Katholische Kirche in Marokko - eine Migrantenkirche; Irak: Regierung will Rückkehr von Christen unterstützen

Shownotes

Die Themen:

  • Katholische Kirche in Marokko - eine Migrantenkirche. Mit Antonio von Elverfeldt OSST

- Irak: Regierung will Rückkehr von Christen unterstützen. Mit Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland

Erstausstrahlung: 9. August 2026; © KIRCHE IN NOT

Info: Marokko verbinden viele mit Marrakesch, der Sahara oder den Königsstädten. Kaum jemand weiß jedoch: Auch dort gibt es Christen – eine winzige Minderheit in einem fast ausschließlich muslimischen Land. Mission ist verboten, dennoch lebt die Kirche ihren Glauben: still, unscheinbar und zugleich erstaunlich lebendig. Der Trinitarier Pater Antonio von Elverfeldt blickt zunächst auf seine 25-jährige Tätigkeit als Gefängnisseelsorger in Spanien zurück. Anschließend berichtet er von seinem Dienst in der katholischen Kirche Marokkos, von der Seelsorge unter Migranten aus Subsahara-Afrika und vom christlichen Leben in einem muslimisch geprägten Land.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Grüß Gott und herzlich willkommen zu Weltkirche aktuell bei Radio Horeb und Radiomaria.

00:00:06: Aus dem Studio der pälzlichen Stiftung Kirchenot begrüßt sie Volker Nick Wöhner.

00:00:11: Marokko verbinden viele Menschen mit Marrakesch, der Sahara oder den Königsstätten.

00:00:18: Kaum jemand weiß jedoch auch dort gibt es Christen eine winzige Minderheit in einem fast ausschließlich muslimischen Land.

00:00:28: Mission ist verboten, dennoch lebt die Kirche ihren Glauben.

00:00:33: Still, unscheinbar und zugleich erstaunlich lebendig!

00:00:38: Unser Gespräch haben wir bereits vor den dramatischen Ereignissen an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta aufgezeichnet Und deshalb spricht auch unser Gast, Pater Antonio von Elverfeld darüber zunächst nichts.

00:00:56: Am Ende der Sendung hören Sie jedoch noch eine aktuelle Einschätzung von Ihnen zu diesen Ereignissen und zur Frage, was sie für die Kirche und ihren Dienst an den Migranten bedeutet.

00:01:10: Hören Sie nun zunächst das Interview mit dem Trinitarier Pater Antonio von Elverfeld über die Kirsche in Marokko.

00:01:19: Herzlich willkommen Herr Pater!

00:01:24: Mir geht's wunderbar.

00:01:25: Ich hoffe, es ist nicht ganz so heiß bei Ihnen wie bei uns.

00:01:29: In letzter Zeit wandelt sich das Blatt.

00:01:32: Es ist bei Ihnen viel heißer als hier.

00:01:34: Wir sind eine Nähe vom Meer.

00:01:37: Das kühlt immer ab!

00:01:38: Pater Antonio, erst mal ein Wort zu Ihnen zur Vorstellung.

00:01:42: Sie sind das erste Mal in unserer Sendung.

00:01:45: Sie gehören dem Orden der Trinitaria an.

00:01:49: Was bedeutet dieses Charisma ihres Ordens für ihr Leben und auch für ihren priesterlichen Dienst?

00:01:56: Man muss erst mal sagen, wie es richtig heißt!

00:01:58: Wir nennen uns Trinitari aber eigentlich offiziell heißen wir den Orten der heiligsten Dreifaltigkeit unter Befreiung des Klaven.

00:02:06: Und wir sind aus dem zwölften Jahrhundert.

00:02:09: während der Kreuzzüge wurden wir gegründet.

00:02:12: Und es geht eben darum die Befreiung der Sklavenden zu dieser Zeit, die Kriege zwischen Christen und Muslime zu der Zeit, eben zum Elf des Zwölftes Jahrhundert hat in unserer Gründer eine Begegnung mit Christus gehabt in seiner ersten herrliche Messe wie er im Erschien ist als Befreier des Sklaven.

00:02:29: also er hat in der rechten Hand einen schwarzen und linken weißen Mann den Muslime und Christen Darstellen.

00:02:36: und ab dem Moment fing er eben an einen Orden zu gründen, um die Sklaven zu befreien.

00:02:40: Also christliches Sklaben gegen muslimische auszutauschen und christliche auch zurzubefreienden, den man sich selber eingetauscht hat als Trinitare über viele Jahrhunderte.

00:02:49: Unser Karis war es ihm die Befreiung der Menschen und die Anbetung der haddischen Drafaltigkeit.

00:02:54: diese beiden Dinge

00:02:55: Ja, Sie haben gemäß diesem Charisma könnte man sagen auch... ...fünfundzwanzig Jahre als Gefängnisseelsorger gearbeitet.

00:03:05: Was war denn das Wesentliche was sie dadurch über den Menschen und auch über ihr eigenes Christsein erfahren haben?

00:03:13: Also es muss zugehen.

00:03:15: ich bin jetzt seit fünf Jahren in Marroco Und ich vermisse die Gefängnisarbeit.

00:03:17: ehrlich gesagt Ich war immer Pfarrer auch gleichzeitig, waren immer irgendwie eine Pfarrei natürlich auch Und ich mache natürlich gerne mein Bereitjob, aber ich muss zugeben Gefängnis habe ich immer wahnsinnig gerne gemacht.

00:03:28: Gefängnesarbeit kannst du unglaublich viel tun ohne groß was darstellen zu müssen.

00:03:34: also der gefängnisinsass ist jemand der in einer völligen einsamkeit lebt und der eben ja antworten sucht der an der wand klebt und nicht mehr weiter weiß.

00:03:44: Und du kannst unglaublich, mit Christus kannst du wahnsinnig viel dort machen.

00:03:48: Also du kannst den Menschen eben klarmachen dass sie eben natürlich eingesperrt sind.

00:03:52: und wie gesagt in einem Gefängnisinsass das ist wirklich ein grauener Leben weil es erscheint einen Ton wenn du zu essen gehen musst, es erschennt einen Ton, wenn du duschen darfst Es erscheinend einen Ton dann aus der Telle raus darfst und wieder rein musst und solche Sachen.

00:04:06: aber was wir ihnen beibringen wollen ist eben ihre innere Freiheit Die sie selber eben finden können und da begleiten wir sie.

00:04:12: Und das ist unglaublich schön, also du kannst im unglaublichen Befreiungswege mit Leuten erleben die wunderschön sind.

00:04:20: Und die Leute brauchen dich und warten auf dich um nur von dir zu hören diese frohe Botschaft von Christus.

00:04:26: Das ist wirklich wundeschön.

