Afrikanische Spiritualität; KIRCHE IN NOT-Gebetsaktion: Eine Million Kinder beten Rosenkranz
Shownotes
Die Themen:
- Afrikanische Spiritualität: Ein Glaube, der unter die Haut geht Mit Pfarrer Clemes Bombeck, Buchautor
- Einladung zur KIRCHE IN NOT-Gebetsaktion: Eine Million Kinder beten Rosenkranz
Erstausstrahlung: 27. September 2026; © KIRCHE IN NOT
Info zur Sendung: Pfarrer Clemens Bohmbeck berichtet von seinen jahrzehntelangen Erfahrungen in Uganda, von der Verehrung der Märtyrer, lebendigen Gottesdiensten und einem Glauben, der selbstverständlich zum Alltag gehört. Er erzählt von persönlichen Begegnungen, von der großen Zahl junger Priesteramtskandidaten – und davon, warum die Kirche in Afrika heute auch der Kirche in Europa etwas geben kann.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Liebe Hörerinnen und Hörern, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Weltkirche Aktuell ihrem Magazin.
00:00:07: Von Kirchenot auf Radio Horeb und Radio Maria!
00:00:12: Am Mikrofon von Kirchenod begrüßt sie Volker Nigewöner.
00:00:16: Heute wollen wir unseren Blick nach Afrika richten.
00:00:20: Allerdings einmal nicht zuerst auf Krisenkonflikte oder materielle Not.
00:00:26: Uns interessiert der Glaube der Menschen.
00:00:29: Mein heutiger Gast kennt insbesondere Uganda seit Jahrzehnten.
00:00:35: Fahrer Clemens Bombeck hat das Land immer wieder besucht und sich intensiv mit den Märtyrern von Uganda und ihrem bis heute lebendigen Glaubenszeugnis beschäftigt.
00:00:48: Was ist ihm dort begegnet?
00:00:50: Was zeichnet den Glauben vieler Menschen in Afrika aus?
00:00:55: und ist manches, was wir Europäer daran bewundern vielleicht auch ein wenig romantisiert.
00:01:03: Darüber möchte ich jetzt mit ihm in unserem Studio sprechen.
00:01:07: Herr Farah Bombeck herzlich willkommen bei Weltkirche Aktuell!
00:01:11: Ich freue mich wieder bein zu sein mal schauen was wir zusammen erörtern können.
00:01:17: Herr Fara Bombecks Uganda begleitet sie nun schon seit Jahrzehnten.
00:01:23: Wann ist aus diesem Land, das Sie besucht haben ein Land geworden an dem Ihr Herz hängt?
00:01:31: Das war sicherlich in der Begegnung mit meinem Freund Erzbischof Augustin Kasutscher.
00:01:36: Der Nunzius geworden ist wie das erste Mal in Uganda war.
00:01:41: Das war anlässlich seiner Bischofsweige.
00:01:44: habe ich schon etwas von dem Faszinosum Ugandas erlebt.
00:01:49: Nicht nur bei seiner Bischofsweihe in der Kathedrale von Kampala, sondern auch in der Begegnung mit den Angehörigen seiner Familie oder auch mit Leuten auf der Straße und vor der Kirche und überall.
00:02:03: die Menschen sind herzlich nicht noch freundlich.
00:02:06: sie sind herzig.
00:02:08: Ihre Herzlichkeit rückt sich in vielen kleinen Zeichen, vor allem auch in den strahlenden Augen wieder.
00:02:16: Und das hat mich von Anfang an angesprochen und fasziniert!
00:02:22: Wenn ich jetzt in Uganda in der Fahrei auch bin – denn das war früher nicht der Fall, weil ich immer nur mit Augus ins Familie zusammen war – aber jetzt auch in der Ferai gehöre dazu.
00:02:34: Oh, Fasaka Lungi sind Sie wieder da?
00:02:37: Also jetzt auch wieder im April, Mai und draußen auf dem Platz nach der Messe die Begegnung.
00:02:44: Ich kann mich nicht verstecken das geht nicht.
00:02:46: ich muss zu den Leuten gehen und es ist dann eine herzliche Begegnung jedes Mal und das ist schön.
00:02:53: Und wer sich mit den Menschen, der sich mit der Geschichte des Landes beschäftigt.
00:02:58: Der kommt auch an den Märtyren von Uganda also Karl Langwa und Gefährten nicht vorbei.
00:03:06: Sie stehen am Anfang einer damals noch ganz jungen Kirche.
00:03:10: Was beeindruckt sie an ihrer Geschichte bis heute?
00:03:13: Mich fasziniert das Ganze.
00:03:16: wie soll ich mal sagen Prozedere Wenn ich bedenke, dass im Februar die ersten zwei Missionare Franzosen kommen.
00:03:27: In welcher Sprache sie das Evangelium verkündet haben ist mir bis heute noch nicht klar vielleicht in Kiswaheli aber jedenfalls nicht in Lugan da so nennt man die Sprache dort.
00:03:38: Das ist ungemein schwierig und sieben Jahre später.
00:03:44: ist da eine Gruppe von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen so Feuer und Flamme für Christus, dass sie zu einem Schreckensgespenst für den damaligen jungen König werden.
