Als Missionar in Mosambik; KI und Religionsfreiheit; Vor 75 Jahren: Königsteiner Rede von General Lev Prchala
Shownotes
Die Themen:
- Bollwerk der Menschlichkeit: Mosambiks Kirche als Friedensstifter. Mit Pater Bernhard Wernke WV, Maputo
- KI und Religionsfreiheit. Mit Tobias Lehner, KIRCHE IN NOT Deutschland
- Vor 75 Jahren: Der tschechische General Lev Prchala streckt den Deutschen die Hand zur Versöhnung aus
Erstausstrahlung: 26. Juli 2026; © KIRCHE IN NOT
Mosambik zählt zu den ärmsten Ländern Afrikas. Jahrzehnte des Bürgerkriegs und neue Gewalt im Norden haben tiefe Spuren hinterlassen. Gerade dort, wo der Staat oft an seine Grenzen stößt, übernimmt die katholische Kirche Verantwortung – als Seelsorgerin, Vermittlerin und Hoffnungsträgerin. In „Weltkirche aktuell“ berichtet Pater Bernhard Wernke, Missionar der Weißen Väter in der Hauptstadt Maputo, über die Situation des Landes, die Lebenswirklichkeit der Menschen und die Rolle der Kirche zwischen Versöhnung und Neubeginn.
Als Künstliche Intelligenz vor einigen Jahren ihren Siegeszug antrat, dachten viele zunächst an bessere Computerprogramme, an Texte auf Knopfdruck oder an Veränderungen in der Arbeitswelt. Papst Leo XIV. lenkt den Blick in seiner ersten Enzyklika „Magnifica humanitas“ jedoch auf eine viel grundlegendere Frage. Er warnt davor, dass Künstliche Intelligenz nicht nur unsere Arbeitsweise verändert, sondern auch die Freiheit des Menschen berühren kann … bis hinein in sein Gewissen und seinen Glauben. Was bedeutet das für die Religionsfreiheit? Darüber spricht Volker Niggewöhner mit Tobias Lehner von KIRCHE IN NOT Deutschland. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Vor 75 Jahren, Ende Juli 1951, sprach bei einer Europatagung von KIRCHE IN NOT in Königstein ein Mann, dessen Name heute fast vergessen ist: der tschechische General Lev Prchala. Nur wenige Jahre nach Krieg, Vertreibung und unermesslichem Leid warb er für Versöhnung statt Vergeltung. Bereits 1950 hatte er gemeinsam mit Vertretern der Sudetendeutschen das Wiesbadener Abkommen unterzeichnet – ein mutiger Schritt auf dem Weg zur deutsch-tschechischen Aussöhnung.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Grüß Gott, liebe Hörerinnen und Hörere von Radio Hohepp und Radio Maria.
00:00:04: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Weltkirche Aktuell!
00:00:10: Am Mikrofon im Studio der päpstlichen Stiftung Kirchenot begrüßt sie ihr Volker Nigewöhner.
00:00:17: Wenn von Afrika die Rede ist dann denken viele an Krisen Armut oder Konflikte.
00:00:24: Es gibt aber auch viele Länder in Afrika, in denen die Kirche boomt und seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle für Friedenversöhnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt.
00:00:36: Ein solches Land ist auch Mosambik im Südosten Afrikas.
00:00:41: Nach einem langen Bürgerkrieg und neuen Gewaltausbrüchen im Norden des Landes ist die Kirsche dort oft weit mehr als nur eine religiöse Institution.
00:00:52: Sie ist Seelsorgerin, Vermittlerin und Hoffnungsträgerin.
00:00:57: Und mein heutiger Gesprächsgast kennt Musamik seit vielen Jahren!
00:01:02: Pater Bernhard Wernke von den weißen Fittern lebt in der Hauptstadt Maputo und arbeitet dort als Priester- und Missionar.
00:01:11: Herzlich willkommen bei Weltkirch aktuell, Pater Berndt Werncke.
00:01:16: Ja danke schön dass sie mich ausgewählt haben um dieses Interview mit Ihnen zu führen.
00:01:21: Herzlichen Dank
00:01:22: Ja, sehr gerne.
00:01:23: Sie haben bestimmt auch viel Interessantes zu erzählen, denn sie haben schon lange in Mosambik gelebt bis zum Jahr zwei Tausend Sechzehn, fünfundzwanzig Jahre glaube ich insgesamt und danach hätten sie eigentlich ihren Ruhestand in Deutschland verbringen können.
00:01:40: Sie sind dann aber zweitausendeinundzwantzig wieder bewusst zurückgekehrt.
00:01:46: Was war denn die Motivation dabei?
00:01:48: War es die Sehnsucht nach dem Land oder die Seahnsucht, nach den Menschen dort?
00:01:53: Als ich in Deutschland war, wo ich dachte, ich könnte mich in den Ruhestand begeben, erhielt sich eine Nachricht aus Mosanbek.
00:02:03: Ob ich nicht bereit wäre, einen neuen Gemeinschaften mit einem anderen Mitbruder aus Italien hier im Maputo zu eröffnen.
00:02:11: Nach langen Überlegen habe ich mir gesagt, nee das mache ich weil ich liebe die Menschen Das Land, es ist wirklich herrlich.
00:02:18: Die Leute sind nett.
00:02:20: Es gibt hier freundliche Menschen die immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben und ich fühlte mich auch wieder gebraucht.
00:02:26: Ich hatte noch irgendetwas zu tun als Priester hier in Mussambi.
00:02:30: Sie sagen sie mögen die Menschen und das Land.
00:02:34: Wie würden sie das in Kürze beschreiben?
00:02:36: Was macht dieses Land aus?
00:02:38: was macht die Menschen so liebenswert?
00:02:41: Das Land ist sehr groß, eine Christendriele von zwei tausend siebenhundert Kilometer im Osten von Afrika zwischen Südafrika und Tanzania.
