Das neue Syrien: Junge Christen im "islamischen" Staat; Nach dem Erdbeben: So hilft KIRCHE IN NOT in Venezuela
Shownotes
Die Themen:
- Das neue Syrien: Junge Christen im "islamischen" Staat; Mit Pater Gerald Baumgartner, Aleppo
- Nach dem Erdbeben: So hilft KIRCHE IN NOT in Venezuela. Mit Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland
Erstausstrahlung: 5. Juli 2026; © KIRCHE IN NOT
Nach dem Sturz des Assad-Regimes erlebt Syrien einen historischen politischen Umbruch. Während viele Menschen auf einen Neuanfang hoffen, prägen gleichzeitig große Unsicherheit, wirtschaftliche Not und die Sorge vor der Zukunft den Alltag. Ein Mann kennt diese Realität aus nächster Nähe: Der österreichische Jesuitenpriester Gerald Baumgartner. Er lebt in Aleppo, arbeitet dort mit Jugendlichen und leistet seelsorgliche Begleitung. Im heutigen Gespräch teilt er seine persönlichen Einblicke direkt aus dem Krisengebiet.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Grüß Gott, liebe Hörerinnen und Hörern von Radio Horeb und Radio Maria.
00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Weltkirche Aktuell!
00:00:10: Am Mikrofon begrüßt sie ihr Volker Nigewöner.
00:00:14: Wie geht es den Christen im neuen Syrien?
00:00:18: Diese Frage stellen sich viele seit das Assad-Regime gestürzt wurde und das Land einen politischen Umbruch erlebt.
00:00:27: Die Hoffnung auf einen Neuanfang waren groß.
00:00:30: Gleichzeitig bleiben jedoch Unsicherheit, wirtschaftliche Not und die Sorge um die
00:00:36: Zukunft.".
00:00:38: Mein heutiger Gesprächsgast kennt diese Wirklichkeit aus nächster Nähe.
00:00:43: Gerald Baumgartner ist Jesuit aus Österreich und lebt in Aleppo.
00:00:49: Dort arbeitet er vor allem mit Jugendlichen und begleitet die ihm anvertrauten Menschen seelsorglich.
00:00:57: Herzlich willkommen bei Weltkirche aktuell, Pater Geralt!
00:01:01: Guten Morgen, freue mich hier zu sein bei Ihnen.
00:01:04: Pater Gerald als das Assad-Regime gestürzt wurde, da haben viele Menschen von einem Neuanfang gesprochen.
00:01:12: Wenn sie als jemand der diesen Umbruch miterlebt hat zurückblicken war diese Hoffnung berechtigt?
00:01:20: Ich würde sagen, also die Hoffnung auf einen neuen Anfang.
00:01:23: Politisch gesehen auf jeden Fall!
00:01:25: Das Land stand politisch über fünfzig Jahre im Stillstand unter der Ersatzdiktatur.
00:01:33: Ich würde aber trotzdem sagen wir sind noch immer im Umbruch.
00:01:37: Noch immer ist keine wirkliche Stabilität da in dem Sinne dass man wüsste wie die Zukunft ausschauen könnte.
00:01:45: Noch Immer sitzt die Regierung zwar relativ fest im Sattel, aber es ist noch nicht alles wirklich geordnet.
00:01:53: Also es ist auf jeden Fall etwas Neues da wie das Ausschauen wird in der Zukunft.
00:01:58: Das lässt sich bis jetzt noch nicht wirklich sagen.
00:02:03: Es gibt Veränderungen.
00:02:04: Die Veränderung sind auch spürbar Aber nicht alle die ich jetzt unbedingt als positiv ansehen würde Viele die aber tatsächlich des lebenden Menschen auch erleichtern.
00:02:15: Sie sagten gerade, die Veränderungen sind spürbar.
00:02:18: Wie ist das denn konkret?
00:02:19: Wenn sie morgens durch die Straßen gehen, woran merken Sie zuerst dass Syrien ein anderes Land geworden ist?
00:02:28: Einerseits an den Geldwechselern, die plötzlich da sind.
00:02:30: also früher war der Tolle zum Beispiel verboten.
00:02:33: Man merkt es gibt tatsächlich mehr Strom.
00:02:36: Also ganz ganz schwieriges Thema war die Energieversorgung als ich noch in Homs gelebt habe, das ist im Mittelzyren.
00:02:44: Das ist jetzt vier Jahre her fünf Jahre.
00:02:47: da hatten wir teilweise Viertelstunden, halbe Stunde Strom am Tag.
00:02:51: Das sind wirklich mehrere Stunden.
00:02:53: es ist noch immer rationiert aber so dass man es eigentlich fast nicht mehr spürt.
00:02:58: Das is ein Riesenunterschied gleichzeitig.
00:03:01: das sieht man jetzt nicht auf den Straßen wenn man geht Aber es ist alles sehr viel teurer geworden.
00:03:07: Das Leben ist früher war alles knapp aber subventioniert.
00:03:11: Das heißt, man muss sich sehr einschränken und konnte es sich leisten.
00:03:16: Jetzt ist sozusagen der völlig freie Markt die Mieten gehen durch die Decke.
00:03:21: Die Strompreise auch also die Ärmsten trifft trotzdem wieder.
