Ein Leben für die Ärmsten der Armen in Brasilien; KIRCHE IN NOT-Delegation im Erdbebengebiert von Venezuela

Shownotes

Themen:

  • Hoffnung am Rande der Gesellschaft – Ein Leben für die Ärmsten der Armen. Mit Pater Hugo Scheer SVD, Vitória (Brasilien)
  • KIRCHE IN NOT-Delegation besucht das Erdbebengebiert von Venezuela. Mit Regina Lynch, Internationale Präsidentin von KIRCHE IN NOT

Erstausstrahlung: 19. Juli 2026; © KIRCHE IN NOT

Brasilien ist ein Land extremer Kontraste zwischen Lebensfreude, Armut und einem tiefgreifenden Wandel im Glaubensleben. Seit fünf Jahrzehnten engagiert sich der deutsche Steyler Missionar Pater Hugo Scheer vor Ort für die Schwächsten der Gesellschaft. Im Südosten des Landes, in Vitória, baute er die „Vila de Nazaré“ auf – ein schützendes Kinder- und Jugenddorf, das HIV-positiven Waisen medizinische Hilfe, Würde und eine Zukunft schenkt.

Im aktuellen Interview von „Weltkirche aktuell“ blickt Pater Hugo Scheer auf seinen Lebensweg und sein Wirken zurück. Er beleuchtet die Herausforderungen seiner Arbeit und analysiert die massiven Veränderungen innerhalb der brasilianischen Kirche und Gesellschaft.

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00:00:00: Grüß Gott und herzlich willkommen zu Weltkirche Aktuell hier bei Radio Horeb und Radiomaria.

00:00:06: Aus dem Studio der päpstlichen Stiftung Kirche Not begrüßt sie ihr Volker Nigewöhner.

00:00:12: Brasilien ist ein Land voller Gegensätze, Lebensfreude und tiefe Armut religiöse Vitalität und soziale Verwundungen, katholische Traditionen und auch massive Veränderungen im Glaubensleben.

00:00:29: Seit fünf Jahrzehnten lebt und arbeitet der deutsche steiler Missionar, Pater Hugo Cher in diesem Land.

00:00:37: In Vitoria im Südosten Brasiliens hat er unter anderem die Villa de Nazaré mit aufgebaut – ein Kinder-und Jugenddorf für HIV positive Kinder und Jugendliche, die dort nicht nur medizinische Hilfe sondern einen Zuhause, Würde und Zukunft bekommen!

00:00:58: Über seinen Lebenswirk und seinen Wirken in Brasilien, und den Wandel der katholischen Kirche dort will ich jetzt mit ihm sprechen.

00:01:07: Hallo!

00:01:07: Grüß Gott, Pater Scher!

00:01:09: Grüße Gott Herr Volker Nickerwöhnner!

00:01:11: Grüßen Gott Ihre Hörer!

00:01:13: Ja lieber Herr Pater, zunächst ein Wort zu Ihnen.

00:01:17: Sie stammen aus Olpe, leben aber schon seit vielen Jahrzehnten in Brasilie.

00:01:23: Wenn Sie jetzt Ihr Leben mal ein wenig Revue passieren lassen, wann hat in Ihnen eigentlich der Wunsch begonnen Missionar zu werden oder hat sich das so ergeben?

00:01:35: Das ist ein relativ langer Prozess gewesen.

00:01:38: Ich bin in eine katholische Familie eingeboren und sehr katholisch vorbei, die sehr aktiv zu meiner Kinder- und Jugendzeit war.

00:01:47: St.

00:01:47: Martinus in Olpe.

00:01:49: ich bin also katholitisch alphabetisiert und socialisiert worden.

00:01:53: Wir hatten dann zu Hause bei meinen Großeltern, die leider schriften.

00:01:57: Statt Gottes Jesusknabe und den Michalskalender einmal im Jahr.

00:02:02: Und mein Großeltergürtel zu dem Förderer.

00:02:05: Für einen kleinen Jungen war es immer interessant in Jesusknaben zu lesen.

00:02:09: Da standen dann tolle Geschichten drin von Missionaren weltweit, die dort arbeiten.

00:02:14: sehr viele Abenteuergeschichte natürlich auch aber damals noch kaum Fernsehen gab auch nur das Radio ab und zu eine Zahl schrift Keine Social Media, kein Internet.

00:02:26: Für einen kleinen Juni aus dem Dorfland war das dann die Tür zur Weitenwelt.