00:04:27: Ich muss zur Gefängnisarbeit machen für mich das höchste von meiner ganzen Berufung ehrlich gesagt.

00:04:32: Bleiben wir doch noch mal gott... ganz kurz stehen und zwar in der Praxis.

00:04:36: Wie erleben denn Gefangene ihre eigene Schuld?

00:04:40: Und wie erfahren sie Vergebung und die innere Freiheit, und welche Aufgabe kommt ihnen da als Seelsorger

00:04:48: zu?".

00:04:51: In Spanien ist an sich eigentlich ein christliches katholisches Land, aber gut mit letzter Zeit ist das natürlich auch nicht mehr so.

00:04:58: Man bringt wirklich einfach eine neue Nachricht.

00:05:00: die Menschen wissen noch nichts davon dass es jemanden diesen Gott gibt der ihnen verzeihen kann und zwar alles verzeilen kann.

00:05:06: ich gehe mal auf die Leute zu und sage immer Das ist immer mein Spruch.

00:05:10: Ich habe Glück gehabt und bin in das Gefängnis gekommen, ich habe Pech gehabt und sei ins Gefängnisse gekommen.

00:05:15: Man hat als junger Mensch auch ziemlich Blödsinn gemacht und da hätte man sein auch mal erwischen können um sich reinreiten können vielleicht eine kleine... ein kleines Verbrechen und dann aber auf die Daumen weiter einzurutschen.

00:05:26: Und das ist mir eben nicht passiert, und denen ist das passiert?

00:05:29: Also ich versuche immer klarzumachen dass wir alle auf der gleichen Höhe stehen, dass eben Christus dir immer eine Antwort geben kann.

00:05:35: Und egal wenn du bist, egal was für eine Geschichte hast, egal welches Du verbrochen hast völlig egal.

00:05:40: er braucht einfach nur deine Nähe und den Willen, dass du ihn kennenlernen willst.

00:05:45: Dann kannst du wirklich einen rechten Befreiungsweg machen.

00:05:48: Das braucht halt immer eine ganze Weile.

00:05:49: also ein Gefängnishinsasser normalerweise Als allererstes was er dir erzählt, also gut nicht alle.

00:05:53: Aber die meisten sagt erst mal es unschuldig und alle anderen Gefängnissen schuldig.

00:05:59: Und dann lernst du den kennen und machst immer wieder mit dem Gespräch trinkst mit dem Kaffee, setzt mich damit hin oder schwätzt mir da mit ihm und so gewinnst du langsam Vertrauen.

00:06:08: Und er merkt ihm, dass du weder ein Psychologe bist noch ein Gefängniswärter, noch ein Familienangehöriger, noch einen Anwalt der Gefängnestirektor sondern du bist jemand, der von Mensch zu Mensch auf ihn zugeht ohne ihnen irgendwie zu urteilen oder irgendwas von ihm haben zu wollen.

00:06:23: Ein Psychologe oder ein Erzieher, oder ein Gefängniswert oder einen Anwalt.

00:06:28: Oder was immer.

00:06:28: die wollen irgendwas von dir und da musst du meistens etwas zusammen lügen damit du so weit dahin kommst was du haben willst von diesen Psychologen oder von diesem Erziehern.

00:06:37: Und bei mir gibt es eben nichts zu holen.

00:06:39: ich will aber auch nix.

00:06:40: Ich schreibe nix auf und er kann mir auch erzählen was er will.

00:06:43: Ich werde es niemandem weiter erzählen, logischerweise.

00:06:46: Also er kann mir wirklich alles erzählen und das lernte auf die Dauer was das für eine angenehme Sache ist mit mir.

00:06:51: Selbst mit der Familie hat auch ein Problem weil in der Familie.

00:06:54: meistens muss der Gefängnis ins Sass oder die Gefängnissen im Sass hin immer vorliegen dass sie sich ganz gut geht damit die Familie nicht verzweifelt.

00:07:01: Die Familie muss genauso erzählen dass ihn auch ganz gut geteilt damit der Insasse nicht verzweifeln.

00:07:06: Das heißt selbst mit der eigenen Familie kannst du nicht ehrlich sein.

00:07:09: Und bei uns kann man es eben wirklich, also ich priester und aber auch meine Freiwilligen.

00:07:12: Ich hab da immer ... Ja, wir hatten teilweise dreißig-vierzig Freiwillige, die mit mir ins Gefängnis gehen, die ihm auch von der Kirche sein bleiben natürlich.

00:07:20: Wir teilen uns auf um für alle Gefängnissen sassen dar zu sein.

00:07:24: Du kannst wirklich... Also die schlimmsten Menschen kannst du plötzlich auf einen rechten Weg bringen.

00:07:28: Zumindest im Gefängnes!

00:07:29: Wenn der Mensch wieder auf die Straße kommt, kann's natürlich wieder gefährlich werden.

00:07:33: Die Welt ist nicht einfach.

00:07:35: Aber im Gefägnis hat er wirklich Einerseits eben ist er völlig eingesperrt und hat überhaupt keine Chance irgendwas zu tun, aber kann innerlich unglaublich an sich arbeiten.

00:07:43: Weil er wahnsinnig viel Zeit hat was man auf der Straße nicht so hat.

00:07:47: Wunderschöne Sachen also.

00:07:48: Ja sie sprechen mit richtiger Begeisterung von ihrer Arbeit.

00:07:53: gab es denn da sowas wie Erfolgserlebnisse?

00:07:57: Also Begegnungen oder auch Bekehrungen bis heute zurückdenken müssen?

00:08:03: Total, total.

00:08:04: Da kann ich Ihnen unglaublich viele Geschichten erzählen.

00:08:07: das ist im Gefängnis wirklich unbeschreiblich was da passiert also teilweise natürlich man kommt natürlich nicht an alle dran.

00:08:13: es ist faszinierend was die Leute für ein Weg machen und ich muss dazugeben ich tue diese Menschen auch.

00:08:17: meistens hört sich jetzt bescheuert.

00:08:19: dann verehr' ich sie sozusagen was die für einen unglaublichen Weg machen weil natürlich der Großteil von allen neunzig Prozent der gefängnisinsassen sind darin Weil sie aus schlechten Vierteln kommen, aus armen Familien, Ausgegliederten oder aus Menschen.

00:08:33: die hat wie gesagt nicht die gleichen Chancen haben die ich gehabt habe in meinem Leben.

00:08:37: Und so automatisch da reinrutschen.

00:08:38: also der Vater war auch schon fast nicht Alkoholiker und er hat auch schon Drogen gedealt oder war auch im Gefängnis.

00:08:44: das geht dann immer so weiter.

00:08:45: Die sehen überhaupt kein Licht im Tunnel für dieses sozusagen.

