25 Jahre nach 9/11: Kann man den Terror besiegen?; KIRCHE IN NOT-Solidaritätstag für verfolgte Christen in Augsburg
Shownotes
Die Themen:
- 25 Jahre nach 9/11: Kann man den Terror besiegen? - Mit Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland
- KIRCHE IN NOT-Solidaritätstag für verfolgte Christen in Augsburg
Erstausstrahlung: 13. September 2026; © KIRCHE IN NOT
Info zur Sendung: 25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist der Terror nicht besiegt. Religiöser Extremismus bedroht heute besonders in Teilen Afrikas Christen und andere Minderheiten. Warum lässt sich diese Gewalt so schwer überwinden? Welche Rolle spielen Religion und Ideologie – und was können Glaube, Vergebung und Versöhnung dem Terror entgegensetzen?
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Transkript anzeigen
00:00:00: Radio Horeb, Ihre christliche Stimme in Deutschland.
00:00:03: Grüß Gott und herzlich willkommen zu Weltkirche Aktuell!
00:00:07: Aus dem Studio der päpstlichen Stiftung Kirchenot in München begrüßt sie Volker Nigewöhner.
00:00:15: Als Ende der Achtzigerjahre der Eiserne Vorhang fiel – und wenig später die Sowjetunion zerbrach – glaubten manche im Westen, die großen ideologischen Kämpfe seien im Grunde entschieden.
00:00:30: Der amerikanische Politik-Wissenschaftler Francis Fukuyama sprach sogar vom Ende der Geschichte.
00:00:39: Es war eine Hoffnung, die sich als allzu optimistisch erwies – denn zehn Jahre später am elften September des Jahrhunderts flogen Terroristen Passagiermaschinen in das World Trade Center und das Pentagon.
00:00:54: Fast dreitausend Menschen starben!
00:00:58: Es folgten der sogenannte Krieg gegen den Terror, Afghanistan und Irak – später der sogenannten islamische Staat.
00:01:08: Und heute breitet sich jihadistische Gewalt vor allem in Teilen Afrikas aus.
00:01:15: Fünfundzwanzig Jahre nach dem elften September wollen wir deshalb weniger zurückschauen als fragen Hallo Herr
00:01:48: Negewinner.
00:01:49: Herr Rebka, fünfundzwanzig Jahre nach Nine Eleven und dem Beginn des sogenannten Krieges gegen den Terror begegnen Sie bei Kirche in Not Terror- und religiöser Gewalt?
00:02:03: Ja man muss schon sagen fast immer noch täglich.
00:02:06: Was ist da mal schief gelaufen?
00:02:08: Warum ist es nicht gelungen den Terror wirklich zurückzudrängen?
00:02:13: Also das ist ein sehr vielschichtiges Phänomen weil der Terror ist in dieser Hinsicht lange oder zu stark als rein militärisches Problem verstanden worden.
00:02:24: Natürlich kann das Militärterroristen schwächen, Gebiete zurück erobern aber halt eben nicht automatisch die Ideologie und die Radikalisierung, die in den Köpfen der Menschen stattfindet beseitigen.
00:02:36: Und die Ursachen sind weiterhin geblieben Es versagen Staaten es gibt Straflosigkeit für die Täter Es gibt Perspektivlosigkeit diejenigen, die in den kriminellen islamistischen Banden ihre Zukunft suchen.
00:02:50: Es gibt Fanatismus religiöser Art und es gibt unverarbeitete Gewalt.
00:02:54: also die Nährböden sind immer noch da.
00:02:57: Schauen wir zum Beispiel an die Sahelzone.
00:02:59: Grotz jahrelanger Therapiekämpfung breiten sich dort schiatistische Gruppen weiter aus.
00:03:04: Also Kirchenot ist vor allem ein Burkina Faso unterwegs und hilft der Kirche dort sehr und das sind ja weite Gebiete des Landes gar nicht mehr zugänglich Und es ist schon wirklich ein Zeichen dafür, dass da gar nichts gewonnen wurde.
00:03:18: Sie haben gerade einige dieser Ursachen genannt – Armut, Perspektivlosigkeit, schwache Staaten….
00:03:26: Aber wo kommt die Religion ins Spiel?
00:03:29: Welche Rolle spielt sie bei der Radikalisierung?
00:03:33: Ja, auch da gibt es keine einfache Antwort und keine monokausale Erklärung.
00:03:37: Religion ist meist nicht die einzige Ursache von Extremismus.
00:03:40: aber schon blicken wir beispielsweise nach Nigeria.
00:03:44: Dort gibt es Beschöfe, die ganz klar sagen Es ist eine islamistische Agenda.
00:03:48: Und dann gibt es wieder um andere Beschöfete, die sagen Nein, das ist eine Gemengelage aus religiöser Abneigung Aus historischen Gründen Aus wirtschaftlichen Gründen Es sind einfach nur kriminelle Banden.
00:04:00: Also der Extremismus vielschichtig, aber mit... also was sich schon durchzieht ist dass die Religion eine Ursache ist, die genannt wird.
00:04:09: Also oft eben auch der Hass gegen die Christen zum Beispiel, aber auch gegen Muslime, die jetzt nicht dieser ganz radikalen Formen des Islamfolgen, denen eben diese kriminellen Islamisten fordern.
00:04:22: Natürlich ethnische Konflikte, Machtkämpfe, schwache Staaten spielen mit rein.