00:02:32: Wir hatten dann in Ulfen noch zusätzlich das Novitiata Palutina und sie haben sehr viele Berufe aus unserem Kreisgebiet bekommen und die dann hinterher als Visionare zum Beispiel nach Afrika kamen immer wieder zurück auch in Heimatferien und dann hatte man Kontakt mit denen.

00:02:50: wir Steiler hatten zu Das ist eine ganze Reihe von Olpern, die Watterhoff arbeitete im Kongo als Missionar.

00:03:00: Watter Kestink war der Arktiverdakteur des Stadtgottes.

00:03:04: Water Kruse war auf den Philippinen.

00:03:07: Watteredalen kam fangenschaft aus China zurück so dass dann immer wieder Kontakte da auch zu den Steilern kam.

00:03:18: dann bei mir nach einer Zeit noch.

00:03:24: dann erzählte ich irgendwann auch die Frage ja was wir jetzt mal machen wollen steilen gemeldet und hier in Sankt.

00:03:34: Sie kamen dann in den neunzelhundertsiebziger

00:03:48: Jahren nach Brasilien.

00:03:51: Was war denn Ihr erster Eindruck?

00:03:53: Was hat sie besonders überrascht oder auch fasziniert?

00:04:09: auf gut Deutsch gesagt zum Juni Scheid.

00:04:28: Das war mein erster Eindruck.

00:04:31: Was waren denn dann im Laufe dieser vielen Jahrzehnte ihre Aufgaben?

00:04:36: Man geht ja da sicherlich hin mit einem gewissen Enthusiasmus und auch mit gewissen Zielen, wie hat sich das bei Ihnen entwickelt?

00:04:46: Es war relativ unverdammt damals eine Deckengebiete in Brasilien bis jetzt immer noch und er kam dann zu den Mitbrüdern, dem Stadarmitbrüderen Nordprovinz, Sao Paulo-Provinz.

00:05:22: Waschungen sind mit neun zwanzig Jahren Fahrer einer riesen Fahrei mit hundertzwanzig Kilometern Durchmesser nur Schatterstraat und die waren sieben acht Jahre ohne Fahreinigen in den Arms und sagten da lieber wird Hilfe.

00:05:36: ich bin auch viel zu jung für solche.

00:05:40: Das war man meine erste Station Fahra und dann wurde hinterher noch Koordinator der Pastoral zurückgekommen hatte dieser Erdwieser nach Bittor, der versetzt worden ist, zusammen mit anderen Fahrain.

00:06:06: wir haben ein Hundertfünfundneinzehnte im Brasilien in dieser Gegend bis zu so angefangen Hochschulararbeit, Lehrer, Dozent und hinterher als Rektor.

00:06:26: Da kamen dann auch die Projekte zum Beispiel Ausbildung und Alleinausbildung.

00:06:38: Sie waren ja also nicht nur Hochschullehrer und Rektors wie sie gesagt haben Sie waren aber auch immer ganz nah an den Armen.

00:06:50: Wie kam es denn dazu, dass Straßenkinder und später HIV-positive Kinder zu einem Schwerpunkt oder dem Schwerpunkts ihres Lebens wurden?

00:07:05: Und wo die Kinder dann, wenn sie nicht in der Schule waren, begleitet werden konnten.

00:07:24: Was Schulaufgaben angeht?

00:07:25: Was Mahlzeiten angeht was Psychologische Betreuung angeht.

00:07:29: Was auch Sport und Tanz- und Freizeitbestattungen angeht.

00:07:33: das war die eine Seite.

00:07:34: und über die HIV Kinder bin ich gekommen da.

00:07:38: irgendeine Nacht spät saß er am Fernseher.

00:07:41: Da gab es im Brasilien eine relativ berühmte Figur die Jossoares.

00:07:44: der machte dolle Interviews und hatte dort ein Interview mit einem Priester von St.

00:07:49: Paul, der lebt mir auch, war noch sehr bekannt, Vater Angellotti und erzählte dann von seinem Arbeiten mit den Kindern.

00:07:56: Und das war zu damaligen Zeit, gab es ja keine medizinische Mittel um zur Behandlung.

00:08:04: Die Kinder wurden ihm übergeben in ein Haus.

00:08:06: nach kurzer Zeit starben sie an der Immunschwäche.

00:08:10: Das war nicht mehr ertragbar.

00:08:13: Jeden Monat zwei Beerdigungen, Kinderbeerdigung nicht.

00:08:19: Wir hatten Glück, dass bei der Deutschen Gesundheitsminister die Patente gebrochen hat.

00:08:25: Und da kamen die Medizin dann auf die Beine.

