KIRCHE IN NOT: Aktuelle Brennpunkte des Glaubens - ein Rundumblick
Shownotes
Die Themen:
- KIRCHE IN NOT: Aktuelle Brennpunkte des Glaubens - ein Rundumblick. Mit Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland
- Todestag des heiligen Carlo Acutis. Mit Oana Kreitmair, Ansprechpartnerin der "Freunde Carlo Acutis" für die Region München
Erstausstrahlung: 11. Oktober 2026; © KIRCHE IN NOT
Info zur Sendung: Papst Leo XIV. betet mit Kindern den Rosenkranz, während Christen im Heiligen Land, Syrien und Pakistan um ihr Überleben kämpfen. Wie sieht die Zukunft der Christen im Irak aus? Florian Ripka (Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland) spricht im Interview über weltweite Christenverfolgung, den anstehenden „Red Wednesday“ und die Arbeit des Hilfswerks.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Grüß Gott und herzlich willkommen zu Weltkirche Aktuell, Ihrem Magazin auf Radio Horeb- und Radiomaria.
00:00:08: Aus dem Studio der päpstlichen Stiftung Kirche in Not begrüßt sie Volker Nigewöner!
00:00:14: Heute machen wir einmal etwas was wir sonst eher selten tun Wir bleiben nicht in einem Land, wir schauen uns an was die Weltkirsche gerade bewegt – und damit auch Kirche Denn viel ist in den letzten Tagen passiert, dass wir jetzt ein wenig einordnen müssen und wollen.
00:00:37: Also was gibt es Neues bei Kirche in Not?
00:00:41: Und darüber spreche ich jetzt mit dem Geschäftsführer des deutschen Zweiges Florian Ribka.
00:00:47: Herr Ribka herzlich willkommen!
00:00:51: Herr Ribka fangen wir mit einer ungewöhnlich guten Nachricht an.
00:00:55: Papst Leo hat mit hunderten Kindern im Vatikan den Rosenkranz gebetet und sich ausdrücklich bei Kirchenot für diese Aktion bedankt, ist man da als Geschäftsführer auch ein bisschen stolz?
00:01:11: Ja, selbstverständlich wenn es eine positive Art von Stolz gibt.
00:01:15: Es ist sicherlich ein ganz besonderer Moment für Kirche in Not, wenn Papst Leo mit hunderten Kindern in Rom den Rosenkranz betet und die Initiative ausdrücklich würdigt – und gleichzeitig natürlich auch eine Million Kinder weltweit!
00:01:32: nicht untertrieben, da auch mitbeten.
00:01:34: Wir hatten auch schon Gäste aus Afrika die sagen allein aus ihrer Stadt beten eine Million Kinder mit.
00:01:39: ich erzähle es gerne.
00:01:40: das war damals Prilat Ike Obihora Ike.
00:01:43: viele kennen ihn vielleicht.
00:01:44: er hat vor einigen Jahren als er auch einmal zu Gast bei einer Aktion eine Million kinderbetenden Rosenkranz war Da hat er gesagt alleine in Schoss sind's schon eine Million Kindern die mitbetten große Ermutigung und eine Bestätigung für die Arbeit von Kirche in Not.
00:01:59: Aber wichtig ist dabei, dass da nicht Kirche not im Vordergrund steht sondern die Botschaft nämlich das die Kinder weltweit sich im Gebet vereinen und für den Frieden beten.
00:02:10: Und auch Papst Leo hat ja betont, dass Gebet auch mit konkreten Taten kombiniert sein muss und mit Gesten der Liebe begleitet werden muss.
00:02:19: Das ist ja genau Kirche in Not!
00:02:20: Wir versuchen mit Gebet und unsere Wohltäter ermöglichen uns, dass wir auch konkrete Hilfe geben und die Partner wie Radi Hoheb ermöglichigen es uns, die Informationen über die Lage der Christen meist verfolgt oder bedrängt Christen weiterzugeben.
00:02:35: also ich denke eine ganz ganz Tolle Aktion und wir sind schon positiv stolz, in hoffentlich richtigen Sinne.
00:02:43: Der Abschluss dieser weltweiten Gebetsoktion war ja auch hier bei Radio Horeb zu hören mit Kindern unter anderem aus der Ukraine und Syrien.
00:02:54: War das für sie vor allem eine schöne bewegende Aktion oder steckt dahinter etwas?
00:03:00: Das Kirche in Not im Innersten ausmacht!
00:03:04: Dahinter steckt tatsächlich eine Kirche, die in massiver Not ist.
00:03:07: Nämlich all die aufgezeichneten oder zumindest einige der aufgezeichneten Länder oder diese gerade eben aufgezeigt haben.
00:03:14: Ukraine, Syrien – dort ist ja eine ganz große Not!
00:03:18: Dort gibt es Krieg, dort gibt es Unsicherheit und dort gibt das Gewalt.
00:03:21: Was kann man tun?
00:03:22: Man kann nicht nichts tun, man kann immer beten und man kann sich an den Allmächtigen wenden der ja alles in der Hand hat.
00:03:28: Und ich denke das ist genau das was wir den Kindern vermitteln können.
00:03:33: Ihr seid nicht allein!
00:03:34: Wendet euch an Gott, wendet Euch an Jesus.
00:03:37: Wir glauben daran dass der Himmel eingreifen kann, dass er Mut schenken kann.
00:03:40: Und so ist ja auch die ganze Initiative entstanden, als in Karakas in Venezuela Kinder vor einer Mutter Gottesstatue den Rosengrans gebetet haben.