00:03:56: Der spürte hier ist jemand mir eine Konkurrenz!
00:04:01: Er hatte vor diesem Jesus Angst gehabt anscheinend und er wollte doch allein der Herrscher sein.
00:04:08: Er wollte sagen ihr müsst mir gehorchen und nicht euer Jesus.
00:04:14: Nach Beginn des Evangeliums ist der Glaube so stark, dass forty-fünf junge Leute Katholiken und Anglikana.
00:04:23: Die Anglikaner waren etwa zwei drei Jahre vor den Katholischen Missionen angekommen haben gereicht das der Glabe dort so fuß fassen konnte Dass er begeisternd auf alle Leute wirkte Und die jungen Leute Christus nachfolgten bereit war gegen alle Drohungen des Königs, zu Christus zu sagen bis hin ins Materie.
00:04:47: Jedes Jahr pilgern riesige Menschenmengen zum Märtyrer Heiligtum nach Namugongo.
00:04:54: Sie waren mehrfach schon mittendrin.
00:04:57: Was erlebt man dort was man aus der Ferne vielleicht gar nicht begreifen kann?
00:05:02: Im vergangenen Jahr hatte es sich so ergeben dass ich mit meinen Freunden recht spät auf dem Platz kam vielleicht nur eine halbe Stunde vorher und da war es um den Altar, um die Basilika herum.
00:05:17: Eine so riesige Menschenmenge!
00:05:19: Da gab es keinen Weg mehr.
00:05:20: ich dachte nur zwischendurch du musst ja jetzt durch.
00:05:24: um Gottes Willen wer hier passiert jetzt ein Drama?
00:05:28: Es gab keine Sicherheitsverkehrungen.
00:05:30: aber wie ich da durchging und in die Gesichter schaute es war eine so spannende frohe Erwartung und die Leute grüßen mich auch.
00:05:39: Die erkannten ja sofort, dass ich Brüster bin.
00:05:42: Die Vorfolge war schon so groß da, das ich bald stehen bleiben musste und immer wieder schaute.
00:05:49: Und dann streckten die Leute mit ihrer Rosengrenze entgegen.
00:05:53: Das ist nochmal Organität!
00:05:55: Da muss man segnen und segnen.
00:05:57: Ich weiß nicht wieviel Rosengrenzen ich auf dem Weg zur Sakrestal gesägt habe und nach der Feier sowieso.
00:06:05: Das gehört auch nicht damit hin.
00:06:06: Nein, das gehen durch die Menschenmenge!
00:06:10: Da gibt es keinen Weg wie gesagt.
00:06:12: Da war dann auf unserem Weg wo wir alle zurück gingen Bischöfe und Prieste.
00:06:18: Auf der rechten Seite eine junge Mutter mit ihrem Kind.
00:06:21: Und das Kind was so mein Eindruck war wohl Downsyndrom... ...und die Mutter schaute mich so an Und da bin ich stehen geblieben.
00:06:30: Bin auf die Mutter zugegangen, habe das Kind ganz bewusst in Ruhe gesegnet mit Handaupflegung und auch die Mutter
00:06:39: gesegnet.".
00:06:40: Ich kann dann nicht mehr einfach vorbeilaufen nach der Motto – ich muss jetzt vorbei!
00:06:45: Einfach mal gucken.
00:06:46: Da war ich mit meinem Herzen ganz bei.
00:06:48: den Leuten habe sie gesegnet und die Rosenkranz dann natürlich auch wieder.
00:06:54: Ich hab eine besondere Form, wie ich.
00:06:56: den Rosenkrans oder vielen Sägen kann ich jetzt aber hier nicht zeigen weil hier nur eine Tonaufnahme ist.
00:07:03: Also segnen, segnen segnen?
00:07:06: Immer!
00:07:07: Der Segen spielt eine zentrale Rolle in der afrikanischen Spiritualität.
00:07:12: Ein anderes Element ist diese enorme Lebens- und Glaubensfreude.
00:07:17: Und da hören wir jetzt mal kurz rein in eine Aufnahme, die aufgezeichnet wurde vor dem Fest für die ugandischen Märtyrer.
00:07:28: Wir hören Pilger, die sich schon Stunden vor der heiligen Messe freuen singen und tanzen und sich so auf dieses Ereignis vorbereiten.
00:08:02: Ja, also das klingt ganz anders als vieles was wir aus unseren Kirchen kennen zumindest.
00:08:09: Ist der entscheidende Unterschied vielleicht gar nicht die Musik sondern dass die Menschen ihren Glauben viel selbstverständlicher zeigen?
00:08:18: Ich habe eine Erklärung im Gegensatz zu uns Deutschen Wir sind ungemein nüchtern bisschen versteckend.
00:08:25: wird zeige nicht unbedingt wie es in uns aussieht.
00:08:29: Es gibt ja eine Opern-Arie aus Land des Lächels, doch wie es da drin aussieht geht niemand was an.
00:08:37: Land des lächelns Franz Lea.
00:08:39: Aber das hat auch etwas mit unserer Einstellung zur Religion.
00:08:43: Wir zeigen nicht unseren Glauben.
00:08:45: In Afrika aber zeigt man den Glauben auch unbeobachtet.
