Südkorea ein Jahr vor dem Weltjagendtag; Kirche in Not: So helfen Mess-Stipendien der Weltkirche

Shownotes

Die Themen:

  • Südkorea ein Jahr vor dem Katholikentag - Mit Diakon Dr. Edgar Krumpen, Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken in Südkorea

- So helfen Mess-Stipendien der Weltkirche

Erstausstrahlung: 2. August 2026; © KIRCHE IN NOT

Südkorea rückt in den Mittelpunkt der Weltkirche: In gut einem Jahr findet in Seoul der Weltjugendtag 2027 statt. Eine Million junge Katholiken aus aller Welt werden erwartet. Doch wie bereitet sich die Kirche vor Ort auf dieses Großereignis vor? Was erwartet die Pilger? Und was macht die katholische Kirche in Südkorea heute aus? Darüber spricht Volker Niggewöhner mit Diakon Dr. Edgar Krumpen, dem Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken in Südkorea.

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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Weltkirche aktuell hier bei Radio Horeb und Radio Maria Schweiz.

00:00:06: Aus dem Studio von Kirche Not in München begrüßt sie Volker Nigewöner!

00:00:11: Heute blicken wir nach Südkorea, in ein Land zwischen High-Tech Traditionen und wachsender internationaler Aufmerksamkeit Denn in gut einem Jahr wird dort der Weltjugentag.

00:00:28: Hunderttausende junge Katholiken aus aller Welt werden dann nach Seoul reisen.

00:00:34: Doch was erwartet die Pilge eigentlich?

00:00:37: Wie erlebt die katholische Kirche in Korea diese Vorbereitungszeit und was kann die Weltkirche vielleicht sogar aus Südkorea mit nach Hause

00:00:48: nehmen?!

00:00:49: Darüber spreche ich heute mit Diakon-Doktor Edgar Krumpen.

00:00:54: Er ist Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken in Südkorea.

00:00:58: Hallo, herzlich willkommen bei Weltkirche Aktuell, Diacon Edgar!

00:01:03: Annyeonghaseyo wie wir in Korea sagen das heißt nicht nur guten Tag sondern das heißt bist du im Frieden und ich bin sehr gerne wiedergekommen zu Ihnen.

00:01:13: Ja, Diakon Edgar noch gut ein Jahr bis zum Weltjugentag in Seoul.

00:01:19: Spürt man in Südkorea schon eine besondere Stimmung oder Vorfreude?

00:01:24: Oder lässt das die Menschen eher kalt?

00:01:27: Korea ist kein katholisches Land und das hat natürlich Konsequenzen im Alltag.

00:01:35: In der innerhalb der katholischen Kirche, innerhalb des katholischen Systems wird sehr viel über Weltjugendag geredet.

00:01:41: Da wird sehr viele geplant und da gibt es auch viel Vorfreude.

00:01:44: außerhalb weiß das keiner.

00:01:46: Das ist immer wieder eine Überraschung wenn ich mit Menschen rede die jetzt nicht so kirchlich orientiert sind Und ich erzähle dann gerne nächster kommt der Papst nach Korea Dann machen die große Augen Der Papst kommt Ja, hierher nach Seoul.

00:02:04: Warum das denn?

00:02:06: Und dann habe ich eine gute Gelegenheit vom Weltjugentag zu erzählen und ich erlebte es auf verschiedenen Ebenen.

00:02:12: Ich bin sehr viel im internationalen Bereich unterwegs.

00:02:15: Meine deutschsprachige katholische Gemeinde in Korea ist Teil der sogenannten Catholic International Parish also der internationalen katholischen Fahrei die der Erzbischof von Seoul gegründet hat offiziell errichtet hat Und da sind wir verbunden mit den Franzosen und den Spanisch-Sprechenden, und den Italienern.

00:02:39: Und ecklichen anderen auch.

00:02:41: in anderen Gremien komme ich zusammen mit Priestern aus der ganzen Welt mit einem Gremium drin, das mit Jugendpastoral arbeitet oder für Jugendpasteoral arbeitet.

00:02:51: Da kommt die Priester aus China und Indonesien, Vietnam und Philippinen und Mexiko und Kenia – also ganze Welt ist da vertreten!

00:02:59: Und da ist natürlich das sehr präsent.

00:03:01: Da ist es natürlich sehr präsent, was Weltjugend kann.

00:03:05: Diakon Etkar, Sie leiten die deutschsprachige katholische Gemeinde in Seul?

00:03:11: Was sind eigentlich die Aufgaben dieser Mission und was sind Ihre persönlichen Aufgaben in Südkorea?

00:03:18: Die katholieke Auslandshilsorge hat eine ganz große Chance, die sie wahrnimmt – nämlich Menschen, die sich für deutsche Sprache deutsche Kultur, deutsche Kirche interessieren für diese Menschen einfach da zu sein.

00:03:33: Und in Südkorea zeigt sich das so dass ich da bin für Menschen die sich dafür interessieren dass ihre Kinder getauft werden oder die gerade in einem Ehrstreit sind oder die sehr einsam sind.

00:03:47: Menschen die als Touristen zu uns kommen einmal im Gottesdienst dabei sind.

00:03:52: Männchen dir als Studierende für ein Austauschsemester nach Seoul kommen und mal vielleicht in dem halben Jahr, wo sie da sind ein paar Mal zu Kirche kommen neugierig sind.

00:04:05: Was macht ihr denn hier so?

00:04:07: Menschen die also Residenz, also auch für längere Zeit schon seit zehn, zwanzig Jahre in Korea sind aus einem deutschsprachigen Land kommen oder mit einem deutschen verheiratet sind.

00:04:17: oder wir hatten letztes Jahr Menschen aus siebzehn Nationen bei uns in der Gemeinde.

00:04:23: Und damit gibt es klar, dass es nicht nur um deutschsprachige Nationen geht.