00:03:27: Man muss sich ja immer vor Augen halten dass dieser Zustand jetzt seit fast fünfzehn Jahren andauert.
00:03:35: Also zunächst Krieg-Bürgerkrieg dann auch die Zeit des Terrors gegen Christen und andere Minderheiten, Wirtschafts-Sanktionen des Auslands.
00:03:48: Die Folge davon eine Wirtschaftskrise und Erdbeben gab es ja auch noch.
00:03:54: Was davon hat die Menschen eigentlich am meisten erschöpft?
00:03:57: Ich glaube am meisten hat die menschen erschöpf... Diese Liste, dass alles so hintereinander gekommen ist in Sequenzen.
00:04:07: Dass immer wenn Leute ein bisschen Hoffnung geschöpft haben.
00:04:11: jetzt können es besser werden.
00:04:13: die Hoffnung zerstört worden ist und das ist glaube ich wahrscheinlich wenn man über die gesamte Gesellschaft anschaut wo sich am meisten durchzieht flächendeckend in ganz Syrien diese einfach lang an der Unterschöpfung und diese Enttäuschung der Hoffnung.
00:04:31: Zusätzlich dazu gibt es dann natürlich gewisse einzelne Erlebnisse, je nachdem wo jemand gelebt hat während des Kriegs, je noch dem wie nah jemand war am Krieggeschehen die nochmal besonders herausstechen ist jetzt aber eher auf der individuellen Ebene oder auf der Ebene von bestimmten Gemeinschaften an bestimmten Orten.
00:04:50: also diese Unsicherheit Diese Enttäuschung die immer wieder gekommen sind die einfach unglaublich ermüdend ist.
00:04:58: Irgendwann ist der Mensch an einem Punkt, wo er fast keine Hoffnung mehr schöpfen kann – weil es sich immer wieder zerstört worden ist.
00:05:05: Genau da sitzt natürlich unsere Arbeit an, dass die Menschen durch den Glauben eine Neuaufungsperspektive schöpfe können.
00:05:14: Einerseits für sich selbst Kraft schöpfen können, aber andererseits versuchen wir in unseren Zentren und in unseren Kommunitäten, in den Klöstern und in den Kirchen, sichere Orte zu schaffen, wo sie tatsächlich auch Veränderungen erleben können als in der kleinen Gemeinschaft.
00:05:33: Sie wollen den Menschen Hoffnung vermitteln?
00:05:36: Aber wie ist das wenn Sie heute mit Christen sprechen?
00:05:40: Wovor haben die am meisten Angst?
00:05:42: vor einer neuen Verfolgung oder aber auch davor dass ihre Kinder das Land verlassen?
00:05:49: Das ist ja auch immer ein großes Thema und das letztlich niemand mehr bleibt.
00:05:54: Also je mehr Christen gehen, desto enger wird es natürlich für die, die bleiben.
00:06:01: Wenn unter der Prämisse dass sie sich sozusagen als Gesellschaft innerhalb der Gesellschaft verstehen... Ich würde sagen Angst ist auf jeden Fall da!
00:06:12: Es ist Angst davor Verfolgung, das ist Angst dafür da einfach nicht mal ein Christ in diesem Land existieren kann.
00:06:21: Angst ist aber subjektives Gefühl.
00:06:24: Also Angst ist nicht unbedingt gedeckt durch die Wirklichkeit dahinter, sondern es auch oft ein Produkt der Erfahrungen, in denen er bisher gemacht hat.
00:06:35: Die Erfahrungen die dann plötzlich aufleben wenn gewisse Sachen passieren.
00:06:40: Sie ist aber auch nicht völlig unbegründet das will ich nicht sagen.
00:06:43: also wir haben jetzt den Jahrestag gehabt des Sprengstoffanschlags auf die Kirche in Dweller mit über zwanzig Toten.
00:06:51: Das bleibt in den Köpfen drinnen.
00:06:54: Also diese Angst ist wirklich handfest da.
00:06:58: Jede Person, die das Land verlässt mit der Person verlässte auch ein bisschen Hoffnung für die anderen, die hier noch da sind des Landes.
00:07:08: Insofern versuchen wir natürlich in unserer Mission für die Hoffnung In aller Freiheit die Leute zu begleiten, also ich werde niemanden unter Druck setzen und sagen na du musst ja bleiben das ist deine Verantwortung.
00:07:21: Das wäre übergriffig sondern sie müssen natürlich in diese Entscheidungen Freiheit fällen.
00:07:27: aber gleich der Tipp zu sagen okay auch hier in diesem Land kannst du einen Auftrag haben Auch hier in dem Land kannst Du Leben und kannst in diesem land wirken.
00:07:36: Für mich oder für uns Jesuitinnen ist es unmöglich als Christian alleine Sauerteig sein für die Gesellschaft.
00:07:45: Wir müssen Salz derde sein, wie Jesus gesagt hat.
00:07:47: Wir mussten in Dialog treten mit den Muslimen und Musliminnen in Island, mit den anderen Gruppen.
00:07:53: Anders bleiben wir in einem Ghetto und bleiben wir alleine.
00:07:57: So ist auch unser Ansatz.
00:07:58: in den meisten Zentren wo wir Kulturarbeit leisten machen wir das immer mit Leuten verschiedener Religionen.