00:03:50: Das hat sich so ausgewirkt auf die Erwachsenen, die dazugeschaut haben, dass sie gedacht haben Ja das ist die Antwort auf so viele Nöte.
00:03:58: und deswegen es ist viel mehr als eine Aktion, die jetzt irgendwie nett aussieht weil Kinder beten, das finden wir ja auch sehr anrührend immer.
00:04:07: Und gleichzeitig geht es noch viel weiter hinaus, weil wenn wir all das Leid sehen in dem sich diese Kinder befinden aber dann auch gleichzeitig das Gebet, dass dieses Leid hinein gegeben wird.
00:04:19: Dann sind wir glaube ich beim tiefsten Kern nämlich, dass wir Gott schon vertrauen können, dass er aus allen schlimmen Dingen doch noch am Ende vielleicht etwas Gutes macht.
00:04:27: und wenn es nur ein kurzer Moment der Freude ist – und das ist auch eine Million Kinder beten den Rosenkranz!
00:04:32: Bei Kirchenot hat sich ebenfalls etwas verändert.
00:04:36: Pater Anton Lesser, den ja viele unserer Hörer gut kennen, hat das Hilfswerk verlassen.
00:04:43: Sein Nachfolger als internationaler kirchlicher Assistent ist Pater Friedrich Bechina.
00:04:51: Was macht ein solcher kirchliche Assistent eigentlich und warum braucht Kirche in Not ihn?
00:04:57: Nun, ich bin mir ziemlich sicher das nicht jedes Hilfswerk einen geistlichen oder kirchlichen Assistenten oder Administrator oder Koordinator hat.
00:05:06: Kirche Not ist halt was Besonderes!
00:05:07: Wir sind halt nicht nur eine Hilfsorganisation sondern ein katholisches pastorales Hilfswerk.
00:05:13: bei uns... geht es auch darum, die Kirche zu befähigen, ihren Dienst zu tun und da braucht man natürlich auch jemanden der in den entscheidenden Gremien auch für die eher spirituellen Themen da ist.
00:05:25: Zu den Aufgaben gehören beispielsweise... Geistige Begleitung oder die Förderung des Gebetslebens, die Stärkung der kirchlichen Identität ganz wichtig und natürlich die ganze geistliche Orientierung des Werkes.
00:05:38: Denn wir sind natürlich nicht nur Theologen, die hier arbeiten sondern wir haben alle möglichen Genres hier!
00:05:44: Wir haben Journalisten, wir haben Kaufleute hier... Wir haben unterschiedlichste Menschen eben unterschiedlichste Aufgaben, die hier zu bewältigen sind und wenn man da keinen geistigen Assistenten hat könnte man vielleicht das große Ganze aus den Augen verlieren.
00:05:59: Und dafür ist Pater Friedrich-Bechina an erster Stelle da!
00:06:04: Gut, Pater Anton Lesser.
00:06:05: Wir weinen ihn schon ein bisschen nach.
00:06:07: Er war jetzt mehr als drei Jahre der internationale kirchliche Assistent.
00:06:11: Der Grund seines Abschieds ist dass seine Ordensoberen ihm gebeten haben wieder Aufgaben innerhalb der Passionistenkongrigeration zu übernehmen.
00:06:19: da können wir natürlich nicht nein sagen.
00:06:20: und wie gesagt seit erster Oktober Friedrich Berchina, der neue geistige Assistent bei Kirche Not International.
00:06:29: Er bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrungen aus seiner Tätigkeit im Vatikan mit – was nämlich ganz wichtig ist, das ist ja unser Zentrum und kennt sich besonders gut in Bildungs- und Hochschulbereich aus.
00:06:41: Bad Anton hat seine Zeit bei Kirchen Not schön zusammengefasst, indem er Kirche not als ein Werk der Liebe bezeichnet hat Und ich denke, das trifft es ziemlich gut.
00:06:50: Denn Kirchenot ist ja eine Brücke der Liebe zwischen denen die wir als Wohltäter bezeichnen, die dem Hilfe ermöglichen und denen, denen die Hilfe zu Gute kommt in den Projektländern – aber auch wieder gegenseitig für einander gebetet wird!
00:07:03: Kirchenot ist eben mehr als eine Hilfsorganisation.
00:07:07: Das hat Florian Ribka gerade deutlich gemacht, es geht nicht nur um materielle Unterstützung sondern auch und vor allem darum den Glauben und das kirchliche Leben zu stärken!
00:07:22: Sie hören Radio Horeb ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche aktuell Und gleich schauen wir auf einige Länder, in denen Christen besonders unter Druck stehen.
00:07:36: Willkommen zurück bei Weltkirche aktuell auf Radio Horeb ihrer christlichen Stimme in Deutschland!
00:07:42: Wir sprechen heute in unserem Magazin mit Florian Ribka dem Geschäftsführer von Kirchenot Deutschland über aktuelle Entwicklungen in der Weltkirsche.
00:07:54: und jetzt schauen wir ins heilige Land.
00:07:58: Dort geht die Zahl der Christen seit Jahren zurück und manchmal braucht es gar keine offene Vertreibung, damit Menschen ihre Heimat verlassen.
00:08:09: Ein Projektpartner von Kirche Not hat dieses Phänomen so beschrieben.
00:08:15: Niemand muss den Christen ausdrücklich sagen dass sie gehen sollen.
00:08:20: Irgendwann wird das Leben einfach so schwierig, dass Sie von selbst gehen.