00:04:26: aber man muss halt auch wenn man sich diese Propagandavideos anschaut oder diese Schnipsel die wir oft in den Medien sehen dort wird natürlich schon ausdrücklich auf religiöse Vorstellungen abgestellt.
00:04:37: also das heißt zur Radikalisierung wird dort Religion schon benutzt.
00:04:43: Und diese religiöse Motivation dürfen wir auf gar keinen Fall verschweigen, aber auch nicht überhöhen.
00:04:50: Wir wollen ja nicht noch Öl ins Feuer gießen sondern Ursachen herausfinden.
00:04:54: Drehen wir das einmal um?
00:04:56: Wenn Religion Menschen radikalisieren kann, kann ein richtig verstandener Glaube Menschen vor Radikalisierung schützen?
00:05:06: Die Menschen müssen die Religionen mit dem Herzen verstehen.
00:05:08: Also ich kann jetzt hier nur für das Christentum reden, also hier bräuchte man so etwas wie eine Erfahrung, eine Bekehrung ein... dass das Herz eben mitgeht.
00:05:17: Genauso wichtig ist auch die religiöse Bildung weil wer den Kartikismus kennt der weiß, dass zum Beispiel gewisse Dinge, die zehn Gebote einfach festgelegt sind was gutes und was schlechtes.
00:05:29: Auch was das Christendom eigentlich bedeutet Fundamentalist muss unterscheidet sich natürlich Grundlegend von einem authentischen Glauben.
00:05:39: Und ja, nächsten liebe Versöhnungsbereitschaft.
00:05:42: all das sind Punkte die genau eine Radikalisierung entgegenwirken.
00:05:46: und da ist auch ein ganz wichtiger Punkt der interreligiöse Dialog dass man auch gegenseitig die Religion des anderen kennen lernt.
00:05:53: Und wer sich als Mensch kennt, der wird sich nicht so schnell als Feind empfinden gegenseitig und sich dann irgendwie im Kampf gegenüberstehen.
00:06:02: In Nigeria kommen wir wieder zurück – das ist ein besonders wichtiges Land in Afrika!
00:06:05: Dort setzen ja die katholische Kirche, die Bischöfe, dort bewusst auf Bildung und Versöhnung.
00:06:13: Aber auch in anderen Staaten Afrikals, also wir haben einen Bischof aus der Zentralafrikanischen Republik glaube ich war er.
00:06:19: Der auch mal gesagt hat interreligiöse Dialog ist jetzt für uns keine Kühe sondern es ist wirklich der Garant dafür dass wir in Zukunft überleben.
00:06:27: Herr Rebka schauen wir einmal auf die Opfer.
00:06:30: was macht das mit Kindern wenn sie Terror und Vertreibung erleben vielleicht sogar Angehörige verlieren und wenn der Krieg quasi für sie zum Alltag gehört.
00:06:41: Manche Konflikte dauern ja schon so lange an, dass Kinder gar nichts anderes kennen.
00:06:48: Dennoch eine Gewöhnung an solcher Sleit gibt es nicht wirklich.
00:06:52: Ja was geschieht mit diesen Kindern?
00:06:54: Sie haben häufig Angstzustände Schlafstörungen.
00:06:57: die Projektpartner berichten von Flashbacks.
00:06:59: also sie sind wieder im Geist in dieser schlimmen Situation als eben da dieses Leid passiert ist.
00:07:06: Sie entwickeln Aggression, Rückzug und diese langfristigen Trauma dafür eben auch dafür dass ihr Schutzmantel gegen die Radikalisierung vielleicht auch bröckelt.
00:07:15: Und sie oft nach einer starken Hand sich auch sehnen, die ihnen dann in Form der Hassbrediger vielleicht präsentiert wird.
00:07:24: Also wir stellen halt eben fest, dass diese ganz unsichere, diese fast schon zerstörten Persönlichkeiten ganz leicht zu radikalisieren sind.
00:07:32: Besonders schwer wiegen natürlich der Verlust von Eltern, von der Heimat Schule und Sicherheit also generell.
00:07:39: diese Menschen haben keine Sicherheit mehr und was wir mit Sicherheit sagen können das Zeit allein solche Erfahrungen nicht heilt.
00:07:47: es sind absolut nötig psychologische und seelsorgliche und auch pädagogische Begleitung bei den Kindern.
00:07:53: Und das ist auch genau das, was die Kirche tut und auch wo Kirchenot sehr viel unterstützen kann durch die Hilfe der Wohltäterinnen und Wohltäter weil Kirchenod auch diese Trauma Heilungsprojekte in Afrika und weltweit fördert.
00:08:07: Das ist ja nicht nur ein afrikanisches Phänomen aber dort sieht man es halt sehr deutlich
00:08:12: Terror hinterlässt also Wunden, die weit über den Augenblick der Gewalt hinausreichen.
00:08:19: Vielen Dank Herr Ribka.
00:08:20: bis hierher!
00:08:21: Wir machen einen Moment Musik bei Radio Horeb.
00:08:24: ihrer Stimme für die Weltkirche.
00:08:39: Das ist die Zeit für dich und
00:09:28: jetzt
00:10:00: wird es sein.
00:10:48: Radio Horeb, ihre christliche Stimme in Deutschland.
00:10:51: Wir sprechen bei Weltkirche aktuell heute über die Folgen von Terror und religiöser Gewalt, fünfundzwanzig Jahre nach den Attentaten des Elften September in den USA.