00:08:04: also unsere Aufgabe ist nicht nur Hoffnung für die Christen sondern Versöhnung in diesem Land voranzutreiben.
00:08:11: Das ist, glaube ich wesentliche Auftrag für die Kirche im Allgemeinen.
00:08:17: Sie arbeiten vor allem intensiv mit Jugendlichen und wenn jetzt ein junger Christ heute von seiner Zukunft spricht.
00:08:27: wovon träumt er da?
00:08:29: Gibt es da konkrete Vorstellungen und wie gehen sie darauf ein?
00:08:34: Sie sagten gerade, sie wollen den Menschen zeigen dass sie vielleicht auch hier ihren Platz haben.
00:08:41: Aber andererseits könnte man auch fragen, können Sie das den jungen Menschen verdenken wenn die auswandern wollen?
00:08:48: Absolut nicht und ich respektiere es tatsächlich!
00:08:52: Ich sehe die Not der jungen Menschen.
00:08:55: Einer hat zu mir gesagt, also man muss auch sagen dass das akademische Niveau oder Ausbildung hier extrem niedrig ist durch die Jahre des Bürgerkriegs, dass die den meisten gut gebildeten Menschen ausgewandert sind.
00:09:10: Das ist ganz klar!
00:09:12: Also die, die geblieben sind in den Universitäten und Schulen sind nicht die Creme de la Crème normalerweise.
00:09:19: Es ist auch eine Sache wo wir arbeiten müssen.
00:09:22: Mir hat einer gesagt, er würde so gern.
00:09:26: Er sieht einen Auftrag für das Land ist Mediziner.
00:09:30: Er möchte hier leben und Psychiater werden aber es gibt keine gute Ausbildung dafür dass er etwas macht und den Menschen nicht zu helfen kann wie er gerne wollte und will nach Deutschland ausreisen.
00:09:44: Es gibt selbst für die die ganz ehrlich sagen Ich fühle mich gesandt.
00:09:52: Ich fühl, dass ich einen Auftrag habe für die Menschen.
00:09:55: Selbst sie sagen wie kann ich diesen Auftrag überhaupt zuirklichen?
00:09:58: Und dann ist nochmal die ganz menschliche Ebene, wo viele einfach Sachen... ...ich will einfach ein normales Leben führen!
00:10:05: Ich will einfach eine Familie gründen und nicht Angst haben müssen, dass irgendwas passiert meinen Kindern!
00:10:12: Ich wil einfach eine Zukunft aufbauen und sehe das mir die Wurzeln in diesem Land abgehackt worden sind.
00:10:20: Also die Arbeit natürlich für uns hier und für mich besonders als Ausländer.
00:10:25: Ich bin in den meisten Kontexten, wo ich wirklich der einzige Auslänger will.
00:10:31: Ist das natürlich ein Spagat?
00:10:32: Dass ich kann.
00:10:32: den Menschen, die wirklich fünfzehn Jahre hier Kriege erlebt haben, kann ich nicht sagen ja, fast schon easy bleiben wir da!
00:10:39: Das wäre nicht in Ordnung sondern ich begleite sie und versuche Raum zu schaffen für alle Fragen, die Sie haben dass sie über ihre Sendung in ihrem Leben nachdenken können, darüber beten können und dass sie anhand christlicher Werte ihr Leben führen können.
00:10:59: Und wenn Sie mit gutem Gewissen und in aller Freiheit sagen, meine Entscheidung führt mir aus diesem Land heraus dann respektiere ich das.
00:11:08: Also für mich als Seesorger wäre es gefährlich zu sagen Ich habe ein Agenda und ich will alle irgendwo dahin manipulieren damit sie jetzt hier im Land bleiben weil das mein politische soziale Ansicht ist.
00:11:20: Erster Lied bin ich Seelsorger und versuch den Menschen diesen Freirom zu geben, aber natürlich vertritt ich bestimmte Werte und wenn es geht hier eine Atmosphäre zu schaffen in dem Leute wirken können für Versöhnung und für Frieden dann versuche ich das so gut ich kann es unterstützen.
00:11:41: Mich hat in diesem Zusammenhang ein Bild beeindruckt, das bei uns bei Kirchenot die Runde gemacht hat.
00:11:49: Jugendliche haben ihre zerstörten Städte gezeichnet und daneben einen Kreuz Christi.
00:11:58: Was erzählen solche Bilder über den Glauben auch dieser jungen Menschen?
00:12:04: Ist diese Glaube ein wirklicher Anker jetzt in dieser Zeit?
00:12:08: Absolut!
00:12:11: Das war ein Workshop, den ich gemacht habe mit den jungen Studierenden, so einen Zwanziger.
00:12:18: Und das war während der Austauschgruppen gehabt und da war auch die Frage also was willst du mit dem Kreuz gemalt?
00:12:26: Also einfach so zum Malen und dann eben diese Stellen freigelassen daneben.
00:12:31: Die Frage ist was willst Du und was wollt Ihr als Gruppe auch neben dieses Kreuz legen?
00:12:38: Was liegt euch auf dem Herzen, das ihr da hinlegen wollt?
00:12:42: Und dann haben sie diese zerstörten Städte gemalt.