00:02:51: Die Leute sind sehr nett.
00:02:53: die sehen sehr offen auch den Fremden gegenüber.
00:02:56: Sie haben immer ein freundliches Lächeln und es gibt hier sehr viel Reichtum in Mozambik, viel Land, viel Wasser nicht aber auch sehr viel Armut wie die Leute mit ihrem Leben umgehen, das tägliche Leben was sie leben.
00:03:15: Das hat mich immer fasziniert.
00:03:16: Das ist im Gegensatz zu Deutschland wo ich diese Sehnsucht nach Gott und dem Übernatürlichen nicht so gefunden habe und auch nicht finde.
00:03:27: Nun würden sicherlich viele Deutsche Mosambik auf der Landkarte kaum finden.
00:03:33: Und es existieren ja auch immer so gewisse Klischees über Afrika, wobei man ja auch sagen muss, Afrika das ist ja ein riesiger Kontinent und da ist nicht ein Land wie das andere.
00:03:45: Was ist aus Ihrer Sicht ja so das größte Missverständnis?
00:03:51: Das größte Klischee was Europäer von Afrika haben?
00:03:56: Zunächst muss man sehen als Priester daran, man sieht hier den Menschen Wir sehen oft in Deutschland eine Afrikaner.
00:04:05: Und da verbinden wir mit diesem Wort Afrikerner immer Armut, Katastrophen, Aufstände und Gewalt.
00:04:14: Aber wenn man sich jetzt mal hier nach Mosambipi sieht den Menschen dann sieht man die haben genau die gleichen Bedürfnisse, genau wie wir bei uns.
00:04:24: Es ist ein Land mit vielen Bodenschätzen und viel unberührter Natur.
00:04:30: Und die Musenbikaner, die haben eine Kapazität.
00:04:34: Wenn sie die Möglichkeit haben, was aus Sicht zu machen, dann macht die das auch.
00:04:39: Wir haben Ärzte und gute Professoren, wir haben gute Lehre im Krankenhaus, die Mitarbeiter der Krankenpflegerinnen und Pflegerin.
00:04:48: Das Kapital ist da aber es kann leider nicht entwickelt werden.
00:04:52: Weil der Mensch auf keinen Zugang zur Kapitalheit und auch kein zu guter Erziehung oder Ausbildung.
00:05:00: Also Bildung, ja sicherlich eine der Aufgaben der Kirche.
00:05:04: Damit sind wir auch schon bei Ihren Aufgaben die Sie haben.
00:05:08: jetzt haben sie gerade gesagt es hat sich gereizt zurückzukehren um eine Gemeinde aufzubauen.
00:05:15: nehmen Sie doch uns mal mit in die Praxis.
00:05:17: wie baut man in Musambik eine Gemeinderauf?
00:05:22: Als wir hier bei der Claudio und ich hier hingekommen praktisch ohne leitende Priester.
00:05:30: Und die Gemeinde war uns nicht so aufgebaut, dass wir hier zweiundzwanzig christliche Gemeinschaften haben, Kapellengemeinden, andere Leute mögen auch sagen Ausstattion und in jeder Außestation gibt es ein Gremium was die Kapellengemeinde leitet.
00:05:46: Wir sind und da verantwortlich dafür jetzt sind Paredemitos Bukina Faso jetzt Ausbildung, Weiterbildung diesen Gremien dazugeben.
00:05:56: Wir hatten es gerade die Vereiratswahlen.
00:05:59: Jeder christlichen Gemeinschaft wurde ein Errat gewählt und diese Menschen, die weiter Bildung zu geben wie ein Vereirat funktioniert, wie die Wahlen sind, wie man Beschlüsse fasst
00:06:11: usw.,
00:06:12: usw.
00:06:13: Wie man die Finanzen regelt usw.. Und dann war sehr wichtig ist die Ausbildung der Kategorien Weil wir haben in diesem Jahr jetzt zweihundert und vier Vier Monen.
00:06:24: Die müssen alle vor, die haben ihren Unterricht, sie haben ihr Kategäse oder so machen ja die Kategöten.
00:06:34: Und da müssen denn die zusammengerufen werden dass sie die Sakrmente empfangen vor besonders der Sakrament der Busse usw.
00:06:43: Das ist schon viel Arbeit.
00:06:45: diese Leute eben halt auch über die Katecheten über die Katecheen, eben halt in diese Ausbildung und diese Weiterbildung oder in dieser Formation nicht für die Katechese, um diese Leute dann so weit zu bringen.
00:07:01: Dass wir die Bischof sagen können, haben wir zu.
00:07:03: Diese Menschen sind nun bereit der Sacramento Firmung zu empfangen.
00:07:08: Also so baut man kirchliche Strukturen auf, erreichen Sie denn eigentlich auch Leute die noch nie etwas vom Christentum gehört haben?
00:07:18: Gibt es sowas in Mozambik?
00:07:20: Also das ist immer eine gute Frage.
00:07:23: Wenn wir von Christen, vom katholischen Glauben her denken gibt es sicherlich viele.
00:07:28: aber bei uns in der Pfarrerei ich glaube dort haben wir vierzig fünfzig verschiedene Sekten würde man sagen und alle diese Kirchen haben eine Bibel Und die Predigen nach der Bibel und die Handeln nach der Bible, jeder in seiner Fassung.
00:07:45: Deswegen, jeder hier bei uns in der Pfarrei hat schon mal was von Christus gehört, von der Bibeltür, vom neuen Testament gehört.
00:07:53: Das ja!
00:07:54: Aber wie das ausgelegt wird?
00:07:57: Das ist glaube ich bei uns mehr fundierter weil wir eben halt die Katheten ausbilden im Bibel, in Sakramenten in wie man Katichese gibt, dass man eben halt das chrismische wirklich übermittelt und nicht so sehr mit anderen Religionen andere Sachen vermischt.
00:08:18: Zum Beispiel gibt es hier diese Prosperity Churches nicht?