00:11:04: Mein Gast ist Florian Ribka der Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland.
00:11:10: Herr Ribka kann dieser Druck über den wir eben gesprochen haben eigentlich auch den Glauben zerstören?
00:11:17: Erleben Sie das Menschen nach Terror- und Verfolgung mit Gott hadern oder sogar Ihren Glaubens verlieren?
00:11:26: Also diese Fälle sind natürlich nicht dokumentiert.
00:11:28: Aber davon gehe ich ganz stark aus, dass das so ist weil die Situationen sind hart.
00:11:34: Es ist nicht so, dass Leid automatisch zu mehr Glauben führt.
00:11:38: Gleichzeitig ist es so, dass wenn wir aufs Kreuz blicken Jesus durch das Leid gegangen ist.
00:11:42: und was wir schon haben sind sehr viele Zeugnisse von Menschen wirklich durch alle Stände hindurch.
00:11:48: Also die Laien, die Priester, die Ordensfrauen, die sagen Nein gerade deswegen glaube ich Ich bin Jesus näher Wenn ich dieses Leid annehme.
00:11:59: Und was auch interessant ist Sie nehmen das Leid oft auch für andere an.
00:12:04: Also sie Ordensschwestern zum Beispiel, auch in Haiti ein anderer Ort der Welt die bleiben einfach in dieser von Gewalt wirklich verseuchten Gegend nicht jetzt weil es ihnen Spaß macht sondern weil sie wissen die Menschen unter diesem Bandenterror jetzt in Haiti zum Beispiel leiden auch jemanden brauchen der bei ihnen ist und das ist schon die Stärke der Kirche.
00:12:24: also ich glaube eingebettet in die Berufung, eingebrettet in den Glauben.
00:12:30: Ein Ja zu der Situation, erinnern wir uns an Jesus am Ölberg.
00:12:34: Er sagt ja auch Ja und das ist ja auch der Anfang.
00:12:36: Ich glaube schon dass dieses Leid den Glauben läutert und ihn auch stark macht.
00:12:41: Das ist ja durch und durch biblisch aber ich würde jetzt auf gar keinen Fall sagen, dass es automatisch ist.
00:12:49: Es ist immer ein Hadern mit Gott.
00:12:51: Die Frage ist, wird für diese Menschen gebetet?
00:12:54: Die Frage is', erfahren diese Menschen wiederum selber Schutz und Halt in der Kirche.
00:12:59: Stehen die Bischöfe, die Kardinelle steht rum, stehen wir als Mitgläubige hinter ihnen?
00:13:04: bekommen diese Menschen das mit?
00:13:06: Dann ist es so dass sie das Gefühl haben sich nicht vergessen und allein auf weiter Flur.
00:13:11: aber wenn man ich kann mir das genauso gut vorstellen dass man dann wirklich mit Gott hadert, auch die Sinnfrage stellt und nicht beantwortet bekommt.
00:13:21: Und wir sollten uns wirklich hüten da einen Urteil zu
00:13:24: fällen.".
00:13:25: Nun klingt der christliche Auftrag zur Vergebung natürlich leichter als er in einer konkreten Situation ist?
00:13:34: Was kann man einem Menschen sagen, der durch Terror seine Familie verloren hat?
00:13:39: zum Beispiel wie beginnt Versöhnung überhaupt?
00:13:44: Das ist schwierig, weil vor allem Täter und Opfer zusammenzubringen.
00:13:47: Eine Frage der Zeit kann ja nicht unmittelbar passieren.
00:13:51: Es ist so ganz klar Vergebung kann jetzt nicht von außen einfach verordnet werden.
00:13:56: Natürlich gibt es entsprechende Bibelstellen.
00:13:57: Ich bin hier kein Priester Aber ich habe schon oft gehört dass natürlich Vergebung nicht auf einem Gefühl basiert, sondern erst einmal auf eine Entscheidung.
00:14:08: Aber das ist auch nicht der erste Schritt.
00:14:11: also ich glaube dass wir zuerst das ersten Menschen da sein müssen in diesen Gebieten die diesen Schmerz und die Trauer überhaupt mal ernst nehmen, dass es überhaupt ein Prozess losgehen kann, der dann zu christlicher Vergebungen hinführt.
00:14:24: Und ganz wichtig vergebung bedeutet ja auch nicht dass man auf Gerechtigkeit verzichten muss unbedingt.
00:14:29: Also ich denke die menschen haben die frage Hilfe, was soll ich jetzt machen?
00:14:34: Ist mein Leben in Brüchen.
00:14:37: Was soll ich mit diesem Erlebnis
00:14:39: machen?".
00:14:40: Da müssen sie Ansprechpartner haben und da ist die Kirche der allerwichtigste Ort wo Sie hingehen.
00:14:46: Und ich denke, wenn sie dort so etwas erfahren wie dass du selber auch Befreiung bekommen kannst.
00:14:51: Es geht ja nicht darum, du bleibst in deinem Leid und dem, den du vergibst der hat dann auf einmal wieder ein schönes Leben.
00:14:57: Nein also es ist ja auch ein gegenseitiges Heilen und da gibt's so viele Fragen die eigentlich nur die Kirche beantworten kann.
00:15:04: deswegen muss die Kirchen da sein und oft sind die Worte das allerletzte das dann folgen.