00:12:48: Die Person davor, die Maske trägt, wo er lachendes Gesicht ist und wohin er schreie oder leere.
00:12:55: Also sehr starkes Bild!
00:12:58: Ich glaube der Glaube schafft einen Platz für Sie, schafft eine Möglichkeit und ein Freiraum wo sie wirklich ihr ganzes Leben hineinlegen können.
00:13:10: Wo Sie wirklich sorgen können, also da haben meine Ängste Platz, da habe meine Hoffnungen Platz Da hat alles Platz was ich erlebt hab und meine Träumeplatz was ich erleben will Und so sich heranzuführen wirklich ganz dazusehen und vielleicht auch was zu empfangen im Glauben.
00:13:32: Und das muss ich sagen, das sehe ich ständig und das sehe fast jedes Mal wenn ich irgendwo auf einer Lager fahre.
00:13:38: Wenn wir Exerzitien machen, wenn wir so geistliche Übungen machen oder Meditationen... Das Gott was bewirkt in den Menschen!
00:13:48: Dass hoffnungslosen Situationen tatsächlich Hoffnung schöpfen können.
00:13:53: Dass in Situationen wo eigentlich sie vor allem nur Angst gespürt haben, Art von Mut spüren also vielleicht noch gar nicht Zuversicht.
00:14:02: Zuversicht würde ich schon sagen, dass Sie es irgendwie positiv ausgehen.
00:14:04: Aber das zu sagen okay... Nein!
00:14:06: Es ist auch meine Verantwortung als Christ was zu verändern und ich fühle mich in dem Glauben geborgen.
00:14:14: Und da ist glaube ich das Kreuz Christi als unser wesentliches Zeichen als Christin.
00:14:20: Das Wesentliche Zeichen wo wir es sagen im Kreuz ist nicht einfach nur folte Instrument oder das Kreuze spricht nicht vom Tod sondern von der Hoffnung auf Leben.
00:14:30: Dieses Symbol des Kreuzes spricht, glaube ich noch besonders in diesem Kritikst.
00:14:34: Pater Gerald Baumgartner aus Aleppo ist heute Gast bei Weltkirche aktuell auf Radio Horeb.
00:14:42: Mit ihm spreche ich über die Hoffnung, die viele Christen in Syrien trotz Krieg Terror und wirtschaftlicher Not aus ihrem Glauben schöpfen – und über seinen Versuch Orte zu schaffen an denen Versöhnung wachsen kann!
00:14:58: Nach einer kurzen Musik sprechen wir weiter über die Frage, was diesen Jesuiten selbst trägt wenn ihn das Leid der Menschen an seine Grenzen bringt.
00:15:10: Bleiben Sie dran!
00:15:11: Radio Horeb ihre christliche Stimme in Deutschland mit dem Magazin Weltkirche Aktuell.
00:15:18: Ich habe diese Woche mit dem Jesuitenpater Gerald Baumgartner aus Aleppo über die Situation der Christen im neuen Syrien gesprochen.
00:15:29: Gerade haben wir gehört, welche Hoffnung er jungen Menschen vermitteln möchte – doch wie bleibt eigentlich ein Seelsorger selbst hoffnungsvoll wenn er Tag für Tag mit Leid und Enttäuschung konfrontiert wird?
00:15:44: Darum geht es jetzt im zweiten Teil dieses Gesprächs!
00:15:49: Sie sprechen oft von Hoffnung und sie haben auch gerade vom Empfangen gesprochen.
00:15:55: Gibt es eigentlich Tage, an denen Ihnen selbst die Hoffnung ausgeht?
00:16:00: Und werden Sie dann vielleicht ein wenig durch den Glauben dieser Menschen getragen?
00:16:07: Also ganz ist mir die Hoffnungen nie ausgegangen.
00:16:11: Da hilft mir mein Naturell, dass ich einfach ein unverbesserlicher Optimist bin.
00:16:16: Zum Glück... auch in der Realität, aber es gibt schon sehr schwierige Tage.
00:16:21: Es gibt schon Tage wo mir einfach die Worte ausgehen, wo ich vor Trümmern stehe jetzt innerhalb eines Menschen zum Beispiel auch nicht nur quasi äußerlich, aber eben auch äuzerlich, wo Ich sehr viel Zerstörung sehe und selbst nicht weise ok wie kann das weiter gehen?
00:16:40: Wo ich sage her Gott es wird schon weiter gehen und ich vertraue irgendwie drauf, aber ich weiß nicht wie Das ist irgendwie zu groß.
00:16:48: Und da ist es wirklich sehr, sehr oft so, dass tatsächlich die jungen Menschen mir Hoffnung geben und auch ihr Ehrlichkeit mir Hoffnend gibt.
00:16:55: Also ich war vor kurzem auf einer mehrtägigen Wanderung mit einer Gruppe von Kategedinnen und Kategäten, um vierzig-fünfzig waren wir – und einer hat gesagt, also er sieht seine Hoffnung auch Mediziner oder seinen Auftrag darin wie Anesthesie und Palliativkör, also Palliativemedizin machen, wo es sie in Syrien gibt und nicht gibt.
00:17:17: Da hat er immer Angst davor Menschen zu begegnen die sterben weil es wird einfach Angst vor dem Und im Gebeter davon.