00:08:48: ihr Leben ist halt so Und dann kannst du ihn wirklich an die völlig neuen Horizont zeigen.

00:08:54: Das ist unglaublich faszinierend, weil du hast unglaublich viel Zeit mit denen und kannst eben unglaublich tiefgreifende Gespräche führen mit diesen Menschen.

00:09:02: Die lassen dann auch alles raus und alles los was in ihrem Innern alles quillt und tut und macht.

00:09:08: Also einen richtigen Befreiungsschlag wenn sie dir die ganzen Geschichten erzählen können.

00:09:12: Ich habe wie gesagt Behälter gehabt ich hab Taufen gehabt Ich habe Leute gehabt, die eine unglaubliche Beichte mit mir abgelegt haben.

00:09:19: Die wirklich alles rausgelassen haben ihre gesamte Aggressionen und Leute umgebracht haben.

00:09:23: ich weiß nicht alles mögliche die brutalsten Dinge.

00:09:26: Und wenn sie immer einmal alles rauslassen vor Gott dann ist das wie für ihn eine Befreiung.

00:09:30: Das sind wie neue Menschen und ich hab mich mit vielen Gefängnissen bis heute noch total in Kontakt.

00:09:36: Den hast du einmal irgendwie in den Christus näher gebracht Dann sind dir dankbar ihr Leben lang.

00:09:41: Ich habe einen aus Almeria zum Beispiel, der ist Koch und er kommt immer aus einer brutalen Familie.

00:09:47: Also die Mutter ist Alkoholiker, der Vater ist früh gestorben.

00:09:50: Aus einem ziemlich brutalen Vettel auch da in Almería Und das ist aber ein ziemlich gewiefter Typ und kocht sehr gut, hat immer sehr schnell wieder Jobs gefunden.

00:09:57: Aber dann hat er sich wieder voll geguckt und hat wieder angefangen zu klauen und die Leute kaputt zu hauen.

00:10:02: so ungefähr Ja, im Gefängnis kennengelernt und dann haben wir ihn auch aufgenommen.

00:10:08: Wir haben ja gesagt auf Aufnahmehäuser bei uns wo ihm Leute hin können die nirgendwo hin können also die lieber nicht nach Hause sollten sondern irgendwo anders anfangen.

00:10:15: die fangen dann bei uns an Und die begleiten wir.

00:10:17: und der eben, ja mit dem bis heute ein Engstverhältnis.

00:10:20: Der ist inzwischen verheiratet mit einer Venezuelanerin, haben eine kleine Bahn, einen kleinen Sohn und wollen jetzt auch... Die haben waren natürlich nicht verheeratet wie gesagt aber jetzt wollen sie immer heiraten und wollen dass ich sie verheierate.

00:10:30: Aber ich kann natürlich gar nicht gehen.

00:10:32: Ich habe keine Zeit, aber irgendwie schön, ne?

00:10:34: Dass Sie mir das vorgeschlagen haben ob ich es hier nicht verherraten kann.

00:10:37: also da hab' ich tun den lang solche Leute mit denen du deinem Legion weil die hat niemanden haben, die haben nur uns so ungefähr.

00:10:43: Sie hören Weltkirch aktuell bei Radio Horeb und Radio Maria.

00:10:47: Gleich wechseln wir mit Pater Antonio von Elverfeld den Kontinent, nach twenty-fünf Jahren als Gefängnisseelsorger in Spanien erzählte uns dann, warum ihn sein Weg schließlich nach Marokko geführt hat.

00:11:05: Im Studio von Kirche in Not begleiten wir sie heute nach Marokko.

00:11:11: Hören Sie nun wie Pater Antonio von Elverfeld die kleine Kirche, in diesem muslimisch geprägten Land erlebt und warum gerade Migranten ihr Gesicht prägen!

00:11:23: Das also war ihre Tätigkeit für fünfundzwanzig Jahre.

00:11:28: Jetzt sind sie schon bereits seit fünf Jahren in Marokko als Seelsorger tätig, der Weg von Spanien nach Marokco ist geografisch natürlich nicht so weit aber ihre Aufgaben werden ja jetzt ganz andere sein.

00:11:42: Wie ist es denn dazu gekommen dass Sie nach Maroko gegangen sind?

00:11:46: Eigentlich war das schon lange mein Wunsch, also wie ich die Trinitarien kennengelernt habe.

00:11:51: Ich hab dir gesagt in Deutschland kennengelernet aber habe ich gesagt es waren alles Spanier.

00:11:54: Das heißt ich bin in Spanien in den Orden eingetreten und habe dort auch Theologie, Philosophie studiert und alles.

00:11:59: Und das war eben in nineteen siebenundneunzig da hatten wir um unsere achthundert Jahrfeier und es sollte eben gegründet werden ein Haus im Sudan weil's im Sudan ins Gnadenhandel gab.

00:12:11: Da war das Sudan noch ein großes Land und noch keine zwei Länder Zwar in einem Bürgerkrieg und da gab es richtig echten Sklavenhandel, so richtige Märkte wo man Sklaben kaufen konnte.

00:12:19: Und ich mein Wunsch war eigentlich immer nach Sudan zu kommen aber ich musste mir natürlich sieben Jahre ausbilden Ich konnte einfach zack in den Suddalen sondern ich mussten erstmal meinen Noviziat machen, mein Studium machen und so weiter sofort.

00:12:29: Aber ich wollte immer schon nach Afrika und ich hinde eben vor fünf Jahren war ich eben nicht mal in der Regierung als jeder von uns ist auch mal in die Regierung weil wir alle drei jahre immer wieder Kapitel haben wie dann neu gewählt wird war ich mir in der spanischen Regierung.

00:12:42: Da wurde uns eben offeriert vom Bischof von Tanga, der brauchte eben eine Gemeinschaft hier für Marokko.

00:12:47: Wo ihm eine Pfarrei im Leer stand und wir haben ja gesagt in Südspanien wo ich eben um zwanzig Jahre tätig war haben wir eben Gefängnisarbeit.

00:12:55: aber wir hatten immer auch Aufnahmehäuser für Gefängensin Sassen und aber eben auch für Migranten.

00:13:00: wie das losging mit dem Migration in Spanien haben wir Teile von unseren Häusern auch zur Für Migrantenzufügung gestellt Und wir wollten eben immer auf die andere Seite vom Meer kommen.

00:13:08: Wir haben immer nur die Migrantinnen empfangen wie sie nach Spanier kam von der anderen Seite die Sache gesehen hat, wie die Afrikaner da in den Norden von Marokko kommen und wie sie dann übers Meer gehen und diese ganzen Geschichten.

