Heiliges Land: Wie Christen im Ozean des Leids Hoffnung bewahren; Papst Leo XIV. betet mit KIRCHE IN NOT

Shownotes

Die Themen:

  • Heiliges Land: Wie Christen im Ozean des Leids Hoffnung bewahren. Mit Nikodemus Schnabel OSB, Abt der Dormitio Abtei in Jerusalem
  • Papst Leo XIV. eröffnet KIRCHE IN NOT-Gebetsaktion "EIne Million Kinder beten den Rosenkranz" in den Vatikanischen Gärten
  • Bischof für Kirgistan geweiht. Mit Regina Lynch, geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT

Erstausstrahlung: 4. Oktober 2026; © KIRCHE IN NOT

Info zur Sendung: Der Krieg im Heiligen Land ist wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, doch seine Wunden sind geblieben. Abt Nikodemus Schnabel erzählt vom Leben zwischen Trauer, Angst und Erschöpfung – und davon, wie leicht Menschen angesichts des Leids in Aggression, Resignation oder Zynismus geraten. Zugleich berichtet er von seinen Klöstern als „Hoffnungsinseln“, an denen Gebet, Gastfreundschaft und menschliche Nähe neue Kraft schenken.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich seh' auch mit Joa.

00:00:03: Ich stelle zudem mit Freude fest, dass eben dieser Wille gemeinsam allen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu dienen seit Jahrhunderten die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und der katholischen Kirche im Dienst der Christen in Orient prägt.

00:00:17: Die bildungsbezogenen sozialen, kulturellen und humanitären Maßnahmen, die den Ländern des Nahen Ostens in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen wie Kirche in Not durchgeführt werden leisten einen wertvollen Beitrag zum Dieren zwischen den Völkern und zur Wahrung der Rechte aller Menschen.

00:00:45: Das sind die Worte von Papst Leo XIV.

00:00:49: vor wenigen Tagen.

00:00:50: bei seinem Besuch in Paris, und vielleicht haben sie bei einem Namen besonders aufgehorcht Ed Aleglis und Detress hat er im Original gesagt, das ist der französische Name von Kirche Inot.

00:01:07: Der Papst hat unser Hilfswerk also ausdrücklich genannt als er über die Christen im Nahen Osten und über den Einsatz für Frieden, Dialog und die Rechte der Menschen gesprochen hat.

00:01:21: Und genau dorthin wollen wir heute schauen ins heilige Land.

00:01:27: Und damit herzlich willkommen, lieber Hörerinnen und Hörern zu Weltkirche aktuell hier bei Radio Horeb ihrer christlichen Stimme in Deutschland!

00:01:36: Ich bin Volker Nagewöhner und begrüße Sie wieder aus dem Studio von Kirche in Not in München.

00:01:43: Unser heutiger Gast kennt das heilige Land nicht aus Nachrichten und Lageberichten.

00:01:50: Nicodemus Schnabel lebt dort seit vielen Jahren, er ist ab der Dormizioabtei in Jerusalem zu der auch das Kloster Tapka am See Genesaret gehört.

00:02:03: Während des Krieges hat er einmal ein starkes Bild geprägt – er schaue täglich auf einen Ozean des Leids!

00:02:12: Inzwischen sind andere Krisen in die Schlagzahlen gedrückt, aber ist deshalb auch das Leid verschwunden?

00:02:20: Wie leben die Menschen mit dem was geschehen ist und wie schafft man es als Christ und als Mönch angesichts von Hass Trauer- und Gewalt selbst nicht bitter oder zynisch zu werden.

00:02:34: Darüber habe ich mit Abt Nicodemus Schnabel bei seinem Besuch hier in München gesprochen.

00:02:40: Herzlich willkommen!

00:02:41: Ich freue mich, dass ich hier sein

00:02:42: darf.

00:02:43: Herr Abt Sie haben während des Gaserkrieges oft davon gesprochen, das sie täglich auf einen Ozean des Leids sehen?

00:02:53: Wenn Sie heute aus dem Fenster Ihrer Abteil schauen, sehen Sie diesen Ozeaan immer noch.

00:02:58: oder würden Sie sagen der Alltag ist wieder eingekehrt?

00:03:02: Nein er ist da und ich glaube es nochmal dramatischer da weil die Aufmerksamkeit der Welt etwas weitergewandert ist.

00:03:10: Das ist was, wenn ich jetzt in Deutschland bin und auf einmal erlebe, dass Menschen mich fragen, was ist denn gerade bei euch los eigentlich?

00:03:19: Man hört nichts mehr!

00:03:20: Und man hat immer das Gefühl, wenn man nichts mehr hört, alles okay.

00:03:26: Die Aufmerksamkeitskaravane zieht weiter... Neue Konflikte, die dann einfach sehr stark den Fokus geraten.

00:03:35: Man hat das Gefühl andere Konflikte geraten in Hintergrund und da gehört eben das heilige Land dazu.

00:03:41: aber die Menschen israelen palästina sind ja weiter auch verwundet.

00:03:46: also man kann sagen Ja vielleicht ist nicht mehr dieses tägliche Zittern vor dem getötet werden Vielleicht ist das nicht mehr so virulent.

00:03:54: Aber ich glaube was wir oft unterschätzen zerstört es schnell Getötete schnell vernichtet es schnell.

00:04:02: Aber Versöhnung, Heilung... Das braucht sehr viel Zeit.

00:04:10: Wenn jemand traumatisiert ist, das braucht lange.

00:04:13: wenn jemand verwundet ist, wenn jemand in Trauer ist.

00:04:17: Vielleicht kann jeder nachvollziehen der einen persönlichen Schicksalsschlag hat.

00:04:22: Da stirbt ein geliebter Mensch, das ist schnell.

00:04:25: aber wie lang hält die Trauer an?

00:04:26: Wie lang braucht es um einfach wieder in dieser neuen Situation sich zurechtzufinden.