00:17:27: sein Auftrag ist dass diese Kerze die gerade am Erlöschen ist für Sie zu sorgen in Würde.
00:17:33: Man habe gedacht Wahnsinn!
00:17:37: Das ist was sehr handfestes.
00:17:39: also das ist nicht irgendwie so ein ein Glaube, der irgendwie Zuckerguss auf unserem Leben ist und noch nicht irgendwas dazu oder so leere Worte.
00:17:47: Sondern es ist ein wirkliches Erleben, ein wirklicher Ringen das sehr handfeste Auswirkungen hat auf wie die Leute ihr Leben verstehen.
00:17:57: Und das gibt mir tatsächlich dann wieder Hoffnung wo ich sage okay, dass hat schon alles irgendwie einen Sinn was wir machen und daher Gott wirkt.
00:18:06: also es ist nicht nicht wir die das machen.
00:18:09: Wir bereiten höchstens das Umfeld und bereiten sozusagen die Erde, dass der Samen des Wortes Gottes irgendwie fallen kann und wachsen kann.
00:18:20: Und das Wesentliche macht nicht ich, sondern es ist wesentliche Machter Herr Gott.
00:18:23: Und zu sehen, dass er wirkt, glaubt, das gibt mir die meiste
00:18:26: Hoffnung.".
00:18:27: Das waren jetzt so die Leuchtfeuer des Glaubens?
00:18:31: Sie haben aber auch mal von einer Frau erzählt, die sagte, Ich kann nicht mehr beten durch all das Erlittene!
00:18:39: Kommt da nach so viel Leid irgendwann der Punkt, an dem Menschen nicht mehr mit Gott sprechen können?
00:18:45: Und wie gehen sie da als Seelsorger mit um?
00:18:48: Der Punkt kommt befehlen.
00:18:52: Hängt auch ein bisschen an dem, wie ihr Gottesbild war oder voll gewesen ist.
00:18:59: Also wenn das Gottesbild so ist, dass ich jetzt eine Fübe ausbricht und die dann genau so passieren muss... quasi so wie ein Automat, dann wird man ertäuscht irgendwo.
00:19:10: Aber es gibt eben auch das, wo einfach so viel Enttäuschung gewesen ist und wo so viele leite Leute miterleben müssen, dass es ihnen schwer fällt überhaupt an das Gute zu glauben – und dass Gott da gut sein kann!
00:19:26: Also wenn's ihn gibt, dann ist er halt nicht gut.
00:19:28: Ich glaube als Seelzerger ist es jetzt wichtig für mich diesen Gedanken auch Raum zu geben also da einfühlsam zu sein, zuzuhören.
00:19:37: Es wäre zu schätzen, dass Sie mit dem auch kommen.
00:19:41: Wenn eine Person mir das sagt in diesem Gespräch, die mir gesagt hat ich kann nicht mehr beten, ich kann überhaupt nicht mehr glauben, dann warum kommt sie denn so ein Priest um das zu sagen?
00:19:53: Es ist noch immer da irgendwo als Sehnsucht da doch wieder glauben zu können.
00:19:58: Es ist ein Sehmsucht da wieder Fundament zu haben.
00:20:02: es ist ein sehnsuch da wieder beten zu lernen in dieser Schwierigkeit.
00:20:07: Und ich glaube, da ist es halt wichtig, wo ich hier vor allem den Raum gebe, dass diese da sein kann und dass wir uns gemeinsam auf die Suche machen über dieses Sehnsucht.
00:20:19: Wo gibt es trotz diesen allem, wo gibt es eben Lichtmomente im Leben?
00:20:26: Wo kann man wieder den Faden aufgreifen aber quasi an dieser Hoffnung sozusagen oder an diesem Sehensucht an dieser Sehnsucht da anzusetzen.
00:20:37: Das sind sehr, sehr schwierige Gespräche.
00:20:39: Wie gesagt wir fehlen oft die Worte was man jetzt sagen kann.
00:20:44: Manchmal ist es einfach wichtig das im Schweigen auszuhalten und in der Stille nicht unbedingt einen guten Ratschlag zu geben weil das dann sehr oft sind oft leere Worte sondern gemeinsam zu gehen das Leben zuteilen.
00:21:00: Da ist eine oft Leute, die hier sind und ihnen da hier ein Raum zu geben.
00:21:04: Auch in diesen Fragen.
00:21:06: Hat Syrien denn auch ihr eigenes Gottesbild verändert?
00:21:11: Wer ist Gott für Sie heute was sie vor zehn Jahren vielleicht noch nicht verstanden hätten?
00:21:18: Ich glaube das ist tatsächlich... also ich habe ja vor der Vorsetzung meines Theologiestudiums, ich hab Theologie studiert bevor ich in den Orten eingetreten bin Und dann habe ich das Theologisch Studium Bene benannt und Priester geweiht worden.
00:21:33: Ich habe meine Diplomarbeit über Traumosensibilität, also wie geht man mit psychischen Trauma da um?
00:21:40: in der Seelsorge geschrieben?
00:21:42: Und ich glaube – ich habe mich deswegen damit beschäftigt weil es tatsächlich mein Gottesverständnis verändert hat – dieser Gott, der heilt ist für mich sehr viel wichtiger geworden!