00:13:20: Und der Bischof hat uns das eben vorgeschlagen.

00:13:22: Dann haben wir ihm gesagt, wenn Brüder von uns sich bereit erklären übernehmen wir dieses Haus.

00:13:29: Das war eben vor neun Jahren gewesen nicht vor fünf, was sag ich?

00:13:31: Vor neun Jahre.

00:13:32: Und dann für fünf Jahren bin ich hier rübergekommen weil im Einbruder, der hatte es hier nicht ausgehalten, weil er erstens keine Sprachen konnte Und zweitens wirst du halt dich von der Polizei ständig beobachtet und musst ihm alles genau erzählen, das hat er nicht ausgehalten.

00:13:46: Deswegen habe ich dann mit ihm gewechselt einfach und bin endlich in Afrika.

00:13:49: Das war immer schon mein Traum gewesen also... Ich wollte eigentlich nach Schwarz-Afrika und nicht im Norden aber wie gesagt ist ja immerhin auch schon in Afrika.

00:13:55: Also eben alle Leute die bei uns in den Kirchen kommen und alle Migranten sind alles eben Sub-Saharanos, also alle Leute aus dem Sub-sahara Gebieten.

00:14:03: Es gibt ja keine maukanischen Christen.

00:14:05: wirklich außerheimlich natürlich!

00:14:07: Genau, da wollte ich jetzt mal eben einhaken.

00:14:10: Wer sind denn überhaupt Christen in Marokko?

00:14:14: Sind das wirklich nur Migranten?

00:14:17: oder gibt es da auch noch so Reste aus der französischen Kolonialzeit oder eben auch Menschen die sich frei dafür entscheiden können?

00:14:26: Ja also es gab natürlich hier die Geschichte wie gesagt in Maroko weil ja wie gesagt spanisches und franzöisch protektorat bis in die fünftiger Jahre.

00:14:35: Im Norden, was jetzt unsere Diözese ist, Tanga, die ganze Nordküste das war eben spanisch.

00:14:40: aber eigentlich der Großteil Marokko war französisch und dann wieder das Westerhaar-Gebiet war wieder spanisch Und da gibt es noch so Reste.

00:14:47: also es gibt eben noch spanische Schulen hier zum Beispiel mit Lehrern.

00:14:51: Es gibt nur einige die hier geblieben sind Also Franzosen oder Spanier die früher mal hier geboren sind einfach hier gebleiben sind Aber das wird immer weniger.

00:14:59: Also der Großteil, wirklich, ninety-fünfundneunzig Prozent unserer Kirchgänger sind Schwarzafrikaner.

00:15:04: Aber man muss eben unterscheiden.

00:15:06: es gibt eben schwarzafrikanische Migranten.

00:15:08: eben das sind Leute aus armen Verhältnissen oder die aus Kriegen oder Konflikten kommen, die hier auf den Straßen versuchen zu überleben weil sie eben keine Papiere haben und auch keine Papier bekommen von der marokanischen Seite Und da sind mit die Migrantinnen eben.

00:15:23: und dann geht's aber eben die Studenten.

00:15:25: Es gibt ganz viele schwarz afrikanisch studenten die in Marokko studieren Weil die Unis hier besser sind.

00:15:31: Und weil der König von Marokko auch das unglaublich promoviert, also der gibt denen, wenn man das für Studenten Stipendien, der gibt den Stipedian damit sie hier studieren.

00:15:41: Weil er eben das afrikanische Verbindung zwischen verschiedenen Ländern verbessern will, der Könige.

00:15:47: Der will eben dass Afrika unter sich besser zu Recht kommt und nicht mehr so sehr von Afrika, sondern Europa und USA und China und Russland abhängt.

00:15:55: haben wir eh nicht, ich weiß nicht.

00:15:55: Fünfundneunzig Prozent oder Kirchgänger sind eben zwischen einundzwanzig und sechsundzwantig und sind alle Studenten.

00:16:02: Und die kommen aus allen Mürchenländern.

00:16:04: Die kommen immer aus Elfenbeinküste, aus Ghana, aus Botswana, aus allen München versteht sie zum Kongo, aus Guinea, aus Dogo, aus ganz verschiedenen Ländern und studieren hier eben.

00:16:17: Und diese kommen bei uns in der Kirche.

00:16:19: Wie muss man sich denn unter diesen Verhältnissen ein Gemeindeleben vorstellen?

00:16:24: und was sind konkret Ihre Aufgaben in diesem Zusammenhang?

00:16:28: Ja eben, es ist etwas völlig anderes wie eine normale Pfarrerei in Europa natürlich.

00:16:33: Wir sind natürlich eine ganz kleine Gruppe also wir sind ja auch.

00:16:36: wo ich hier bin ist noch ein kleines Städtchen.

00:16:37: das heißt die sind nicht viele Unis, nicht sehr viele Unies Das haben wir hier um die vierzig-fünfzig Studenten bei uns in der Pfarrrei, das war's mehr ist es nicht.

00:16:45: aber wenn du dich in die großen Städte gehst da sind die Kirchen überfüllt Da gibt´s dann tausende Also Marrakesco, Dein Casablanca und dein Faes Mcnays Tanga das ist dann voll.

00:16:54: die Kirche bis oben hin Bei uns ist natürlich gemütlicher ist eben derjenige, dass wir die ihm begleiten.

00:17:00: Das sind Leute, die kommen aus ihren Ländern wo eigentlich sie das nicht kennen in einer muslimischen Welt zu leben.

00:17:08: und außerdem in den meisten Teilen Schwarz-Afrikas ist es ja auch so, dass die Muslime und Christen nach wie vor friedlich miteinander leben.

00:17:16: also ich kenne sehr viele Studenten von mir, die katholisch sind und Familienfamilien angörigen.

00:17:20: von denen sind Muslime Die kennen ihm nicht.

00:17:24: diese Sache von wegen, dass man jetzt in einem Land ist wo eben alles muslimisch ist und eine Kommilitone der Uni dann irgendwann eben die sagen zu lieber wenn du ja irgendwie was werden willst musst du Muslime werden als Christ kannst es vergessen.

00:17:37: Und die sind dann konfrontiert mit solchen Diskussionen, wo sie gar nicht wissen wie sie darauf eingehen sollen.

00:17:41: Wir versuchen eben sozusagen Sie zu begleiten erst mal in Ihrem Glauben sich zu stärken und ihnen auch so eine Art Zuhause zu geben in der Kirche.

00:17:49: Das ist ja nicht nur einfach in die heilige Messe oder zur Anbetung oder zum Gebet oder zur Beichte kommen sondern eben auch einen Ansprechpartner haben weil wir kennen uns ein bisschen aus.