00:08:49: Ich habe das oft erlebt, wenn ich so auf meinem Balkon mal nach draußen schaute in Kampala und sehe wie die Leute tagsüber zur Kirche kommen obwohl die Kirche nicht mitten im Wohngebiet ist.
00:09:02: Die Leute kommen zur Kirsche und die Türen der Kirche sind immer offen und wenn sie da vorbei gehen schauen Sie zur Tür hin Und dann sehen Sie im Inneren vielleicht den Altar und den Tabernakel.
00:09:14: Die Leute richten sich nun auf die Tür, machen wirklich eine Verneigung an Zeichen der Verehrung ein kurzes Inhalten und gehen weiter.
00:09:26: Ich bin in Neumarkt zu Hause und erlebe dort auch wie die Menschen an unserer Münzerkirche vorbeigehen weil sie mitten im Zentrum auch im Einkaufszentrum der Stadt liegt.
00:09:37: Aber da kommt keiner auf die Idee, zu der Tür hin also zum Allerheißen in der Kirche eine Verneigung zu machen.
00:09:45: Oder in Kampala bei der Kirch gibt es auch eine kleine Statue schön geschmürkt und arrangiert zu dem Jesusbild von der Schwester Faustina.
00:09:57: Wie oft kommen dort Leute vorbei?
00:09:59: Ganz alleine sitzen dort, beten dort haben Zeit ist für Ritualität, die man sehen kann.
00:10:07: Also nicht nur verborgen in der Kirche sondern auch draußen sichtbar oder nach den Gottesinsten.
00:10:14: am Sonntag haben wir alle schon ihren Segen bekommen.
00:10:16: Manchmal werden sie zwei-drei Mal in der Messfeier gesetet und wenn ich dann draußen auch noch stehe... Vater was soll ich tun?
00:10:24: Wie oft hat mir mein Mitbruder der Fahrer gesagt?
00:10:26: Blessing!
00:10:27: Segne!
00:10:29: Oh ja, ich muss wieder seh'n.
00:10:31: Die Leute sind hungrig nachsehen uns die strahlend an Und genau das ist die Strahlen.
00:10:36: Sie haben eine Freude und ich glaube, dass können wir von Afrika lernen.
00:10:41: Herr Farabombek drehen wir die Perspektive einmal um.
00:10:45: ein Katholik aus Uganda kommt zu uns und besucht einen ganz normalen deutschen Sonntagsgottesdienst.
00:10:52: was würde ihm vermutlich als erstes auffallen?
00:10:56: Musik und Tanz vermisst er.
00:10:59: Aber nicht nur Tanz im Sinne von, dass man tanzt.
00:11:01: Sondern auch die Bewegung der Rhythmus und vor allem die Freude in Afrika ist weil man Zeit hat für die heilige Messe.
00:11:11: Ich glaube das würde einem Afrikaner fehlen Dass die Messe hier durchgepeitscht wird.
00:11:17: oder anders gesagt Ja da singen einige aber die meisten singe nicht mit.
00:11:22: Und dann schaut er um sich und sieht Da liegt das Gesangbuch.
00:11:25: Das öffnen sie gar nichts.
00:11:27: Die singen nicht mit, sie lassen singen.
00:11:29: Und die Lieder in Afrika sind immer frohe Lieder.
00:11:34: Lustige, freudige Lieder und hier bei uns sind viele Lieder auch recht traurig wirkend.
00:11:41: In der Musiksprache sagt man dann Sie sind Moll!
00:11:45: Mozart war ein Durmensch.
00:11:47: er hat alle Messen nur eine einzige Messe in Moll geschrieben und ist noch nicht mal fertig geworden.
00:11:53: aber die Durmesse Also die freudigen Messen, die hat ja alle fertig geschrieben.
00:11:59: Und interessanterweise wird aus diesen Messen von Mozart auch in Uganda gesungen!
00:12:05: Wie oft wird das Chörier aus einer dieser Messen gesungen?
00:12:09: Und dann dachte ich bei meiner ersten Erfahrung damals bei der Prämie zu meinem Freund Augustin draußen vor seinem Heimathaus Elternhaus wurde einmal da auch gebaut davon die Messe statt und dann kam Das Kyrie und da dachte ich, das ist Mozart.
00:12:27: Also Mozart trifft den Lebensnerv der Afrikaner könnte man sagen?
00:12:32: Ja, Mozart triffe den Nerven der Leute!
00:12:35: Da hat der Chor Wanda wunderschön gesungen Und die Priester singen mit, die können alle auch die Messen auswendigen.
00:12:41: Dann kommt es ja wie in jeder Halsmesse auch da Es erbarme sich uns auf der Allmächtige Gott.
00:12:46: und dann dachte ich so und jetzt kommt Gloria Aber kein Mozart.
00:12:53: Da wurde getrommelt und gesungen.
00:12:55: Das ist Afrika!
00:12:58: Ja, afrikanisches Christentum ist ja nicht einfach europäisches Christenturm unter afriikanischer Sonne.
00:13:06: Wo begegnen ihnen im Glaubensleben Traditionen die tief in der afriksischen Kultur verwurzelt sind?
00:13:16: Land zu Land oder auch von Region zur Region, oder Stamm zu Stamm unterschiedlich sein.