00:04:27: Sondern es geht um Menschen die Interesse haben an deutscher Sprache zum Beispiel.

00:04:31: Menschen, die nach Deutschland gehen wollen weil sie doch studieren wollen und katholisch sind und sich interessieren sagen wir wollen schon mal ein bisschen vorschnuppern und bisschen Erfahrungen sammeln wie's mit katholicer kirche.

00:04:44: so ist in deutschland.

00:04:46: Wir haben die expats die für zwei drei jahre kommen.

00:04:49: Es dauert oft etwas, bis die angekommen sind und bis sie uns entdeckt haben.

00:04:53: Und dann kommen und dann sind wir auch schon wieder weg.

00:04:56: Zu meinem Alltag gehört es dazu um jeden Sonntag um zehn Uhr in der Heiligen Messe und danach ist Kirchencafé und das ist die Gelegenheit Menschen zu erreichen.

00:05:05: Zum einen im Gottesdienst die Menschen, die zu uns in die Kirche kommen.

00:05:09: gleichzeitig streamen wir über YouTube und erreichen manchmal über hundert Leute, die sich zuschalten.

00:05:18: Also mache ich bei jedem Gottesdienst, da ist ja dann im Schluss einladet zum Köchencafé und dann gehen wir auch hinüber über den Parkplatz in unseren Gemeindesaal.

00:05:24: Und dann kommen wir ins Gespräch mit diesen Leuten und die Menschen, die über YouTube dabei waren, die manchmal melden sich über Telefon oder Messenger oder E-Mail oder so und sagen achja, wäre doch mal schön könnt ihr mal vorbeikommen.

00:05:44: buntes Feld.

00:05:45: Ich kann nie sagen, was in den nächsten Wochen alles so sein wird weil auch das ist typisch Korea.

00:05:51: dass man die Dinge sehr spontan angeht geht mir oft zu oder ich sonntagabend mal eine Kalender schaue aber es kommt dann auf die nächste Woche auf mich zu.

00:05:59: da stehen gar nicht so viele Termine drin und der Woche später schau ich zurück und war eigentlich nur unterwegs weil ganz viel Terminen drin waren.

00:06:06: drin standen nicht von sauberhand aber sehr kurzfristig eben.

00:06:10: ich fahre dann immer wieder durch Korea zu Menschen, die halt zu weit weg wohnen um zum Gottesdienst kommen zu können.

00:06:17: Wenn jemand in Busan wohnt oder in Deku oder in Daejeon das ist einfach so weit weg.

00:06:22: man kann nicht einfach mal eben zur Messe nach Seoul fahren aber ich kann den Kontakt dadurch halten und dass dadurch dass ich zuständig bin für das ganze Land für ganz Südkorea für alle die in irgendeiner Weise Interesse an dieser Gemeinde haben habe ich die Chance immer wieder auch Menschen kennenzulernen und was Gutes zu tun oder einfach da sein zu hören und mich darauf einlassen, manchmal brauchen die Menschen einfach jemanden der ihnen zu hat.

00:06:48: Und dann wieder Brücken bauen!

00:06:49: Dann wieder schauen was kommt als nächstes?

00:06:52: Was heißt das für die?

00:06:53: Was brauchen sie?

00:06:54: Und manchmal sagen die auch wie kann ich mich mit einbringen?

00:06:57: Welche Möglichkeiten gibt es?

00:06:59: Und dann schauen wir gemeinsam welche Talente da sind und wie Sie Kirche verstehen und wie sie sich einbringen können, wie sie ihren Glauben vertiefen können, Und das ist ja zentrale Aufgabe ihren Weg zu Gott dann finden können.

00:07:15: Der Alltag in der Gemeinde, wir sind ganz normale katholische Gemeinde mit Sakramentenvorbereitungen, mit Gottesdienstgestaltung, mit Tessei Gebet einmal im Monat und verschiedenen Möglichkeiten an dem Jugend.

00:07:29: John Shim heißt das bei uns.

00:07:30: John Shim ist Mittagessen, ein Jugendmittagessen wo auch durch Studenten und Studentinnen kommen Und in den Austausch gehen.

00:07:37: also die Möglichkeiten sind sehr vielfältig In einer kleinen Gemeinde aber eben im ganzen Land.

00:07:43: Eine ihrer Aufgaben wird natürlich sein Die deutschsprachigen Pilger willkommen zu heißen, zu betreuen.

00:07:51: Was wird die jungen Leute denn erwarten?

00:07:54: Und was wird sie am meisten überraschen?

00:07:57: Es ist die Begegnung mit einer ganz anderen Kultur.

00:08:00: Mit einer ganz, ganz anderen Sprache in dem Sprachsystem das wir hier so nicht kennen.

00:08:06: Wir sind ja sehr in den romanischen Sprachen oder mit Englisch hier unterwegs in Deutschland aber koreanisch ist dann kommt aus eine ganz andere Richtung.

00:08:14: Es sind Umgangsformen die vielleicht erstmal auffallen und außergewöhnlich sind.

00:08:19: zum Beispiel dass man sich nicht die Hand gibt sondern sich verleigt oder dass man grundsätzlich die Schuhe auszieht, wenn man in eine Wohnung hineingeht.

00:08:30: Aber dann nicht barfuß sein darf sondern Strömpfer anzieht.

00:08:34: Oder wie Art und Weise Essen präsentiert wird, wie Essen geteilt wird in den Restaurants.

00:08:41: Korea ist eine Gesellschaft, die sich vertraut macht mit dem Gedanken einen Millionen Gäste zum Weltjugendtag zu begrüßen.

00:08:50: Korea hat es nicht zum ersten Mal große Veranstaltungen, ganz klar.