00:08:28: und dann hatten wir in unserer Diözese eine kleine Gruppe aus den neuen Geistlichen Bewegungen, die sehr viel beteten aber die hatten keine soziale Verpflichtung bisher als geschoffene Gebete.

00:09:12: Die haben mich geholfen und dort sollten die Kinder einen kleinen Schwester über zwei Jahre gebrauchen.

00:10:19: einen sehr schönen Weg gemacht, sie sind verheiratet.

00:10:23: Wir machen weiter mit den HIV-Infizierten das folgende.

00:10:44: Wir haben jetzt mehr Hausbesuche nach uns in die Häuser und Eltern.

00:10:54: Wir begleiten Sie auch dem medizinischen Stadt Vilavelia wo man an uns gebeten hat, damit im Verhältnis zu stogenabhängig oder haben auch Infiziertes um andere Krankheiten.

00:11:32: So haben wir jetzt immer zwischen zehn und zwanzig Kleinkinder bei uns

00:12:29: Genau.

00:12:30: Sie sprechen von den Erfolgen und sie haben gesagt, das ist natürlich in erster Linie ein soziales Projekt aber es ist nicht auch so dass Die Menschen, seien es jetzt die Jugendlichen aber auch vielleicht die ganze Familie dieser Kinder und Jugendlichen verändern kann.

00:12:49: Auch hin zu einem Leben im Glauben?

00:12:51: Haben Sie da auch solche Fälle erlebt?

00:12:54: Wir haben jetzt noch positive Wiederschläge denn wenn jemand stirbt ist natürlich... Aber auf der anderen Seite dass die Leute uns sagen gerade die Kinder ernautiert haben wie das Kind auch wenn es HIV infiziert ist ihr Leben verhindert hat.

00:13:14: Und zum Beispiel beim Adoptions-Dag kommen die dann zusammen immer wieder und feiern das Leben.

00:13:20: Wir sagen uns ganz klar, ohne den Glauben geht es nicht.

00:13:24: Wo waren auch?

00:13:25: ehrlich gesagt sind nicht alle katholisch denn die Zustimmung der Kinder, die Adoption wird ja vom Staat geregelt.

00:13:31: Die haben die Listen dann da liegen.

00:13:33: wer dann vorne steht und sich bereit erklärt das Kind zu nehmen bekommt das Kind nicht.

00:13:37: aber die kommen dann alle.

00:13:40: Sie sprechen immer die Gruppe, die der gleiche Weg ist natürlich katholisch.

00:13:43: Aber wir sind dann relativ offene Gespräche und versuchen auch mit den Leuten Kategäse zu machen ohne dass wir dann versuchen denen, die nicht katholisch sind, zu zwingen katholitisch zu werden sondern dass sie ihren Weg gehen und zwar selber gehen können.

00:13:58: und dann gibt es den einen den anderen sagen okay doch wer möchte uns taufen lassen?

00:14:02: oder wer möchten das Kind taufen lasse?

00:14:05: Wir müssen auch erst mal fragen ist das Kind schon getauft?

00:14:08: Soweit der erste Teil

00:14:30: eines beeindruckenden Zeugnisses gelebter nächsten Liebe von Pater Hugo Scher aus Vitoria in Brasilien.

00:14:39: Nach einer kurzen Musik richten wir den Blick auf die Kirche in Brasilien insgesamt.

00:14:45: Wie lebt der Glaube dort heute?

00:14:47: Welcher Hoffnungszeichen gibt es und welche Herausforderungen?

00:14:52: Bleiben Sie bei uns hier, bei Weltkirche aktuell auf Radio Horeb und Radio Maria!

00:15:09: Doch auch dort verändert sich das religiöse Leben spürbar.

00:15:14: Über die Kirche in Brasilien, ihre Lebendigkeit, ihre Herausforderungen und die Hoffnung auf eine missionarische Zukunft habe ich gesprochen mit dem steiler Missionar Pater Hugo Cher aus Vitoria.

00:15:29: Jetzt haben sie Pater Scheer gerade schon gesagt, Sie haben auch schon mit Kirchenot zusammengearbeitet.

00:15:34: Kirchennot ist natürlich eher so ein dezidiert seelsorglich orientiertes Hilfswerk.

00:15:41: Welche Projekte haben Sie denn da gemeinsam in Angriff genommen?

00:15:45: Das war damals die ganze Zeit mit uns.

00:15:48: Der hatte jetzt Afrika auf.

00:15:50: Genau richtig!

00:15:51: Und bestellen Sie bitte viele Grüße.

00:15:53: Mache ich sehr gerne ja.