00:08:25: Herr Rübker, wie groß ist diese Gefahr inzwischen?
00:08:29: Die Gefahr ist tatsächlich real und es stimmt.
00:08:33: Diese schleichende Abwanderung ist eine der größten Gefahren weil niemand aktiv Christen vertreiben muss wenn das alltägliche Leben durch fehlende Arbeit oder eingeschränkte Bewegungsfreiheit oder durch Gewalt und generell durch die Unsicherheit immer schwieriger wird.
00:08:49: Die entscheidende Frage für die Familien ist, kann ich und kann mein Kind hier sicher leben lernen und später eine Arbeit finden.
00:08:57: Und welche Eltern würden nicht alles für ihre Kinder tun?
00:09:01: Wenn die Frage mit Nein beantwortet werden muss – mein Kind kann hier nicht mehr sicher aufleben hat hier keine Perspektiven – dann ist die Auswanderung eine echte Alternative!
00:09:11: Unsere Projektpartner warnen uns wenn die Auswanderung irgendwann mal als die einzige Möglichkeit erscheint kaum mehr eine freiwillige Entscheidung, sondern eine Notwendigkeit.
00:09:22: Und das ist ein Häufelskreis, weil jede weitere Abwanderung die Schulen und Gemeinden, die kirchlichen Einrichtungen und eigentlich die ganze christliche Präsenz insgesamt schwächt – und somit für die Verbliebenen die Situation noch schwieriger
00:09:36: macht.".
00:09:37: Was muss Kirchenot denn ganz konkret unterstützen, damit aus dem bloßen Appell bleibt in eurer Heimat auch eine echte Perspektive zum Bleiben wird?
00:09:48: Ja also Perspektiven ergeben sich einmal durch Sicherheit und einmal dadurch dass es eine Zukunft gibt.
00:09:55: Also Sicherheit gegen was?
00:09:57: und Zukunft heißt Bildung.
00:09:59: das bedeutet Die Christen brauchen Arbeitsplätze.
00:10:02: Sie brauchen eine berufliche Qualifizierung, sie brauchen Schulen und Bildung allgemein die Familien, eben kein Einkommen mehr haben, weil beispielsweise der Tourismussektor eingebrochen ist und er wird eben hauptsächlich von Christen bedient.
00:10:16: Die brauchen Unterstützung!
00:10:17: Es braucht Wohnraum und es braucht funktionierende kirchliche Strukturen.
00:10:22: Besonders im Raum um Bethlehem gab's viele christliche Familien die wirtschaftlich vom Pilger- und Tourismus sektorabhängig waren.
00:10:28: Ist ja klar denn die Pilger, die jetzt ausbleiben, die gehen natürlich lieber in einem christlichen Restaurant zum Essen.
00:10:34: Die lassen sich lieber von einem christlischen Busfahrer umfahren.
00:10:39: Das hat uns auch ab Nicodemus Schnabel von der Dormitio-Aftai schon öfters gesagt.
00:10:43: Christlige Schulen sind auch ganz besonders wichtig, denn sie vermitteln nicht nur Bildung – Sie schaffen auch Arbeitsplätze für die Lehrer und für alle, die sich so ein Haus kümmern!
00:10:52: Und sie stabilisieren die Familien und Gemeinden.
00:10:55: Ein unserer Gäste, Bernard Poggi, der das Priester Seminar in Beijala, in der Nähe von Bethlehem eben leitet, einen Arbeitsplatz ermöglicht, eine Familie zu bleiben.
00:11:09: Also dieses Menschen soll nicht nur aus der Treue herausbleiben sondern weil sie tatsächlich eine Zukunft für sich und ihre Kinder
00:11:16: sehen.".
00:11:17: Aus Syrien kommt eine Warnung des österreichischen Jesuitenpartners Gerald Baumgartner, der kürzlich bei Kirche Not in München zu Gast war.
00:11:28: er sagt Christen dürften keine Parallelgesellschaft bilden.
00:11:33: Das klingt ja zunächst ein wenig überraschend angesichts der Tatsache, dass sie so unter Druck stehen.
00:11:41: Kann man Christen also auch auf die falsche Weise helfen?
00:11:45: Nein!
00:11:45: So würde ich das jetzt nicht verstehen.
00:11:47: Also die Aussage bedeutet gerade nicht, dass materielle Hilfe unnötig wäre, denn in Syrien bleibt sie einfach lebensnotwendig.
00:11:56: Ich glaube, man muss seine Warnung insofern verstehen, dauerhaft nur von außen befähigt in einer abgeschlossenen Parallelgesellschaft leben können.
00:12:07: Also wenn die Hilfe nur einen geschützten christlichen Raum schafft, aber keine gesellschaftliche Perspektive eröffnet, meint ihr kann sie schon unbeabsichtigt eine Isolation verstärken!
00:12:18: Wir haben jetzt einen ganz aktuellen Vorfall in der Stadt Al-Sukai Labia ein spielig auszusprechen der Ort bei Hama ISIS Der zeigt wie fragil eigentlich da die Sicherheit ist und warum der Schutz christliche Gemeinschaften total wichtig ist.
00:12:33: Also in der Nacht zum dritten Oktober, also erst vor einigen Tagen, ist dort einen Streit zwischen Jugendlichen eskaliert aus dem überwiegend christlichen Al-Sukailabia und den benachbarten Dorf Al-Kala'a und nach kirchenotdrangen bewaffnete Männer aus dem mehrheitlich sonytischen Nachbardorf im eben des Dorf in Al-Sukailabia ein.