00:13:22: Was ich erlebe in Kampala ist und auch in der Familie, in der ich nun auch beheimatet bin, dort ist eine lebendige Verehrung der Verstorbenen.
00:13:33: Die Verstorbenden kommen könnte man sagen wieder nach Hause.
00:13:37: Es gibt so gut wie keine öffentlichen Friedhöfe in Uganda Sondern man bestattet die Toten an den Heimatorten.
00:13:45: Zum Beispiel mein Freund Augustin wohnt rund achtzig Kilometer von Kampala entfernt.
00:13:50: In der Nähe des Hauses selbst im Garten ist die Mutter von Augustin bestattet und noch eine andere Frau aus der Familie.
00:14:00: und einen halben Kilometer entfernt, ist eine größere Grabanlage.
00:14:05: da sind ungefähr fünfzehn zwanzig Familienmitglieder bestattelt.
00:14:09: also man bestattete zu Hause.
00:14:11: das hat etwas mit diesem Ahnenkohl zu tun.
00:14:15: Die Toten sind nicht weg, die sind gleichsam in einer neuen Seinsweise.
00:14:19: Sie sind grüßig gesprochen bei Gott.
00:14:22: Was sie verehren ist das Gedenken an ihre Verstorben deren Leiblichkeit sie auch erfahren haben und nicht nur die Liebe sondern auch die Leibigkeit.
00:14:32: und daran erinnert der Friedhof Und dass es für die wichtig für mein Freund Augustin den Bischof und die Familie ist immer wichtig auch jetzt als wir von unserem Münsterkohr, einige Mitglieder bei uns in Uganda hatten.
00:14:47: War es ihnen wichtig auch unseren Kohr diese Orte zu zeigen?
00:14:52: Also sonst kommt man ja gar nicht auf die Idee auf den Friedhof zu fahren!
00:14:55: Aber dort ist das selbstverständlich und wenn die Beerdigung stattgefunden hat findet dann ein paar Tage später oder drei Wochen später ... Bei dem Haus wo der Versturmene gelebt hat mit den Nachbarn Noch mal gegen Arm zu.
00:15:10: was für ein zweites Regen wie am Stadt.
00:15:13: Anfang wusste ich gar nicht, was der Fahrer will.
00:15:15: Ja komm mit, komm mit!
00:15:17: Und dann kommen wir an den Haus noch her.
00:15:19: Hier ist eine Stubenmesse.
00:15:21: Es war keine Stuben-Messe.
00:15:23: die hatten für draußen vor dem Haus alles vorbereitet und einen Tisch aufgestellt.
00:15:28: Da wurde der Altar gebereitet und rumherum saßen sechzig-achtzig Leute direkt aus der Nachbarschaft und feierten die heilige Messe.
00:15:36: Da wurde auch kräftig gesungen, mit Trommeln.
00:15:38: Und der Fahrer muss natürlich wie immer in Uganda schön und lange predigen... ...und da guckte keiner auf die Uhr!
00:15:45: Und anschließend blieb man noch zu einem kleinen Abendmal zusammen.
00:15:50: Also das sind Formen, wie das Totengedenken auch in die Nachbarschaft hineingetragen wird.
00:15:56: Die Nachbarn sind keine Fremden Das muss man bedenken.
00:15:59: Kampala ist eine Millionenstadt und dort findet er statt.
00:16:02: Man hat Zeit für die Nachbarn im Gedenken und die Verstorbenen.
00:16:06: Die Verstorbenden bleiben lebendig!
00:16:10: Also, die Verehrung der Toten spielt in Afrika zumeist eine große Rolle – das ist ein Anknüpfungspunkt für das Christentum.
00:16:19: Und die Märtyrer können damit weiter.
00:16:21: Deswegen sind die Märtürer nicht an Fremdkörper oder einer Überhöhung, sondern es ist Teil ihrer Kultur.
00:16:29: Eine Kirche also, in der der Glaube nicht nur am Sonntag stattfindet sondern tief mit dem Leben und auch mit der Kultur der Menschen verbunden ist.
00:16:40: Darüber spreche ich heute mit Fahrer Clemens Bohmbeck einem langjährigen Kenner Ugandas Und gleich geht es um die Frage, warum der christliche Glaube in vielen Teilen Afrikas eine solche Anziehungskraft besitzt.
00:16:55: Doch zunächst etwas Musik hierbei Radio Horeb ihrer christlichen Stimme in Deutschland!
00:17:01: Radio Horeb ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche aktuell.
00:17:07: Mein Gast ist heute Farrer Clemens Bohmbeck, wir haben eben darüber gehört wie selbstverständlich der Glaube in Uganda gelebt wird und dass die Verehrung der Ahnen und der Märtyrer ein Wesensmerkmal der dortigen Kirche sind.
00:17:26: aber Herr Farrers Bohmberg gibt es da noch weitere Anknüpfungspunkte zwischen afrikanischen Traditionen und christlichem Glauben?
00:17:36: Ich würde erst mal sagen, das Christentum ist zumindest in Ostafrika.
00:17:42: Also Kenia, Uganda, Tanzania bis hin hineins im Kongo durchwegkristianisiert.