00:15:55: Die Seelsorge war dann teilweise... Hilfe für einheimische Schwesternorganisationen, Hilfe für die Priestausbildung.

00:16:04: Hilfe für Kategäse.

00:16:07: Hilfe zum Beispiel auch die Bücher, die sie ja rausgegeben haben mit unserem Verlag in Estelia, in Spanien, Creio und andere.

00:16:16: Ich glaube dann Kategæse für die Jugendlichen, die Bibel für den Jugendlichen.

00:16:20: Die haben wir dann auch bekommen.

00:16:21: Wir haben eine große Zahl bestellt.

00:16:24: Wie kriegten die da meistens bei der Firmung?

00:16:29: Das letzte Projekt, von dem ich weiß war

00:16:32: dann

00:16:33: für das Priss-Seminar bei uns.

00:16:36: Wir haben Geld bekommen und die Prise bekamen.

00:16:44: Das Geld ging aber zum Priss Seminar um die Prisausbildung zu unternehmen.

00:16:54: Wir haben das immer so gelernt.

00:16:55: Brasilien, das Katholischste weil das größte katholische Land der Welt.

00:17:01: heute hört man aber immer wieder wächst Der Einfluss Evangelikaler Gruppen sehr stark.

00:17:07: auch der Sikularismus ist natürlich auf dem Vormarsch während der Katholiken Anteil sinkt.

00:17:14: Wie erleben sie diesen Wandel vor Ort in der Kirche Aber auch in der Gesellschaft?

00:17:20: was uns neu?

00:18:00: Das

00:18:05: war nicht immer verwurzelt wahrscheinlich, ne?

00:18:12: Entweder war man gerade im Süden Brasilien, aber bei uns gehörte man der Lutherischen Kirche an oder der Katholische Kirche.

00:18:19: Und selbst die afrikanischen Ursprungs, die durften sich ja jahrelang auch nicht solche Identifizierungen gehört haben.

00:18:29: Sie haben jetzt große Schwierigkeiten mit den Neupfings dann denen auf die Kirchen, sie auch täglich an der ganzen Gesellschaft hinein uns fragen lassen was ich gemacht habe.

00:18:56: Aber wo müssen wir andere neue Akzente aussetzen?

00:19:03: Ja, da müssen wir ja zunächst auch ein bisschen differenzieren.

00:19:07: Ich glaube, wir müssen differenzierend zwischen Freikirchen die ihren Glauben einfach anders leben und eben diesen Neufingstlern wie sie gesagt haben, die da vielen mit Geld und Macht herumwedeln und teilweise vor Gewalt nicht zurückschrecken.

00:19:24: aber bleiben wir jetzt mal bei der katholischen Kirche.

00:19:29: wo ist die katholische Kirche denn stark?

00:19:32: Wann ist sie attraktiv, was schätzen die Menschen nach wie vor an der katholischen Kirche.

00:19:39: Also wenn wir bei uns die Leute fragen... Wir haben ja selber erhebt zwei Mal in den letzten Jahren und meinem faschen Institut.

00:19:48: Die Katholische Kirche wird sehr geschätzt aufgrund ihres sozialen Einsatzes, aufgrund Ihres Einsatz für Menschenrechte, auf Grund ihres Einsatzes für die Armen und Entrechteten.

00:19:59: Da sagen selbst die Fingstler, Neufingster Das ist die Katholische Kirche.

00:20:04: Da muss man hingehen, da wird einem geholfen und uns geholft auch.

00:20:08: Und zwar unabhängig von der Religions- oder von der Kompressionszüberigkeit.

00:20:13: Da werden wir immer noch sehr hoch geschätzt.

00:20:16: Das Zweite, wo wir stark sind, ist was wir so im Allgemeinen als Forstkatholizismus bezeichnen.

00:20:25: Wir haben es zum Beispiel in Bittoria auf einem Villa Vélia, das ist die Nachbarstadt, das gehört zum Großraum Bittorias hinzu Das Heiligtum unserer lieben Frau von den österreichischen Freuden, das ist der offizielle Name.

00:20:39: Aber unter den Leuten heißt das unsere liebe Frau von Der Penya, Penya ist Fels.

00:20:44: Das Heiligstum die Kirche Gabelle ist aber in Felsen drauf und es ist seit über fünfhundert Jahren jetzt dem Franziskan am Anfang.

00:20:53: Und unser erster Erzbischof hat dann angefangen dieses Fest dem Fest mehr Wert beizugeben so dass wir heute Das hängt Oster, Sonntag, Dinovene und geht dann durch bis den Montag nach Felsen-Sondagen.