00:15:09: vielleicht brauchen Sie erst mal eine Ein Lächeln, eine Umarmung einen sicheren Ort.
00:15:14: da denke ich sofort an die Ordensschwestern.
00:15:16: Die weltweit so etwas bieten in ihren Klöstern die Präsenz einfach dieses Wissen.
00:15:20: Ich bin nicht alleine und vielleicht kann irgendwann einmal wenn eine gewisse innere Sicherheit dann entsteht auch der Gedanke ja ich möchte eigentlich schon vergeben damit diese Geschichte aufhört Auch mal passieren, aber die Arbeit der Kirche ist hier unerlässlich.
00:15:35: Wir wissen dass wir in unserem Glauben das in Jesu Worten im Katichismus und in den Geschichten der Heiligen, dass dort Antworten auf solche Fragen zu finden sind.
00:15:44: Aber ja... Das ist ein Prozess!
00:15:48: Schauen wir einmal in den Nahen Osten.
00:15:50: Dort haben Terror- und Krieg Die christliche Präsenz in manchen Ländern dramatisch geschwächt.
00:15:58: Gibt es ein Land, bei dem Sie heute ernsthaft fürchten dass dort eine jahrhundertealte christliche Gemeinschaft ganz verschwinden könnte?
00:16:07: Ja ich denke da vor allem an Syrien auch ein bisschen an den Irak.
00:16:11: Syrien hat wirklich das Problem, dass ein ganz ganz großer Teil der Christen des land verlassen hat.
00:16:17: Auch im Irak ist die christliche Bevölkerung seit zwei tausend drei massiv geschrumpft.
00:16:21: In Syrien besteht halt eine sehr große Unsicherheit.
00:16:25: Dort hat der islamische Staat wirklich gewütet Und Machthaber, die in ganz besonders krassen Gebieten geherrscht haben herrschten jetzt über das ganze Land.
00:16:35: Natürlich verhalten sie sich jetzt anders und man hat jetzt auch schon länger nichts mehr gehört tatsächlich aus Syrien.
00:16:41: Aber ich weiß und dass die Unsicherheit groß ist, also das jetzt da noch kein großes Aufbruch, keine große Aufbruchsstimmung da ist.
00:16:50: Und es immer noch so ist, dass wer gehen kann eben auch geht!
00:16:53: Auch im Irak gibt's ein bisschen eine Hoffnungsgeschichte, läuft ein bisschen anders... Die Niniwebene war ja auch sehr stark betroffen vom islamischen Staat, also von den Vertreibungen.
00:17:06: Dort sind ja die Leute von heute auf morgen geflohen und nach Erbil, also etwas weiter im Norden des Iraks geflogen und sind auch erst mal zu Bishof Varda gegangen der dann einfach mal tausende von Leuten aus seinem Rasen in der Früh gesehen hat, also die Tür aufgemacht hat.
00:17:20: Dort gab es sehr viele Wiederaufbauprojekte.
00:17:22: Interessant finde ich auch, dass die Christen dort uns gesagt haben bitte baut zuerst die Kirchen- und Gemeindezentren auf und dann unsere Häuser denn dort findet das Leben statt.
00:17:31: Es kehren Leute in den Nene wie Ebene zurück.
00:17:33: Kirche Not unterstützt auch Projekte Dass die jungen Leute vor allem eine Perspektive haben.
00:17:38: Es gibt da eine katholische Universität in Erbil Die auch den Menschen... Den jungen Menschen ist ermöglicht was zu studieren und auch eine Zukunft zu haben.
00:17:48: Aber das ist alles sehr fragil.
00:17:50: Wir hören auch gleichzeitig, dass sich Freundschaften zwischen Musliminnen und Christen belastet sind.
00:17:57: Dass es nicht nur zu einem miteinander leben sondern eher zu einem nebeneinander herleben entwickelt hat.
00:18:03: Also Irak sind wir mal hoffnungsvoll positiv gestimmt mit großen Vorsichts- oder Fragezeichen.
00:18:12: Und Syrien wirklich große Sorge!
00:18:15: Hoffnung im Irak, große Sorge um die Christen in Syrien.
00:18:20: Gleich geht es weiter mit der Frage wann Terror eigentlich sein Ziel erreicht?
00:18:26: Zunächst aber ein wenig Musik hier bei Radio Horeb.
00:18:29: leben mit Gott.
00:20:47: Sie hören Weltkirche aktuell bei Radio Horab und Radio Maria.
00:20:51: Mein Gast ist Florian Ribka Geschäftsführer von Kirche Inno Deutschland mit dem ich über den geistigen Kampf gegen den Terror, twenty-fünf Jahre nach Nine Eleven gesprochen habe.
00:21:04: Terroristen wollen ja mehr als militärisch siegen!
00:21:08: Sie wollen Angst verbreiten Menschen vertreiben und Gesellschaften verändern.
00:21:15: Wann haben aus ihrer Sicht Terroristen ihr Ziel erreicht?
00:21:19: Ja, sie gewinnen eben genau dann wenn Menschen die sie nicht mögen aus Angst ihre Heimat verlassen.
00:21:25: Das ist jetzt nicht erst, wenn ein militärischer Sieg stattfindet.
00:21:29: Sie gewinnen dann, wenn eben die Nachbarn aeinander misstrauen.
00:21:32: Wenn ganze Religionsgruppen zum Beispiel die Christen unter Generalverdacht geraten.