00:17:49: Und dieses Phänomen ist so lebendig dass eigentlich alle wissen Auch die Kinder und Jugendlichen, die erst vielleicht muslimisch geworden sind oder noch von daheim her in den Naturreligionen zu Hause waren dann den Wunsch haben getauft zu werden.
00:18:08: Man erlebt in Kampala zumindest auch, da habe ich es erlebt aber sicherlich auch ... dörflichen Strukturen, dass Kinder und Jugendliche auch später getauscht werden.
00:18:20: Es sind Kinder da die mit sechs Jahren zur Frühkommunierung geführt werden und in derselben Feier auch mit zwölf dreizehn vierzehn getauft werden und zur Kommunion geführt wird.
00:18:31: also das ist eine sehr spannende Angelegenheit.
00:18:35: es ist nicht wie hier bei uns eine Traditionspflege.
00:18:39: Bei uns muss es immer am weißen Sonntag sein und dann bekommen ja die Kinder von Oma und Opa viel Geschenk, da wird man mal kalkuliert.
00:18:47: Ja wir machen die Feier.
00:18:49: wieviel kriegen wir an Spenden rein?
00:18:50: Tausend?
00:18:51: Was kostet das Essen?
00:18:52: und rund fünf?
00:18:53: oder Kindern hast du fünfhundert Euro für dich?
00:18:56: Das ist ein Kalkül viel Orts sogar.
00:18:59: Es hat evtl.
00:19:00: Sonntags gefeiert wird obwohl kein Glaube mehr da ist.
00:19:03: aber in Afrika ist der Glaube so lebendig dass die Kinder wann auch immer Ganz früh, nach der Geburt oder auch im Laufe der Kinderjahre zur Taufe geführt werden und dann noch die Erstkommission haben.
00:19:17: Die Erstkollektion findet nicht am weißen Sonntag statt.
00:19:20: Der weiße Sonntage ist irgendein Sonntagen im Laufer des Jahres und man soll nicht mal eine, das dann ein besonderer Messfall ist.
00:19:28: Das ist die ganz normale gewöhnliche Sonntagsmesse ohne Kinderkategäse und ohne, ich weiß nicht was sonst alles heute dazu gehört um den Kindern eine schöne Messe zu machen.
00:19:41: Nun ist Herr Fahrabombek das Leben vieler Menschen in Afrika ja geprägt von Armut, von Krankheiten oder auch von Gewalt.
00:19:51: hat das Auswirkungen auf das Verhältnis zu Gott?
00:19:55: hardern die Menschen mit Gott wie wir das oft bei uns erleben können?
00:20:00: Wir haben ja zumeist viel geringere Probleme, aber doch führen dann gewisse Lebenskrisen dazu dass sich Menschen von Gott und der Kirche abwenden.
00:20:11: Gibt es das in Afrika auch?
00:20:14: Wie man damit umgeht weiß ich nicht wie das so ganz persönlich in Familien oder in Ehren.
00:20:24: Ich habe nie solche Gespräche gehört, auch nicht von meinen Freunden oder von den Priestern.
00:20:30: Dass wir mal abends beim Abendessen darüber gesprochen hätten überhaupt nichts.
00:20:35: Die Menschen glaube ich – das haben sie wohl auch durch die Märttürer erfahren – die Menschen leben in ihrer Beziehung mit Gott.
00:20:43: Sie leben sie und ob sie resignativ leben glaube ich nicht, sondern die ganze Art und Weise wie sie sich innerkirchlich oder auch außerhalb verhalten, wie sie leben.
00:20:57: Da würde ich immer sagen... Die Grundmelodie der Menschen dort ist positiv!
00:21:02: Ist duhr!
00:21:04: Ebenwie die Lieder dann auch in der Liturgie.
00:21:06: Also da gibt es keine Diskussionen.
00:21:09: also man lebt vielleicht aus den Gedanken heraus.
00:21:14: so haben unsere Vorfahren gelebt zu leben wir auch Nicht resignativ, sondern positiv.
00:21:20: Bei so vielen Reisen bleiben nicht nur die schönen Begegnungen.
00:21:25: Gibt es ein Erlebnis das sie bis heute nicht loslässt?
00:21:29: Viel ja!
00:21:30: Also diese ansteckende Glaube in der Messfeier hat... ...der packt mich jedes Mal.
00:21:35: Aber was bei mir hängen geblieben ist, bis heute ist ein trauriges Erlebnes und das zeigt auch einmal die Situation in der viele Menschen leben Und dass sie das wie, weiß ich nicht im Herzen auch bedenken.
00:21:52: Kampala ist voll von Autos und Moped-Fahrern.
00:21:56: Moped heißt Bodaboda.
00:21:58: Es gibt viermal so viele Bodabodafahrer die also was wie Taxis auf sind Wie Autos Dementsprechend.
00:22:05: Staus in der Stadt Die Luftverschmutzung ist dementsprechend Und da standen wir an des Tages wieder mal im Staub.
00:22:12: Ich fahre nicht, ich lasse mich fahren.
00:22:14: Ich würde niemals im Kampala mit dem Autofahrt.
00:22:17: Ist mir zu gefährlich!
00:22:19: Mein Freund George fuhr.
00:22:21: da stehen wir und warten kommt plötzlich vor uns am Auto vorbei zumelhaar rüber eine junge Mutter mit ihrem kleinen Kind.