00:18:00: Was ist eigentlich mit dem Islam auf sich hat, was die Unterschiede sind?

00:18:03: Was uns Christen eigentlich ausmacht und diese ganzen Sachen.

00:18:06: Das ist so zu was wir machen.

00:18:08: Ja, Mission ist natürlich in einem muslimischen Land sehr schwer möglich.

00:18:13: Man spricht ja immer vom Leben durch das Zeugnis und das Evangelium eben bekennen.

00:18:20: Und Sie sagten gerade des Verhältnisses eigentlich

00:18:23: gut

00:18:23: zu den Muslime.

00:18:25: werden denn da auch Fragen gestellt?

00:18:28: Kommt es da zu einem Austausch?

00:18:30: Strahlen sie als Christen da etwas aus was Fragen aufwirft?

00:18:35: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

00:18:36: Vor allem hier ganz besonders bei uns in diesem kleinen Städtchen eben wie gesagt das hat hier so vierzigtausend Einwohner da kennt ja jeder jeden eigentlich und wir sind natürlich total bekannt weil unsere Kirche sind inmitten in der Stadt und wir fallen natürlich auf.

00:18:47: ich als großer deutscher Blonder und dann noch in Spanien noch in Afrikaner also drei verschiedene farbige Menschen.

00:18:54: Wir fallen jetzt ziemlich auf und man kennt uns Und wir haben natürlich auch Freunde, man hat Freunde die einen einladen zu sich nach Hause zum Geburtstag ihre Kinder oder zum Ramadan abends essen oder was immer.

00:19:04: Also Muslime mit den Freunden für uns sind der eine denn der Bank arbeitet er uns unglaublich hilft bei der Bank seine Kinder, wenn die Geburtstag kam, lädt er uns immer ein und dann führst du nicht Gespräche.

00:19:15: Aber was wir natürlich machen müssen... Wir fragen!

00:19:18: Wir wollen von ihnen wissen und wir erzählen aber von uns nur ihn so werden.

00:19:24: Wir können ihm nicht alles erzählen.

00:19:25: also es ist eben nicht wie gesagt nicht erlaubt zu sagen Christus is Gottes Sohn weil der dann sofort Gefahr... Du willst dir jetzt überzeugen?

00:19:34: Und dann kannst du hier rausfliegen.

00:19:36: Das kann relativ schnell gehen.

00:19:38: Also wir müssen immer relativ vorsichtig sein, aber es gibt natürlich immer wieder alle irgendwelche Geschichten zum Beispiel unsere Kirchentüte hier immer offen.

00:19:44: Es ist ja jeder willkommen bei uns in der Kirche und es kommen immer wieder vereinzelt Leute die sagen Ja wir wollen Christen werden.

00:19:51: Ich habe überlegt ich hab eine Erscheinung gehabt oder so war oder irgend sowas Und da musst du dir ziemlich vorsichtig vorgehen.

00:19:56: also das Relativ selten sind es dann Menschen, die wirklich eine Verkehrung haben.

00:20:02: Meistens sind Leute, die einen denken, dass der Pfarr gibt ihnen ein Visum und dort können sie in Europa reinkommen.

00:20:07: oder sie denken jetzt hol ich bei denen was raus?

00:20:10: Und dann sehe ich das im Polizisten, da gibt er ein bisschen Geld dafür.

00:20:13: so Also so halbe Spice, würde ich mal sagen.

00:20:16: Also man muss immer ganz vorsichtig vorgehen.

00:20:18: wenn die Leute hier ankommen dann sagt man erst ja ich habe jetzt immer keine Zeit können auch ausmachen für nächste Woche und da nochmal reden und dann musst du das ein bisschen hinhalten.

00:20:25: dann merkst du ob wirklich was dahinter steckt oder nicht ob wirklich jemand ein wirkliches Interesse hat an einer Bekehrung.

00:20:32: und wenn es dann wirklich stattfindet also wenn es wirklich der Fall ist dass jemand wirklich Christ werden will dann müssen wir meistens eben Ja, an einen anderen Ort schicken.

00:20:41: Weil eben in seinem eigenen Ort und seine eigene Familie ist es relativ gefährlich.

00:20:45: also

00:20:46: das kann

00:20:46: schlecht ausgehen.

00:20:48: Sie hören Weltkirch aktuell bei Radio Horeb und Radio Maria.

00:20:53: Nach der Musik sprechen wir über die Menschen, die den Alltag der Kirche in Marokko besonders prägen Migranten aus den Ländern südlich der Sahara Und über die Schicksale den Vater Antonio Tag für Tag begegnet.

00:21:11: Radio Horeb, ihre christliche Stimme in Deutschland – schön dass Sie wieder eingeschaltet haben bei Weltkirche aktuell!

00:21:19: Im Mittelpunkt unserer Sendung über Marokko stehen jetzt die Migranten, die in Marokco oft zwischen hoffen und warten leben… Und die für unseren Gast Pater Antonio weit mehr sind als eine gesellschaftliche Herausforderung.

00:21:38: und einer unverlierbaren Würde.

00:21:58: internationale Politik einfach nur noch gegen Migranten ist, habe ich jetzt die letzten fünf Jahre hier bin.

00:22:04: wirklich wird es immer schlimmer.

00:22:05: Das sind Menschen meistens ganz einfache Menschen.

00:22:08: wir haben hier bei uns in der Gegend meistens aus Reifenbeinküste also Côte d'Ivoire und das sind ganz einfacher Leute vom Land die meistens gar nicht schreiben und lesen können, die halt geschafft haben über Monat sich hier hoch zu arbeiten und dann hier eben ja gegenüber von Spanien sitzen und denken jetzt haben sie's geschafft und das stimmt halt überhaupt gar nicht und die sitzen halt hier betteln auf der Straße, weil sie eben keine Rechte haben.

00:22:30: Sie können keine Arbeit annehmen, sie können keine erste Wohnung mieten, sie kann auch nicht ins Krankenhaus gehen und dafür müssen wir helfen, da müssen wir ihnen

00:22:39: beistehen.".

00:22:41: Und eben die Kirche sind sozusagen für die, wie so Embassy ist.

00:22:44: Also wir als Botschaften können bei uns in die Kirchen kommen und haben sie eben ihre Ruder, werden sie von der Polizei nicht verfolgt.

00:22:51: Wir versuchen halt mit unseren Teams, wir haben wirklich professionelle Teams.

00:22:55: Wir haben auch Krankenschwestern und Psychologen, Leute, die sich im Recht internationalem Recht auskennen und versuchen denen weiterzuhelfen.

00:23:01: Das ist aber wahnsinnig schwierig weil es meistens sehr einfache Menschen sind.

00:23:05: Aber das sind unglaubliche Helden für mich.