00:12:54: Und es wurde geschossen, es entstand Sachschaden und was halt besonders alarmieren war auf einen orthodoxen Priester und sein Fahrzeug wurde auch geschossen.
00:13:01: die Kugel hat ihn nur knapp verfehlt.
00:13:03: Und bereits Ende März hatte es einen ähnlichen Konflikt und es hat auch Angriffe gegeben auf Geschäfte, Unternehmen und Einwohner des christlichen Dorfs.
00:13:12: Das zeigt ganz deutlich dass die Christens Sicherheit und Schutz brauchen aber nicht in eine dauerhafte Abschottung gedrängt werden dürfen.
00:13:20: Deswegen setzt Kirche in Not auch hier wieder auf Bildung, berufliche Qualifikation und halt auch Begegnungen zwischen den Religionsgruppen und Versöhnungsarbeit.
00:13:29: also kurz die gute Hilfe schützt die Menschen ohne sie zu isolieren und sich stärkt sie dann selber ihre Zukunft zu gestalten.
00:13:35: und das ist genau das was kirche in not macht.
00:13:38: und deswegen ist auch alle Hilfe die hier gegeben werden kann sehr sehr sinnvoll.
00:13:43: Und Partha Baumgartner geht sogar noch einen Schritt weiter.
00:13:46: Er sagt, Christen sollen sich nicht nur als verfolgte Minderheit verstehen sondern als Syrer die ihr Land mitgestalten.
00:13:56: ist das vielleicht die nächste Aufgabe?
00:13:58: Christen nicht nur zu schützen sondern ihnen auch zu helfen wieder Verantwortung für Ihr Land zu übernehmen.
00:14:07: Ja, also natürlich sehen wir das diese Gewalt reales.
00:14:11: als Sukailabia hat es gezeigt dass Sicherheitsängste der christlichen Gemeinden real sind aber Es sind syrische Christen und keine bedrohte christliche Minderheit.
00:14:21: Also das heißt Bedrohung und Gewalt.
00:14:23: sollen wir zwar keineswegs kleinreden Aber wenn wir zum Beispiel auf die Reaktion dieses Priesters eben schauen, er fordert Sicherheit, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheitspflicht statt Vergeltung.
00:14:36: Und ich finde das ist schon mal ganz wichtig denn er nimmt sich da als Staatsbürger wahr und er will nicht Gewalt- und Gegengewalt.
00:14:44: Und er hat zum Beispiel auch gesagt, vergossenes Blut baut keine Häuser wieder auf und sichert auch keine Zukunft.
00:14:50: Denn ich denke dahinter steckt viel von dem was Partha Baumgartner meint die Christen sollen ihre Rechte und ihren Schutz einfordern und gleichzeitig Verantwortung für das friedliche Zusammenleben in Syrien übernehmen.
00:15:02: Die Christen können nämlich durchaus Brücken bauen Bildung ermöglichen, Versöhnungen fördern und beim Wiederaufbau des Landes mitwirken.
00:15:10: Vor allem Sie haben ja auch sehr viele Kontakte ins Ausland.
00:15:12: also die Kernbotschaft wenn man so möchte ist dass die Christen in Syrien nicht nur etwas zu verlieren haben sie haben dem Land auch ganz ganz viel zu geben.
00:15:22: Herr Ribka blicken wir nach Pakistan ein neuer Bericht der Kirchenot erreicht hat zeichnet ein erschütterndes Bild der Lage dort.
00:15:32: Dort kann für einen Christen schon ein ganz gewöhnlicher Streit lebensgefährlich werden, wenn nämlich plötzlich der Vorwurf der Gotteslästerung im Raum steht.
00:15:43: Was erfahren wir noch aus diesem Bericht?
00:15:47: Pakistan ist immer die Gefahr, die von gesellschaftlicher Art ausgeht.
00:15:50: Also in Pakistan ist es generell so dass die obersten Gerichte schon versuchen für eine Gerechtigkeit zu sorgen.
00:15:57: aber es gibt schon auch etwas was unsere Projektpartner immer wieder als Missbrauch der blasphemiegesetze beschreiben.
00:16:04: allein im Jahr zweitausendundzwanzig das ich jetzt gerade nachgeschaut habe dokumentiert ein bericht acht Christen, die wegen angeblicher Blasphemie angeklagt wurden.
00:16:13: Es wurden aber auch acht Christens von entsprechenden Vorwürfen freigesprochen.
00:16:17: Aber wie Sie schon sagen, schon allein der Vorwurf kann für die Betroffenen und ihre Familien existenzbedrohen sein.
00:16:23: denn oft ist es gar nicht der Staat, der dann auf die Menschen zugeht sondern das sind stark emotionalisierte aufgeheizte Mops, die sich dann wirklich zusammenrotten, die Häuser anzünden des Mobilärbuchstäblich aus den Fenstern werfen gut der Menschen herumtrampeln und diese gesellschaftlich auch vollkommen unmöglich machen.
00:16:43: Wir sehen schon, dass diese Maßnahmen von staatlicher Seite angegangen wird aber es ist auch im vorliegenden Fall immer wieder die Frage tut denn da der Staat genug beziehungsweise wann findet ein Umdenken in der Bevölkerung statt?
00:16:56: Es ist natürlich nicht überall so in Pakistan Aber an den schlimmen Orten ist es tatsächlich so das die Christen bangen müssen und wir haben ja auch demnächst einen Gast aus Pakistan, der uns noch hoffentlich mehr über die ganzen Zusammenhänge erzählen kann.