00:22:29: das Kind wird vielleicht anderthalb Jahre alt gewesen sein Und ich schaue zu der Mutter rüber und dann bekomme ein Schreckchen.
00:22:37: Das Kind hatte keine Augen.
00:22:40: Ich schaute in ein Gesicht und in die Augen höhlen, und da waren keine Augepfe.
00:22:46: Das hat mich so geschockt, denn in dem Anblick dachte ich mir auch wenn die Augen vielleicht blind sind der Mensch hatte einen Gesicht durch die Augen.
00:22:56: In diesem Faller hatte dieses Kind weil keine Augen waren kein Gesicht.
00:23:01: Und ich dachte mir das arme Kind es wird nie sehen können nie in seinem Leben.
00:23:07: Und das hat mich schockiert und ich... Das sind schon einige Jahre jetzt vorbei, dass sie das erleben musste.
00:23:13: Das hat mich geschockt!
00:23:15: Und damit bin ich wieder bei ihrer Frage Wie leben die Menschen mit diesem Leid?
00:23:20: Die Mutter lebt mit dem Leid indem sie das Kind auf den Arm trägt Den Menschen zeigt und hofft, dass Sie auch Erbarmungen haben und ihr etwa spenden.
00:23:31: Die Armen im Kampala sind vielfältig zu sehen auf dem Land wahrscheinlich weniger, weil dort die Familie auch an Rückhalt ist.
00:23:40: Aber in der Stadt sind viele Kinder und Jugendlichen allein auf der Straße, Straßenkinder auch junge Mütter, die aus welchen Gründen immer ein Kind haben ob verheiratet oder nicht da hingestellt.
00:23:55: Diese Diskrepanz Armut Traurigkeit Glaube und Freude was man in Kampala und auch darüber hinaus immer wieder sieht.
00:24:07: Und damit wird man konfrontiert, das lässt sie dann nicht mehr ruhig werden.
00:24:13: Inzwischen hat sich in dem Verhältnis zwischen der Kirche Europas und Afrikas etwas umgekehrt.
00:24:19: Nicht nur Europa schickt Missionare nach Afrika heutzutage ist es vielleicht eher die Ausnahme sondern afrikanische Priester kommen zu uns.
00:24:31: Können Sie mehr mitbringen als nur Hilfe gegen unseren Priestermangel?
00:24:36: Ich will auf die Zahlen zunächst mal zu sprechen kommen.
00:24:40: Afrika ist reich an Berufungen in Kampala, in dem Ort Saar Gabba, in der ich immer gerne bin.
00:24:48: Es hinter dem Fahrhaus ein Phänomen festzustellen, dass es nirgendwo sonst gibt.
00:24:54: Hinter dem Fahrhaus sind zwei Priester Seminare.
00:24:58: Zwei!
00:24:59: Ein Priesterseminar der Erddiözöse Kampala.
00:25:03: Darin sind etwa zwei Hundert Seminaristen und direkt daneben ist eines der vier nationalen Priester-Seminare, das sind also Seminare die für Prüfsamenskandidaten aus verschiedenen Diözösen Ugandas kommen.
00:25:20: Also auf Engst zum Raum könnte man sagen sind da Vierhundert Seminalisten.
00:25:25: jetzt rechnen wir mal durch große nationale Seminare etwa achthundert bis neunhundert Seminaristen und dann nochmal die nationalen, die dürftesahnen Seminaren vielleicht nicht in jeder Diözese.
00:25:41: Der Priester Nachwuchs der in diesen Seminären vorbereitet wird geht auf sicherlich im Land anderthalb Tausend Und die Einwohnerzahl genauer gesagt hat Die Katholikenzahlen von Uganda sind einfach dickungsgleich mit dem in Deutschland.
00:25:57: Jetzt finde ich bei Ihrer Frage, die vielen Seminaristen dort sind die Zukunft der Kirche.
00:26:03: Wir haben in Deutschland vielleicht noch hundert, vielleicht hundertundzwanzig Seminarsten insgesamt.
00:26:09: Da muss also bei uns der Glaube geweckt werden.
00:26:13: Der Glaube ist in Uganda und überhaupt auch in den anderen Staaten Afrika lebendig.
00:26:21: das Lebendig in den Familien.
00:26:23: Ich habe einen Familienvater vor Augen, den ich Sonntag für Sonntags in der Kirche immer gesehen habe wie er seine beiden kleinen Kinder immer mitgenommen hatte.
00:26:34: Die leben mit den Eltern den Glauben und bei uns wagt man gar nicht die Kinder mitzunehmen um und ober auch nicht.
00:26:43: also hier muss glaube ich Afrika nach Europa kommen.
00:26:48: ob es geschieht weiß ich nicht aber der Glaube Afrika steckt an.
00:26:53: Vielleicht muss man ihn in Afrika sehen, damit man ihn vielleicht nach Europa bringen kann nur.
00:26:58: Das sage ich auch mit Blick auf meine Mitbruder Josef, der aus Indien kommt und bei uns jetzt in Neumarkt.
00:27:05: Josef du musst dich nicht an uns... orientieren und wie wir leben.
00:27:10: Bringt du deine Weise, wie du zu Hause den Glauben schon gelebt hast erfahren hast und warum du Priester geworden bist.