00:08:53: Aber trotzdem ist das noch mal was Besonderes zu sagen, wenn sich da kommen eine Million Menschen die katholisch sind in einem Land, dass zwölf Prozent Anteil von Katholiken hat und das ist durchaus etwas wo die Menschen neugierig sind, wo es sich lohnt einfach genauer hinzuschauen.

00:09:12: Südkorea gilt ja auch als sehr gastfreundlich.

00:09:15: Wie drückt sich das aus?

00:09:16: Und wie wird sich das beim Weltjugentag zeigen?

00:09:20: Die Zweiteilung des Weltjugentags ist ja so geplant, dass er die erste Woche wird in den Diözösen in Korea stattfinden außer in Seoul und der zweite Teil dann alle in Seoul.

00:09:32: Und wenn die außerhalb von Seoul diese ersten Wochen unterwegs sind, dann sind sie aufgenommen in den Gemeinden.

00:09:38: vielleicht fünfzig oder hundert oder hundertfünfzig Jugendliche, die in einer Gemeinde zu Gast sind mit sogenannten Homestay da nur Hausnummer, dass man sagt zwei jugendliche Pro-Familie die aufgenommen werden.

00:09:51: Was für Korea jetzt nicht normal ist woran sich auch die Menschen erst gewöhnen müssen weil normalerweise das Prinzip Homestay, das wir sonst bei den Weltjugentagen überall haben muss den Korea erstmal so aktiviert werden.

00:10:05: Die machen das gerne aber man trifft sich nicht zu Hause sondern man triffte sich eher in Restaurants oder Cafés.

00:10:11: Aber die Durchschnittswohnungsgröße oft nur dreißig Quadratmeter für vier Personen ist und da jetzt noch Gäste aufzunehmen, ist nicht ganz einfach.

00:10:20: Deswegen muss man genau hinschauen.

00:10:21: wir hatten eine etwas größere Wohnung Wir haben mehr Möglichkeiten, wir hatten mehr Platz Und ich habe erst vorletzte Woche ein Gespräch geführt Eine Abendveranstaltung in Gwangju Das ist ganz im Süden, Südwesten von Südkorea Gelegen, da war ich eingeladen von der dortigen Pfarrei über Weltjugentag zu reden.

00:10:40: Und da waren es vor allem die Mütter, ein paar ältere Jugendliche, die dann an dem Abend dabei waren und die viele Fragen gestellt haben.

00:10:46: Die wollten dann wissen auf was sollen wir uns denn vorbereiten?

00:10:49: Also jetzt andersherum.

00:10:50: genau die Frage von ihnen.

00:10:52: Da habe ich gespürt wie wichtig das ist, wie besonders Ihnen am Herzen liegt dass Sie's richtig machen.

00:10:59: Und dann kam eine Frage raus so als kleine Anekdote Was machen wir denn wenn da jetzt jemand kommt der veganist Und das ist vegan, es in Korea selten.

00:11:10: Also jeder ist Fleisch war früher nicht so da gab's fast fast kein Fleisch aber inzwischen ist das anders und gehört immer dazu.

00:11:17: und dann habe ich gesagt warum brauchen sie keine Angst haben wenn da jemand kommt reden Sie einfach mit den jungen Leuten Ja, aber wir können doch so wenig Englisch sagen.

00:11:25: Ich gebe genug technische Hilfsmittel mit Händen und Füßen und mit den Apps auf dem auf dem Smartphone wird das schon klappen.

00:11:33: Sagen fragen sie einfach man wird ihnen ansporten und dann werden Sie Wege finden.

00:11:37: Dann habe ich ein paar Ideen aufgezählt.

00:11:40: es gibt ja auch koreanische Gerichte die vegetarisch oder vegan sind von sich aus ohne dass man groß drüber nachdenkt sondern ist einfach so.

00:11:47: Dann haben sie gelächelt weil sie gemerkt haben eigentlich haben sie alle Möglichkeiten.

00:11:51: Nur man muss halt sich auch bewusst machen, dass das... Ja, diesen Schritt müssen wir gehen und diese Tage der Begegnung dienen ja genau dem.

00:12:00: Dass man dich kennenlernt, dass man die Mauern, die irgendwo in den Köpfen dann auf beiden Seiten noch existieren könnten.

00:12:07: Dass sie überwindet und ins Gespräch kommt und sich aufeinander einlässt.

00:12:12: Weltkirch aktuell auf Radio Horäb ihrer christlichen Stimme in Deutschland im Gespräch mit Diakon Edgar Crumpen.

00:12:21: Haben wir jetzt zunächst auf die Vorbereitungen für den Weltjugentag-II.

00:12:27: in Seol geblickt?

00:12:29: Nach der Musik sprechen wir darüber, was die Pilger vor Ort erwartet und welche Chancen dieses große Ereignis für die Kirche bietet!

00:12:39: Willkommen zurück bei Radio Horeb.

00:12:41: – Sie hören das Magazin Weltkirche aktuell Heute im Gespräch mit Diakon Etkar Krumpen, dem Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken in Südkorea.

00:12:54: Diakkon Etkar sprechen wir jetzt über die Kirche in Süddkoreaa.

00:12:59: Sie haben eben schon gesagt zwölf Prozent Katholikken – das ist ja eine große Zahl für ein ostasiatisches Land!

00:13:09: Wie kommt denn das und wie würden sie die katholische Kirche des Landes beschreiben?

00:13:14: Die Kirche ist, wie ja in irgendwo allen Ländern auf dieser Welt zunächst mal eingebunden, in die Kultur vor Ort.

00:13:23: Und die Kultur in Südkorea, in Korea ist dominiert von Konfuzius.

00:13:29: Konfudius hat vor sehr langer Zeit viele Regeln aufgestellt, wie Gesellschaft gut gelingen soll und diese Regeln sind internalisiert.

00:13:40: Das sind ganz tief in den Menschen drin so auch in der katholischen Kirche.