00:04:31: Und deswegen würde ich sagen, also jetzt auch als Seelsorger... Also es ist wahrlich genug zu tun und ich würde sagen der Ozean, der da meine beiden Klöstern Tapkan Jerusalem umfließt mit diesem menschlichen Leid auf allen Seiten ist immer noch sehr stark präsent.

00:04:47: Merkt man das auch am Straßenbild an den Menschen?

00:04:50: Ist die Stimmung gedrückt?

00:04:53: Ja, es gibt verschiedene Reaktionen, die ich erlebe wie Menschen damit umgehen.

00:04:58: Ich sag mal, es gibt manche Menschen macht das aggressiv.

00:05:01: Man merkt natürlich einfach auch gerade der politischen Rhetorik und das sind dann wirklich ja die, ich weiß nicht wie sie das nennen soll dieser Hass-Prediger, die natürlich genau auf saugen.

00:05:13: gewisse Stimmungen und jetzt sehr bekömmlich schwarz-weiß sagen hier die Feinde dort die Freunde hier ist zu vernichten dort ist zu schützen Die Dramatisierung des eigenen Leides, die Maginalisierung des Leides ist das andere und so.

00:05:26: Das heißt manche Menschen werden durch diesen ganzen Situation aggressiv.

00:05:31: Man merkt auch wirklich am liebsten würde ich alle vernichten.

00:05:34: Auch Rache ist total... Da hängt mal gerne die Kamera drauf wenn zur Rache aufruft mit.

00:05:39: Manche Menschen wären resignativ.

00:05:42: Wo man merkte einfach ja es ist eine Freude am Leben diese Die Freude da zu sein, die Freude Mensch zu sein schwindet.

00:05:52: Das ist so wie ein drückender Mehlteuer bei allem und das ist das Dritte.

00:05:56: Und ich muss sagen, das sind leider auch viele in meinem Freundeskreis.

00:06:00: Ich würde auch ganz ehrlich bekennen, dass es etwas was glaube ich wo wir Mönch ja nicht gefeit sind, wo viele Menschen vielleicht auf die Krankheit der Intellektuellen zynisch zu werden.

00:06:12: dass man so eine Distanz schafft, in dem man halt einen ganzen galligen, bitter-schwarzen Humor entwickelt und quasi alles kein schöner Humor.

00:06:23: Da geht es nicht um Lebensfreude aber sozusagen mit einer galligen Bitterkeit so eine Distanz schafft und dann seine Witzchen macht über das was ist Und ich glaube alle drei vergiftet die Seele.

00:06:33: Aggression Resignation, Zynismus ist nicht gut.

00:06:37: Und das ist tatsächlich auch so eine geistliche Herausforderung sowohl für uns als Mönnisgemeinschaft dass wir immer wieder sagen durch die Gebetzeiten immer wieder die Gegenwart Gottes stellen wenn ich Aggression erlebe eben in dem Salmen sagen Nicht Ich mache die Rache nicht ich fand ich besonders du Gott.

00:06:54: also man darf diese Aggressionen auch zulassen.

00:06:56: Also ich finde manchmal wie sind ja irgendwie Wir wollen immer brav sein vor Gott.

00:07:00: nein man darf das zulassen.

00:07:01: aber zu sagen Nein Gott Du bist Richter Du bist der Herr über die Welt, nicht ich?

00:07:07: Ich vertraue dir dieses Schicksal an.

00:07:09: Dann natürlich auch die Resignation auch wirklich zu sagen ja lieber Gott richte du mich auf!

00:07:15: Nimm mich und stelle mich wieder neu hin.

00:07:18: Also gib mir Hoffnung, gib mir Kraft!

00:07:20: Also dieses Beten auch Mut – auch das was die Psalmen sehr stark haben.

00:07:24: Und eben dieser Zynismus ist wirklich sage ich, ja, schaff mir ein reines Herz.

00:07:28: Schaff mir nochmal diese neue Kindlichkeit, dieses lasse mich mit neuen Augen schauen den Mitmensch und nicht in diese Galligkeit, diesen Schwarzen Humor abdriften.

00:07:42: Da muss ich sagen, dass beste Heimle sind die PSalmen Die Psalmen mit den Brüdern gemeinsam immer wieder, ich sage mal fast wie so eine Gnabendusche.

00:07:50: Wenn diese uralten Gebete dieser Gebetsschatz der immer wieder sagt ja neu gucken und Neu anfangen.

00:07:57: Neu Anfang ist ganz wichtig Und das auch als Seelsor kann ich sagen es ist andere.

00:08:01: also wenn jetzt Menschen auch zu uns kommen und deswegen kann Ich sagen also das Thema Wie viele menschen suchen Das Gespräch sei es Beichtgespräche sei Es aber auch einfach gespricht die Sagen Ja Die ganze Situation macht mir zu schaffen.

00:08:14: Da geht es genau darum, sich wirklich neu in die Gegenwart Gottesstellen heilen lassen

00:08:21: und dann... Es ist vielleicht auch für viele Menschen tröstlich zu erfahren dass auch die Seelsorger selbst Mitleidende sind im besten Wortsinne.

00:08:30: Es ist übrigens ein großes Thema, dass das sagen darf.

00:08:32: Die Seelsorgerinnen und Seelsorgern – es ist übrigens etwas, wo ich sagen kann, eine große Spezialität.

00:08:38: Und ich bin tatsächlich auch kirche notnamenlich dankbar, dass wir uns da unterstützt haben beim wichtigen Projekt in Tapka, weil wir gesagt haben, wir hatten dort eben einen Haus, was wir jetzt wirklich neu renovieren konnten, wo wir genau sagen.

00:08:50: Das ist eben auch, wo der lateinische Patriarche unser Bischof gesagt hat.

00:08:53: Das nämlich auch wichtig!

00:08:55: Wenn man sieht, wir haben tausend Ornsfrauen und fast sechshundert Ornzmänner am Heilingland Und alle haben natürlich genau diesen Blick, also sei es, ich sag mal unsere großen Helden in Gaza.

00:09:05: Die Ornnsfrauen und die Priester dort aber natürlich auch in der Westbank in Israel natürlich diese tägliche Konfrontation mit Leid dieses täglich erhelfen, täglich auch da sein für die Menschen.