00:23:06: also wie die da schaffen das alles zu überleben.

00:23:08: ich sage immer Eine Woche in ihrer Haut wäre ich schon tot, so ungefähr.

00:23:12: Ich würde das überhaupt nicht überleben, dass die alles da durchmachen.

00:23:15: Ich wollte gerade sagen, das sind ja im Großteil Menschen, die alles hinter sich gelassen haben.

00:23:21: Ihre Heimat, ihre Familie, ihre ganze Kultur und ihre ganze Vergangenheit.

00:23:27: ist das etwas was auch sie beeindruckt?

00:23:29: Dieser Glaube dieser Hoffnung, die die Menschen haben?

00:23:33: Ja unbeschreiblich.

00:23:34: also.

00:23:35: von den Menschen kann man unglaublich viel lernen.

00:23:37: Ich sag ja, wenn die kommen hier in die Kirche zum Beispiel.

00:23:40: Mir sind letzte Zeit haben wir wahnsinnig viele Frauen und Kleinkindern.

00:23:43: Weil die Männer alle versuchen jetzt über Tunesien reinzukommen weil es da billiger ist.

00:23:47: Naja... Und die kommen herein in der Kirche!

00:23:49: Dann sagst du guten Morgen wie geht's?

00:23:50: Das ist eine typische afrikanische Rituale wird erstmal gesagt mir gehts bestens alles gut ein großes Grinsen und erst nach einer Stunde kriegst Du dann raus was eigentlich los ist.

00:23:59: Die haben meistens ganz brutale Geschichten zu erzählen Und es ist halt immer so, dass sie wirklich die Leben auf der Straße und jeden Moment kann passieren.

00:24:07: Dass die Polizei sehr aufsammelt den Bus steckt und in die Sahara schmeißt.

00:24:11: Da müssen Sie wieder hochstapfen.

00:24:13: Also das kann jeden Moment passieren!

00:24:15: Und trotzdem haben die einfachen Lebenswillen und versuchen durchzukommen.

00:24:18: Das ist unglaublich... Sie versuchen da weiter zu kämpfen und weiterzumachen.

00:24:22: Und dann sagen sie, jetzt können sie eben gar nicht raus hier, weil hier ist die Grenze so brutal inzwischen mit Drohnen und ich weiß nicht was beobachtet hat, dass sie überhaupt keine Chance mehr haben irgendwie rüberzukommen.

00:24:33: Müssen sie jetzt hier irgendwie ihr Leben meistern?

00:24:35: Aber sie können es eigentlich gar nicht, wenn sie überhaupt eine Legalität hier haben.

00:24:39: Aber trotzdem wird hier weitergemacht.

00:24:41: also schon unglaublich.

00:24:44: Also wirklich beeindruckende Menschen!

00:24:48: Ich kann mir vorstellen, Pater Antonio.

00:24:50: Dass sie einerseits durch dieser Art der Seelsorge am Limit sozusagen und andererseits natürlich durch das Leben in einer extremen Minderheiten Situation unter Muslimen auch extrem in ihrem Glauben selbst herausgefordert wurden hat die Zeit in Marokko Die letzten Jahre.

00:25:13: hat er schon ihren eigenen Glaubengeprägt oder gar verändert?

00:25:17: Ich würde sagen, auf jeden Fall.

00:25:19: Also das allererste was mir passiert ist wie ich hergekommen bin weil im ersten paar Monate kann man ja nicht viel tun weil muss erst mal ein bisschen hören und sehen wie das hier ist also gar nicht so einfach hier direkt loszulegen.

00:25:30: Und ich kann mich erinnern, dass sich innerlich eine totale Bekehrung hatte.

00:25:33: Weil du eben hier in allen muslimischen Ländern wett ihr fünfmal zum Gebet gerufen, Allah kommt die ganze Zeit vor inschallah hamdulillah.

00:25:42: also das ist Gott ist total präsent.

00:25:44: also ihr Gott Allah natürlich aber du kommst natürlich automatisch auf dein Gott Du wirst die ganze Zeit daran erinnert.

00:25:52: Ich muss zugegeben, ich habe mein Gebetskleben wieder völlig aufgeblüht aufs Neue und habe mich wieder von aller Heilige gesetzstunden lang gemerkt, wie intensiv sie hier in Glauben leben!

00:26:03: Da haben wir natürlich auch unseren Heilige Charles de Foucault, der ganz berühmt ist.

00:26:07: Der ja unser Hauptpatron hier ist in Marokko und auch in Algerien, der eben ein französisches Soldat war und sich auch hier bekehrt hat und dann hier Priester wurde und ganz alleine unter den muslimen lebte aber eben ganz intensiv sein Priestertum lebte weil die ihn sozusagen bekehrten dazu ohne dass sie natürlich irgendwas mit Christus zu tun haben wollen.

00:26:25: aber durch ihr eigenes ausstrahlen, merkst du dass du deine eigene Religion ja mal wieder aufpeppeln solltest ungefähr.

00:26:35: Also das war faszinierend.

00:26:36: und dann auf der anderen Seite natürlich kriegst du nicht immer mehr mit vom Islam und merkst halt auch immer mehr was eigentlich für ein großer Unterschied zwischen uns beiden ist, uns beiden Religionen also dass das Christentum schon radikal anders ist als der Islam.

00:26:50: und das sind natürlich dann wieder Punkte wo du sagst die junge Junge Es wäre doch schon so schön, wenn sich mehr bekehren würden zu Christus ungefähr.

00:26:58: Ja und damit sind wir schon beim Ausblick in die Zukunft.

00:27:03: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten für diese kleine Kirche in Marokko Für Ihre Schützlinge auch für die Migranten Welcher wäre das?

00:27:14: Und wie sehen sie die Zukunft des Christentums in Maroko?

00:27:19: Wir sind eben, wie Sie von ganz Anfang an sehr gut gesagt haben Wir sind sehr wenige Aber wir haben eine wichtige Message hier.

00:27:25: Und ich glaube sogar eben, ja von oben also der König von Marokko ist da auch mit einverstanden deswegen, der uns auch hier beibehalten dass wir hier bleiben weil wir strahlen was aus und wir sind auch sehr gut anerkannt hier.

00:27:36: aber gleichzeitig werden wir unglaublich beobachtet und außerdem wie gesagt wir leben in einer absoluten Monarchie das heißt die kann alles Milche passieren gibt es keine Rechte.

00:27:44: und natürlich träumt man davon dass eben hier ja dass man hier mehr Rechte hat also dass der Migrant dass der auch der Student hier ein rechtiges Standbein haben kann und eben dieser Islam dazu lernt, brüderlich mit anderen zu leben.

00:28:02: Also wie soll ich sagen?