00:13:44: Das ist ein sehr enges Hierarchie-Verständnis mit sehr kleinschrittig, wenn wir hier in Deutschland über flache Hierarchien und über Reformen nachdenken.

00:13:54: In Korea ist das sehr klar geregelt, sehr hierarchisch geregelt.

00:13:59: Ein zweiter Aspekt ist es gibt ein ganz tiefes Selbstverständnis weil es eine sehr schwierige Vergangenheit gibt in Südkorea.

00:14:12: Wir haben im neunzehnten Jahrhundert vier große Verfolgungswellen von Katholiken in Korea gehabt mit sehr, sehr schlimmen Folgen, wo sehr viele Menschen Tausende von Kathologinnen und Katholikern Erwachsene wie Kinder ums Leben gekommen sind weil sie sich für Jesus Christus entschieden haben Und die wurden damals als Gefahr für das herrschende System angesehen.

00:14:37: In und durch diese Zeit hindurch gibt es Erinnerungen, Prägungen, Selbstverständnis.

00:14:44: Gibt es eine ganz tiefe Überzeugung zum eigenen Glauben zu stehen?

00:14:48: Und die koreanische Kirche ist wie ich finde stolz und recht stolz darauf dass sie dieses Selbstverständnissen bewahrt hat.

00:14:57: Wenn wir in die jüngere Vergangenheit schauen dann sehen wir das ist zum Beispiel in Diktatur, Militärdiktatur in Südkorea.

00:15:08: Da gab es einen Aufstand hauptsächlich von Studenten mit dem Schwerpunkt in Gwangju.

00:15:13: Da hat die katholische Kirche sich an die Seite des Aufstands gestellt und hat sich intensiv um die jungen Leute gekümmert, um die Verletzten, um Angehörigen der Verstorbenen.

00:15:24: Es wurde intensiv gegen die Militärtiktatur geredet und gehandelt, gepredigt auch.

00:15:32: Und das hat die Katholische Wie ich finde mit Bravour gemacht, mit einer Überzeugungskraft.

00:15:38: Wir stehen zur Demokratie und wir stehen zu Jesus Christus in diesem Doppelblick.

00:15:43: Und wie Sie wissen hatten wir im Dezember zwanzig einen sehr schweren Tag in Südkorea.

00:15:51: da wurde nämlich das Kriegsrecht ausgerufen dass dann ein paar Stunden später durch das Parlament wieder aufgehoben worden ist.

00:15:58: Da hat die Demokratie in Südkorea hervorragend funktioniert und ich sage, erzählt es immer voller Respekt weil ich davon wirklich berührt bin.

00:16:08: Ich war ja nun mittendrin und habe das alles miterlebt diese großen Demonstrationen die es da gab direkt vor unserem Haus hunderttausende Menschen die demonstriert haben.

00:16:17: Das hat Spuren hinterlassen.

00:16:19: Es hat uns sehr sehr beeindruckt war wieder katholische Kirche, Priester, Ordensfrauen waren auf der Straße und haben sich eingesetzt für Demokratie.

00:16:32: Und ich glaube dass das eines der wesentlichen Merkmale ist für katholie kirche in Korea dieser Einsatz für die Freiheit des Menschen, für menschenrechte für demokratie was ich insgesamt als sehr sehr beeindruckend empfinde.

00:16:46: Der Einsatz für die Demokratie ist also ein Aspekt, der die katholische Kirche in Südkorea kennzeichnet und auch stark macht.

00:16:56: Sie haben aber in einem vorherigen Gespräch auch mal erwähnt dass es das soziale Engagement sei für die Ärmsten der Armen.

00:17:06: Das erstaunt doch ein bisschen in einem Land, das so reich ist wie Süd-Korea.

00:17:11: Ja Süd Korea ist ein reiches Land.

00:17:14: Die Wirtschaft hat ihre Probleme, aber durchaus gibt es immer wieder Wachstum.

00:17:19: Aber das ist nur die eine Seite!

00:17:22: Wir haben wenige ultra-reiche Großfamilien, sag ich jetzt mal, denen die ganzen großen Firmen gehören und wir haben sehr viele Menschen, die sehr, sehr am sind.

00:17:35: Das Sozialsystem in Korea ist nicht in Sicht nicht stabil.

00:17:40: Der Aufbau zum Beispiel des Rentensystems hat erst begonnen, nachdem die ersten freien Wahlen war, die auch erkämpft worden sind.

00:17:50: Durch viele Aufstände und Demonstrationen und so.

00:17:53: Seit nasset achtundachtzig haben wir eine Demokratie in Korea.

00:17:57: Dann hat man angefangen vorzusorgen gesagt okay wir brauchen ein Rentensystem das also noch sehr jung ist.

00:18:04: um sich das überlegt als es noch keine vierzehn Jahre, fünf und dreißig Jahre oder so sind das jetzt.

00:18:09: Das kann noch gar nicht so stabil sein wie andere Systeme, die jetzt hundere oder zweihundert Jahre alt sind.

00:18:15: Und das bedeutet dass die Menschen eine nur sehr kleine Rente bekommen.

00:18:20: Wenn man aber nur kleine Renten bekommt in einem Land, in dem die Lebensmittel sehr teuer sind öffentlicher Personennahverkehr ist sehr preiswert Aber Lebensmittel sind sehr teurer dann wird es schwierig für die Menschen und deswegen haben wir Lastwagenfahrer, die noch fahren müssen, weil sie sonst nicht das Leben leisten könnten.

00:18:43: Weil sie einfach das Geld nicht haben.

00:18:45: Wir haben viele alte Frauen, die auf der Straße mit Warnwesten unterwegs sind und helfen den Verkehr zu regeln.

00:18:54: Das ist nur kleine Jobs wo die Regierung ein bisschen dafür sorgt dass die noch ein bisschen ein bisschen Geld bekommen.