00:17:10: Und besonders erschütternd ist ein weiterer Befund in diesem Bericht christliche Mädchen werden entführt zur Konversion zum Islam gezwungen und dann zwangsverheiratet.
00:17:24: Was kann die Kirche für die betroffenen Mädchen und Familien überhaupt tun, wenn selbst staatliche Stellen sie nicht ausreichend schützen?
00:17:33: Ein Grund warum das mit dem entführen Zwangsverheiraten, der Zwangskonversion funktioniert ist dass es viel im Dunkeln passiert.
00:17:45: Und wenn darauf aufmerksam gemacht wird dann setzt das natürlich die Stellen unter Druck positiven Druck, die sich eigentlich um alle Staatsbürger kümmern sollten.
00:17:55: Und das ist nämlich der Staat selbst!
00:17:56: Für im Jahr zwanzig wurde in fünfunddreißig Fälle von Gewalt gegen Frauen und Mädchen religiöser Minderheiten dokumentiert wie gesagt Entführungen, Zwangskonversionen und Zwangsverheiratungen.
00:18:06: und dass von den staatlichen Stellen kein ausreichender Schutz kommt darauf kann die Kirche aufmerksam machen denn es will eigentlich keinen Staat da steht als einer der die Minderheit nicht schützt.
00:18:16: also die kirche kann und soll diese Fälle dokumentieren.
00:18:20: Und natürlich auch in diesem immensen Leid, die Familienpastoral begleiten – und was auch oft passiert – einen Rechtsbeistand ermöglichen.
00:18:29: Denn der muss ja auch bezahlt werden!
00:18:31: Die Kirche kann gegenüber Behörden intervenieren, sie kann Öffentlichkeit schaffen wie gesagt und sie kann für bessere Gesetze oder eine konsequentere Durchsetzung der bereits bestehenden Gesetzer eintreten Und eine ganz zentrale Rolle spielt dabei die Nationale, sogenannte nationale Kommission für Gerechtigkeit und Frieden in der pakistanischen Bischofskonferenz.
00:18:51: Die wir auch unterstützen von Kirchennot aus.
00:18:54: und es gibt auch Erfolge, denn die Gerichte haben in einzelnen Fällen minderjährige Mädchen ihren Familien zurück gegeben und teilweise wurden auch die Täter verurteilt.
00:19:04: deswegen sind eben wie gesagt Dokumentation Rechtsbeistand unöffentlicher Druck so notwendig.
00:19:10: Schauen wir noch auf den Irak.
00:19:12: Dort sind die letzten amerikanischen Soldaten kürzlich abgezogen und in Bagdad wurde das als Wiedergewinnung der staatlichen Souveränität sehr groß gefeiert, aber jubeln die Christen da eigentlich mit?
00:19:29: Uns haben es ja wenig Stimmen erreicht dazu.
00:19:31: Es gibt auch keine einheitliche Haltung der Christen Und die politischen Einschätzungen unterscheiden sich so ein bisschen.
00:19:38: Der vollständige Abzug, wie gesagt war Ende September, zwanzigzehnundzwanzig.
00:19:42: Einerseits wird die irakische Souveränität oder die wiedergewonnene Souveranität begrüßt Aber es bestehen halt auch Sorgen vor Sicherheitslücken und einem möglichen wiedererstarken exelmystischer Gruppen.
00:19:55: Also das ist schon eine reale Gefahr, die Christen haben in den letzten Jahrzehnten schmerzhaft erlebt was politische Instabilität und fehlende Sicherheit bedeuten können.
00:20:05: ja weniger entscheidend ist wahrscheinlich ob jetzt die Amerikaner da sind oder nicht sondern wer garantiert für unsere Sicherheit?
00:20:12: Das ist die große Frage.
00:20:13: natürlich ist es gut wenn ein Staat sich selbst verwalten kann und Souveränität hat Aber es kann auch gleichzeitig eine Sorge um die eigene Sicherheit in der Zukunft gehen.
00:20:24: Wir werden und wir sind ganz eng mit unseren Projektpartnern im Austausch, und wir wollen beten dafür, dass dieser Abzug nicht zu einer Sicherheitslücke führt, die dann am Ende die Christen trifft.
00:20:35: Noch gibt es keine Anzeichen dafür – die Sorge ist aber dennoch da!
00:20:40: Herr Ribger wie zuversichtlich sind Sie?
00:20:42: Dass der irakische Staat die Sicherheit der Christen künftig selbst gewährleisten kann?
00:20:49: oder wäre eine Prognose da noch reine Kaffeesatzleserei?
00:20:54: Das ist im Moment tatsächlich noch unsicher zu sagen.
00:20:57: Ich weiß nicht, ob der Truppenabzug deswegen geschieht weil jetzt ausreichende Sicherheit da ist.
00:21:02: das war ich jetzt einmal zu bezweifeln.
00:21:05: Es gibt schon positive Signale.
00:21:07: zum Beispiel die Regierung will die rücker christliche Familie fördern und sie unter anderem beim Wohnungsbau unterstützen Und dass es natürlich was man echt begrüßen kann.
00:21:16: Aber gleichzeitig haben wir einen immensen Rückgang der christlichen Bevölkerung.
00:21:22: Früher waren es eins Komma fünf Millionen Christen heute sind's vermutlich weniger als dreihundert Tausend und wir alle wissen, dass wiederaufgebaute Häuser allein nicht reichen Ähnlich wie bei den Fällen, die wir vorher schon besprochen haben.