00:28:03: Dass da einfach mehr Freiheit hier ausgeübt werden kann und man nicht so eingesperrt hier eigentlich ist ein bisschen.

00:28:10: Das wäre mein Wunsch!

00:28:12: Arta Antonio von Elverfeld herzlichen Dank für dieses starke Zeugnis Aus dem Gefängnis aus Marokko und auch aus einer Weltkirche, die oft dort am lebendigsten ist wo Menschen am meisten ringen müssen.

00:28:27: Vergelts Gott!

00:28:29: Vielen vielen Dank Ihnen!

00:28:30: Gott schütze Sie!

00:28:32: Vater Antonio von Elverfeld war das Trinitarier-und Seelsorger im Norden Marokkos Und wie eingangs erwähnt wurde dieses Interview bereits vor den dramatischen Ereignissen An der Grenze zur spanischen Extlave Ceuta aufgezeichnet und deshalb habe ich Pater Antonio anschließend noch einmal um eine aktuelle Einschätzung gebeten.

00:28:58: Hören Sie nun seine

00:29:02: Antwort!

00:29:14: Hauptsache die junge Leute, aber auch eben Frauen und kleinen Kindern.

00:29:17: Wir wissen inzwischen, dass es sehr viel Tote gegeben hat.

00:29:20: ist ein schreckliches Ereignis Und das Spiel geht wieder!

00:29:23: Die Situation der Welt Der Mensch ist zum Spielball verursacht Angst.

00:29:31: In der Stadt gab's Angst Es war alles zu.

00:29:33: Keiner hat mit den Menschen getraut sich auseinanderzusetzen Außer die Kirche und zwei oder drei Organisationen Weil sie eben so viele Menschen waren, die da kamen, dass man einfach Angst bekam.

00:29:43: Aber es geht eben um jeden einzelnen Mensch, wie gesagt.

00:29:46: Und wir haben unser Hauptziel sind immer die Sub-Saharianer also die Leute nicht Marokkaner oder Marokkana haben ja alle recht in Marokko und Sub-saharanern hat eben keine Recht in Maroko.

00:29:56: der muss eben wenn er darüber kommt da drüben bleiben.

00:29:59: so gut wie's geht dann kann auch nicht mehr zurück.

00:30:01: und die Marokkarne eben.

00:30:03: Wie gesagt hier gibt es sehr viele die natürlich für sich nöte haben.

00:30:08: Es ist ein Spanien und Besserheiten.

00:30:09: aber sie sehen doch dieses Geschreie von wegen Europas hat es toll und uns alles schrecklich.

00:30:14: Und da rüpft man einfach rüber, und sind deswegen auch viele wieder zurückgegangen.

00:30:19: Es wird eben politisch mit Menschen gespielt.

00:30:22: Der Mensch sollte doch nach wie vor der Mittelpunkt sein.

00:30:26: Jeder einzelne Mensch hat einen Willen, hat eine Geschichte, ein Ort wo er herkommt oder hin will.

00:30:32: Das ist so wichtig dass man mit jedem einzelnen Menschen spricht und klare Antworten gibt.

00:30:38: Viele Menschen können in Marokko ein gutes Leben haben.

00:30:42: Man muss hier noch helfen, das zu haben und in Europa genau dass gleiche.

00:30:45: Aber dieses Grenzspiel ist wie gesagt spiegelt wieder was in der Welt passiert Die Würde des Menschen, was der Mittelpunkt sein sollte alle unserer Handlungen weil jedem jeder Mensch ein Kind Gottes ist egal woher kommt, egal was er denkt fühlt und glaubt.

00:31:00: aber da spiegelte ich hier wieder an diesem Ereignis Wo wirklich Schreckliches passiert ist nur weil eben Die gehnesten Mal kurz aufgemacht wurden oder eben einer mal gesagt hat so jetzt, lass uns einfach mal da rein kurz.

00:31:13: Also gut schütze sie alle und ich hoffe das wir daraus

00:31:16: lernen.".

00:31:17: Soweit Partha Antonio von Elverfeld eine Stimme die Augenzeuge war der Ereignisse von Ceuta.

00:31:26: Vom äußersten Süden Europas blicken wir nun auf den Irak.

00:31:31: Dort hat die Regierung angekündigt, die Rückkehr christlicher Familien gezielt fördern zu wollen!

00:31:38: Wie das zu bewerten ist bespreche ich jetzt mit Florian Ribka dem Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland.

00:31:46: Herzlich Willkommen

00:31:48: Hallo Herr Nicky Wöhner

00:31:50: Herr Ribka der Irak galt lange sozusagen als Sinnbild für die Vertreibung der Christen aus dem Nahen Osten.

00:31:58: Nun wird ausgerechnet dieses Land zunehmend als Hoffnungsgeschichte beschrieben, wie ist diese Entwicklung gelungen?

00:32:06: Nun im Irak haben wir ja die sogenannte Ninivebene.

00:32:10: das ist ja bekannt aus der Bibel von Jonah Die ist vornehmlich christlich.

00:32:15: Dort hatte damals vor über zehn Jahren der sogenannte islamische Staat besonders hart zugeschlagen, die Leute von dort sind geflohen aber es ist auch eine Art Rückkehr passiert.

00:32:26: Also das heißt, da ist wirklich eine große Erfolgsgeschichte dahinter.

00:32:30: sehr viele Familien, sehr viele Menschen die da geflohen sind, viele Christen auch konnten wieder zurückkehren und das ist natürlich eine große Sache.

00:32:38: ja denn damals hat Kirche in Not mit vielen anderen Hilfswerken zusammen Kirchen und Häuser und Schulen aufgebaut.

00:32:45: und ganz interessant war es auch weil uns die Iraker die christlichen Familien gesagt haben bitte baut zuerst unsere Kirchen auf und dann unsere Häuser den.

00:32:53: dort findet unser echtes Leben statt.

00:32:56: Dort wird getauft, dort wird verheiratet, dort werden auch das Regium gelesen.

00:33:00: also ganz interessant die Rückkehrer wollten zuerst die Kirchen aufgebaut haben was halt dort geschafft wurde.

00:33:06: es gab Zukunftsperspektiven und nicht nur reine Nothilfe wie überall.

00:33:11: kirche not arbeitet ja eng mit den ortskirchen zusammen und auch das führt zu einer ganz tiefen Verwurzelung.

00:33:16: Ja und jetzt ganz aktuell gibt's wieder ein positives Zeichen denn die Regierung selbst hat angekündigt oder auch schon Schritte eingeleitet, das noch mal von der offiziellen und politischen Seite zu unterstützen.

00:33:31: Das ist natürlich ein großer Sicherheitsanker.

00:33:33: Das sorgt für sehr viel Verlässlichkeit.