00:18:59: wir haben sehr alte Taxifahrer in Korea.

00:19:02: das sind alles so Zeichen dass die Menschen einfach nicht aufhören können zu arbeiten weil sie sich das gar nicht leisten können.

00:19:10: Die Armut ist nicht nur bei denen, die jetzt in Rente sind sondern wir finden die auch im ganzen Bereich Obdachlosigkeit.

00:19:20: Die Immobilienpreise, die Mieten sind so hoch, so teuer dass ich das viele gerade nicht mehr leisten können.

00:19:28: Wir haben eine Durchschnittswohnungsgröße in Seoul zum Beispiel von dreißig Quadratmetern für vier Personen.

00:19:37: Da kann man keine großen Sprünge machen.

00:19:40: Das ist auch ein Einfluss auf die Kultur.

00:19:43: Man trifft sich nicht zu Hause, seit er mich in alle Ängsten verwandt.

00:19:46: Wenn man jetzt Gäste hat, dann trifft man sich im Restaurant und trifft dich im Café.

00:19:51: Das gehört mit zur Kultur dazu.

00:19:53: In Zoll gibt es aber Tausende von Cafés und viele Restaurants wo das einfach gelebt wird wenn man sich gut treffen kann.

00:19:59: Es ist nicht teuer und das kommt dem entgegen.

00:20:03: Aber selbst diese Preise können viele Leute nicht mehr bezahlen.

00:20:07: Und da gibt es jetzt tatsächlich ein kirchliches, sag' jetzt mal Einspringen!

00:20:13: Ein Wahrnehmen von Verantwortung im Bereich der Caritas wo die katholische Kirche sagt dafür sind wir hier dass wir für die Armen im Land uns einsetzen das wir ihnen helfen.

00:20:25: deswegen gibt es zum Beispiel einen Krankenhaus das von den Vincentinerinnen betrieben wird und Da werden die Leute, die sich keine Versicherung leisten können kostenlos behandelt.

00:20:37: Das sind so Dinge, die für die katholische Kirche einfach wichtig sind und wo sie zeigt worauf es ankommt.

00:20:43: Der Weltjugentag, zwei Tausend siebenundzwanzig in Seol wirft seine Schatten voraus.

00:20:49: Gleich nach der Musik geht es hier bei Radio HoRab unter anderem darum was Diakon Edgar Crumpen den Pilgerinnen und Pilgern für den Weltjugendtag mit auf den Weg geben möchte!

00:21:03: Schön, dass Sie weiter mit dabei sind bei Weltkirche aktuell hier auf Radio Horeb und Radiomaria.

00:21:09: Zum Abschluss unseres Gesprächs mit Diakon Edgar Krumpen richten wir den Blick auf die geistliche Bedeutung des Weltjugentags – und auf seine ganz persönliche Hoffnung für dieses internationale Glaubensfest im nächsten Jahr!

00:21:29: Sie haben Diakon Edgar eben gesagt, die Kirche des Landes ist geprägt von der Kultur und der Geschichte Südkoreas.

00:21:39: Gilt das auch für die Liturgie?

00:21:41: Die Art wie der Glauben gelebt wird – auch im Gottesdienst?

00:21:46: Einen Gottesdienste in Korea mitzufeiern!

00:21:49: Das hat eine ganz eigene Dynamik.

00:21:51: Es macht eine ganz eigener Erfahrung.

00:21:53: Berührt ganz anders als jetzt einem europäisch geprägten Gottesdienst.

00:22:00: Ich erlebe das auf zwei Ebenen.

00:22:03: Die erste Ebene ist, dass immer wieder versucht wird mit viel Humor die Predigt zu gestalten – das gefällt mir gut!

00:22:10: Andererseits werden die Rubriken sehr streng angewendet also was wann wie wo gefeiert wird.

00:22:19: Das ist ja auch okay so, es ist eine katholische Messe.

00:22:21: Er lebt als eher meditative, konzentrierter Art Gottesdienst zu feiern.

00:22:29: Kulturell bedingt, ja wenn man da zum ersten Mal reinkommt und aus Deutschland kommt und vielleicht ein Familien-Gottesdienst erwartet oder sowas das wird mal so nicht ohne weiteres dann im normalen Alltag des Gottesdienstes erfinden.

00:22:44: Es gibt auch jungen Gottesdientse und es sind sie mit Kindern für Familien und so machen die schon auch.

00:22:50: Ich glaube dass ist wichtig ist, dass man sich einhört in diese.

00:22:56: Gott ist Dienst zu freien vor allem, weil man in der Regel ja die Sprache nicht kennt.

00:23:01: Nicht kann und dann es gut mit offenem Herzen da reinzugehen und sich einfach beschenken zu lassen von dem was dadurch aus auch ein bisschen fremd wirken kann.

00:23:11: aber war sich lohnt drauf einzulassen.

00:23:15: Und dann kommt man immer das mehrfach macht Dann kommt man nach und nach hinein eine Wahrnehmung, die es einfach leichter macht.

00:23:24: Ich hatte eine ganz besondere Erfahrung vor zwei Wochen als ich in Gwangju war.

00:23:28: da war auch eingeladen mit Gottesdienst zu feiern und zwar als Diakon Mit den Aufgaben des Diakons also auch das Evangelium vorzutragen.

00:23:38: Das waren aber halt nicht auf Deutsch oder auf Englisch sondern das war auf Koreanisch Eine Herausforderung für mich.

00:23:45: Ich hab dann halt gefragt, habt ihr verstanden was ich gesagt habe?

00:23:47: Was ich vorgelesen hab?

00:23:48: Dann haben sie mich angelegt.

00:23:49: Ja ja wir wussten schon warum.

00:23:50: es geht so!

00:23:52: Das ist nochmal eine besondere Ehre auch dann damit machen zu dürfen.