00:08:22: Dass sie den Leuten versprechen.
00:08:24: ah ja wenn ihr das macht oder du das gibst dann wirst du reich und sowas und sowahs alle und da sind wir mehr.
00:08:31: sag mal Wo ich in Südenafrika war, das vergesse ich nie wieder.
00:08:35: Da haben mir mal Leute gesagt, der ist ein Pater.
00:08:37: Wir können es zu einer anderen Kirche.
00:08:39: Wir werden eure Kirchen nicht hier, da werden wir nicht eintreten.
00:08:42: Aber was wir mögen?
00:08:44: Ihr verkohlt uns nicht!
00:08:45: Ihr sagt uns die Weine und ihr sagt wie die Bibel ist und was es ist.
00:08:49: Und dann eure Gottesdienste, die dauern nicht die ganze Nacht durch.
00:08:53: Nicht dass in ein zwei Stunden untersehen sie zu Ende.
00:08:56: Ich glaube, da haben werde ich eine gute Botschaft, die Bibel wirklich so den Leuten zu vermitteln, dass sie mit der Bibel leben können und dass sie da Kraft und Hoffnung finden.
00:09:09: Also das ist ein Grund, ein sehr nachvollziehbarer Grund.
00:09:13: Liegt es vielleicht auch daran, dass die Kirche nah bei den Menschen ist?
00:09:19: Hat Sie schon mal jemand gefragt, Pater warum sind Sie eigentlich hier?
00:09:24: Ja, die Menschen, weil wir ja regelmäßig in die Christian-Gemeinschaft reinkommen.
00:09:32: Und da sind sie immer froh, dass Sie uns sehen.
00:09:36: und wenn dann endes Mal das zur Diskussion kommt warum sind wir hier?
00:09:41: Wir sind als Missionäre nicht glauben zu begleiten Gemeinschaften aufzubauen und auch dafür zu sorgen oder dass auch einheimische Jugendliche oder Mädchen auch Patres werden, oder Schwestern werden.
00:09:59: Dass wirklich die Kirche musambikanisch wird und nicht nur von Missionaren hier geleitet wird.
00:10:06: Nun ist Musambik auch ein sehr junges Land und ich habe gelesen sie arbeiten auch viel mit jungen Menschen zusammen.
00:10:16: Wovon träumt denn ein jugendlicher innen?
00:10:19: In Maputo heute lässt sich das mit den Träumen unserer Jugendlichen vergleichen oder ist es eine ganz andere Welt?
00:10:28: Und wieder hier, man muss bei Menschen ansetzen.
00:10:30: Wenn man hier sich mit den Jugendlichen unterhält und sie fragt auch wenn sie kommen welche Wünsche sie haben dann merkt man die haben genauso die Träume wie unsere Jugendliche also fast genau.
00:10:42: Die wollen einen Beruf lernen Die möchten ein Auto haben, die möchten ein Haus haben.
00:10:49: Die möchten eine Familie gründen und die möchten diese Familie als Familienfahrt auch ernähren.
00:10:55: Das Problem ist sie finden keine Berufe.
00:10:57: Sie finden keine Ausbildung.
00:10:59: Die Arbeitssituation ist für die Jugendlichen hier sehr schlecht aber trotzdem bleibt immer nicht dieser tiefe Wunsch Geld zu verdienten Haus zu haben und eine Familie zu gründen.
00:11:11: Das ist sehr stark hier bei den Jugendlichen nicht wirklich in den Gesprächen, die nicht so höher werden.
00:11:19: Und kann die Kirche etwas tun um diese Wünsche wahrwerden zu lassen?
00:11:24: Stichwort Bildung.
00:11:27: Wir haben hier die Katholische Universität nicht, die hier in Usubiki Maputo und Bäre und den anderen Provinzstätten nicht Leute ausbildet.
00:11:39: Dann haben wir unter der Leitung der Kirche auch verschiedene Schulen und Gymnasien, wo eben halt die Kirche diese Schulen leitet.
00:11:51: Und eben halt auch nicht mit, dass man Leute unterstützt, die zum Beispiel überhaupt keine Möglichkeit haben mal zur Schule zu gehen.
00:11:59: Und hier die Leute haben diese Möglichkeiten, viele Leute.
00:12:02: Und dass auch wir auf solche Leute oder ich auf solche Menschen unterstützen, die sonst überhaupt keine Möglichkeit haben, die weisen sind und die halbweisen sind nicht, dass sie zum Beispiel im Beruf erlernen können.
00:12:16: Sei es in sechs Monaten oder sei es in drei Jahren – das machen wir schon hier.
00:12:22: Die Jungen wollen zu helfen!
00:12:23: Und dann auch Schulgeld zu bezahlen weil manche haben kein Schulgeld.
00:12:26: Hier bei uns gibt's den Leuten Nicht, die sind den Halbweisen.
00:12:30: Ja, die Mutter kriegt kein Geld oder der Vater kriegt sein Gehalt nicht und auf einmal ihr Vater hast du denn nicht?
00:12:36: Wir brauchen jetzt diese Monate bis wir das Schulgeld bezahlen und ich habe keine Transportkosten um immer nach Maputo reinzukommen.
00:12:44: Das sind dann immer so Sachen, wo man die Leute kennt und wo man dann auch gerne hilft und denen sagt ja okay hier ne da helfe ich dir dass ihr mal weiter kommst in deinem Leben.
00:12:54: Das sagt Pater Bernhard Wernke über die Arbeit der Kirche mit jungen Menschen in Mosambik.
00:13:03: Bleiben Sie bei uns hier.
00:13:04: bei Radio Horeb, nach der Musik erzählt er von Menschen, deren Leben sich dadurch nachhaltig verändert hat.
00:13:13: Radio HOREB leben mit Gott – sie hören das Magazin Weltkirche aktuell!
00:13:19: Vor der Musik habe ich mit Pater Bernhard Wernke über die Bildungsarbeit der Kirche in Mozambik gesprochen.