00:33:37: Denn was die zurückkehrenden Familien und Menschen wollen sind sicherheit- und Zukunftsperspektiven.

00:33:43: Und wenn dann jetzt der Staat sich in den letzten Jahren auf zurückgehalten hat, um es vorsichtig auszudrücken.

00:33:51: Jetzt mit einsteigt verstärkt das dieses positive.

00:33:53: dann natürlich noch einmal

00:33:55: Der Irak zeigt aber auch, es genügt nicht wenn Religionsfreiheit nur auf dem Papier steht.

00:34:02: Die Menschen müssen sich auch im Alltag sicher fühlen und als gleichberechtigte Bürger akzeptiert werden.

00:34:09: Ist das aus Ihrer Sicht oft die eigentliche Herausforderung?

00:34:13: Dass Nicht-die-Gesetze das Problem sind sondern dass gesellschaftliche umfällt?

00:34:19: Ja, das ist richtig!

00:34:19: Und wir haben auch schon gehört dass es nicht zu so einem solchen Frieden und guten Zusammenleben gekommen ist.

00:34:27: Seit diesem, ich nenn's jetzt mal Krieg oder seit dem Konflikt, diese Wunden sind nicht geheilt.

00:34:33: Viele haben mitbekommen, dass ehemalige Nachbarn dann auch ihre Häuser geplündet haben.

00:34:38: Die die zurückgekehrt sind, haben wir auch oft gehört das sie in abgeschlossenen Gruppen um nicht Gettos zu sagen, jetzt zusammen leben aber kann ja auch überwunden werden.

00:34:48: Also ich möchte es da die Hoffnung auf gar keinen Fall aufgeben, denn die Grundlage ist schon auch wichtig.

00:34:55: also das heißt die Gesetze und die Rahmenbedingungen die jetzt geschaffen werden Heilen das natürlich nicht, aber ohne die geht es mit Sicherheit überhaupt nicht.

00:35:06: Also das bedeutet jetzt sind Rahmenbedingungen da und Vertrauen wurde definitiv zerstört.

00:35:11: auch ist bestimmt ein bisschen mulmiges Gefühl bei den Rückkehrern dabei Aber ich denke jetzt sind die Voraussetzungen da damit sich Die Leute wieder miteinander auseinandersetzen dass zackhaft Vertrauen wieder entsteht.

00:35:26: Das ist auch echt ein Gebetsanliegen, also dass wir wirklich beten das diese Wunde heilt und so mit Sicherheit Jahrzehnte dauern.

00:35:34: aber ich denke alles was getan werden kann sollte auch getan werden und da sind wir auf einen guten Weg.

00:35:39: deswegen ja es sieht gut aus und nein es ist noch nicht alles in bester Ordnung.

00:35:45: Herr Ribka in einem aktuellen Bericht von Kirchenot wird gefragt, ob die Entwicklung im Irak sogar ein Vorbild für Länder wie Nigeria sein könnte.

00:35:56: Denn dort leben Millionen Menschen als Binnenvertriebene weil sie vor Gewalt und Verfolgung fliehen mussten – so wie früher im Irakk.

00:36:06: Halten Sie diesen Vergleich für berechtigt?

00:36:09: Was müsste geschehen, damit auch dort eines Tages mehr Menschen in ihrer Heimat zurückkehren können?

00:36:16: Ja sie sagen es schon.

00:36:17: Also da muss erst noch was passieren, damit die Leute zurückkehern können.

00:36:21: also kann der Irak ein Vorbild für Nigeria sein.

00:36:24: ich würde sagen ja aber mit großen Einschränkungen.

00:36:27: Die Rückkehrer, ich habe es schon erwähnt, brauchen einmal Sicherheit und einmal Zukunftsperspektiven.

00:36:32: Also sie müssen einfach ihre Kinder sicher auf die Straße in die Schule schicken können Und Sie müssen sehen für unsere Kinder gibt es dort eine Zukunft.

00:36:41: Die können einen Beruf erlernen, die können eine weiterführende Schule besuchen.

00:36:45: Die kann irgendwann mal ihr eigenes Leben selbst stemmen.

00:36:49: Und ganz wichtig!

00:36:50: Sie können auch ihren Glauben... also nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen jetzt ihren Glauben frei leben noch nicht zugegeben.

00:36:58: Nigeria leidet weiterhin unter großer Gewalt?

00:37:01: Und die Vertreibungsgründe sind ja nicht beendet.

00:37:03: Im Irak ist es schon viel, viel besser.

00:37:06: Jetzt langfristige Hilfe, Infrastruktur all diese Sachen alles liegt da am Boden.

00:37:11: also wir sind einfach noch nicht so weit dazu sagen jetzt ist mal Friede eingekehrt und jetzt gucken wir mal wie's wie wir wieder die Leute zurückbringen.

00:37:20: Da is'n doch kein Friede eingekährt, da ist noch ziemliches Chaos das auch unterschiedlich bewertet wird von unseren Projektpartnern.

00:37:26: Die einen sagen Es ist ne Islamistische Agenda die dahinter steht.

00:37:31: das sind wirtschaftliche Gründe und Wahrheit ist vermutlich, dass es eine Gemengelage aus allem ist.

00:37:36: Aber auch hier gilt man braucht erst Sicherheit dann wirtschaftlichen Perspektiven und langsam der Ausbau von Vertrauen.

00:37:45: Ja!

00:37:45: Wir werden diese Entwicklung im Irak in dieser Sendung weiter verfolgen und sicherlich auch im Gebet begleiten.

00:37:54: Vielen Dank Herr Rippger für die aktuelle Einschätzung.

00:37:58: Ich danke Ihnen Herr Negewinner.

00:37:59: Das war Weltkirche aktuell bei Radio Horeb und Radium Ria, heute mit dem Blick auf Marokko und den Irak.

00:38:08: Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache.

00:38:12: Kirchenot präsentiert sich ab sofort mit einer neuen Internetseite – übersichtlich modern und mit vielen neuen Möglichkeiten zum Mitmachen!

00:38:23: Dort erfahren Sie unter anderem, wie sie unsere Ausstellungen über verfolgte Christen kostenlos ausleihen.

00:38:31: Sich ehrenamtlich engagieren oder mit einem Messstipendium einen von mehr als vierzigtausend Priestern weltweit in seinem Dienst unterstützen können.

00:38:42: Schauen Sie doch mal vorbei unter der vertrauten Adresse im neuen Gewand www.kircheinnotde.

00:38:51: Ich wünsche Ihnen allen eine Gesegnete Woche auf Wiederhören und Gottessegen.

00:38:56: am Mikrofon verabschiedet sich ihr Volker Nigewöhner.

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