00:21:33: Es braucht Sicherheit!
00:21:34: Es braucht Arbeitsplätze es braucht Infrastruktur und es braucht einen zuverlässigen staatlichen Schutz.
00:21:39: Wir wissen aktuell noch nicht ob irgendeine dieser Säulen jetzt demnächst wegbrechen wird aber sagen wir mal so dass man da jetzt schon richtig drauf bauen kann und langfristig auch investieren kann sowohl in Familienplanung als auch als Unternehmen oder als einzelner Mensch.
00:21:56: soweit sind wir noch nicht.
00:21:57: das gilt abzuwarten.
00:21:59: Oft ist ja auch die Angst lähmender als die Not, die dann eintritt.
00:22:04: Also lassen wir unsere Brüder und Schwester im Irak nicht aus dem Blick
00:22:09: Herr Rippger.
00:22:10: zum Schluss schauen wir noch voraus.
00:22:12: Im November steht wieder der Red Wednesday an.
00:22:16: Kirchen- und öffentliche Gebäude werden rot angestrahlt um auf das Schicksal verfolgter Christen aufmerksam zu machen.
00:22:26: Nun könnte man ja kritisch sagen Von einer rot beleuchteten Kirche wird kein einziger verfolgter Christ gerettet.
00:22:34: Aber warum ist diese Aktion trotzdem so wichtig?
00:22:38: Sie haben vollkommen recht, eine rot beleuchte Kirche allein rettet noch keinen verfolgten Christen.
00:22:43: aber die Verfolgung gerät besonders leicht in Vergessenheit wenn niemand hinschaut.
00:22:47: ich weiß nicht wie oft wir in unseren Medien von verfolgtem Christen lesen oder etwas sehen nämlich sehr selten.
00:22:55: Und der Redvenster ist jetzt genau der An-.
00:22:57: er erschafft Öffentlichkeit und ergibt den betroffenen Gesicht und Stimme.
00:23:02: Aus diesen sichtbaren Zeichen entstehen an Gottesdienste Gebet, Infoveranstaltungen, Begegnung mit dem Betroffenen und auch konkrete Unterstützung.
00:23:12: Es geht dabei grundsätzlich um das Menschenrecht auf Religionsfreiheit, denn ohne Religionsfreie kann noch die Kirche nicht arbeiten.
00:23:18: Damit tun sich auch unsere Journalisten und Politiker einfacher.
00:23:22: Und es ist auch vollkommen in Ordnung, denn wo es Religionsfreiheit gibt.
00:23:25: dort kann auch die Kirche arbeiten!
00:23:27: Seit Jahrzehnten gibt es diese tolle Initiative schon und es gibt eine riesige internationale Beteiligung.
00:23:33: Zwei-tausendfünfundzwanzig haben sich allein in Deutschland zweihundertfünfzig Kirchen beteiligt, der zentrale Termin ist Mittwoch, der achtzente November.
00:23:42: am Tag vorher, am siebzehnten werden wir bereits im Balderschwang bei Radio Horebsayn.
00:23:48: unser Gast ist Erzbischof Beni Travers aus Karachi in Pakistan.
00:23:52: Wir werden dann am achtzehnten November eine Veranstaltung, einen Andacht in Leipzig haben und am zwanzigsten sind wir in Berlin.
00:24:02: Benny Travas aus Karachi berichtet das erste Hand über Diskriminierung und Verfolgung in Pakistan aber auch über die Aufbrüche.
00:24:10: also die Kernbotschaft ist der Red Wednesday macht aus abstrakten Zahlen konkrete Menschen mit Gesicht Stimme und mit Geschichte.
00:24:19: Florian Ribca war das Geschäftsführer von Kirche Eno Deutschland.
00:24:24: Herr Ribca, vielen Dank für diesen Rundumblick!
00:24:27: Ich danke Ihnen, Händegewöhne und allen Zuhörerinnen und Zuhören noch einen ganz gesegneten Sonntag.
00:24:34: Bleiben Sie bei uns?
00:24:35: Gleich geht es um einen jungen Italiener der zu Lebzeiten wohl kaum geahnt hätte dass sie ihn einmal Menschen auf der ganzen Welt verehren würden Carlo Akutis.
00:24:48: Am morgigen zwölften Oktober jährt sich sein Tod zum zwanzigsten Mal!
00:24:54: Was macht diesen Jugendlichen der Computer und Internet-Liebte zu einem Heiligen unserer Zeit?
00:25:02: Darüber sprechen wir gleich mit Oana Kreidmayer, doch zuvor hören sie am wenig Musik hier bei Radio Horep ihrer christlichen Stimme in Deutschland.
00:25:12: Radio horreb ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche aktuell.
00:25:20: Turnschuhe, Jeans, Computer und eine große Liebe zur Eucharistie.
00:25:27: Carlo Acutis war ein Jugendlicher unserer Zeit.
00:25:31: Am morgigen zwölften Oktober ist es zwanzig Jahre her dass er mit nur fünfzehn Jahren an Leukämie starb.
00:25:40: Heute Ist der Italiener ein Heiliger der Weltkirche?
00:25:45: Menschen auf der ganzen Welt verehren ihn.
00:25:48: Doch warum erreicht gerade dieser Jugendliche Menschen in so unterschiedlichen Ländern und Kulturen?
00:25:56: Darüber spreche ich jetzt mit Oana Kreidmeier.