00:13:28: Jetzt berichtet er uns von Begegnungen, die ihm bis heute besonders in Erinnerung geblieben sind.
00:13:36: Sie sind ja jetzt schon seit Jahrzehnten in Mozumbik, gab es da so eine konkrete Success-Story also ein Lebensweg eines Menschen Wo Sie gesagt haben, mein Gott das hat sich alles allein schon wegen dieses eines Beispiels gelohnt und sich dafür einzusetzen.
00:13:55: Ja es gibt viele Beispiele nicht.
00:13:59: zum Beispiel einer der bei uns wo ich vor war in Moressa sein Abitur gemacht hat nachher Jura studiert und er hat seine eigene Firma so aufgemacht.
00:14:10: Der hatte Gäste und da haben wir ein Verein gegründet.
00:14:13: Und gestern hat dieser Verein, heute Morgen habe ich noch angerufen viele Güter gekriegt, Essen und Material, Köpfe und Reis.
00:14:21: Die haben die Akkorde von Maput im Hof, im Hafen und die werden das jetzt unter die Bevölkerung verteilen.
00:14:27: Das ist zum Beispiel eine Sache.
00:14:29: Dann war jendoch vorgestern, hatten wir doch einen junger Mann hier besucht oder schon an die vierzig nicht der, wo uns auch das Abitur gemacht.
00:14:39: Der ist Rechtsanwalt und der hatte hier so ein weiter Bildung, damit er als Schiedsrichter unter den Richtern auftreten kann.
00:14:45: Er hat hier noch eine Weiterbildung gemacht.
00:14:47: Und er sagte, weißt du was?
00:14:48: Ich habe es in dem Institut gegründet!
00:14:50: Wenn Du Materialien für mich hast, wenn Du irgendwas, Computer oder sowas... Geldwillig haben!
00:14:56: Das, das, dass ja viele.
00:14:58: Da habe ich viele, viele Antworten und viele Echos von diesen Leuten.
00:15:03: Das macht auch immer einen sehr froh.
00:15:07: Diese Dankbarkeit, die man erst nach Jahren sieht.
00:15:12: Also wunderbare Zeichen der Hoffnung.
00:15:15: Wir dürfen aber auch nicht verschweigen, dass es ja nicht nur Sonnenschein gibt.
00:15:21: In der Geschichte hat Mosambik einen langen Bürgerkrieg erlebt und auch heute gibt es Spannungen.
00:15:27: Und Gewalt vor allen Dingen im Norden des Landes.
00:15:32: bekommen sie da im Süden, ich glaube Sie liegen ungefähr zweitausend Kilometer entfernt überhaupt etwas mit?
00:15:40: und können sie als Kirche in Süden da etwas tun für diese Menschen die im Nord unter der Gewalt leiden müssen?
00:15:49: sagen wir mal so, wir bekommen hier in Sofen etwas mit weil wir hier Familien haben wo Familien den Angehörige da oben als Soldaten tätig sind.
00:15:59: Und es kommt dann auch vor dass die dort getötet werden und dann jetzt zurückkommen Wir dann eben, wenn das ein katholischer ist die Beerdigung haben.
00:16:09: Da merkt man schon diese Traurigkeit besonders.
00:16:12: wir hatten im letzten Jahr von einem jungen Ehemann, den man gerade verheiratet, hat ein kleines Baby und der Mann, der kam dann tot zurück.
00:16:20: Das sind ja schon traurige Geschichten.
00:16:23: So bekommt man das mit.
00:16:25: oder die Leute, die ihr Familienangreifen fliehen von da oben Die kommen hier hin und suchen sich irgendwelche Arbeit so indirekt bekommen Auf der anderen Seite, was die hier machen können.
00:16:36: Ich glaube es ist unser Bischof da oben in Pember-Don Julias, der sehr gut über die Situation immer berichtet auch über Kirche und Noten.
00:16:46: Die veröffentlicht ja immer die Berichte oder von Don Julias Und dann auch die katholische Bischos Konferenz dass sie sich eben so dagegen ausspricht.
00:16:57: aber Es ist immer geschrieben und gesagt.
00:17:00: Und dann ist immer die Akteure, die dort beteiligt sind das sehr schwer zu erreichen.
00:17:06: Es ist ja was die Gewalt anbelangt oft so dass gerade junge Menschen verführt werden Die Armen sind die keine Perspektive haben.
00:17:18: irgendwelche Gruppierungen geben ihnen diese Perspektiven indem sie einfach Geld zahlen.
00:17:26: Haben Sie das schon erlebt, dass Menschen nur deshalb nicht in Hass und Gewalt abrutschen?
00:17:33: Weil jemand da ist in der Kirche, der Ihnen zuhört.
00:17:37: Der Ihnen auch zuredet.
00:17:40: Ja, sagen wir mal bei uns Anfang des Jahres haben wir denn hier große, große Proteste sehr gewaltvolle Proteste.
00:17:49: Bei uns in der Gegend auf wo wir hier wohnen sind dann eben halt Häuser, Verbrennungsgeschäfte, Tankstellen an die Städte wurden.
00:17:56: Weil eben halt die Wahlen wo die Leute gesagt oder die jungen Leute gesagt haben das sind ungerecht!
00:18:02: Nun als ich mich dann mit unseren katholischen Jugendlichen darüber unterhalten habe danach wurde sich das alles abgeflottert.
00:18:10: da sagten sie nein wir haben nicht uns daran beteiligt und nicht dran beteiligen.
00:18:15: Ich glaube, es ist auch weil die eben eine andere Erziehung, eine andere Bildung haben und das politische System kritisch sehen.
00:18:22: Aber eben hat man auch gesehen dass man nicht mit Gewalt sowas lösen kann, das ungerechte Wahl.
00:18:28: Das glaube ich schon, dass bei uns die Katholiken oder Jugendlichen sich da nicht unbedingt daran beteiligen um ihren ganzen Foss durch Gewalt auszulassen.