00:21:55: Wie wichtig es ist für uns als Kirche dieses Gottesbild des Heilenden Gottes auch wieder sozusagen zu verlebendigen durch unsere Aktivitäten, durch das was wir machen und diesen Gott doch tatsächlich so bekennen.
00:22:11: Weil ich glaube da glaube also das was Gott in uns bewirkt hat ein riesengroßes Potenzial dafür dass irgendwo Heilungen passieren kann Und das ist glaube ich für mich nochmal viel viel wichtiger geworden oder das habe ich vorher vielleicht so auch nicht gesehen.
00:22:29: Wenn wir jetzt mal in die Zukunft versuchen zu blicken, was macht Ihnen da oder was macht den Menschen in Syrien mehr Angst?
00:22:40: Die Gewalt-, Wirtschaftskrise- oder aber die Gleichgültigkeit der Welt?
00:22:46: Ich glaube ein Mix aus denen also... Was braucht das Land?
00:22:52: Das Land braucht wirtschaftliche und politische Stabilität.
00:22:57: Wir brauchen, es ist jetzt wieder nur mal instabiler geworden.
00:23:03: Die Inflation ist ein bisschen gestahnt und relativ stabil gewesen.
00:23:08: Seit ein paar Wochen ist das wieder instabiler.
00:23:11: Es ist wieder größere Inflition.
00:23:14: Es braucht wirklich wirtschaftliche Stabilität.
00:23:18: Und die wirtschaftlichen Stabilitäten braucht politische Stabilità.
00:23:22: Da braucht's auch Hilfe von außen Und es braucht eine Partnerschaft mit Außen und anderen Ländern.
00:23:30: Also Leute, die investieren in dieses Land, Leuten, die glauben an dieses Land.
00:23:38: Ich glaube das ist die Umgebung dafür dass Leute wieder aktiver werden können, dass sie wieder was aufbauen können weil so jetzt ist es tatsächlich sehr schwierig und mit der politischen Stabilität wird die Angst weniger werden wenn man daran arbeiten.
00:23:56: Und es gibt, also sobald es stabile Orte gibt und das ist auch unser Ansatz.
00:24:01: Wir sind ja nicht nur in der Eindlenssitzung, sondern wir versuchen wirklich sehr gezielt dass die Zentren wo wir da sind geschützte Räume sind, dort stabile Räumen sind, dass Stabilität in den Beziehungen zueinander gibt und Sicherheit gibt.
00:24:15: Obwohl es passiert entwickeln Leute plötzlich wie so ein Blumen, die in Völlendürren landen oder Wüste plötzlich aufgeht die Kraft, eigene Projekte zu machen.
00:24:26: Sie versuchen im Kleinen zu machen und es braucht aber das Land im Großen
00:24:30: auch.
00:24:31: Ja, Pater Gerhalt ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch diese Hoffnung am Schluss.
00:24:38: Die teilen wir natürlich mit Ihnen und wünschen von Herzen Gottes.
00:24:42: Segen für Ihr weiteres Wirken.
00:24:44: Und ich darf sie ganz zum Schluss noch um einen kurzen Segen Für unsere Hörer bitten.
00:24:49: Also Christus du bist auf die Welt gekommen um Frieden zu bringen durch dein Wort.
00:24:56: Segen ihr jetzt alle Zuerinnen und Zührer, alle Menschen die sich vor den Geräten versammelt haben?
00:25:04: Bringe ihnen Frieden!
00:25:05: Und bringe ihnen Glauben und das was sie gerade im Herzen tragen erfülle.
00:25:12: Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
00:25:16: Amen Liebe Hörerinnen und Hörers, Sie haben es gehört.
00:25:21: Die Menschen in Syrien wissen aus leidvoller Erfahrung wie wichtig es ist dass die Kirche auch in Zeiten größter Not an ihrer Seite bleibt.
00:25:32: Deshalb ist Syrien schon seit vielen Jahren ein prioritäres Land für die Hilfe von Kirche in Not.
00:25:41: Und diese Nähe dieses an der Seite stehen, das erleben wir derzeit auch in Venezuela.
00:25:47: Nach dem schweren Erdbeben sind es viele Orts die Vereien, Ordensgemeinschaften und kirchlichen Einrichtungen, die den Betroffenen als erste helfen.
00:25:58: Wie Kirchenot die Ortskirche in dieser dramatischen Situation unterstützt und welche Hilfe jetzt am dringendsten gebraucht wird, darüber spreche ich nach einer kurzen Musik mit dem Geschäftsführer von Kirche in Norddeutschland Florian Ribka.
00:26:15: Radio Horeb leben mit Gott – Sie hören das Magazin Weltkirche aktuell!
00:26:21: Das schwere Erdbeben in Venezuela hat tausenden Menschen das Leben gekostet und unzählige Obdach losgemacht.
00:26:31: Während vielerorts noch nach Vermissten gesucht wird, ist die Kirche längst mitten im Einsatz.
00:26:38: Sie nimmt Familien auf, begleitet Trauernde und organisiert erste Hilfsmaßnahmen Wie Kirche Not, die Ortskirche jetzt unterstützt und welche Herausforderungen in den kommenden Wochen auf die Menschen und die Kirche in Venezuela zukommen?