00:09:15: nur die Frage ist wer ist dafür die Seelsorger?

00:09:18: Und das ist ein großes Thema, wo tatsächlich auch einige meiner Mitbrüder gesagt haben.

00:09:22: Das ist ihr Thema.

00:09:24: Auch wo können die Seelsorge auftanken?

00:09:26: Da sind wir tatsächlich... Ja, das ist eine unserer Spezialitäten jetzt in Tapka, wo sehr viele Ornsfrauen und sehr viele Priester auch hinkommen um dort wirklich Kraft zu schöpfen.

00:09:36: Es ist ein wunderbarer Ort.

00:09:37: also wer da war es ist ja die Speisung der fünf tausend und da ist genau dieses biblische Jesus Leid um die Menschen, das ist ja diese wunderschöne Geschichte.

00:09:46: Fünftausend Männer plus Frauen und Kinder kommen und quasi ja hungern eigentlich nach dem wirklich was Jesus zu bieten hat.

00:09:55: Und dann eben kommen die Jünger und sagen Moment mal es echt spät also die kriegen wir jetzt nicht satt gemacht.

00:10:01: Und dann eben Jesus nach dieser wunderschöne Satz, das gibt es ja selten der Bibel wo wirklich diese Menschlichkeit Jesu aufleuchtet.

00:10:09: Es gibt's bei Lazarus, wo er wirklich weint um seinen Freund Lazarus.

00:10:12: und es gibt auch in Tapka, wo wirklich ... Also Jesus sieht diesen Menschen, ist ihnen leid, der sagt Ja lass sie setzen Gras und so.

00:10:19: und dann eben diese wunderbare Brotvermehrung.

00:10:22: Deswegen dieser Ort direkt haben Sie Genetzterrette zu einem Ort, wo wir sagen Ja hier dürfen auch die, die immer stark sein müssen, auch mal schwach sein und dürfen

00:10:31: auch auftanken.

00:10:33: Ja, Aggression, Resignation oder Zynismus – drei Reaktionen auf das Leid im heiligen Land die abt Nicodemus Schnabel bei seinem Besuch bei Kirchenot beschrieben hat Und drei Gefahren gegen die für ihn vor allem eines hilft Das Gebet, das Gebet und auch die Seelsorger an den Seelsorgern.

00:10:58: Darüber werden wir gleich noch einiges hören, doch bevor wir weiterreden erst einmal Musik hier bei Weltkirche aktuell auf Radio Horeb.

00:11:27: Kraft schöpfen sollen, Menschen die sonst immer für andere stark sein müssen.

00:11:33: Aber wie ist das eigentlich bei den Mönchens selbst?

00:11:37: Was haben die vergangenen Jahre mit ihnen gemacht – auch darüber habe ich mit Abt Nicodemus bei seinem Besuch hier in München gesprochen!

00:11:48: Genau, da habe ich jetzt total meine Mitbrüder im Kopf.

00:11:50: Weil die natürlich auch meinen Interviews verfolgen und die sagen immer wenn du das gefragt wirst dann sag auch mal nein es hat doch uns Kraft gekostet, wir haben auch wirklich da was gelassen ist da ganz interessanter muss ich jetzt auch wirklich im Namen meiner mitbruder nämlich genau sagen ja du klingst immer so ja wir haben das alles im griff wir sind in treue da wir beten das stimmt auch.

00:12:10: aber ich glaube auch und haben die mitbrüdern punkt wie müsst ihr dich auch sagen?

00:12:14: Und ich glaub's gehört auch dazu.

00:12:15: Wir sind nicht nur die Superhelden, die sagen ja natürlich ... Ich würde sagen, ja wir sind geistlich gewachsen.

00:12:21: Also das stimmt!

00:12:22: Das ist eine Realität weil da muss ich auch sagen bin ich unfassbar dankbar für meine Brüder.

00:12:27: Das war dieser Moment eben September, Oktober, XXIII.

00:12:30: eben die Raketen sind geflogen jetzt sind immer mal wieder... Jetzt ist ja ein großes Thema.

00:12:35: Iran, August und Februar wären mir so mehrere Daten die immer wieder große Herausforderungen sind.

00:12:40: Und das war aber die Situation.

00:12:42: alle Ausländer wurden aus dem Land gebracht man wurde aktiv aufgefordert das Land zu verlassen und dann wirklich jeder einzelne Mitbruder für sich.

00:12:51: Und das war mir wichtig, habe ich gesagt jetzt kann man nicht hier sagen im Gehorsam du bleibst sondern wir haben genug Klöster am deutschen Sprachraum die würden uns aufnehmen.

00:13:00: Jeder soll in sich hinein hören möchte er bleiben möchte gehen und jeder Einzelne hat für sich entschieden ich bleibe Ich gehöre hierhin und wenn es ist dann beten wir halt weiter im Luftschutzbunker was wir auch gemacht haben und euch erst die gefeiert.

00:13:15: Und wenn es halt ist, ja dann... Wir bleiben hier!

00:13:18: Wir bleiben here.

00:13:20: Und das jeder einst.

00:13:21: Das war natürlich ein unglaublich starkes Bekenntnis weil eben dieses Bleiben, die Stabilitas lotse, die wir als Bendictina bewusst haben.

00:13:28: Als Bendictiner sagt man mal, dass unterscheidet uns von anderen Orden.

00:13:31: Wir haben diese doppelte Berufung oder doppelten Lebensentscheidungen.

00:13:34: Einerseits dieser Weg der Gottsuche, wie bendigt das beschreibt?

00:13:37: Gebet Arbeit Studium, dieses stark rhythmisierte Leben Und dann immer der sehr konkrete Ort.

00:13:43: Also, Ben-Diktiner kann man nicht... Man kann nicht Ben-diktiner werden!

00:13:46: Also, man kann Franziskane Jesuid Dominikaner werden.

00:13:49: Ben Diktina kann ich nur in einem Kloster werden.