00:27:18: bring deine Mentalität zu uns.
00:27:21: von dir müssen uns anstecken lassen und nicht dass du dich an uns hinorientierst und so wirst wie wir.
00:27:27: dann brauchen wir dich nicht mehr.
00:27:29: Wir brauchen keine Priester die nochmal in die nächste Messe zelebrieren damit dann die Suppe am Mittag besser wieder gekocht werden kann.
00:27:38: Herr Fahrabombeck, nach all diesen Jahrzehnten und all diesen Erfahrungen in Afrika hat sich Ihr Blick darauf verändert wo Glaube eigentlich beginnt?
00:27:49: Es ist eine sehr schwierige Frage aber sie führt zum Wesentlichen.
00:27:54: Wie bin ich zum Glauben gekommen?
00:27:56: oder wenn ich einen Augenblick fix machen könnte, wo ich für mich zum ersten Mal meinen Glaubem meine Christusliebe In Worte fassen sollte, dann war das der Tag meiner Erstkommunion.
00:28:10: Das war neunter Dezember, neunzundhundertsechs und fünfzig gerade einmal sechs Jahre alt.
00:28:17: Frühkommission war damals bei uns durchaus auch möglich.
00:28:21: Und nach der heiligen Kommunion wie ich wieder auf meinem Platz war, war ich innerlich so gerührt dass sich vor lauter Freude und Nervosität Mama fragte, Mama was soll ich denn jetzt beten?
00:28:34: Was hat die Mama gesagt?
00:28:36: Weiß ich heute noch, weht er an Vater Unser?
00:28:39: Da dachte ich heute rückblickend.
00:28:41: Ich konnte das Vater Unzer beten.
00:28:43: und wenn ich heute Kommunionkinder sehe in der dritten Klasse wie oft können Sie das Vater unser noch gar nicht beten.
00:28:52: Wie oft können sie noch nicht mal ein Kreuz zeichnen.
00:28:55: All das habe ich zu Hause verinnerlicht aufgenommen.
00:29:00: Das war bei uns normal.
00:29:01: es wurde nicht darüber diskutiert.
00:29:04: Glaube war eine positive, selbstverständlich angelegen hat.
00:29:09: Wir haben den Rosenkrant zu Hause gebetet und wir gingen mit den Eltern sonntags in die Kähe.
00:29:14: da gab es überhaupt keine Diskussion auch nicht bei meinen Geschwistern.
00:29:18: Ich glaube wenn die Kirche wieder Zukunft haben kann in Deutschland dann wenn Eltern und Großeltern wieder gemeinsam den Weg zu Christus finden mit Christus leben und dabei ihre Kinder einfach mitnehmen Nicht drängend, bedrängend.
00:29:38: Sondern einfach einladend.
00:29:40: Komm mit!
00:29:41: Komm wir wollen beten.
00:29:42: Kleine Kinder, drei jährige habe ich in meiner Familie erlebt.
00:29:46: Aber wir haben noch nicht gebetet.
00:29:49: Wenn das zu Hause beginnt dann habe ich Hoffnung.
00:29:53: Ja, Herr Fahrer Bohmbeck.
00:29:54: Dann sage ich ganz herzlichen Dank, dass Sie heute hier bei uns waren und danke schön auch für diese persönliche Einblicke in das Glaubensleben in Afrika, in Ostafrika und besonders in Uganda.
00:30:09: Herzlichen Dank!
00:30:11: Ich danke vielmals!
00:30:12: Fahrer Clemens Bohmbek war das über den Glauben in Uganda und über eine Kirche, deren Lebendigkeit ihn seit vielen Jahren nicht mehr loslässt.
00:30:23: Wer mehr von ihm hören und sehen möchte, Farah Bombeck hat seine Erfahrungen in dem Buch Ihr Blut Tränkte die Erde festgehalten.
00:30:34: Und auf dem YouTube-Kanal von Kirchenot finden Sie zwei ausführliche TV Gespräche mit ihm!
00:30:42: Ein Thema ist in unserem Gespräch gerade schon angeklungen – nämlich die erstaunliche große Zahl junger Männer, die sich in Afrika auf das Priestertum vorbereiten und die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten gehört.
00:30:58: Seit vielen Jahren natürlich.
00:31:00: Sie wissen, dass zu den wichtigen Schwerpunkten von Kirche in Not mehr über unsere Projekte und darüber wie sie helfen können finden Sie auf unserer neuen Homepage www.kircheinnot.de.
00:31:15: Und damit wechseln wir gleich von Afrika zu einer Gebetsaktion, die Kinder auf der ganzen Welt miteinander verbindet.
00:31:23: Eine Million Kinder beten den Rosenkranz!
00:31:27: In diesem Jahr bekommt sie sogar besondere Unterstützung aus Rom.
00:31:32: Papst Leo XIV eröffnet die Gebetswoche gemeinsam mit mehreren Hundert Kindern in den Vatikanischen Gärten.
00:31:41: Was hinter dieser weltweiten Gebetsaktion von Kirche in Not steckt, darüber hören wir gleich einiges von Pater Anton Lesser.
00:31:50: Doch zunächst ein wenig Musik!