00:21:11: Da ist dann das Hochfest ein Feiertag.

00:21:14: Unsland jetzt gehört es sogar zum kulturellen Eigentum Brasiliens.

00:21:19: Ist dann z.B.

00:21:20: jeden Tag sind Gottesdienste mit zwanzig, dreißig Tag geteilt von dorthin Und die große Ballfahrt ist da bei Millionen Menschen, würden mit dazu den Glauben zu leben.

00:21:54: Wir kennen viele Kirche auch versuchen zu unterstützen.

00:21:59: Kategäse nur die Vorbereitung uns aber auch vom Fernsehen übertragen.

00:22:29: Hier gibt die Kirche auch ein Stück Heimat und das gibt Hoffnung.

00:22:34: Gleichzeitig haben sie ja auch die großen sozialen Wunden erwähnt, also Armut, Gewalt, Drogen und zerrissene Familien.

00:22:42: Das sind alles Realitäten!

00:22:45: Wie kann denn die Kirche in solchen Verhältnissen Hoffnung geben ohne jetzt einfache Vereinfachte?

00:22:53: Antworten zu liefern?

00:22:54: oder ich könnte es auch anders fragen.

00:22:57: Was kann man jungen Menschen anbieten, wenn der Drogen-Boss der Arbeitgeber ist und halt besser zahlt als jemand, der dir einen ehrlichen Job anbietet?

00:23:10: Das ist sicher ein jammständiger Provinz mit Thor, der will ja kämpfen zwischen den Drogenbandeln.

00:23:18: Die versuchen dann das Reich einer Drogenbande zu übernehmen, dann haben sie auf einmal die ganze Nacht über eine Schießerei.

00:23:27: Da kommen natürlich immer wieder Unschuldige auch zur Tode.

00:23:30: Dann kommt die Polizei hinzu.

00:23:32: da wird immer blind geschossen mehr oder weniger.

00:23:35: Die rekotieren dann immer wieder immer mehr Jüngerleute weil die jungen Leuten auch nicht strafvoll gemacht werden können.

00:23:41: das höchste was sie bekommen sind drei Jahre in einem Jugendhaus und dann sind sie wieder draußen und sind natürlich dann nicht resozialisiert worden.

00:23:51: Und wenn sie versuchen sich dann von der Drogenbande zu lösen, da werden sie oft selber umgebracht oder einer von der Familie.

00:23:59: Das ist ein Riesenproblem und gut kann die Kirche was Drogen angeht relativ wenig machen.

00:24:04: Wo wir versuchen einzusteigen mit Gefängnisseelsorge in diesen Gemeinden wo die Drogen banden, dann hauptsächlich arbeiten, dass wir versuchen durch zum Beispiel Familienpastoral, Jugendpasto... die Jugendlichen an uns zu ziehen, wobei die Schwierigkeit da ist.

00:24:23: Wenn sie einen jünglichen Namen ein Zürcher in den Jungen verdient im Monat indem er Drogen verteilt mehr Geld als der einen Beruf hat dann ist es sehr schwer ihm beizubringen dass er diesen Drogenhandel fallen lässt auch wenn Sie ihn klar machen das er damit zwanzig zwei und zwanziger wahrscheinlich tot ist.

00:24:44: aber das ist sehr schwierig.

00:24:47: doch die Mentalität zu ändern steht man oft vor einem Berg und weiß selber nicht, was man machen soll.

00:24:57: Mit Sozialarbeiter, auch von der Stadt oder vom Land die Kirchen zusammen... Für mich ist immer noch persönlich gesehen, diese Hilfe, die wir bieten können, sind jetzt drin, sondern dass die Schule von morgens bis zum Nachmittag geht das man Sport machen muss zu Essen bekommen sodass sie dann in anschließend nicht auf der Straße herum liegen weil die ja nicht wissen, was sie machen sollen wenn Sie in einem kleinen Häuschen wohnen.

00:25:51: Wir sind fast am Ende unserer Sendung, die wir abschließen wollen.

00:25:55: Mit gleichzeitig einem Blick zurück und einen Blick nach vorn.

00:25:59: zum einen der Blick zurück auf ihr Lebenswerk.

00:26:03: wenn sie zurückblicken woran merken Sie dass sich das alles gelohnt hat?

00:26:09: Und natürlich auch der Blick nach vorne, was ist Ihre größte Hoffnung für die Zukunft der Kirche?

00:26:16: Für die brasilianischen Gläubigen und natürlich auch für Ihr großes Projekt Die Villa de Nazaré.