00:13:51: Indem ich sage, Ich werde Ben-dyk Tina insankt Boniface München mit Andex oder ich werd Ben-Tina in Scheffler oder ich werde Ben Tina, Domitz und Tapka.

00:13:58: Man muss sich für konkretes Kloster entscheiden.

00:14:01: Das ist das was uns mit allen Ostchristen auch verbindet da es genau dasselbe.

00:14:05: Man klopft an einen konkreten Kloster fort und sagt hier möchte ich leben.

00:14:08: Hier möchte die immer noch beerdigt werden?

00:14:10: Und dieses Jahr zu dem Ort, das hat jeder Einzelmitbruder noch mal gesagt.

00:14:16: Das hat Dauzor geführt.

00:14:17: wir haben im Krieg einen Eintritt der auch immer noch da ist.

00:14:20: ich bin sehr dankbar und wie werden jetzt auch tatsächlich weitere Eintritte haben?

00:14:25: Und das finde ich sehr berührend dass anscheinend junge Männer irgendwie anspricht die sagen sie sind geblieben Und zur Not wird halt im Luftschutzbunker weitergebetet.

00:14:34: Aber wir bleiben und das ist unser Ort, wir wollen nicht nur ... Es ist wie in der Ehe wenn man verspricht in guten und bösen Tagen jetzt sind die schwierigeren Tage.

00:14:44: Wir bleiben trotzdem mit Treue da.

00:14:46: Und das hat tatsächlich auch ausgestrahlt auf viele Christen vor Ort, gerade die Einheimisch-Christen, die sagen naja wo sollen wir hingehen?

00:14:53: Ihr könnt woanders hingehen!

00:14:54: Ihr seid ja alle sogar hier nur mit Visum.

00:14:57: Wir sind ja alle keine Staatsbürger und wir bleiben freiwillig in einem Land was ja gar nicht dass unsere ist.

00:15:01: aber weil wir gesagt haben wir wollen unsere Biografien ja mit den Biographien der Menschen dort vor Ort verbinden und dort bleiben.

00:15:08: Aber jetzt kommt eben das Arbe was auch dazu gehört.

00:15:11: natürlich sagen auch viele Mitbrüder Und ich kann es auch so ein bisschen sagen, gefühlt bin ich schon noch gealtert in diesen Jahren.

00:15:17: Ich will jetzt nicht sagen das war alles wie wunderbare Exerzitien.

00:15:22: Natürlich ja ist es ein Aspekt.

00:15:24: wir haben nochmal neu gelernt Mönch zu sein aber wir haben auch Körner gelassen.

00:15:30: natürlich

00:15:32: gewöhnt man sich denn da an den Krieg und das Leid?

00:15:36: Kann man sich daran gewöhnen oder legt man sich da einen Schutzpanzer an?

00:15:41: innerlich

00:15:42: Eine gute Frage, ich würde sagen zum Glück gewöhnt man sich nicht daran.

00:15:49: Ich finde Krieg ist kein Normalzustand.

00:15:53: Ich find es immer noch... ...ich bin jetzt bald ein Vierteljahrhundert als Mönch im Heiligen Land.

00:15:59: Ich mag mich immer noch nicht gewöhnen wenn ich Mensch mit Waffen sehe und dreht sich mir immer noch was um.

00:16:03: Ich finds das immer noch eher ein Unwohlsein.

00:16:07: Und natürlich sagt mal in dem Sinne Man bekommt eine Routine.

00:16:10: also wenn jetzt Alarm ist Wir müssen nicht groß reden.

00:16:13: Wir wissen, wo sind die Schutzräume?

00:16:14: Wir gehen hin und wir wissen wie wir uns verhalten.

00:16:17: Wir gucken auch sofort... Wenn ich Gäste habe oder Studenten habe, wenn ich Monetäre habe, die mir anvertrauten Menschen, unsere Mitarbeiter natürlich, da geht es sofort schnell.

00:16:25: Es sind alle da, wo sie sind.

00:16:26: Hat doch jeder mitbekommen klar.

00:16:28: Es gibt eine Routine.

00:16:30: Das ist jetzt halt nicht das, dass wir aus allen Wolken fallen, wenn ein Alarm ist.

00:16:36: Also das heißt so gesehen gibt es eine Art Gewöhnung, eine Routine.

00:16:41: Aber es ist nicht so, dass ich sage gut das ist jetzt das neue Normal.

00:16:44: Sondern ich finde Krieg geht mir immer noch unter die Haut.

00:16:48: Hass Vernichtung weil ich finde das ist schon ein Skandal und das regt mich auf wir sind nicht mehr skandalisiert über Kriege und das merke auch gerade wirklich in Europa manche Diskussionen.

00:16:59: Wir haben Krieg auf einmal so merkwürdig bekömmlich gemacht.

00:17:02: Wenn ich höre, ja wir reden dann über Verteidigungsausgaben.

00:17:06: Wir reden auch darüber... Also wenn wir über Krieger reden kann man das schön aufbereiten mit Schaudiagrammen und Tortendiagramme.

00:17:16: Man kann das so bekömmlich und fast wie ein Computerspiel.

00:17:20: Gibt es dann auch, dass man Waffensysteme vorstellt was die machen können?

00:17:25: Und wir haben eine ganze Sprach Wolke geschaffen, um Krieg abzufedern.

00:17:30: Ich finde es ganz spannend, dass Soldaten fallen und Terroristen neutralisiert werden.

00:17:36: Weiche Ziele werden bekämpft.

00:17:38: Da geht's her!

00:17:39: Ich denke, reden wir doch über was wir reden?

00:17:42: Menschen töten Menschen, Menschen sterben durch Menschenhand.

00:17:46: Und das ist etwas, woran ich mich nicht gewöhnen möchte.

00:17:49: Das ist da, sag mal, das größte sittliche Übel was es gibt.

00:17:53: und ich bin auch Papst Leo sehr dankbar!

00:17:55: Ich muss wirklich sagen dass Papst Leo jetzt da wirklich...ich finde..und das finde ich auch ganz spannend von vielen Leuten die mit Kirche und Glaube nichts am Hut haben.