00:31:59: Eine Million Kinder beten den Rosenkranz, so heißt eine weltweite Gebetsaktion von Kirche in Not.
00:32:07: Was zwei Tausend Fünf in Venezuela begann ist längst zu einer weltweiten Gebetsbewegung geworden.
00:32:14: In den vergangenen Jahren haben sich jeweils mehr als eine Million Kinder daran beteiligt.
00:32:21: In diesem Jahr bekommt die Aktion besondere Unterstützung aus Rom.
00:32:26: Papst Leo XIV eröffnet am ersten Oktober die Gebetswoche und betet gemeinsam mit mehreren hundert Kindern an der Lurtgrotte in den Vatikanischen Gärten.
00:32:39: Ihren Höhepunkt erreicht die Aktion am siebten Oktober, dem Fest unserer lieben Frau vom Rosenkranz.
00:32:46: Gebetet wird dann für Frieden und Einheit!
00:32:50: Aber warum eigentlich Kinder?
00:32:53: Und kann man gerade kleinere Kinder für ein Gebet begeistern, das ja durchaus Ausdauer verlangt.
00:33:00: Hören Sie dazu einige Worte von Pater Anton Lesser dem internationalen kirchlichen Assistenten.
00:33:07: von Kirche.
00:33:08: in Not
00:33:23: sind da gesessen und ich habe ihnen erklärt, dass Gott da ist, dass Jesus da ist.
00:33:29: Und hab sie ermutigt zu beten.
00:33:31: Die Eltern waren hinten in den letzten Denken dieser Kirche.
00:33:35: Ich glaube etwa die Hälfte der Eltern hat so weinend begonnen wie die Kinder gebetet haben was in ihrem Herzen hatten mit welcher Freiheit Sie einfach ausdrücken konnten wo sie Gott um Hilfe bitten oder dankbar waren.
00:33:53: Da wurde ich berührt von dem, was Pater Piowol gemeint hat.
00:34:00: Als er gesagt hat, wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, dann verändert sich die
00:34:06: Welt.".
00:34:07: Pater Anton Lesser über eine Erfahrung, die ihm die besondere Kraft des Kindergebeats vor Augen geführt hat – aber mal Hand aufs Herz!
00:34:17: Ein ganzer Rosenkranz ist lang erst recht für ein Kind.
00:34:21: Wie kann man Kinder überhaupt an dieses Gebet heran führen?
00:34:26: Uns ist durchaus klar, dass mit kleinen Kindern oder mit Kindern Rosenkrans zu beten ziemlich anspruchsvoll ist.
00:34:34: Man kann auch Kindern eine Brücke bauen.
00:34:36: Also ich weiß, unsere Eltern sind mit uns in eine Lurtgrotte gefahren und wir durften als Kinder die Kerzen anzünden.
00:34:43: Und dann haben wir halt ein Gesetzchen mitgebetet und sind vielleicht mal rausgegangen wie da reingekommen liegt.
00:34:48: Man kann das auch schrittweise hinführen.
00:34:51: Dann würde ich sagen was Kinder am meisten
00:34:54: hilft
00:34:55: ist einfach das Beispiel der Erwachsenen und der Eltern.
00:34:58: also wenn sie gute Eltern haben ist es etwas Normales.
00:35:01: man kann sich dort auch hin führen Und ich habe immer wieder auch Kinder kennengelernt, die echten Tiefenbezug zum Rosenkranzgebet hatten.
00:35:10: Man kann das auch sehr gut machen, indem man sagt jetzt beten wir ein Gesetzchen für die kranke Tante und jetzt betern wir ein Gesetzentwurf für die armen, die nichts zu essen haben – die Kinder dort und dort!
00:35:19: Man kann es also sehr lebendig unterstützen und dann bleiben die Kinder dabei.
00:35:24: Ich lade wirklich die Erwachsenheit mit etwas mehr Fantasie.
00:35:27: Die Menschen sind etwas hinzuführen, die Kinder sind etwas zu führen von dem wir wissen dürfen dass damit echte Gnaden verbunden sind und wir da etwas grundlegen können und dürfen was sie vermutlich ihr ganzes Leben lang tragen kann.
00:35:41: Pater Anton Lesser war das der internationale kirchliche Assistent von Kirche in Not über die weltweite Gebetsaktion von Kirchen in Not.
00:35:51: eine Million Kinder beten den Rosenkranz Und wenn Sie mitbeten möchten, am siebten Oktober um neunzehn Uhr fünfzehn überträgt Radio Hohepp einen internationalen Kinder-Rosenkranz.
00:36:04: Kinder aus Syrien der Ukraine Brasilien Rwanda und Deutschland beten dann gemeinsam für Frieden und Einheit – und vielleicht sind ja auch Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln dabei!
00:36:20: Damit sind wir am Ende unserer heutigen Ausgabe von Weltkirche Aktuell.
00:36:24: Am Mikrofon war Ihr Volker Nigewöhner hier im Studio von Kirche in Not in München, Ihnen allen Danke fürs Zuhören.
00:36:33: eine gute und gesegnete Zeit!
00:36:35: Und bleiben Sie uns, bleiben sie Kirche In Not und Radio Horeb Ihrer christlichen Stimme in Deutschland treu.
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