Ich danke Ihnen fürs Zuhören!
00:35:15: Ihnen allen eine gute und gesegnete Zeit und bleiben Sie uns treu!
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