00:18:03: Sagen momentan noch wir sind dankbar und werden nie gedacht dass wir sagen die vernünftigste Stimme in unserer Welt ist gerade Papst leo Der als Einziger, wenn man ihn auch als Politiker sieht, sagen wir als Staatsoberhaupt auch wirklich das Heilungsstuhl ist.

00:18:17: Ist der, der eben genau sagt nein ich mache nicht mit bei diesem Spiel Krieg bekömmlich zu machen sondern Krieg ist wirklich ein sitliches Übel, es ist eine Niederlage der Menschheit und Kriegt zerstört so viel, Kriegt Zerstört Menschenleben!

00:18:31: Krieg zerstört Biografien, Krieg Zerstört Kulturgüter.

00:18:36: Was kriegt alles anrichtet?

00:18:37: Das ist eine Blutspur, also von Vernichtung eben Traumatauch.

00:18:43: Da sind wir wieder auch bei dem Frage mit dem Ozean von Leid.

00:18:46: Wie gesagt da ist vielleicht die kurze Nachrichtenmeldung dass ne Rakete irgendwo reinkommt.

00:18:51: Da gibt es irgendwie Kollateralschäden und dann drei Tage später interessiert das keinem.

00:18:55: aber ich kann jetzt mal einfach nur so Beispiel bringen aus meiner Perspektive

00:19:01: Erste

00:19:02: iranische Rakete, die einen Menschen getötet hat in Israel.

00:19:07: Am XXVIII.

00:19:07: Februar war eine Christin, eine Katholikin.

00:19:11: Eine, die mir bevor ich abwurde, war ich Patriarchal wie Kaffee Migrantin.

00:19:20: Das ist der erste Mensch, der zerfetzt wurde!

00:19:23: von einer Rakete, eine Katholikin.

00:19:25: Ein berühmter Kollateralschad wie das so schön heißt.

00:19:29: und das ist ein Thema weil sehr viele der Migrantinnen und Migranten... Das ist etwas was mir immer sehr nahe geht.

00:19:35: wenn ich höre die Sirene, ich gehe in den Luftschutzbunker dann weiß ich es gibt jetzt zehntausende Menschen meine Glaubensgeschwister die sich entscheiden gehen nicht in die Schutzräume zu gehen weil es sind alten Pflegerinnen vor allem Frauen vor allem aus Philippinen Indian und Sri Lanka sagen, also je nachdem wo man wohnt hat man neunzig sechzig manchmal nur dreißig Sekunden Zeit.

00:19:59: Manchmal sogar an der Grenze gerade auf fünfzehn Sekunden.

00:20:01: wenn wir jetzt wirklich... aber ich sage mal das ist vom Maximum neunzig Sekunde bis einige Sekunden bis man im Schutzraum ist.

00:20:08: naja wenn jetzt so ein Raketenalarm kommt wie am achtundzwanzigsten Februar ja also da ja und jetzt haben die pflegebedürftigen Menschen der da immobil im Bett liegt ja die junge Frau die kann sich in Neunzig Sekunden Dann sagen sie, nein.

00:20:22: Dann sagen natürlich alle Frau bleibt bei mir und dann entscheiden sich weiß immer wieder Zehntausende Bei denen ihnen anvertrauten Menschen zu bleiben.

00:20:30: Und es ist nicht die erste.

00:20:32: also Lea Mosqueras ein andere Name Die tatsächlich jetzt noch eine sehr aktive katholiken war die auch durch den iranisch raket getötet wurde.

00:20:39: und das der punkt.

00:20:40: und dann auf einmal wird diese Ja bekömmlich wenn man einfach zahlen hört und so statistik und Natürlich ja nee dass sind auf einmal menschen die ich kenne Und ich kenne dann den Witwer und weiß dann, was bedeutet ja die Leiche seiner Frau zu identifizieren.

00:20:57: Und sag mal während die Welt schon weitergeht ist für mich als Seelsorger, ist für gerade jemand die Welt zusammengebrochen.

00:21:05: Ist für gerade jemals zukunft zerstört.

00:21:07: da ist also das finde ich einfach was im Krieg unter geht.

00:21:10: wir hören dann naja es gab viele Tote Aber wenn man da auf einmal weiß, eine Biografie.

00:21:16: Und gerade von denen wo eben nicht ein großer sage ich mal weil es eben nicht die reichen schönen und mächtigen dieser Welt sind sondern eben die modernen Sklaven dieser Welt eben die die halt ja eben Flughafen Toiletten putzen oder alte Menschen pflegen oder eben auf den Feldern arbeiten eben nicht Die Reichen Schönen die man dann keine Ahnung, die nationalen Medien große Nachrufe sind.

00:21:37: Nee das ist halt einer dieses berühmten Kollateralschein.

00:21:41: Das gilt ja auch bei den Golfstaaten wenn wir sehen.

00:21:43: Wir sind da wie getötet und es sind auch wieder ganz viel unserer Glaubensgeschwister oder auch ein Thema was ich eben auch im Krieg erlebt habe wo ich auch sehr wenig gehört habe in den Medien, auch jetzt in deutschen Medien.

00:21:56: Viele meiner Philippinas, ich sage mal meine weil es ist nicht das sie mir gehalten haben.

00:22:00: Sie haben wir so einen ganz speziellen Platz im Herzen.

00:22:03: Haben mir in den Zeiten des Krieges immer gesagt ja bitte bete für meinen Mann.

00:22:09: Ja der Essen bedrängt ist okay.

00:22:11: Ich kannte den Mann gar nicht.

00:22:13: und dann also viele von der von dem Gemeinden sagten gerne bete was ist denn sagt er?

00:22:17: ja der isst in der Straße von Hormus.

00:22:21: Und dann habe ich verstanden, viele meiner Philippinas ihre Ehemänner die Philippinos sind Seeleute.

00:22:28: Seeläute auf den Tankern, die jetzt eben in der Straße von Hormus wurde gesagt haben mein Mann hat nichts mehr zu essen und zu trinken.