00:26:01: Sie gehört zur Initiative Freunde Carlo Akutis und hat das Buch seiner Mutter, Das Geheimnis meines Sohnes ins Deutsche übersetzt.
00:26:12: Herzlich Willkommen Frau Kreidmeier!
00:26:14: Ja ich grüße sie Herr Nege-Wenner.
00:26:17: Danke für die Einladung.
00:26:19: Frau Kreitmeier zunächst einmal für unsere Hörer, die Carlo Akutes vielleicht noch gar nicht kennen Wer war dieser Jugendlicher eigentlich?
00:26:28: Und was machte ihn so besonders?
00:26:31: Carlo war ein fünfzehnjähriger Jugendlicher, ein Italiener der Fußballfreunde, Videospiele und Computer liebte.
00:26:41: Also ein ganz normaler Jugendliche, der so unscheinbar und doch besonders war durch seine ungewöhnlich tiefe Beziehung zu Jesus und zu Eucharistie.
00:26:53: Zwanzig Jahre nach seinem Tod ist Carlo längst über Italien hinaus bekannt.
00:27:00: Wo auf der Welt wird er heute besonders verehrt und gibt es Länder oder Formen der Verehrung, die selbst sie überrascht
00:27:07: haben?
00:27:08: Ja.
00:27:09: Es ist erstaunlich wie schnell er auch heilig gesprochen wurde gerade weil er so verehrт werde überall auf der welt und besonders auch in Ländern wo ein direkter Bezug ist das Vereinigte Königreich war ja geboren wurde in London oder in Brasilien, wo das hier Wunder stattgefunden hat.
00:27:28: Das zur Seligsprechung führte.
00:27:32: USA und Mexiko sind Länder, wo sehr viele Verehrer sind durch Glaubkanz, Südamerika aber auch auf der anderen Seite in Asien gibt es viele Verehre und die Herzreligbier, die ja auch bei uns vor zwei Jahren eine Deutschlandtour gemacht hat.
00:27:51: Die Härte Ligvia aus Assisi war und ist auch unterwegs, aktuell in Australien.
00:27:58: Durch alle Diözösen strömmen die Menschen dahin um sich mit der Ligwesegnung zu lassen und mehr über Carlo zu erfahren.
00:28:09: Und was die Verehrung in Deutschland anbelangt, da tut sich auch laufend etwas.
00:28:14: Also wir Freunde Karolakutis bringen monatlich ein Newsletter raus indem wir versuchen zu kommunizieren alles was läuft an Ausstellungen aber auch an Gebietstreffen besondere Veranstaltungen mit der heristischen Anbiedung und zu erwähnen wären.
00:28:29: Hier in München zum Beispiel gibt es mindestens zwei Kirchen, den Heiliggeist und die Maria von guten Rat Reliquien von Carlo.
00:28:39: Wir beabsichtigen an jeden Zwölften des Monats speziell mit Carlo Coutis für die jungen Menschen zu beten für eine Neu-Wangelisierung in unserem Land.
00:28:50: Dann gibt es in Köln regelmäßige Gebetstreffen, in mehreren Kirchen und Hamburg wo sich auch junge Leute treffen.
00:28:59: In Berlin an jedem Herz Jesu Freitag.
00:29:02: also es tut sich... Sehr viel.
00:29:04: Und anlässlich seines zwanzigjährigen Todestages kommt da ein Dokumentarfilm jetzt in den italienischen Kinos im Oktober, an dem auch die Eltern von Carlos i Vitalik haben und in dem auch bisher unveröffentlichtes Material, private Fotos und Videos auch verarbeitet werden.
00:29:26: Und dieses Dokumentart kommt auch sehr schnell nach Deutschland.
00:29:29: also wir haben schon Ein Programm am neunzehnten November in Berlin-Premiere unter Anwesenheit der Mutter, der Frau Salzano am zwanzigsten November in Köln.
00:29:42: Am einundzwanzigste in Wien und am zweiundzwantzigsten in München.
00:29:47: Ich wollte noch erwähnen zur Vererbung von Carlo dass das Heiligtum in Assisi bekannt gegeben hat auch seit der Heiligsprechung letztes Jahr im September Eins Komma zwei Millionen Menschen aus aller Welt und seinem Grab gewesen sind.
00:30:05: Aber wie erklären Sie sich diese weltweite Begeisterung?
00:30:09: Machen wir den Kontrast mal ganz groß, was hat ein fünfzehnjähriger Computer-Fan aus einer wohlhabenden Familie in Mainland einem Jugendlichen in Afrika zu sagen der vielleicht in Armut lebt und nicht einmal regelmäßig Strom hat?
00:30:25: Ja, das sind natürlich Gegensätze jetzt.
00:30:28: Aber ich glaube dass Menschen hierher kennen keine Grenzen.
00:30:32: Also ich glaube, dass Jugendliche auf der ganzen Welt oder Menschen auch im Allgemeinen die Fragen haben ja wo komme ich her wie kann ich gut leben?
00:30:40: Wie kann ich glücklich werden?
00:30:42: und ja wir finde ich auch Gott durch seine Lebensweise hat einen Weg gezeigt wie man Heiligkeit heute leben kann.
00:30:52: Noch dazu Carlo, der aus einer wohlhabenden Familie stammte und sich aber nichts aus dem Reichtum gemacht hat.
00:31:02: Sondern vieles für andere Fürärmere eingesetzt hat, zeichnet einen Weg vor wie man dieses Christsein und diese Werte heute leben kann!