00:21:36: Zum Beispiel eins mit den USA zu sein.
00:21:39: also alles was USA macht ist gleichzeitig christlich und das is ja so eine... Das ist ja eine Einengung.
00:21:45: Natürlich ist USA ein christlich geprägtes Land, aber es gibt andere christlich-geprägte Länder die ganz anders ticken.
00:21:52: Aber das ist eben... dann haben eben die Christen verloren und die Terroristen gewonnen wenn solche Verknüpfungen entstehen Und wenn dadurch natürlich der terror dauerhaftige Gesellschaft verändert hin zu einem Kalifat, hin zu einer Rechtsordnung auch Die sich jetzt nicht mehr auf Menschenrechten aufbaut sondern auf einer Ja, sehr, sehr strengen und bestimmt auch in anderen muslimischen Gruppen nicht unbedingt akzeptierten Rechtsprechungen.
00:22:22: Also ich denke wenn sich es dann aufs ganze Leben, wenn jeder sich dem beugen muss was gewisse extremistische Verbrecher wollen Dann hat der Terror gewonnen.
00:22:33: Herr Ribka Sie haben gerade diese Gleichsetzung angesprochen also Christentum gleich USA, Christentuum gleich Westen.
00:22:43: Warum funktioniert dieses Feindbild in manchen Ländern überhaupt so gut?
00:22:48: Obwohl die Christen dort mit westlicher Politik ja gar nichts zu tun haben!
00:22:52: Ja, es ist auf alle Fälle eine grobe Verkürzung und es wird auch glaube ich ganz bewusst eingesetzt als Propagandamittel.
00:22:58: Also natürlich gibt es sehr viele Muslime die überwältigende Mehrzahl der Muslime hat auch Verbindungen in den Westen und sie wissen dass das eben nicht so ist.
00:23:07: also Ich denke dass diese Gleichsetzung also dieses Feindbild das da parallel aufgebaut wird In den Ländern wo sich die USA in dem Konflikt befinden Dass dieses fein Bild das darauf gebaut wird ganz bewusst von den terroristischen Banden geschützt wird und dass man zum Beispiel auch mit Bildung, Mit Information einfach auch vielleicht auch mit Zugang zum Internet.
00:23:27: Da ganz schnell der Gegenwirken kann das die merken.
00:23:30: okay also USA ist jetzt nicht gleichzusetzen mit dem Christentum.
00:23:33: Das ist mit Nichten in der ganzen muslimischen Welt so Aber schon in diesen Gebieten, in denen ein sehr geringer Bildungsstandard ist und in denen die Menschen kaum an Informationen kommen.
00:23:44: Dort kann das natürlich schon eingesetzt werden und wir bekommen das auch mit aber sobald natürlich der Informationen fließen, sobalch persönliche Gespräche passieren fallen diese Kartenhäuser oft ineinander zusammen.
00:23:56: Aber ja soweit muss es dann erst mal kommen!
00:23:59: Beim islamistischen Terror gibt es aus meiner Sicht ein Dilemma.
00:24:04: Wir dürfen einerseits die Muslime nicht unter Generalverdacht stellen, aber genauso wenig dürfen wir die religiöse Motivation der Täter verschweigen.
00:24:15: Wie geht Kirche Not mit diesem Spannungsfeld um?
00:24:19: Zunächst einmal hilft Kirche not den Opfern!
00:24:22: Also das heißt, wir sind jetzt nicht dafür da um globale Statements abzugeben.
00:24:27: Wir sind jetzt dazu nicht da, um die Dinge zu erklären weil wie gesagt sie sind vielschichtig.
00:24:32: Die sind sehr komplex und monokausale Erklärungen führen in eine andere Art der Radikalisierung denke ich mal.
00:24:39: Präzise ist auf alle Fälle in jeder Art von Kommunikation zu unterscheiden zwischen dem Islam als Religionsgemeinschaft, zwischen Muslimen Auf der anderen Seite islamistische Ideologie.
00:24:52: Und wenn man das nicht trennt, dann sind wir wieder beim gleichen Thema wie wir es vorhin hatten – dass Rand- oder einzelne Phänomene auf das große Ganze ausgeweitet werden und es ist moralisch absolut verwerflich und es hilft auch überhaupt niemanden!
00:25:06: Natürlich müssen wir islamisticche Täter benennen und wir müssen auch sagen, dass sie sich auf religiöse Motive beziehen, das darf nicht verschwiegen werden.
00:25:15: Aber ich habe es auch schon erwähnt, gleichzeitig sind sehr viele Muslime auch Opfer islamistischer Gewalt.
00:25:20: Denn wir bekommen auch mit dass sie in den Augen der Terroristen oft sogar noch schlimmer betrachtet werden weil sie ja eigentlich schon den richtigen Glauben hätten aber ihnen nicht leben.
00:25:31: also das ist sehr deutlich und ich hab jetzt auch keine Zahlen und es ist immer ein bisschen makaber oder zynisch wenn man da Zahlen gegeneinander aufrechnet.
00:25:39: Aber die Anzahl der muslimischen Opfer ist gigantisch, die unter dem islamistischen Terror leiden.
00:25:46: Auch eine Warnung sei ausgesprochen das Pauschalisierungen Extremisten... eher helfen als dass sie ihnen schaden.