00:22:35: Bete für meinen Mann wo ich dachte ja wir reden immer bei Krieg geht es dann oh was macht er Benzinpreis an der Tankstelle?

00:22:42: Wo ich auch denke wie eigentlich pervers ist über was wir reden uns beschäftigt dann oh wie teuer ist das tanken.

00:22:50: Ich darf die Perspektive haben durch meine katholischen Migrantinnen, die dann sagen naja für uns bedeutet die Schließung der Straße von Hormus.

00:22:58: Mein Mann ist auf dem Tanker und er hat nichts mehr zu essen und zu trinken.

00:23:01: und die Frage ist wie weit überlegt man?

00:23:04: Und das zeigt einfach auch... Ja, was Krieg auch bedeutet?

00:23:06: Das sind eben diese berühmten Kollateralschäden, die dann eben keinen stören.

00:23:10: Na ja, sagen wir mal ob da jetzt ein Filipino ist, bin ich aber brutal verdurscht oder auf den Tanker interessiert die Politiker der Welt nicht.

00:23:16: Die politiker Welt machen sich Sorgen, oh das machen die Aktienmärkte, was macht der Benzinpreis.

00:23:21: und das finde ich etwas wo ich wirklich sage...

00:23:23: Das ist zynisch.

00:23:24: Genau!

00:23:24: Das ist Zynisch.

00:23:25: und wo ich sage als Kirche will es uns wirklich sehr gut anstehen genau zu sagen liebe Welt ihr diskutiert gerade über die falschen Fragen Lass uns doch über das reden, was wirklich kostbar und heilig ist.

00:23:37: Und dass es nicht der Benzinpreis oder die Aktienmärkte sind, sondern jedes einzelne menschliche Leben, wo der Glaube mir sagt, jeder dieser Menschen ist nach dem Appel Gottes geschaffen.

00:23:47: und mein Glaube sagt mir sogar noch mehr!

00:23:50: Jesus Christus sagt sehr klar... Wer diesen kleinen etwas antut.

00:23:55: Diese kleine und das ist glaube ich diese Option für die Armen.

00:23:58: Sag mal, da war Papst Franziskus, sag mal vielleicht der Papster, dass er am stärksten in Vordergrund rückt oder auch Papst Leo.

00:24:05: Ist ja auch sehr in seinen Fußstab.

00:24:08: Und es ist eine uralte christliche Haltung.

00:24:11: gerade diese Schwachen, die wohl nach Rahmen, die Armen Das steht uns gut an eben, dass uns das Schicksal... Jetzt bleiben wir immer wirklich bei den Philippinen als bei den Filipinos.

00:24:21: Das sind Leute, die haben dieselbe Taufe wie wir Die haben dieselbe Firmung wie wir, das sind unsere Glaubensgeschwister.

00:24:26: Und da muss man wirklich sagen ja es wäre eigentlich stünde uns gut an dorthin zu schauen.

00:24:32: Das wär mein Wunsch dass wir als Katholiken weniger

00:24:38: über Ölpreise reden und mehr über Menschen leben.

00:24:43: Ein Satz von Abt Nicodemus Schnabel den man jetzt ruhig einen Moment stehen lassen kann.

00:24:50: und wir tun genau das jetzt mit etwas Musik.

00:24:54: Und leicht danach geht es hier bei Weltkirche aktuell auf Radio Horeb darum, wo in diesem Ozean des Leids im heiligen Land trotzdem Hoffnung zu finden ist!

00:25:08: Sie hören weltkirchaktuell bei Radio HOREB ihrer christlichen Stimme in Deutschland.

00:25:13: unser Gast heute isst abt Nicodemus Schnabel aus Jerusalem.

00:25:19: Wir haben viel über Krieg, Verwundung und auch Hass gesprochen.

00:25:24: Im letzten Teil unseres Gesprächs wollte ich von ihm wissen – gibt es in diesem Ozean des Leids auch Rettungsplanken also Erlebnisse oder Orte an denen er selbst Hoffnung festmachen kann?

00:25:40: Mein Bild ist immer das wir versuchen bei Hoffnungsinseln zu sein in diesem Ocean von Leid.

00:25:45: Das sind wirklich unsere beiden Klöster.

00:25:49: Seelsorge ist ja nie eine Einbahnstraße.

00:25:51: Ich kann Ihnen sagen, ich kenne zum Beispiel Beichte von beiden Seiten.

00:25:57: Viele können das nachverziehen wie erleichtert man ist wenn man einfach wieder neuer anfangen darf mit Gott.

00:26:03: aber ich kann Ihnen auch sagen es ist auch wunderschön Beichte hören zu dürfen und einfach zu erleben wie Gott.

00:26:09: Man muss nur Werkzeug der Neu anfängt.

00:26:11: und so ist es auch unglaublich schön als Kloster zu erlebten Wie Menschen sagen, es tut gut zu wissen.

00:26:17: Ihr betet die Psalmen und Menschen kommen und beten mit uns.

00:26:21: Vor allem mit uns Eucharistie.

00:26:23: Und wirklich das tut ja auch gut Zu sagen wie wirklich Menschen sagen Das habe ich gebraucht, das hat mir Trost gegeben Es hat mir Hoffnung gegeben Und wir uns sagen Ist ja ganz oft was haben wir gemacht?

00:26:32: Wir haben uns auf die FESPA gebetet Aber eben wo man da auch werkt...Wir sind halt Werkzeug.

00:26:36: Das einfach dieser Gebetschatz Dass wir einfach unsere Stimmen geliehen haben dem Psalman Und dass einfach Menschen sich einklinkten Und sagen Danke Jetzt kann ich wieder neu gehen, also da haben wir wirklich immer wieder erlebt die Kraft eigentlich.

00:26:49: Also eigentlich kann man sagen es ist so unfassbar unspektakulär was wir als Mönche machen.

00:26:54: Wir machen eigentlich das was wir versprochen haben immer machen ja und sind gegen Wartgottestellen in Treue unser Gebetsleben zu leben Ansprechbar zu sein, Gastfreundschaft zu leben.