00:26:56: Darüber spreche ich jetzt mit dem Geschäftsführer von Kirche Note Deutschland Florian Ribka.
00:27:02: Grüß Gott Herr Ribka.
00:27:04: Hallo herrne Gewöhn!
00:27:05: Herr Ribca Sie erleben bei Kirche not ja viele Krisen weltweit.
00:27:12: Gab es in den vergangenen Tagen ein Bild oder eine Nachricht aus Venezuela, die sie besonders bewegt
00:27:35: hat?
00:27:39: Obdachlos geworden ist, dass Priester und Ordensleute weiterhelfen obwohl sie selber auch alles verloren haben.
00:27:48: Und das die Kirchen auch zu Zufluchtsorten für Familien geworden sind?
00:27:52: also die große Solidarität der Menschen untereinander trotz der ohnehin schwierigen Lebensbedingungen in Venezuela Das ist schon wirklich ein sehr bewegendes Bild.
00:28:01: Es gab in dieser Woche eine internationale Lagebesprechung mit Teilnehmern aus den vierundzwanzig Ländern, in denen Kirchenot einen Niederlassung unterhält und dabei viel ein bemerkenswerter Satz.
00:28:18: Es wurde gesagt die Kirche sei derzeit die verlässlichste Institution des gesamten Landes.
00:28:26: was bedeutet das konkret für die Menschen die vom Erdbeben betroffen sind?
00:28:32: Also zunächst einmal, als das Erdbeben stattgefunden war, war eine internationale Delegation von Rom bei einem hohen Gremiensitzung an dem ich auch teilnehmen durfte.
00:28:41: Zusammen wir waren da in der Casa Santa Marta und ich habe tatsächlich mitbekommen wie die Kollegen aus der Projektabteilung wirklich binnen Minuten Entscheidungen treffen konnten, die eine sofortige Hilfe möglich gemacht haben.
00:28:55: Wirklich eine Besonderheit von Kirche in Not, dass da ganz kurze Wege aber auch ganz viel Verbindung mit den Ländern stattfindet.
00:29:02: Unser Projektleiter der war früher auch für Venezuela zuständig kennt das Land also ist super schnell gegangen.
00:29:08: Ja und warum ist jetzt die Kirche?
00:29:10: Die verlässlichste Institution?
00:29:12: Naja weil sie einmal flächendeckend präsent ist Und auch dort wo staatliche Hilfe vielleicht nur eingeschränkt möglich ist Auch noch funktioniert Und die Menschen kennen ihre Pfarrer, sie kennen ihr Pfarreien und die Pfarren wissen wer besonders dringend Hilfe braucht.
00:29:29: Die Kirche haben auch eine Infrastruktur, sie dienen als Notunterkünfte oder Verteilstellen für Hilfsgüter und sie sind auch Orte der Seelsorge denn der Schock ist groß, die Angst ist groß.
00:29:42: Das Vertrauen ist aber auch groß der Menschen in die Kirche, weil sie seit Jahren der wirtschaftlichen Misere dort die Menschen begleitet hat.
00:29:50: Also das sind die Gründe warum die Kirchen da so besonders ist und Papst Leo hat auch den betroffenen geistigen Nähe zugesichert für die Opfer gebetet und den Helfern gedankt.
00:29:59: also das zeigt den Menschen dass sie nicht vergessen sind und das ist wirklich ein des allerwichtigste Zeichen gleich zu Beginn solcher Katastrophen.
00:30:07: Kirchenot ist ja bekannt dafür, dass die Hilfe immer sehr nachhaltig ist und ihr Hilfswerk hat jetzt auch sehr schnell reagiert.
00:30:15: Wie hilft denn Kirchenod jetzt ganz konkret?
00:30:18: Und wie wird aus der Soforthilfe dann später ein Wiederaufbau?
00:30:24: Also das ist ein klassischer Ablauf.
00:30:25: also jetzt geht es um Soforthhilfe.
00:30:28: Das heißt erste finanzielle Nothilfe für die Betroffenen im Diözös.
00:30:32: Es geht darum, Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen, Lebensmittel zur Verfügung und vor allem ich habe schon gesagt, pastorale Hilfe.
00:30:40: Also Seelsorge!
00:30:42: Die Priesterordensleute und allgemeine kirchlichen Einrichtungen im Katastrophengebiet müssen befähigt werden ihren Dienst zu tun.
00:30:50: Langfristig geht es jetzt darum die Schäden gemeinsam mit den Diözösen, also mit dem Bischöfen zu erfassen dass der Wiederaufbau von diesen Kirchen oder auch vom Fahrhäusern oder anderen pastoralen Zentren ja vorangebracht wird.
00:31:03: Und das natürlich auch die Menschen, also die Seminaristen.
00:31:07: Die Ordensgemeinschaften, dass sie langfristig auch weiterhin betrieben werden können.
00:31:13: Dass Seminaristinnen unterstützt werden.
00:31:15: Das Ordens Gemeinschaft ihren Dienst tun können damit sie eben dann in ruhigen Zeiten, aber auch besonders in so Zeiten wie jetzt nach dem Erdbeben sofort handlungsfähig sind.