00:18:39: Pater, wenn wir mal in die Zukunft blicken.
00:18:44: Was macht Ihnen Hoffnung im Hinblick auf Mozambik?
00:18:48: Also was mir Hoffnung macht das sind die Jugendlichen.
00:18:51: Die haben eine Energie und eine Resilenz.
00:18:56: Sobald ich jetzt bin, zwanzig, dreinzwanzig über Flutung hier viele Existenzen sind weggesponnen von auch von Jugendlichen oder von jungen Familien.
00:19:06: dann hatten wir diesen Jahr wieder Anfang Januar Überschwemmung.
00:19:09: Viele Existenzen, viele Hektare Land Ackerland mit Früchten die zu Erntereif waren weg, die sind weggeschwemmt.
00:19:19: und dann sieht man immer wieder wie sie immer wieder von neun anfang immer wieder vor neuen anfangen.
00:19:26: und dann diese Energie die die heim nicht so ummerkend wie wir das kennen wollen aber immer nie.
00:19:30: das geht wohl weiter und da werde ich das machen.
00:19:35: Sagen Sie mal, so ein Aufstehen immer wieder neu fangen.
00:19:40: Immer wieder neu anfangen weiterzumachen diese Hoffnung zu haben und dann auch von der Familie wie sie unterstützt werden können oder von den Onkeln oder von dem Tannen dass die eben halt nicht diese Energie haben.
00:19:53: und das ist immer das Schöne.
00:19:55: Und man darf nicht vergessen Die Leute sind sehr intelligent Wir haben sehr intelligente Politiker, wir haben sehr intelligente Professoren.
00:20:05: Die können was aus sich machen.
00:20:06: es muss nur die Struktur da sein dass sie eben halt auch diese Möglichkeit haben.
00:20:12: und das sehen wir glaube ich in Europa nicht so.
00:20:15: Wir möchten gerne die Bodenschätze haben Gas Rubine seltene Erden Grafite aber dass die Strukturen hier darunter leiden weil wir das hier in Anführungsstriche ausbeuten ohne zu sehen, wie die Strukturen sind.
00:20:31: Das ist schon wirklich ein Hindernis, dass die Leute sich so weiterentwickeln können...
00:20:39: Ein leidiges Thema in vielen Ländern Afrikas aber bleibt so offen das ich da auch mal die Vernunft durchsetzt.
00:20:46: vielleicht abschließend nochmal einen Resümee ihrer langjährigen Tätigkeit in Musambik, die natürlich noch weitergeht.
00:20:55: Aber wenn Sie zurückblicken Was haben die Menschen dort Ihnen über den Glauben beigebracht, dass sie in Deutschland wahrscheinlich nie gelernt hätten?
00:21:06: Ja.
00:21:08: Was hat die Leute hier deren Glaubens erfahren?
00:21:12: Das ist dieser unerschütterliche Glaube.
00:21:15: In dem was Sie tun.
00:21:17: und wenn Sie sich fühlen das irgendwie Jesus oder wie gesagt Gott dir begleitet Zum Beispiel hier, wir seht ihr es gerade dabei oder die Gemeinde eine Kirche, ne Fachkirche zu bauen.
00:21:30: Weil die andere zwar einfach in der Halle.
00:21:32: Wollen die eine sehr große?
00:21:34: Ja ob das Geld reicht weiß ich.
00:21:36: Ich sagte mein Gott reichten das Geld.
00:21:38: Peter!
00:21:39: Wir haben den Glauben.
00:21:40: Wir haben dem Glaubn, dass das was wird und das streibt sie an und das geht dann weiter.
00:21:45: Das geht denn immer weiter.
00:21:47: Und dann zum Beispiel für mich wenn ich hier heilige Messe zelebriere auch in den christlichen Gemeinschaften, dann ist das wirklich mit Leib und Seele beten die uns singen.
00:22:01: Ich glaube es ist sehr wichtig für uns, wo ich dann auch Antworten gekriegt habe von jungen Leuten, Bartoleine Prägti war echt gut, die hab' mich angesprochen.
00:22:10: Ich glaub', dass ist ja in dieser Zeit sehr wichtig, dass wir eine gute Prädichter haben, gute Kommunikation, die die Leute anspricht!
00:22:17: In Deutschland Was habe ich?
00:22:19: da fehlt dieser Glaube?
00:22:20: Die haben mich diesen tiefen Glaub.
00:22:22: Und die heiligen Messen, die sehen wie ein Event!
00:22:27: Die Musik muss da sein das muss da und dann wird immer geklatscht wenn der irgendwie was einer mal etwas gesoren hat außerhalb nicht der Feier.
00:22:38: Das sind so eventere Ereignisse ohne dass die Menschen damit körperleib und Seele sich darin sich einbringen oder mitfeiern.
00:22:49: Die andere Seite ist, die andere Sache ist oft haben wir in Deutschland diese übertriebene Selbstverwirklichung, die so stark ist dass man, ich sage immer eine Betonplatte über den Kopf hat wo man gar nicht mehr durchkommt.
00:23:03: Man sieht gar nicht mehr das Schöne, man sieht gar nichts mehr das Göttliche.
00:23:06: Das Übernatur, das Wunderschön und was die Natur bringt.
00:23:11: Also man ist nicht offen für die Zukunft weil die Betonkarte schon da ist.
00:23:15: wenn man keine Selbstverwähligung hat ja dann wird man eben halt krank oder was weiß ich?
00:23:23: Welche Auswirkungen das hat.
00:23:25: Und hier die Menschen haben das.
00:23:26: Die haben diesen Glauben, diese Beziehung zum Übernatürlichen zu den Vorfahren und Arnen.
00:23:35: Das bewundere ich immer wieder nicht, wenn die Leute so nicht mit einem reden und man merkt ja wirklich... Wenn Gott dabei ist dann hilft er mir, wenn wir das aber auch kommen.