00:27:05: Natürlich was wir auch immer gerne gemacht haben Mensch zum Essen einladen einfach ja dieses also ganz spontan wenn jemand beim Gebet war und es waren eine oder zwei Personen haben sich schon gegessen mit also einfach dieses zu erleben und dann einfach ja so.

00:27:18: ne ich sage mal so eine Art doch Reh-Humanisierung weil was Krieg macht Krieg dehumanisiert Krieg ist ja wirklich, also auch in der ganzen Rhetorik.

00:27:26: Der Mitmensch wird auf einmal zum Feind.

00:27:29: Also diese Verfeindung und dann ein bisschen natürlich... Wenn man da wirklich hört und da muss ich sagen Ich bin wirklich sauer auf sehr viele Politiker Dass sie wirklich Ja Und da bin ich auch nochmal Ich oute mich!

00:27:40: Bin großer Papst Leo-Fan.

00:27:42: Also,

00:27:45: gell?

00:27:45: Ich darf nicht

00:27:46: sagen, dass es Katolikaura schamlos sei Aber wirklich nein, weil ich finde Papst Leo Ja, also sein allererste hat ja das wunderbare Audienz mit den Journalisten.

00:27:56: Die habe ich wirklich eingesogen weil er dann wirklich gesagt hat die Journalistin ihr habt eine ganz kostbarere Aufgabe.

00:28:02: Achtet auf eure Worte!

00:28:04: Worte können auch waffen werden diese Entwaffnung der Worte.

00:28:07: seid da sensibel wie ihr mit Worten umgeht.

00:28:10: und das ist genau der Punkt wo ich sagen würde ja liebe Politiker seid mal sensibel und wie ich merke wie Politiker da wirklich Ja, also wenn auf einmal der wird der Mitmensch erst mal zum Feind aber nicht nur mich mehr zu menschlichen feins sondern heißt es ja der andere sind Tieren Menschen gestalten Kackalake eine Ratte ein Hund oder das ist ja keine Menschen mehr.

00:28:29: Soll ich sagen, nee Moment mal hier.

00:28:31: dass ist die total rote Linie unserer Zivilisation.

00:28:34: Also ein Mensch bleibt ein Mensch auch auch jemand der schuldig geworden ist Auch ein Täter auch ein Mörder.

00:28:39: er bleibt Mensch Der Gott sicher vor Gericht und gerade sicher bestraft Das ist keine Frage.

00:28:45: Aber ich sag mal auch jetzt mal musäkularen geworden, gerade wir als Deutschlands umgrund gesetzt.

00:28:48: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

00:28:50: und wie gesagt, das Menschen ganz am Anfang seines Lebens, ganz am Ende seines Lebens, des Krankenmenschen, des Menschen der nicht nur schön gesund und sexy ist aber eben auch nicht nur des braven Menschen, sondern auch des schuldig gewonnenen Menschen.

00:29:06: Das ist ganz wichtig!

00:29:07: Und da merke ich einen totalen Tabu-Bruch in der Politik.

00:29:11: Vor allem wird der Mitmensch nicht mehr zu Mensch, sondern wirklich dehumanisiert und dämonisiert.

00:29:15: Und ich glaube es ist ganz wichtig, dann komme ich jetzt wieder zurück was wir im Kloster machen.

00:29:18: Es ist eine Rehumanisierung.

00:29:21: Zu sagen nein... Ich frage nicht was deine Staatsbürgerschaft ist.

00:29:25: Ich fraue nicht was dein Glaube ist?

00:29:27: Was ist deine Biografie?

00:29:28: Sondern wenn du willst ... Wir beten hier die Zahlen!

00:29:32: Du kannst einfach dich da zusetzen.

00:29:33: Du kannst mitbeten, du kannst einfach da sein.

00:29:36: Und wir sind ein Ort wo du einfach ... Genau, du musst dir nichts beweisen.

00:29:41: Wir stellen uns die Gegenwart Gottes.

00:29:43: Und wenn du willst, stell dich mit uns die gegenwahrt Gottes.

00:29:45: oder sei einfach dabei wie wir uns den Gegenwart Gott bestellen im Gebet.

00:29:48: und das ist glaube ich etwas was wirklich ganz ganz stark wieder dazu beiträgt diese Würde des Menschen wieder eigentlich auch zu sagen ja weil es das schönste was hier Menschen wirklich können.

00:29:57: wir sind fähig halt zum Gottesdruck wir sind Fähig Ja dass zu antworten auf diesen Ruf unseres Schöpfers, der uns liebt und geschaffen hat als sein Ebenbild.

00:30:09: Und ich meine ein anderer Weg den wir gegangen sind in beiden Klössern sehr verschieden.

00:30:14: TAPKA war es wirklich die gelebte Gastfreundschaft immer wieder.

00:30:17: Wie auch gesagt habe so viel für die Seelsorge aber auch eben für Menschen mit Behinderung.

00:30:22: das sind wir ja schon seit Jahrzehnten sehr stark und in Jerusalem war es sehr stark eben auch für Kunstschaffende.

00:30:30: Das natürlich auch für Juni-Muslime Weil ich glaube, gerade wenn Kriege dehumanisiert ist ein Aspekt.

00:30:39: Wenn ich glaube jeder Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen und das Schöpfer erleben Menschen ihr Mensch seien immer neu, wenn sie schöpferisch künstlerisch auch tätig sind.

00:30:47: Das sind verschiedene Aspekte wo wir wirklich versucht haben so Hoffnungsinseln zu sein.

00:30:52: Und tatsächlich würde sagen, wenn Sie nach den Planken fragen an die ich mich wirklich geklammert habe es ist das Psalmen Gebet.

00:30:59: Also und das zweite wirklich jetzt mal ganz wortwörtlich.

00:31:03: Wir haben ein wunderbar schönes Olivenholzkreuz, was in unserer Kirche in der Domizio hängt Und dieses Kreuz verbinden wir mit dem siebzehnten Oktober-Dreiundzwanzig.