00:31:12: Sie haben gerade die Sehnsucht nach Gott angesprochen und für Carlo hatte diese Sehmsucht einen ganz konkreten Ort, nämlich die Eucharistie.
00:31:22: Er sagte einmal sinngemäß Wir haben es heute sogar besser als die Apostel denn die konnten Jesus nur drei Jahre lang erleben.
00:31:32: wir dagegen können ihm jederzeit im Tabernakel begegnen.
00:31:38: War diese persönliche Begegnung mit Jesus in der Eucharistie tatsächlich der Mittelpunkt seines ganzen Glaubenslebens seiner Theologie gewissermaßen?
00:31:51: Ja, auf jeden Fall.
00:31:52: Also man weiß auch das zu Lebzeiten der Vater ihm auch angeboten hatte ins heilige Land zu reisen auf den Spuren Jesu und bei der Gelegenheit soll er das ja auch gesagt haben, dass wir Jerusalem vor der Haustür haben.
00:32:07: Wir brauchen nur in die Kirche zu gehen und Jesus ist da und wartet auf uns im Tabernakel.
00:32:13: und ich glaube für Karlova sind keine Pflicht und keine Gewohnheit sondern es war einfach eine Begegnung mit Jesus, der ins Zentrum seines Alltags, seines Tages gesetzt hat.
00:32:28: Seit Carlos Tod hat sich die Welt enorm verändert.
00:32:32: Smartphones, soziale Medien und die weltweite Vernetzung haben ganz neue Möglichkeiten geschaffen – auch natürlich für die Verkündigung des Glaubens!
00:32:42: Wenn Carlo heute fünfzehn Jahre alt wäre, was glauben Sie?
00:32:46: Wie würde er wohl diese Möglichkeiten nutzen um junge Menschen auf der ganzen Welt für den Glauben zu begeistern?
00:32:58: Und ich denke, wäre auf jeden Fall begeistert gewesen von den weiteren Entwicklungen die seitdem gekommen sind vom Smartphone, YouTube, TikTok, Instagram.
00:33:08: Wahrscheinlich würde das alles nutzen wo eben heutzutage die jungen Menschen zu finden sind.
00:33:14: also die Technik würde auf jeden fall nutzen nur wahrscheinlich anders.
00:33:20: der würde vielleicht könnte ich mir vorstellen kurze Videos machen zu Glaubensfragen oder Geschichten über Heiligen, oder Fragen die junge Menschen beschäftigen vielleicht unter einem christlichen Aspekt besprechen.
00:33:37: Also ich denke er würde Wege suchen um dem jungen Menschen zu erreichen.
00:33:43: Also ich denke, die grundlegende Botschaft von Carlo würde sich nicht verändern.
00:33:48: Ich glaube in Gegensatz zu dem was heute üblich ist wird er nicht versuchen sich hier im Mittelpunkt zu stellen möglichst viele Likes zu bekommen ein bekannter Influencer zu werden.
00:33:58: das glaube ich nicht weil Carlo damals schon auf etwas höres auf jemandem hinweisen wollte nämlich auf Jesus und das denke ich wäre ihm auch heute noch Meine Anliegen.
00:34:12: Nur wie gesagt, er wird vielleicht den geändert aber auch weiterhin international sowie seine Ausstellung in mehreren Sprachen da hat.
00:34:21: übersetzen.
00:34:22: das so denke ich würde versuchen auch weltweit junge Menschen zu erreichen.
00:34:28: Auch heute.
00:34:29: Frau Kreidmeier herzlichen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg bei ihren kommenden Veranstaltungen rund um Carlo Akutis.
00:34:39: Vielen Dank
00:34:40: Carlo Acutis, ein Jugendlicher der mit beiden Beinen im Leben stand und dessen große Liebe Jesus in der Eucharistie galt.
00:34:51: Morgen am zwölften Oktober jährt sich sein Tod zum zwanzigsten Mal.
00:34:57: Mein Gast war Oana Kreidmeier von den Freunden Carlo Acuhtis.
00:35:03: Noch einen Hinweis für Kurz entschlossene heute wird Carlo Acutis in der Münchner Kirche Maria vom guten Rat in Schwabing gefeiert.
00:35:15: Um elf Uhr beginnt dort ein Festgottesdienst mit anschließendem Reliquiensegen, Hauptzellebrand und Prediger ist Tobias Brantel, geistlicher Begleiter der Freunde Carloacutis Deutschland und um vierzehn Uhr gibt es im Fahrsaal einen Vortrag und persönliche Zeugnisse über den jungen Heiligen.
00:35:38: Um fifteen Uhr dreißig folgt eine Barmherzigkeitstunde ebenfalls in der Kirche.
00:35:45: Und wenn Sie nicht kommen können, aber Kalu Akutis trotzdem näher kennenlernen möchten.
00:35:50: Kirchenot hat ihm eine eigene Ausgabe seiner Reihe Glaubenskompass gewidmet.
00:35:56: Das kleine Faltblatt stellt sein Leben und seinen Glauben vor und kann kostenlos bei uns bestellt werden.
00:36:02: Rufen sie uns einfach an unter Kircheinnot.de.
00:36:15: Dort erfahren sie natürlich auch mehr über die Lage verfolgter Christen in der ganzen Welt und über die Aktion Red Wednesday.
00:36:25: Das war Weltkirche aktuell für heute, hier bei Radio Horreb ihrer christlichen Stimme in Deutschland.
00:36:31: Ihnen allen daheim viel Segen!
00:36:33: Und bis nächste Woche am Mikrofon war ihr Volker Nigewöhner.
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