00:31:26: Gut, Venezuela vielleicht kurz zur Einordnung ist ein ganz wichtiges Land für Kirche in Not und auch lang vor dem Erddbeben blitt dieses Land unter einer tiefen wirtschaftlichen und humanitären Krise.
00:31:39: Aber wir haben halt ein extrem gutes Netzwerk mit den Priestern, mit den Bischöfen, mit vielen Partnern Und das hat eben diese zielgerichtete und genaue und schnelle Hilfe ermöglicht.
00:31:48: Und ja, also die Hilfe von Kirche in Not ergänzt jetzt hier um ein ganz wichtiges.
00:31:53: Die weltweite Solidarität der Kirche und ich habe es schon erwähnt auch der Papst hat das schon zur Hilfe aufgerufen und in dem Fall war sogar die Feuerwehr fast ein bisschen schneller als derjenige der den Alarm aufgedrückt hat.
00:32:04: Herr Rippker, die Kirche Innot hilft also den Menschen.
00:32:08: aber auch viele Priester Ordensleute und Seminaristen waren ja mittendrin haben selbst Schreckliches Gehört.
00:32:18: das jetzt auch zu diesen ersten Aufgaben, diese Seelsorger seelisch zu stärken?
00:32:24: Ja ganz genau.
00:32:25: Das ist ganz wichtig weil viele Seelsorger sind selbst Opfer der Katastrophe und gleichzeitig sind sie jetzt zu ihrem eigenen Leid noch extrem gefragt weil ja Tausende Menschen jetzt auf sie zukommen.
00:32:38: Also ich möchte da schon auch nochmal noch einmal eine Landsemprechen für den Zellibat, also gerade was die Priester und Ordensleute halt dann auch angeht?
00:32:45: Weil jeder muss sich dazu erst um seine Familie kümmern!
00:32:47: Und diese Menschen sind halt jetzt eben frei, Priester-Ordensleutel alle, die dieses Gelübde abgelegt haben, sich darum zu kümmern.
00:32:54: Das ist auch eine große Wertschätzung einfach dass das Priesterordensleuter frei sind, den Menschen zu helfen.
00:33:02: Denn das müssen sie sein!
00:33:03: Sie dürfen jetzt nicht mit familiären Dingen zu sehr belastet sein.
00:33:06: Natürlich sind auch sie Brüder und Kinder
00:33:09: usw.,
00:33:10: aber da zeigt sich schon mal dass dieses Grundprinzip absolut seine Berechtigung hat.
00:33:16: Also geistliche psychologische Unterstützung der Seelsorger selbst gehört auch zur Nothilfe.
00:33:21: und ganz wichtig starke Seelsorgers stärken die ganzen Gemeinden und ermöglichen langfristigen Wiederaufbau.
00:33:27: also das heißt die Seelsorger müssen eigentlich schon vorher geschult sein und das werden sie auch.
00:33:32: Und da leisten auch die Bische für ganz hervorragende Arbeit, und durch die Spenden der vielen Wohltäterinnen und Wohltäter von Kirche Noti jetzt bestimmt auch zuhören.
00:33:40: Also herzliches Dank!
00:33:41: Wisst es auch möglich dass es eine Art Vorbereitung auf solche schrecklichen Situationen gibt?
00:33:47: Die trägt halt jetzt Früchte.
00:33:48: Eine Delegation von Kirchenot wird schon in den nächsten Tagen selbst nach Venezuela reisen.
00:33:55: Warum ist Ihnen diese persönliche Präsenz vor Ort so wichtig?
00:34:00: Das ist halt gelebte Solidarität, dass die Menschen erleben persönliche Nähe.
00:34:04: Viele Projektpartner sagen auch immer zu uns das es fast genauso wichtig ist wie die materielle Hilfe.
00:34:09: einfach das Wissen, dass man nicht vergessen wurde und der direkte Austausch mit den Beschöfen, Projektpartnen oder Betroffenen ermöglicht natürlich sehr gezielte Hilfe.
00:34:19: aber im Großen und Ganzen ist die Reise ein Zeichen Ihr seid nicht allein und wir setzen quasi diese Zusage der Nähe, der Verbundenheit, der Solidarität die Papst Leo eben ausgesprochen hat in die Tat um.
00:34:33: Und sind wieder einmal ist Kirche in Not sozusagen die Feuerwehr des
00:34:37: Papstes.".
00:34:38: Vielen Dank Herr Rippger für dieses Gespräch und Gottes Segen für Ihre Arbeit!
00:34:43: Ich danke Ihnen, Herr Nigewöner und allen Zuhörerinnen und Zuhören wünsche ich einen ganz gesegneten Sonntag.
00:34:49: Wenn Sie, liebe Hörer mehr über die Hilfsprojekte von Kirche Not in Syrien, Venezuela und vielen weiteren Ländern erfahren möchten, besuchen sie uns im Internet unter www.kircheinnot.de.
00:35:05: Diese und viele weitere Sendungen können Sie außerdem jederzeit im Podcast-Angebot von Radio Horab nachhören unter der bekannten Adresse www.horab.org.
00:35:19: Das war's für heute.
00:35:20: Aus dem Studio der päpstlichen Stiftung Kirche Not verabschiedet sich ihr Volker Nigewöhner, machen sie es gut und behüht sie Gott!
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