00:31:12: dort haben wir zusammen den Studierenden des Theologischen Studienjassen wie Mönchel vierundzwantig Stunden ausgehalten.

00:31:19: Am siebzehn Oktober Dreiundzwanzig von Null Uhr bis Null Uhren haben einfach unsere Gottesdienstzeiten gehabt und alle Hundertfünfzig Zahlen gebetet.

00:31:27: Und seitdem hat dieses Kreuz für mich einen ganz speziellen Platz, weil es war dieser Moment.

00:31:31: was sollen wir sagen wenn die eigenen Worte versagen?

00:31:34: Wenn ich nichts mehr sagen kann?

00:31:36: Wenn Ich eigentlich verstumme vor dem Leid der Welt Und dann einfach zu sagen, ja und da gibt es diesen wunderschönen Kreuzhymnus der sagt also die mag ich dir.

00:31:46: Du die Planke!

00:31:47: Also zum Kreuz gesprochen du die Planke die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt.

00:31:52: und da lege ich mir wirklich ja das Kreuz ist für mich wirklich zu dieser Planke geworden.

00:32:00: Ein wunderbarer Abschluss.

00:32:02: Vielen Dank abt Nicodemus Schnabel für ihre Worte und ihren Besuch im Kapellenwohnzimmer von Kirche in Not.

00:32:09: Danke, dass ich hier sein durfte!

00:32:11: Das Kreuz eine Planke die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt ein starkes Schlussbild von Abt Nico Demos Schnabel in unserer heutigen Ausgabe von Weltkirche Aktuell hier auf Radio Horeb.

00:32:27: Bevor wir uns verabschieden, habe ich noch zwei Einladungen von Kirche Not für Sie.

00:32:33: Am kommenden Mittwoch den siebten Oktober heißt es wieder eine Million Kinder beten den Rosenkranz.

00:32:41: Kinder in aller Welt beten dann gemeinsam für Frieden und Einheit.

00:32:46: Radio Horeb überträgt ab neunzehn Uhr fünfzehn live einen internationalen Kinderrosenkranz.

00:32:54: Mit dabei sind Kindergruppen aus Syrien, der Ukraine, Brasilien, Rwanda und Deutschland.

00:33:02: Und am Sonntag den elften Oktober also in einer Woche lädt Kirchenot zum Tag der Weltkirche nach Telste bei Münster ein.

00:33:13: In diesem Jahr geht es besonders um die Christen auf den Philippinen.

00:33:17: Beginn ist um elf Uhr Dreißig mit der Heiligen Messe in der Propsteikirche St.

00:33:22: Clemens, danach gibt es Informationen über die Situation der Christen und die Arbeit von Kirche in Not und am Nachmittag folgt ein Kreuzweg für die verfolgte Kirche.

00:33:35: zum Abschluss um sechzehn Uhr dreißig ein Marienlob.

00:33:40: Weitere Informationen finden Sie natürlich auch im Internet unter www.kircheinnot.

00:33:48: Und ganz zum Schluss noch eine Nachricht, die uns bei Kirche Not nach all dem Leid in dieser Woche wirklich Freude macht.

00:33:57: Denn in Rom ist am Dienstag der Jesuit Anthony James Corcoran zum Bischof gereiht worden.

00:34:05: Seit zwei tausend siebzehn leitet er bereits die kleine katholische Gemeinschaft in Kyrgyzstan im Zentral Asien als apostolischer Administrator Und am neunundzwanzigsten September empfing er nun in der Basilika Sanktpaul vor den Mauern die Bischofsweihe.

00:34:26: Mit dabei war auch Regina Lynch, die geschäftsführende Präsidentin von Kirche in Not International und sie erklärt in einer kurzen Botschaft warum diese Bischoffsweiher gerade für eine so kleine Kirche ein so großes Ereignis ist!

00:34:45: Grüß Gott!

00:34:46: Hier spricht Regina Lynch, die Geschäftsführung der Präsidenten von ACN International Kirchennot.

00:34:53: Und ich hatte die große Freude heute in Rom bei einem Bischofsfeier dabei zu sein und zwar Anksni Korkeren ist ein neuer Bishop für Kyrgyzstan.

00:35:06: Das ist eine kleine Kirche aber diese kleinen Kirchen im Zentralasien sind so wichtig.

00:35:13: Die Katholiken dort sind die, die fest an ihre Glaube gehalten haben.

00:35:19: Obwohl während der Sowjetzeit Stalin und seine Nachfolge versucht hatten, die katholische Glauber zu töten.

00:35:29: Und ist es eine große Ehre heute für die Katholiken nicht nur in Kyrgyzstan, sondern andere Nachbarländern, die verschiedenen Tajikistan, Uzbekistan usw.. dass die einen neuen Bishop haben.

00:35:43: Es ist eine große Anerkennung vom Papst, das auch die kleinen Herde ein Vater brauchen.

00:35:53: Ein Vater der sich um ihren Glauben und Nachwuchs auch kümmern.

00:35:59: Und großen Dank an die Wohltäder von Kirchenot, weil Kirchenod hilft diese kleine Kirche!

00:36:06: mit verschiedenen Pastoral-Aktivitäten und jetzt zum ersten Mal wird eine Kathedrale dort gebaut.

00:36:14: Wir hoffen nun beten, dass der Glaube wächst weiterhin in Kyrgyzstan!

00:36:21: Danke

00:36:23: Ja, ein neuer Bischof für eine kleine katholische Gemeinschaft in Zentralasien und damit ein freudiger Schlusspunkt für heute.

00:36:32: Für Sie vielleicht auch eine Gelegenheit diese kleine Gemeinsschaft mit in Ihre Gebete einzuschließen?

00:36:38: Das war Weltkirche aktuell am Mikrofon!

00:36:41: War Ihr Volker

00:36:42: Niegewöner?!

00:36:42: Ich danke Ihnen fürs Zuhören!

00:36:45: Bleiben sie uns, bleiben sie Radio Horeb gewogen.

00:36:48: – alles Gute Gottessegen bis nächste Woche.

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