00:25:53: also wenn wir jetzt im westen ein muslimisches feinbild aufbauen würden das alle die eben dem islam angehören da irgendwie verbunden wären dann das wäre auch ein ganz ganz großer gewinn für die terroristen.
00:26:05: es ist überhaupt nichts so.
00:26:07: und auch erlebe auch immer wieder unseren glauben als eine religion in der es auch sehr stark auf das eins zu eins ankommt, also wem wir genau über dem Weg laufen.
00:26:16: Wer jetzt der nächste ist den wir begegnen und wie wir uns dort verhalten hat extrem viel zu bedeuten.
00:26:23: Und ich denke wenn wir hier im Westen einen Frieden leben, wenn wir uns in unserem Umfeld bemühen christlich zu sein dann ist das das Beste was wir da tun können.
00:26:33: Welche Rolle spielt dabei der interreligiöse Dialog?
00:26:38: Braucht er eher die großen Zeichen, etwa die Begegnung eines Papstes mit hohen muslimischen Vertretern oder ist am Ende der ganz alltägliche Dialog des Lebens wie man ihn auch nennt vor Ort wichtiger?
00:26:55: Das ist beides wichtig, weil diese Bilder die dann um die Welt gehen wenn zum Beispiel ein Papst und ein hoher Vertreter des Islam sich die Händeschütteln das sehen natürlich auch ganz viele muslimische Lehrer nenne ich sie jetzt mal oder die die dann wiederum für Gemeinden oder Gruppen verantwortlich sind.
00:27:12: Und ganz viele lassen sich davon auch mit Sicherheit mit reißen weil im Endeffekt will jeder den Frieden.
00:27:20: Aber genauso wichtig ist es auch in diesem eins zu eins, deswegen sind auch katholische Schulen weltweit ganz wichtig und sehr viele katholische Schulen werden auch von muslimischen Kindern besucht denn dort drücken die miteinander die Schulbank und lernen sich kennen und die wissen dann dass sie eben nicht auf Vorurteile zu reduzieren sind sondern das des Menschen sind mit Wünschen Hoffnungen Sehnsüchten und dass man vielleicht unterschiedlicher Meinung sein kann was den glauben betrifft, aber dass man nicht gleich zur Waffe greift oder dass man auch nicht gleich zu anderen Arten der Auseinandersetzung greift.
00:27:52: Also ich denke das ist alles wichtig und wir dürfen uns da nicht ausnehmen und wie gesagt wir sollten uns wirklich davon hüten uns abzuschotten richtig und falsch jetzt hierzu einzuordnen zu richten.
00:28:03: Das sagt uns ja daher, dass wir das sowieso nicht tun sollen!
00:28:06: Und auch wir haben eine Verantwortung, dass Und wir haben ja bei uns im Westen in Deutschland schon auch ein Rechtssystem, das da hilft.
00:28:17: Das ist ja auch objektiv was eine Straftat vollkommen klar, aber Generalverdacht ist nicht wirklich christlich und ich denke es ist bei uns wichtig in den Projektländern.
00:28:29: viele Bischöfe haben auch interreligiöse Projekte, auch in Pakistan um jetzt mal nach Asien zu schauen.
00:28:36: Dort gibt es ein interreligiöses Fußballspiel wo Mannschaften unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten eben eine Weisterschaft austragen.
00:28:45: das ist auch ein Zeichen dafür dass man sich annähert und dass man nicht sofort auf den anderen mit Abneigung mit Aggression oder gleich mit Gewalt agieren muss.
00:28:56: Religionsfreiheit führt unter den Menschenrechten oft ein bisschen ein Schatten da sein, das haben sie auch wiederholt hier in unserer Sendung betont.
00:29:07: Hat sich da in Deutschland in den vergangenen Jahren etwas verändert?
00:29:11: Wird dieses Menschenrecht inzwischen ernster genommen?
00:29:15: Ich habe schon... positive Anzeichen.
00:29:18: Es ist ja eine Sache für die der Bund zuständig ist, wir haben auch sehr gute Kontakte zu dem Beauftragten der Bundesregierung für Religionsfreiheit und Weltanschauung.
00:29:26: Der war aber auch bei uns letztes Jahr in Köln bei der Veranstaltung und hat es sehr gut gesprochen.
00:29:32: das Amt ist auch umgesiedelt worden von Entwicklungsministerium hin zum Außenministerium, was schon mal eine Aufwertung in der Macht bedeutet.
00:29:40: Denn das Außen-Ministerium ist einfach enger mit den ganzen Diplomaten verbunden.
00:29:45: also das heißt das Thema Religionsfreiheit wird dort gespielt und natürlich haben wir auch Gespräche gehabt mit dem Beauftragten.
00:29:54: und natürlich sagt man ja ihr fahrt jetzt in ein Land indem es Missstände gibt sprecht ihr da auch die Religions Freiheit offensiv an.
00:30:02: Es gibt dort wohl vielschichtige Gespräche, die vor der Kamera stattfinden und hinter der.
00:30:08: Aber Religionsfreiheit ist auf alle Fälle ein Faktor, der immer mitgetragen wird.
00:30:13: also ich bin jetzt wirklich schon sehr positiv gestimmt von der Richtung her natürlich.
00:30:20: Es ist so, dass es auch um andere Themen geht.
00:30:22: Es geht auch um wirtschaftliche Themen und Sicherheitspolitische Themen.
00:30:26: Das ist auch wichtig für Deutschland.