00:23:56: und so ist es vielleicht ein Schritt für Schritt hineinkommen in diese ganz andere Sprache, ganz andere Welt und dann entdeckt man das sind ja auch katholisch weil die machen ja alles was wir auch machen und das verbindet dann wieder.

00:24:10: Pater Edgar

00:24:12: kehren wir zurück zum Weltjugentag.

00:24:15: Wie bereiten

00:24:16: Sie sich

00:24:16: auf dieses große

00:24:17: Ereignis im nächsten Jahr

00:24:19: vor?

00:24:20: Was wollen sie den Menschen zeigen, was sollen die Pilger

00:24:23: mitnehmen nach Hause.

00:24:26: Als Leiter der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Korea bin ich nicht derjenige, der den Weltjugentag organisiert aber ich bin derjenig, der Brücken baut für zum Beispiel die Verantwortlichen aus den deutschsprachigen Ländern.

00:24:42: Deutschland, Österreich und dem deutschspragenden Teil der Schweiz.

00:24:45: Und da ist eine besondere Herzlichkeit zu spüren.

00:24:50: Eine große Neugierde Ich hatte jetzt im März war eine Delegation aus Deutschland.

00:24:56: Da gibt es Ende Juli eine Delektion aus der Schweiz wo ich ein bisschen mit dabei bin Wo ich Brücken baue, wo ich die Verantwortliche benennen kann Wo sie sich hinwenden müssen vielleicht mal bei einem Gespräch dabei bin, aber die machen das dann sonst schon selber.

00:25:11: Ich bekomme nach wie vor, wenn da schon mal angesprochen bei einem anderen Interview sehr viele E-Mails aus den Ländern.

00:25:19: Da geht es um Anfragen, die ich mit viel Humor nehmen kann bis hin zu ganz konkreten Auftrag.

00:25:26: bitte Bucher ein Hotel für mich oder unsere Gruppe wo ich sagen kann Nein, das kann ich nicht tun.

00:25:33: Das geht rechtlich nicht!

00:25:34: Das geht finanziell nicht und von der Haftung ja nicht.

00:25:37: Von meiner Zeit und Energie geht es schon dreimal nicht.

00:25:40: Ich kann mit den Verantwortlichen auf Länderebene reden aber nicht mit den einzelnen Verantwortlichen in den Vereinen oder Dekanaten Und wir machen sehr gute Erfahrungen in diesem Austausch.

00:25:52: Wir wollen ja Antworten geben.

00:25:54: Wir haben eine Videoreihe gestartet Auf unserem YouTube-Kanal DKG Korea Und da erscheint im Rhythmus von vierzehn Tagen jeweils ein neues Video, dürften neun Videos werden.

00:26:09: Wo wir Korea vorstellen die Kirchengeschichte von Korea den Alltag in Korea wo wir auch viele Fragen eingehen die uns in den letzten Jahren gestellt worden sind Im Kontext Vorbereitung auf den Weltjugentag und wir hoffen dass er mit diesen Videos die Menschen nicht nur erreichen, sondern auch ein bisschen unterhalten und sie neugierig machen auf das persönliche Erleben von dem was Korea auch heißt.

00:26:33: Ich weiß von immer mehr Programmen, die geplant werden.

00:26:37: biblischereisen.de zum Beispiel haben wir die vertreten oder organisieren das für fast alle deutschen Bistümer.

00:26:44: Die waren auch schon in Korea da und haben mit uns gesprochen.

00:26:49: ich lerne immer mehr geistliche Programme kennen Gerade in Planung sind für die jungen Leute in den Gemeinden, in den Dekanaten auf Bistumsebene hier in Deutschland oder in Österreich oder in der Schweiz aber auch aus ganz anderen Ländern.

00:27:05: Und das sind Mischungen.

00:27:07: Das ist eine Mischung aus kulturellen Programmen kennenlernen Begegnungsmöglichkeiten Gottesdienst feiern und Korea kennenzulernen Geistliche Art und Weise im Gebet, in der Stille, im gemeinsamen Gesang.

00:27:22: Ganz ganz viele Dinge werden damit hineingenommen wie ich finde eine ganz hervorragende sehr professionelle Art und eine sehr geistliche art den Weltjugentag vorzubereiten.

00:27:33: Und in diesem Kontext merken wir dass die Fragen die uns gestellt werden ja auch darf dazu führen und dazu führen sollen dass man die richtigen Orte zum Beispiel findet.

00:27:46: Wo können wir denn eine Woche verbringen?

00:27:49: Manche kommen schon eine Woche vor dem Weltjugentag, vor den Tagen der Begegnung nach Korea um sich in die Stelle zurückzuziehen oder wollen nachdem der Papst dann wieder weg geflogen sein wird nochmal ne Woche in Korea bleiben um das Nachdingen zu lassen.

00:28:03: Und das ist etwas ganz, ganz Spannendes.

00:28:05: Insgesamt gehen wir im Moment von vier Wochen aus eine Vorwoche dann die Tage der Begegnung, dann der eigentliche Weltjugentag und dann noch eine Ausklangwoche.

00:28:14: Viele werden das so machen!

00:28:16: Ich finde es sehr berührend mit wie viel Engagement, mit wieviel Liebe, mitwieviel Zuwendungen auch damit Jugendlichen zum Herrn kommen, zu Jesus Christus kommen, dass man immer wieder schaut welche Punkte könnten da sein?

00:28:30: Welche Orte könnten das sein, habe ich vorhin gesagt?

00:28:32: Gibt es einen Kloster.

00:28:33: Es gibt ja eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

00:28:36: oder bei den Märtyrerstätten gibt es oft große Parks zum Beispiel in denen man das dann vertiefen kann indem man spazieren gehen kann, indem man die durchaus harte Geschichte, die einem da präsentiert wird dieser der Leidensweg von so vielen tausenden Menschen bis zu ihrem Tod immer wieder neu kennenzulernen und zu schauen, was macht das mit mir?