00:23:49: junge Menschen, wenn die da nach dem Messen.
00:23:51: Bata, wir haben diese Woche Examen da und dann kannst du das nicht sehen.
00:23:56: Dann kommen sie und wollen den Segen haben und erfüllen sich auch.
00:24:00: Wir sind jetzt gesägt und können das schaffen.
00:24:02: Das sind so diese schönen kleinen Erlebnisse, die man immer wieder hier hat.
00:24:07: Ja, Bata Werneke, dann wünsche ich Ihnen noch viele solche wunderbaren Erlehnisse.
00:24:15: Ganz herzlichen Dank für diese Einblicke in Ihr Leben und Wirken in Mozambik.
00:24:20: Und Gottes Segen!
00:24:23: Ja, weiterhin Gottes Sege.
00:24:24: Danke schön Sie können mir mal die Dinge zuschicken wenn es fertig ist.
00:24:29: Das machen wir auf jeden Fall.
00:24:30: vergelts Gott alles Gute!
00:24:33: Dankeschön!
00:24:34: Das war parter Bernhard Wernke über sein Leben als Missionar in Mozumbik.
00:24:41: Bleiben Sie eingeschaltet, gleich geht es hier bei Radio Horeb und Weltkirche aktuell weiter.
00:24:48: Dann blicken wir auf ein Thema das weltweit an Bedeutung gewinnt!
00:24:53: Welche Folgen hat künstliche Intelligenz für die Religionsfreiheit?
00:24:59: Radio HOREB ihre christliche Stimme in Deutschland mit im Magazin Weltkirsche Aktuell.
00:25:06: Als die künstliche Intelligenz vor einigen Jahren ihren Siegeszug antrat, dachten viele zunächst an bessere Computerprogramme, an Texte auf Knopfdruck oder an Veränderungen in der Arbeitswelt.
00:25:21: Papst Leo XIV lenkt den Blick in seiner ersten Enzyklika Magnifica Humanitas jedoch auf eine viel grundlegendere Frage.
00:25:31: Er warnt davor, dass künstliche Intelligenz nicht nur unsere Arbeitsweise verändert sondern auch die Freiheit des Menschen berühren kann bis hinein in sein Gewissen und seinen Glauben.
00:25:46: Was bedeutet das für die Religionsfreiheit?
00:25:49: Darüber spreche ich jetzt mit Tobias Lena von Kirche in Not Deutschland.
00:25:54: Hallo herzlich willkommen Tobias!
00:25:59: Ja, Tobias künstliche Intelligenz verbindet man meist mit Chat GPT oder mit den neuen Möglichkeiten im Berufsleben.
00:26:10: Warum beschäftigt sich eigentlich Kirche in Not damit?
00:26:13: Was hat das mit Religionsfreiheit zu tun?
00:26:16: Bitte's ja!
00:26:17: Richtig sagst, KI ist in aller Munde.
00:26:19: der Umgang mit ihr.
00:26:20: Die Nutzung aber auch die Begrenzung ist die große soziale Frage unserer Zeiten.
00:26:25: Das hat ja auch Papst Leo in seiner ersten Enzyklika Magnifika Humanitas sehr deutlich gesagt.
00:26:31: Zunächst einmal glaube ich muss man sehr grundsätzlich sagen für Leute, die nicht so ein Thema sind.
00:26:35: KI
00:26:36: verfolgt
00:26:38: per se keine Christen!
00:26:40: Aber sie kann auch Christenverfolgung und Einschränkung von Religionsfreiheit deutlich effizienter machen.
00:26:46: Und genau deshalb beschäftigt sich Kirchenot mit diesen Themen.
00:26:50: Wir dokumentieren ja seit Jahrzehnten Verletzungen der Religions Freiheit weltweit, wir geben alle zwei Jahre den Bericht... mit dem Titel Religionsfreiheit weit heraus, die alle Länder, alle Religionen anschauen.
00:27:02: Natürlich besonders auch die Christen und dabei sehen wir autoritäre Staaten.
00:27:07: extremistische Gruppen verwenden immer häufiger natürlich auch digitale Technologien um religiöse Minderheiten zu überwachen und unter Druck zu setzen.
00:27:16: Die Christen sind da eine besonders betroffene Gruppe.
00:27:19: KI kann man sagen wirkt wie ein Verstärker sie werte Datenmengen aus macht Kontakte sichtbar und kann Menschen identifizieren die ihren Glauben eigentlich verborgen halten möchten.
00:27:30: Und deshalb geht es darum, nicht nur KI zu nutzen sondern sie auch in die guten Hände zu legen nach Möglichkeit und vor allem auch zu kontrollieren genau hinzuschauen wo sie als Waffe gegen religiöse Minderheiten auch gegen Christen eingesetzt wird.
00:27:45: Ja du hast das gesagt KI verfolgt selbst keine Christen aber Sie kann Christenverfolgung deutlich effizienter machen.
00:27:54: Wie muss man sich das konkret vorstellen, vielleicht an einem Beispiel?
00:27:58: Es gibt ein Land, das am besten dokumentiert ist.
00:28:01: Das natürlich auch so ein bisschen auf der Hand liegt, was Thema moderne Technologien angeht.
00:28:06: In China werden Kameras Gezichtserkennung, biometrische Daten und Mobilfunk-Infos genutzt um religiöse Gemeinschaften zu überwachen.
00:28:17: Besonders betroffen sind gerade die christlichen Kirchen.
00:28:21: KI kann einzelne Informationen miteinander verbinden und daraus ganz komplexe Bewegungs- und Beziehungsprofile erstellen.
00:28:29: Wer betet miteinander, wer besucht miteinander den Gottesdienst?
00:28:33: Wer gehört vielleicht als Gruppe, als geheime Gruppe Untergrundkirche zusammen?
00:28:38: Früher
00:28:38: musste ein Staat Spitzel einschleusen die Gottesdienste beobachtet haben.