00:30:27: Und es ist eine Gemengelage der Themen wenn auf diplomatischer Ebene sich da unterhalten wird.
00:30:32: aber die Religionsfreiheit als Menschenrecht, die ja auch eng verbunden ist dann mit Pressefreiheit, die mit Versammlungsfreiheit und mit vielen anderen Menschenrechten verbunden sind lässt sicher gar nicht herauslösen.
00:30:43: das wird schon auch angesprochen eingefordert.
00:30:48: Natürlich könnte es noch viel mehr sein, viel lauter sein.
00:30:51: Aber die Frage ist dann auch immer was hilft dem Einzelnen?
00:30:53: Wenn's halt mal laut ausgesprochen wird, ist das nicht besser wenn man schaut dass es vielleicht im Stillen irgendwas passiert?
00:31:00: Es gibt auch Geschichten von Bundestagsabgeordneten und Parlamentariern die in Länder gefahren sind.
00:31:07: Einer hat mal erzählt, er war einmal in Indien, das ist schon ein paar Jährchen hier jetzt... Da war eine Kirche geschlossen und der hat sich da irgendwie wandern so im Land unterwegs sondern war eine kirche geschlossene Und der hat dann seinen Reise, also dieser Bundestagsabgeordnete, der hat seine Reisleiter gefragt was es denn da passiert?
00:31:23: Und der so ausweichend geantwortet und paar Wochen später hieß danach die Kirche sei wieder geöffnet worden Da passiert schon was, es ist nicht so dass wir das sehr viel sehen würden.
00:31:33: Also ich bin da verhalten positiv und auch natürlich der Vatikan tut auch da was er kann.
00:31:39: Da ist es genauso ein Anliegen denn die Religionsfreiheit also die Freiheit sich für gegen eine Religion zu entscheiden oder sich für nichts zu entscheiden Ist ja die Grundlage auch unseres Glaubens.
00:31:48: Und die Freiheit geht ja nix und deswegen ist auch Religions-Freiheit so ausdrücklich wichtig.
00:31:54: Herr Ribger wie haben jetzt viele darüber gesprochen?
00:31:56: Was Politik Kirche und auch Hilfswerke tun können.
00:32:01: Aber was kann eigentlich jeder Einzelne von uns gegen Hass, religiöse Intoleranz und letztlich auch gegen diesen Nährboden des Terrors unternehmen?
00:32:13: Leben wir die christliche Nägstenliebe unserem nächsten gegenüber?
00:32:17: also das heißt wenn wir auch Menschen anderer Religion begegnen sei es auf der Straße, sei es im Gespräch sind wir da eher aggressiv, defensiv oder ablehnend.
00:32:28: Oder sind wir da freundlich und offen?
00:32:29: Also keiner muss jetzt rausgehen und den Glauben wie eine Fahne vor sich her tragen.
00:32:35: aber einfach die Freundlichkeit ist sehr wichtig.
00:32:39: Genauso wichtig ist es bei den politischen Vertretern, die wir haben auf kommunaler Ebene, auf landesebene, aber vielleicht im Bundestagsabgeordneten wenn man die treffen sie ja auch oft mit ihren Wählern Dass man auch dort die Gelegenheit nutzt, einfach zu sagen wie sieht es denn aus?
00:32:52: Wie ist denn Ihre Positionierung bei Religionsfreiheit.
00:32:55: Uns ist das wichtig weil wir wollen dass sich die Menschen frei entscheiden können.
00:32:59: dann denn dann glauben wir dass sie Jesus Christus aus Freiheit finden können und auch gerettet werden können ins ewige Leben.
00:33:07: also ich denke man kann sich da schon einsetzen dafür ja und man kann Sie überhaupt erst mal dafür interessieren.
00:33:12: Viele denken sich ja, das ist ein Thema.
00:33:14: Das findet ihr in Afrika statt oder das interessiert mich nicht und ich bin hier im Ort, in meinem Dorf, in meiner Stadt Und es betrifft mich nicht Ganz wichtig ist auch das Gebet.
00:33:23: Das Gebet drängt natürlich den Hass zurück.
00:33:27: Jesus sagt Ja dass wir beten sollen damit Dinge geschehen und wenn wir einfach nicht dafür beten dann geschiehts einfach nicht.
00:33:33: Also das ist ganz klar.
00:33:35: also handelt offensichtlich so Dass er unsere Gebete möchte um etwas zu vollbringen.
00:33:40: Es gibt ja auch sehr viele Initiativen, die man unterstützen kann indem man freiwillig mithilft, indem man sie finanziell unterstützt.
00:33:47: Das ist auch sehr wichtig denn natürlich hat nicht jeder Zeit da sich die Punkt in Afrika anzuschauen oder nach Berlin zu fahren das machen dann einzelne Initiative im Kirche.
00:33:56: Not macht es auch und auch die kann man da unterstützen.
00:33:59: also Wie immer zusammengefasst, Gebetinformationen und Spende.
00:34:03: Und auf der anderen Seite natürlich auch wie lebe ich?
00:34:06: Wie werde ich von meinem Umfeld wahrgenommen das auf mich aus als Christ blickt?
00:34:11: bin ich da jetzt jemand der gemocht wird an dem man sich orientieren kann?
00:34:15: oder rümpft man eher die Nase wenn man mich sieht.
00:34:18: Darum kann man dann natürlich schon arbeiten.