00:29:00: Was heißt das für meinen Glauben?

00:29:02: Wie prägt es mich auf meinem Berufungsweg zum Beispiel.

00:29:06: All das sind Punkte die in den Vorbereitungen dabei sind.

00:29:11: Gleichzeitig auf der Seite des Gastgeberlandes also jetzt Korea ist es so dass In der Absprache natürlich mit dem Vatikan und in der Tradition, wie das bei jedem Weltjugentag gemacht wird die großen Symbole des Weltjugendages eine ganz große Rolle spielen.

00:29:27: Also das Weltjugantagskreuz, das Papst Johannes Paul II gestiftet hat und eine große Ikone Und diese Kreuz und Ikone werden durch alle Bistümer in Korea gebracht mit Gottesdiensten, mit allem Drum und Dran.

00:29:42: Waren aber auch schon in Ländern in Südausasien zum Beispiel wo man davon ausgeht das dort nicht so viele Möglichkeiten da sind zur Weltjugendal zu kommen.

00:29:50: Diesen kommt man mit dem Weltjugentagskreuz und diese Äkone zu den Menschen.

00:29:55: Es ist eine Gruppe von Koreanern, bedeutet von ihren Priestern die dann sich ins Flugzeug setzen dahin fliegen und da dann Gottesdienst feiern mit den jungen Menschen dort beten, sodass dieses Zusammenwachsen von verschiedenen Ländern und Kulturen sprachen.

00:30:12: Jungen Leuten aus der ganzen Welt eben immer besser funktioniert.

00:30:16: das wird vom Vatikan aus mit begleitet und auch gesteuert zum Teil und da merke ich immer wieder dass es eine sehr fruchtbare Zeit ist die auf uns zukommt hier schon begonnen hat weil es so ein geistlicher Weg ist hin zum Weltjugentag.

00:30:32: Zum Schluss, Diakon

00:30:33: Edgar

00:30:33: gleich zwei Fragen an Sie.

00:30:36: Zum einen was sollen die Besucher des Weltjugentags geistlich und auch kulturell aus Korea mitnehmen?

00:30:45: Und zweitens eine

00:30:46: ganz persönliche

00:30:47: Frage

00:30:48: dieses Event

00:30:49: ist

00:30:50: Ihre letzte große Aktion vor Ort bevor sie nach Deutschland zurückkehren.

00:30:55: Mit welchen Gefühlen blicken sie auf ihre Zeit in Südkorea zurück?

00:31:01: Korea ist ein Land, in dem die Menschen ein bisschen Zeit brauchen, bis sie sich gerade aus Ländern fremden öffnen können.

00:31:11: Wer sich aber die Zeit nimmt und wer sich darauf einlässt, der kann da einen großen Reichtum entdecken an Talenten, an Menschen, die sich berühren lassen von Jesus Christus die genauso auf der Suche sind wie alle anderen auch, egal in welchem Land man so unterwegs ist.

00:31:33: Und ich glaube das... In dem Moment wo ich merke und es zulasse zu verstehen dass ich in einem ganz anderen Land bin, zehntausend Kilometer von Deutschland entfernt und daher Menschen treffe mit denen mich nicht die Sprache verbindet und auch Teile der Kultur nicht verbinden aber dieser Glaube an den Auferstandenen einfach eine ganz tiefe, sehr gute und wunderbare Erfahrung.

00:31:59: Und ich bin eigentlich zu tief davon überzeugt dass gerade junge Menschen die beim Weltjugentag dann auftauchen werden in Korea das sie solche Erfahrungen machen können.

00:32:10: natürlich ist Weltjugendtag eine ganz große Veranstaltung etwas mit einem Millionen Menschen Gottesdienst zu freien dann mit dem alligen Vater am Schluss.

00:32:19: Man hat natürlich noch eine ganz eigene Dynamik, wenn man die Nacht vorher dann draußen übernachtet hat und am Abend vorher mit dem Papst das Abendgebet gebetet hat.

00:32:29: Das sind sehr prägende Erfahrungen.

00:32:31: Ich glaube, dass Weltjugentag immer die Chance bietet, dass man sie selber kennenlernt in einem ganz anderen Ort.

00:32:38: Die abends Abenteuer fremdes Land, fremde Kultur, frende Sprache erlebt und sich in diesem ganzen Kontext, diesen großen Chancen und auch Herausforderungen natürlich... Man lernt sich zu bewegen und dadurch kann man reifen.

00:32:54: Kann man seinen eigenen Glauben vertiefen oder zumindest mal mit einem AHA, ja das ist Interessant, da brauche ich Zeit um das nachklingen zu lassen dann wieder ins Flugzeug zu steigen und nach Deutschland zurückzufliegen.

00:33:08: Ich glaube dass das etwas ganz ganz wichtiges ist Und ich persönlich werde nach dem Weltjugentag Dann wieder ganz zurück gehen so damit meine Frau nach fünf Jahren Aufenthalt in Korea und Dienst an den Menschen dort Gehen wir zurück bis zum Augsburg und ich glaube dass So vieles Herausforderungen an Geschenken, an Erfahrungen mir ermöglicht worden ist.

00:33:38: Mir geschenkt worden ist dass ich da noch sehr lange drüber nachdenken werde und das noch lange nachklingen lasse.

00:33:45: also es wird nicht einfach vorbei sein hoffentlich nicht indem ich ins Flugzeug steigern wieder zurück fliege sondern es ist etwas was mein ganzes Leben beeindruckt hat, geprägt hat.

00:33:56: Ich habe so viele tolle Menschen dort kennengelernt die ich nur so ungern zurücklassen werde und das wird... Und hat mein Leben als Sehnsauger nachhaltig geprägzt?