00:26:32: dass auch ein Zahlen bisschen damit klarmachen kann.

00:26:40: Ich hatte damals bei meiner Missionsbestimmung ausgeschlossen Ausbildung und Bildung, habe dahinter gelernt in Brasilien.

00:26:48: ich musste mich umstellen als dann unser steiler Mitbruder Erzbischohode in Mitoria und dort die Hochschule gegründet hat wie ich dort angefangen habe.

00:26:57: da muss man jetzt sagen es gab kaum Weltpriester.

00:27:00: Die Priester waren zum großen Teil Ordensleute und Ausländer Und das war für mich unmöglich, dass wir Diözösen hatten wo es keine Weltpriester gab oder nur ganz wenige.

00:27:11: Was Babsand Friskus dann mal gesagt hat der Priester muss die Schäde vorhaben er muss also Nacht den Geruch des Volkes haben er muss vom Volk gekommen für das Volk da sein.

00:27:20: und dann haben wir dann angefangen.

00:27:22: jetzt haben wir mittlerweile in unserer Hochschule die jetzt etwas mehr als vierzig Jahre steht Wir haben über dreihundert Priester ausgebildet.

00:27:31: Von diesen Darnert-Priestern sind mittlerweile schon sechs Bischefels geworden So, dass darum könnte man sagen da ist etwas geschehen.

00:27:39: Dazu kommt dann relativ viele von meinen ehemaligen Schülern.

00:27:43: die haben wir dann auch weiter geschickt zum Weiterstudium.

00:27:46: jetzt Mitte dieses Jahres sind zurückgekommen der Vater Thiago der an den Samaritans Sermo das Lizenziat gemacht in Liturgie und der Jean Custodio der ist aus Ponsam Matthäus Der hat Bibliotheologie gemacht, die werden bei uns einen Hochschulenunterricht geben.

00:28:00: Das ist z.B.

00:28:01: alle vier Rektoren der Vier-Prix Seminare sind ehemalige Schüler, sind Priester der Diözösen.

00:28:09: Die meisten Professoren bei uns sind also auch Ausgewirrte entweder Promovierte oder haben es existenzial.

00:28:16: Da würde ich schon sagen da ist etwas gelaufen und das hängt an dann auch wieder damit zusammen dass man sagen kann.

00:28:23: die Badanische Kirche muss noch eine missionarische Kirchewerte aber das hinkt aber auch davon ab dass wir nur einen Leute haben die auch ihre Ortskirche wirklich in die Hände nehmen können und weitergeben können, was sie bei uns gelernt haben.

00:28:38: Ich glaube das ist schon sehr wichtig dass wir sagen können okay jetzt kommen wir eine neue Phase nach in die Kirche also keine Kirche mehr, die importiert und zwar kräftige Pastoralprogramme ausgebildete Priester oder Ordensschwestern sondern die wirklich auch fähig ist ihre Leute sei es Priester, Ordenschwester Organs, Leute oder Laien auszubilden und sie dann auch der Kirche und der Welt zur Verfügung sind für das Reich Gottes.

00:29:07: Ich glaube, dass ist...

00:29:10: Ja, Prater Hugo Scher, Ihr Wort in Gottes Ohr!

00:29:13: Ich sage ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch und auch für ihr jahrzehntelanges Zeugnis in Brasilien.

00:29:20: Vergäls Gott!

00:29:21: Bitte schön dich immer zur Verfügung wenn Sie mich brauchen.

00:29:24: Soweit unser Gespräch mit Pater Hugo Scher über sein Leben als Missionar in Brasilien und die Herausforderungen der Kirche, in einem Land voller Gegensätze.

00:29:37: Nach einer kurzen Musik richten wir den Blick auf ein weiteres Land Lateinamerikas – Venezuela.

00:29:45: Dort Sie wissen das hat ein verheerendes Erdbeben unzählige Menschen in Not gestürzt.

00:29:52: Über die aktuelle Lage Und die Hilfe der Kirche spreche ich gleich mit Regina Lynch, der geschäftsführenden Präsidentin von Kirche Inot International.

00:30:03: Bleiben Sie bei uns hierbei.

00:30:05: Radio Horeb und Radio Maria!

00:30:08: Radio HOREB ihre christliche Stimme in Deutschland mit im Magazin Weltkirche aktuell.

00:30:15: Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela war die internationale Präsidentin von Kirche Not Regina Lynch selbst vor Ort.

00:30:26: Sie hat mit Betroffenen gesprochen, Gottesdienste mitgefeiert und erlebt wie die Kirche den Menschen in ihrer größten Not beisteht.