00:34:22: Auch ganz nebenbei bemerkt die Kirche auch wenn sie in einer Minderheit ist trägt ihr selbst auch in diesen Ländern ganz viel dazu bei dass Austausch stattfinden kann.
00:34:30: Blicken wir ins heilige Land, dort ist ja die katholische oder die christliche Kirche eine ganz kleine Minderheit vor allem die Katholiken aber sie strahlen halt auch aus in die ganze Gesellschaft hinein und wer dazu etwas hören möchte der könnte heute auch noch ganz spontan in Augsburg zu unserem Solidaritätstag vorbeikommen oder eben reinschalten bei Radio Horeb wenn es übertragen wird.
00:34:52: Ja, Herr Rübka.
00:34:53: Vielen Dank für diese Einblicke.
00:34:55: aus der Sicht von Kirche in Not!
00:34:58: Wie kann man dem Terror weltweit begegnen?
00:35:02: Herzlichen Dank für Ihre Arbeit und Ihren Besuch hier im Studio von Kirchennot.
00:35:08: Ich danke Ihnen, Herr Negewühner.
00:35:10: Das war mein Gespräch mit Florian Ribka, dem Geschäftsführer von Kirche in Nutdeutschland hier bei Radio Horeb ihrer christlichen Stimme in Deutschland.
00:35:19: Es ging um den Kampf gegen den Terror – und den Hinweis am Ende greifen wir gleich gerne noch auf!
00:35:31: Denn heute findet in Augsburg dieser Gebets- und Solidaritätstag für die Christen im heiligen Land statt.
00:35:39: Warum ein solches Zeichen gerade jetzt wichtig ist, zeigt einen Blick nach Jerusalem.
00:35:46: Nicodemus Schnabel der Abt der Domitioabtei in Jerusalem hat Kirche notkürzlich besucht und in einem TV-Interview die Situation im heiligen Land mit einem sehr eindringlichen Bild beschrieben – einem Ozean des Leids, der immer noch da ist auch wenn die Aufmerksamkeit fehlt!
00:36:09: Nein, der ist da und ich glaube er ist noch mal dramatischer da weil die Aufmerksamkeit der Welt etwas weitergewandert ist.
00:36:17: Das ist etwas was ich wenn ich jetzt in Deutschland bin auf einmal erlebe dass Menschen mich fragen Was ist denn gerade bei euch los eigentlich?
00:36:26: Man hört nichts mehr und man hat immer das Gefühl Wenn man nichts mehr hört alles okay aber die menschen israelen palästina sind ja weiter auch verwundet.
00:36:35: Ich glaube, was wir oft unterschätzen zerstört es schnell.
00:36:38: Getötet ist schnell, vernichtet ist schnell.
00:36:41: aber
00:36:42: Versöhnung Heilung das braucht sehr viel Zeit.
00:36:47: Ein Leid also dass nicht einfach verschwindet nur weil es nicht mehr in den Schlagzeilen steht.
00:36:54: und genau deshalb unterstützt auch der Augsburger Bischof Bertram Meyer seit vielen Jahren den Solidaritätstag in seiner Bischoffstadt.
00:37:05: Die Kirche heißt ja auch Leibkristi und verfolgte, bedrängte Christen heisst das der Leib-Kristi verwundert ist.
00:37:14: Und da können wir nicht drüber hinwegschauen.
00:37:16: wenn ein Glied des Leibes Christi leidet, leiden die anderen mit und deshalb ist so ein Tag der Solidarität wie in Kirche in Not veranstaltet ganz ganz wichtig und mir am Herzens anlegen.
00:37:29: Im Mittelpunkt des Nachmittags heute steht die Situation der Christen in Israel und den palästinensischen Gebieten.
00:37:38: Unser Gast ist Bernhard Podgi, Rektor des Priester-Seminars von Beit Jalla.
00:37:44: Er berichtet dann aus erster Hand wie ausbleibende Pilger, wirtschaftliche Not und die angespannte gesellschaftliche Lage – die kleine christliche Gemeinschaft treffen!
00:37:56: Ich nenne nochmal die Rahmendaten der Veranstaltung.
00:38:00: Los geht es heute um vierzehn Uhr dreißig im Haus Sankt Ulrich in Augsburg, gegen sechszehn uhr.
00:38:07: fünfzehn ziehen die Teilnehmer dann weiter zum Augsburger Dom und dort leitet Bischof Meier um siebzehn Uhr eine Kreuzweg andacht für die Christen im heiligen Land.
00:38:20: Sie können gerne auch kurzfristig noch dabei sein.
00:38:23: Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei und wer nicht nach Augsburg kommen kann, kann den Nachmittag trotz dem Miterleben.
00:38:32: Radio Horeb überträgt sowohl die Veranstaltungen im Haus Sankt Ulrich als auch die Kreuzweg andacht Im Dom.
00:38:41: einfach die Programm Ankündigungen beachten.
00:38:46: Ja, damit sind wir für heute am Ende von Weltkirche aktuell.
00:38:50: Vielen Dank, dass Sie wieder mit dabei waren!
00:38:53: Ich wünsche Ihnen noch einen schönen und gesegneten Sonntag.
00:38:56: Machen sie's gut, bleiben sie Radio Horeb und Kirche in Not gewogen.
00:39:01: Auf Wiederhören bis nächste Woche.
00:39:03: Am Mikrofon war Ihr Volker Nigewöhner.
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