00:28:42: heute kann schon einen Algorithmus erkennen wer regelmäßig in der Kirche geht wer Kontakt zu einem Priester hat oder welche Personen vermutlich zur gleichen Gemeinde gehören.
00:28:53: Die Verfolgung verändert sich also.
00:28:55: Sie wird automatisierter, sie wird schneller aber sie wird leider auch flächendeckender.
00:29:00: KI macht Christenverfolgungen noch schneller, sie macht es noch brutaler und noch effizienter für die Täter.
00:29:06: Darum müssen auch religiöse Daten besonders geschützt werden und das ist natürlich gerade auch in der politischen Diskussion ein sehr großes Thema wo wir unseren Beitrag leisten wollen.
00:29:19: Ja, du hast von Menschen gesprochen die gescannt werden können wenn sie in die Kirche gehen oder wenn Sie sich mit einem Fahrer treffen aber es gibt ja auch Menschen die ihren Glauben im verborgenen Leben.
00:29:33: Warum kann gerade für sie KI eine Gefahr sein?
00:29:37: Man kann uns das vielleicht so vorstellen... Jüngere Menschen, aber auch schon ältere.
00:29:42: ist die Nutzung einer Bibel-App oder der Aufruf eines Online-Gottesdienstes im Internet.
00:29:48: Informationen einholen etwas ganz um Gas selbstverständliches.
00:29:52: Vielleicht auch für Menschen, die noch gar nicht in Kontakt sind mit der Gemeinde, die sich informieren wollen über den christlichen Glauben?
00:29:58: Ist das für uns ja ganz normal!
00:30:01: Aber in autoritären Staaten kann genau das zur Gefahr werden.
00:30:05: Jeder konvertiert, jeder der sich für das Größertum interessiert hinterlässt ja auch jetzt schon digitale Spuren.
00:30:12: Er lädt vielleicht die Bibel herunter, er nimmt am Online-Gottesdienst teil, erschreibt einen Priester, besucht virtuell eine Kirche und jede einste Information für sich ist erst mal harmlos.
00:30:23: KI aber kann diese einzelnen digitalen Spuren zusammenführen und daraus ableiten, dass vielleicht jemand Christ geworden ist oder zumindest im engen Umfeld zu einer christlichen Gemeinde steht.
00:30:36: In Ländern in denen der Religionswechsel gesellschaftlich geächtet ist oder vielleicht sogar unter Strafe steht kann das natürlich dramatische Folgen haben, wenn diese Informationen in die offiziellen falschen Hände gelangen.
00:30:48: Das kann reichen von familiärer Ausgrenzung über Gewalt bis hin zum Gefängnis oder vielleicht sogar zur Todesstrafe.
00:30:55: Deshalb sagen wir bei Kirche Not für einen Konvertiten, kann digitale Privatsphäre tatsächlich eine Frage der Religionsfreiheit oder sogar eine Frage auf Leben und Tod sein?
00:31:07: Denken wir hier noch einen Schritt weiter, denn Religionsfreiheit bedeutet ja nicht nur zum Beispiel ungehindert ein Gottesdienst besuchen zu dürfen.
00:31:16: Religions Freiheit beginnt ja im Inneren des Menschen bei seinem Gewissen und seiner Freiheit zu glauben oder eben auch nicht zu glauben.
00:31:26: kann KI eigentlich auch die innere Freiheit bedrohen?
00:31:31: Das ist wahrscheinlich die grundlegendste Frage, die auch Papst Leo aufgeworfen hat.
00:31:35: Religionsfreiheit, du hast es angesprochen, schützt ja nicht nur das Recht ob ich in Gottesdienst besuchen darf was ich glaube oder was ich nicht glaube.
00:31:41: Sie schützten auch den Akt der Gewissensbildung.
00:31:45: Theologen, Judisten sprechen vom Forum intern und von innersten Bereich eines Menschen.
00:31:51: KI-Systeme lernen schon jetzt sehr viel über uns Je nachdem welche Infos für Preis geben, Ängste, Interessen, Zweifel, Gewohnheiten.
00:31:59: Dadurch können Informationen immer gezielter ausgespielt werden.
00:32:03: im Extremfall kann eben auch ein Mensch unbemerkt in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.
00:32:09: Ist religiös, anti-religiös oder auch ideologisch?
00:32:13: Denken wir an Deepfake ist vielleicht vielen Zuhörern und Zuhörenden schon bekannter Begriff ein Video das erstellt wird wo einer vermeintlich berühmten Person Aussagen in den Mund gelegt werden die sie so niemals getätigt hat.
00:32:25: Auch das lässt sich natürlich im religiösen Bereich anwenden zum Beispiel um diesem Vorwurf zu bekräftigen dem ja viele auch östliche Staaten erheben Christenseinagenten des Westens.
00:32:36: Das lässt sich jetzt leichter diese Propaganda vielleicht auch ausüben, deshalb warnen internationale Organisationen wie die OSZE davor das KI nicht nur die äußere Religionsausübung sondern auch die Freiheit der Gewissensbildung berühren kann.
00:32:52: es geht also letztlich um die Frage bleibt der Mensch wirklich frei um sich seine Überzeugungen zu bilden?
00:32:58: und da glaube ich müssen wir sehr gut hinschauen.
00:33:01: Zum Schluss noch einen Blick nach vorn.
00:33:03: Wir haben jetzt über viele Gefahren durch KI gesprochen, könnte sie auch richtig eingesetzt eine Hilfe für religiöse Minderheiten sein?
00:33:14: Das ist mir ganz wichtig darauf hinzuweisen.
00:33:16: Wir dürfen KI nicht nur als die Gefahr sehen und nicht nur pessimistisch, das bringt uns nicht weiter.
00:33:22: Wir sollten dankbar und froh sein auch über die technischen Entwicklungen, die technische Fortschritte, von denen wir alle profitieren können.