00:30:37: Und über ihre persönlichen Eindrücke möchte ich jetzt mit ihr sprechen!

00:30:42: Hallo, guten Morgen Regina!

00:30:48: Regina, du bist gerade diese Woche aus dem Erdbeben-Gebiet in Venezuela zurückgekehrt.

00:30:55: Du hast die Zerstörung mit eigenen Augen gesehen und bist auch den Menschen begegnet.

00:31:02: Welcher Moment hat sich dir besonders eingeprägt?

00:31:06: Was mir einfällt wenn ich dieses Bild von Laguayra hatte ist apokalyptisch.

00:31:14: Das ist unglaublich!

00:31:16: was man da sieht an Zerstörung, ist auch wahnsinnig traurig.

00:31:22: Weil nicht nur das Menschen – viele, viele Menschen haben hier zu Hause verloren und die haben ja Arbeit verloren aber vor allem sie haben ihr Liebsten verloren, ihr Verwandten.

00:31:35: Und ein Bild habe ich in den Kopf von letzten Mittwoch.

00:31:41: am Abend waren wir in einer Gottesdienst, in einer Kirche in Laguira.

00:31:48: Da waren auf einem Tisch dreizehn Holzkisten und das waren die Reste von dreizehnt Personen, die eingearscht würden und ihr, was weiß ich, Ihr Bruder, Ihr Schwester, Vater, Mutter, Kind je weiß hat das reingetragen was das Ding wieder rausgetragen, weil die Krankelorium, die Kolumbarium, die man dort verwendet für die Reste sind so voll.

00:32:21: Das heißt, die Personen mussten die Asche wieder mitnehmen und es war so traurig!

00:32:28: Man hat gesehen wie die Leute getraut haben auch.

00:32:32: Ich glaube da ist es so viel realistisch geworden für mich was da passiert ist.

00:32:37: Hoffnung?

00:32:38: Ich muss sagen, ich war so beeindruckt von die Personen selbst in Venezuela.

00:32:44: Die jetzt auch in ihrer Armut sofort geholfen haben mit Venezuelaner in Laguara und in Caracas.

00:32:56: Also das ist ein Volk was wirklich auch in Armut so viel von sich gibt, sei es Essen oder Wasser oder Medikamenten oder Zeit.

00:33:10: Wir haben sehr viele Freiwillige gesehen die geholfen haben die Hilfe zu verteilen oder im Charakter zum Beispiel überall in der Stadt wo es Platz gibt gibt es diese Plastik selten wo die Obdachlosen jetzt die Leute die ihr Haus verloren haben unter der Sonne oder im Regen aushalten müssen.

00:33:33: Und das sind Freiwillige zum Beispiel, die ein Programm machen mit dem Kind und so.

00:33:38: Also diese Großzügigkeit, dieses Solidarität von den Einwohner selbst von Venezuela hat mich sehr stark beeindruckt.

00:33:49: Kirchenot hat sehr schnell Soforthilfe auf den Weg gebracht.

00:33:54: Warum konnte die Hilfe so rasch und so wirksam bei den Menschen ankommen?

00:33:59: Ich glaube, weil es sehr schnell ankam.

00:34:03: Also wir arbeiten nur mit der Kirche und man muss auch sagen, nur die Kirche ist wirklich da zu helfen.

00:34:16: Die Kirche,

00:34:17: d.h.,

00:34:17: die Bischöfen oder auch ihre Caritas haben sehr viele Erfahrungen gesammelt über den letzten Jahren.

00:34:24: von diese Cruises, von der Chavez-Regierung musste die Kirche sich um die Menschen kümmern und jetzt, weil sie diese Erfahrung hat, konnte auch der Kirche sehr schnell reagieren.

00:34:40: Das ist in einem Nachmittag passiert.

00:34:42: am Tag direkt danach war der Bishops' Conference zusammen mit Iran Karitas am Ortensteller, um anfingen zu sehen wie sie helfen würden und so weiter.

00:34:55: Das heißt wir haben sehr zühlvernäßige Partner in ein Land was leider für seine Koalition sehr bekannt ist mittlerweile.

00:35:05: Und ich glaube das ist wichtig auch für unsere Wohltäter zu wissen.

00:35:11: Das Geld kommt an und wird wichtig verwendet von der Kirche für die Menschen.

00:35:19: Die ersten Tage nach einer Katastrophe sind immer das eine, aber wir wissen auch der Wiederaufbau wird die Menschen noch lange beschäftigen.