00:34:06: Ich muss noch ein bisschen nachdenken in welche Richtung das geht aber ich glaube insgesamt ist eine sehr sehr positive Erfahrung.

00:34:14: Lieber Diakon Edgar!

00:34:16: Ich sage ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch und wünsche Ihnen Viel Kraft, viel Segen bei der Vorbereitung des Weltjugentags und natürlich auch noch ein schönes letztes Jahr ihres Wirkens in Südkorea.

00:34:32: Und dann gerne auf Wiedersehen mal wieder hier in Deutschland!

00:34:36: Vergelts Gott!

00:34:38: Vielen Dank ich komme sehr gerne wieder und es ist jedes Mal eine Bereicherung zu Ihnen zu kommen und ich unterstütze die Arbeit von Kirchen nur sehr gerne.

00:34:47: Das war unser Gespräch mit Diakon Edgar Krumpen, dem Seelsorger der deutschsprachigen Katholiken in Südkorea über die Vorbereitungen zum Weltjugentag.

00:35:01: Wenn Sie hier auf dem Laufenden bleiben wollen, besuchen Sie mal den von Diakone Edgar erwähnten Videokanal auf YouTube oder die entsprechende Internetseite einfach den Suchbegriff deutschsprachige katholische Gemeinde Korea eingeben.

00:35:20: Zum Abschluss unserer Sendung geht es jetzt um ein Thema, das Kirche in Not seit vielen Jahrzehnten begleitet und die Weltkirche ganz konkret stärkt – Die Messstipendien.

00:35:33: Am vierten August erinnert die Kirche an den heiligen Pfarrer von Aas, Johannes Maria Vianey.

00:35:41: Er gilt bis heute als Patron aller Pfarrer.

00:35:45: Sein Leben war bekanntlich ganz der Eucharistie und der Seelsorge gewidmet, und passender könnte der Anlass also kaum sein um auf eine Hilfe zu schauen die Priester auf der ganzen Welt in ihrem Dienst unterstützt und damit die Weltkirche lebendig hält – nämlich die Messstipendien!

00:36:08: Für viele Katholiken gehört es selbstverständlich dazu, eine heilige Messe in einem persönlichen Anliegen feiern zu lassen.

00:36:17: Für einen Verstorbenen, einen Kranken oder als Dank!

00:36:22: Verbunden ist damit häufig ein Mess-Stipendium – also eine freiwillige Gabe für den Priester.

00:36:30: Die heiligen Messe selbst kann man natürlich nicht kaufen — das betont Pater Anton Lesser der internationale kirchliche Assistent von Kirche in Not.

00:36:41: Ganz klar gesagt, eine Messe kann man nicht bezahlen sondern es ist das Zeichen eines Opfers dass ich mit in die Messe lege wo ich bitte darum dafür gebetet wird in dieser Intention.

00:36:53: Für viele Priester in Afrika Asien oder Lateinamerika sind diese Gaben eine unverzichtbare Hilfe.

00:37:03: Anders als in Deutschland erhalten Sie oft kein regelmäßiges Einkommen.

00:37:08: Messstipendien ermöglichen Ihnen, Ihren seelsorglichen Dienst auszuüben und für Ihre Gemeinden da zu sein!

00:37:17: Und hier leistet Kirche in Not einen wichtigen Beitrag.

00:37:21: Jahr für Jahr vermittelt das Hilfswerk zwischen ein-einhalb und zwei Millionen Messstippendien an mehr als vierzigtausend Priester weltweit Das heißt, durchschnittlich an jeden zehnten katholischen Priester.

00:37:37: Und Pater Anton erlebt immer wieder wie viel diese Hilfe bewirkt.

00:37:43: Ein Bischof war bei mir aus Sankt Marguerita bei Venezuela ist das eine Insel und er sagt, der könnte die Krankenversicherung für seine Priester nicht bezahlen wenn er nicht die Meshtipendien hätte.

00:37:55: also wir haben oft wenig Vorstellung unter welchen Konditionen diese Missionare unterwegs sind.

00:38:02: Messstipendien helfen aber nicht nur den Priestern selbst.

00:38:06: Oft profitieren ganze Gemeinden davon, denn viele Seelsorger teilen das was sie erhalten mit Menschen die noch ärmer sind als sie selbst.

00:38:17: Das Messstippendium ist seine Existenzsicherung und die Hälfte davon verwendet er damit er den armen Leuten etwas geben kann.

00:38:25: Ist eine gute unkomplizierte Art und Weise die Prieste in der Arbeit zu unterstützen.

00:38:30: Gerade am Gedenktag des Heiligen Pfarrers von Ars, den wir am kommenden Dienstag wieder feiern wird also deutlich – Priester brauchen nicht nur unser Gebet sondern vielerorts auch ganz konkrete Unterstützung und Messstipendien verbinden beides.

00:38:48: Sie lassen die Eucharistie in den Anliegen der Gläubigen feiern und helfen Priestern ihren Dienst unter oft schwierigen oder gefährlichen Bedingungen vorzusetzen!

00:39:00: Deshalb gehören Sie seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Hilfen, mit denen Kirche in Not die Weltkirche unterstützt.

00:39:11: Soweit diese kurze Vorstellung einer sehr wichtigen Hilfsart von Kirche In Not, die unglaublich viel Not wendet und lindern kann.

00:39:23: Und wenn Sie mehr über die Arbeit von Kirche in Not oder über das Thema Messdependien erfahren möchten, finden sie viele Informationen unter www.kircheinnot.de.

00:39:35: Dort können Sie auch kostenlos vielfältiges Informationsmaterial bestellen – zum Beispiel unseren Glaubenskompass über den heiligen Pfarrer von AAS!

00:39:46: Ein Mikrofon verabschiedet sich für heute ihr Volker Niegewöner.

00:39:50: Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Woche, machen Sie es gut und auf Wiederhören!

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