00:33:29: Also KI ist eine Chance, sie ist keineswegs noch eine Gefahr!
00:33:34: Religiöse Texte können übersetzt werden, Informationen können leichter geteilt werden.
00:33:38: Es können auch Menschenrechtsverletzungen dokumentiert werden, zerstörte Kirchen per Satellitenbild erfasst werden, Hasskampagnen frühzeitig erkannt werden.
00:33:47: Auch Kirchinot setzt sich in seiner Arbeit natürlich schon KI-Instrumente ein um effizienter und schneller helfen zu können.
00:33:55: Entscheidend ist nicht die Technik sondern entscheidend ist wer hat sie in der Hand?
00:33:59: Wer kontrolliert Sie Und zu welchem Zweck wird sie eingesetzt?
00:34:04: Religiöse Daten, ich habe es ja schon gesagt müssen eben besonders geschützt werden.
00:34:08: Keine automatisierten Religionsprofile.
00:34:12: Entscheidungen, die Menschen treffen müssen nachvollziehbar bleiben.
00:34:16: Und Überwachungstechnologie darf einfach nicht nach Möglichkeit in die falschen Hände gekommen.
00:34:22: Also künstliche Intelligenz ist für die Religionsfreiheit weder automatisch gut noch automatisch schlecht aber sie verändert das Machtverhältnis.
00:34:31: und wir stehen jetzt vor der entscheidenden Frage und da sind Christinnen und Christen auch aufgerufen mitzuwirken was Papst Leo ja so formuliert hat es geht entweder darum eine neue Turmbabel zu bauen oder die Stadt, in der Gott und Mensch gemeinsam wohnen.
00:34:47: Und ich glaube das bringt es auf den Punkt nutzen wir die KI für mehr Menschlichkeit, für mehr Mitmenschlichkeit dann ist sie in guten Händen und stehen wir gemeinsam dagegen dass sie zerstörerisch und auch im Bereich Christensverfolgung und Verletzung der Religionsfreiheit wirken kann.
00:35:04: Vielen Dank Tobias für diese spannenden Einblicke in ein Thema, das uns glaube ich noch häufiger beschäftigen wird.
00:35:18: Künstliche Intelligenz wird unsere Welt verändern und sie kann auch die Religionsfreiheit beeinflussen.
00:35:27: Mehr dazu erfahren Sie im Religionsfreihheitsbericht von Kirche in Not unter www.religionsfreiheit-weltweit.de.
00:35:39: Zum Abschluss von Weltkirche aktuell Erinnern wir jetzt an einen Mann, der schon lange vor der politischen Wende Brücken zwischen Deutschen und Tschechien gebraut hat.
00:35:51: General Leff-Prychala.
00:36:01: Vor seventy-fünf Jahren Ende Juli in den letzten Jahren sprach bei einer Europatagung in Königstein ein Mann dessen Name heute fast vergessen ist – der tschechische General Left-PRYCHALA.
00:36:18: Nur wenige Jahre nach Krieg, Vertreibung und unermesslichem Leid warb er für Versöhnung statt Vergeltung.
00:36:27: Bereits in den letzten Jahren hatte er gemeinsam mit Vertretern der Sudeten-Deutschen das Wiesbadener Abkommen unterzeichnet – ein mutiger Schritt auf dem Weg zur deutsch-tschechischen Aussöhnungen!
00:36:41: Der langjährige Bundesvorsitzende der Sudenten-Deutschen Landsmannschaft Bernd Posselt sagt dazu,
00:36:57: Ein
00:37:06: Jahr später bekräftigte Prechala diesen Weg in Königstein.
00:37:12: Der Historiker Rudolf Grulich bezeichnet seine Rede als einen Meilenstein der deutsch- tschechischen Versöhnung, Jahrzehnte bevor Watschlaff Havel das Leid der Sudeten Deutschen öffentlich anerkannte.
00:37:27: Auch Pater Wehrenfried von Straten nahm an der Europatagung teil.
00:37:33: Für den Gründer von Kirche Inot gehörte Versöhnung von Anfang an zum christlichen Auftrag.
00:37:41: Ähnlich sieht das auch Bernd Posselt.
00:37:46: Erragender Europäer, ein Motor der Versöhnung nicht nur zwischen Sudeten Deutschen und den anderen Nationalitäten und Deutschland und dem anderen europäischen Volk sondern auch der Vertriebenen mit sich selbst.
00:37:59: Der war ein großer Wundteiler!
00:38:02: Schon in die Nähe von Jürgen Warnecke hatte Pater Wehrenfried seine Landsleute aufgerufen den früheren deutschen Kriegsgegnern zu helfen.
00:38:12: Aus dieser Haltung entstand das Hilfswerk Ostpriesterhilfe, aus dem dann später Kirche in Not hervorgehen.
00:38:21: Bis heute unterstützt das Hilfswerk bedrängte Christen in aller Welt!
00:38:26: Die Länder und Konflikte haben sich verändert – doch der Auftrag ist derselbe geblieben.
00:38:32: Brücken bauen, Versöhnung fördern und christliche Hoffnung lebendig
00:38:37: halten.".
00:38:39: General Prichala brachte diesen Gedanken in den letzten Jahren mit einem Satz auf den Punkt.
00:38:47: Wo Moral und Recht herrschen, dort wird auch Frieden sein – Frieden unter den Menschen, Frieden Unter den Völkern.
00:38:58: Seine Botschaft bleibt aktuell.
00:39:02: Versöhnung beginnt dort, wo Menschen den Mut haben, den ersten Schritt zu tun.
00:39:08: Für Kirche in Not gehört dieser Geist seit den Anfängen zum Auftrag des Werkes.
00:39:24: Das war Weltkirche aktuell bei Radio Horeb und Radio Maria, am Mikrofon verabschiedet sich ihr Volker Nigewöhner.
00:39:32: ich danke Ihnen fürs Zuhören für Geld, Gott und auf Wiederhören!
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