00:35:29: Wo wird die Kirche und damit natürlich auch Kirche in Not in den kommenden Monaten besonders gebraucht?

00:35:37: Du hast es gerade angedeutet dieses Erdbeben ist ja nicht das einzige Problem dass das Land hat.

00:35:46: Wie sieht denn jetzt die Perspektive aus und welche Hilfe wird jetzt vor allem gebraucht für die nähere Zukunft?

00:35:55: Also wir zum Beispiel.

00:35:57: unsere Hilfe ist auch gedacht, auch in der Zukunft um die Priester und die Schwersten und die Laien zu unterstützen.

00:36:06: Die mit dem Opfern jetzt arbeiten weil viele von den Priester haben zum Teil ihre Häuser verloren.

00:36:15: Die Laien haben ihr Häuser verloren, die haben Familienmitglieder verloren.

00:36:20: Aber trotzdem arbeiten sie weiter, sei es in Caritas oder in Kliniken oder in der Fahreihe.

00:36:27: Also Sie brauchen eine finanzielle Unterstützung.

00:36:31: Die brauchen aber auch Trauma-Healing damit sie mit den Opfern für sich selbst und dann damit Sie mit den Opern arbeiten können wie sie mit denen umgeht.

00:36:42: Natürlich, Kirche.

00:36:43: Not wird auch also gefragt in der näher Zukunft zu helfen für den Wiederaufbau von Kirchen, Häuser für Priester und zum Beispiel.

00:36:55: Ein Seminar in La Guaira ist sehr stark beschädigt.

00:36:59: Nächsten Monat im August fährt ein Team von unseren Projektabteilen fährt hin um mit dem beiden Bischofen der Erzbischöpfung Caracas und der Bischef von la Guaíra genau zu sehen, welche Gebäude sind jetzt in Wiedermuster total neu gebaut werden oder welcher könnten repariert werden.

00:37:22: Ich glaube das sind in der nächsten Zeit.

00:37:25: man fragt sich auf den national also von der Seite von die Regierung wie werden sie diese Situation wieder in Ordnung bringen?

00:37:35: Da sind Man spricht von zuhundertfünfzigtausend Personen sind jetzt obdachlos.

00:37:41: Die Häuser, die große Blöcke vom Wohnen

00:37:45: usw.,

00:37:46: man kann nicht mehr drin wohnen.

00:37:48: Die sind so stark beschädigt, die, die noch stehen.

00:37:51: Also bei anderen ist es wirklich eine Frage von Tumor.

00:37:56: Aber wie gesagt, der Kirche ist da, der kirche ist organisiert und der Kirsche ist zuverlässig.

00:38:03: Und ich glaube das ist sehr gut dass wir Kirchennot mit dieser Kirche arbeitet.

00:38:09: Und ich möchte nur noch mal betonen, einen großen Dank von mir aber auch von den beiden Bischöfen Monsieur Björd vom Caracas und Monsieur Pablo von La Guaira.

00:38:22: Einen großen, großen Dank an alle die durch Kirchenot die Menschen in Venezuela unterstützt haben!

00:38:31: Also wir können zusammenfassen, die Hilfe kommt an und sie ist bitter notwendig genau wie auch das Gebet was ja auch die Menschen so sehr stärkt.

00:38:42: Was Sie ja auch immer wieder betonen.

00:38:44: Vielen Dank Regina für diese kurzen Eindrücke von dieser Reise Und Gottes Segen für deine weitere Arbeit vor allen Dingen Auch Für Die Kirche in Lateinamerika In Venezuela.

00:38:57: Sehr gerne Ja auf Wiederhören.

00:39:00: Liebe Hörerinnen und Hörern, wer informiert bleiben möchte über die Lage Venezuela findet aktuelle Informationen auf den Internetseiten www.kircheinnot.de.

00:39:15: Vor allem aber das hat die Reise auch gezeigt bitten die Christen dort um unser Gebet.

00:39:21: vielleicht wäre das mal eine Anregung Das fürbittende Gebet nicht nur für verfolgte Christen, sondern auch für notleidende Christen.

00:39:31: Als Fürbitte in den Sonntagsgottesdienst hineinzunehmen.

00:39:35: oder aber beten Sie mit Kirchenot!

00:39:39: Nächste Gelegenheit dazu besteht am nächsten Mittwoch zur Fessbar hier auf Radio Horeb um siebzehn Uhr dreißig.

00:39:48: Ihnen daheim, vielen Dank fürs Zuhören.

00:39:52: Eine gute Woche und Gottes Segen wünscht ihnen ihr Volker Nagewöhner!

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