Nigeria: Kirche im Schatten der Scharia; Fußball-WM und Religionsfreiheit
Shownotes
Die Themen:
- „Mein Volk ist glücklich“ – Kirche im Schatten der Scharia. Mit Bischof Habila Daboh, Bistum Zaria in Nigeria
- Fußball-WM und Religionsfreiheit. Mit Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland
Erstausstrahlung: 21. Juni 2026; © KIRCHE IN NOT
Nigeria gilt als eines der gefährlichsten Länder für Christen. Doch wer sind die Menschen, die trotz Gewalt, Entführungen und Verfolgung bei den Gläubigen bleiben? In dieser Ausgabe von „Weltkirche aktuell“ spricht Volker Niggewöhner mit Bischof Habila Daboh aus der nordnigerianischen Diözese Zaria über seine Berufung, die Freude des Glaubens und die Hoffnung, die Christen auch in schwierigen Zeiten trägt.
Der Ball rollt bereits seit einigen Tagen in Kanada, den USA und Mexiko. Fußball-Weltmeisterschaften sind längst mehr als reine Sportereignisse. Diskutiert wird über Politik, Menschenrechte oder gesellschaftliche Entwicklungen. Über ein Thema wird dabei allerdings vergleichsweise selten gesprochen: die Religionsfreiheit. Dabei gehört fast jedes dritte Teilnehmerland der Fußball-WM zu den Staaten, in denen Menschen ihren Glauben…in denen Menschen ihren Glauben nicht frei leben können oder sogar Verfolgung droht. Darauf macht das päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT aufmerksam. Über die Hintergründe spricht Volker Niggewöhner mit dem Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu Weltkirche.
00:00:02: Aktuell hier auf Radio Horeb und Radio Maria.
00:00:05: Aus dem Studio der päpstlichen Stiftung Kirche Not.
00:00:08: grüßt sie Volker Nigewöhner!
00:00:12: Wenn wir über die Lage der Christen in Nigeria berichten, geht es oft um Gewalt Entführungen und Verfolgung – doch wer sind die Menschen, die trotz aller Gefahren bei ihren Gläubigen bleiben?
00:00:27: Wer sind die Hürten, die Hoffnung geben und ihren Glauben glaubwürdig vorleben?
00:00:33: Einen solchen Glaubenszeugen möchte ich Ihnen heute vorstellen.
00:00:38: Bischof Habila Dabo aus der Diözese Zaria im Norden Nigerias.
00:00:45: Mit ihm spreche Ich über seine Berufung Die Freude des GlaubENS Und darüber Warum Christen selbst in schwierigen Zeiten nicht die Hoffnungen verlieren.
00:00:57: Herzlich Willkommen, Herr Hartfeld.
00:00:59: Welcome Bischof Dabo!
00:01:01: Thank you for having me.
00:01:02: Vielen Dank.
00:01:03: Your Excellency.
00:01:04: before we talk
00:01:05: about
00:01:07: your work as Bischovs sprechen lassen sie uns die Uhr zurückdrehen und über ihre Jugend sprechen.
00:01:14: wie sind Sie aufgewachsen?
00:01:16: Wie war Ihr Umfeld?
00:01:20: Ja,
00:01:21: ich bin in einem ganz typischen Dorf namens Jankasa im Bundesstaat Kaduna aufgewachsen.
00:01:27: Im südlichen Teil des Bundesstaates.
00:01:30: Ich komme aus einer sehr armen Familie.
00:01:33: Darum hatte ich Schwierigkeiten mit der Bildung.
00:01:37: Nachdem mich die weiterführende Schule beendet hatte besuchte ich das Priesterseminar.
00:01:46: Nach neun Jahren wurde ich zum Priester geweiht und seit dieser Zeit arbeite ich im Weinberg des Herrn.
00:01:54: Das hört sich so einfach
00:01:55: an,
00:01:56: Sie sind also im Glauben aufgewachsen?
00:01:58: Ja!
00:02:00: Und wann haben sie zum ersten Mal die Stimme Gottes gehört, die sie gerufen hat Priester zu werden?
00:02:08: Zu
00:02:08: dieser Zeit ging ich noch zur Sekundarschule und meine Familie betete dafür das aus mir etwas wird.
00:02:17: Ich
00:02:17: hatte ihnen gegenüber angedeutet, dass ich Priester werden möchte.
00:02:21: Meine Familie begrüßte diese Idee und begann dafür zu beten, dass sich meine Prüfungen bestehen würde – und ich habe sie bestanden!
00:02:30: Danach vor den Abschlussprüfungen
00:02:32: wurde
00:02:33: uns ein Seminarist zugeteilt.
00:02:35: Er wohnte bei mir Zuhause ... er tat etwas Schreckliches Und ich fragte mich, bedeutet das dass ich wenn ich Priester werde so sein werde wie er?
00:02:48: Also beschloss ich, dass sich nicht mehr Priester werden wollte.
00:02:52: Aber
00:02:53: nach drei Jahren packte mich der Herr und sagte Ich möchte, dass du Priester wirst!
00:03:00: Das kam durch den Einfluss eines anderen Priesters.
00:03:04: Er ist bereits verstorben, Vater Anthony Malham.
00:03:08: Und er hat mich zu sich genommen nach Saminakar und dort begann ich in der Kindergartengrundschule der Pfarreisank Andreas zu unterrichten.
00:03:18: Durch seine
00:03:19: Lebensweise wurde mir klar dass ich nicht wie jener Seminarist sein kann aber ich kann wie dieser Priester sein.
00:03:28: Also ging ich zu ihm und fragte ihn, ob ich Priester werden könnte.
00:03:32: Er sagte, warum nicht?
00:03:33: Er
00:03:33: brachte mich an einen anderen Ort und so wurde ich ins Seminar aufgenommen.
00:03:39: Okay!
00:03:40: Gab es noch andere Menschen die einen ähnlichen Einfluss auf ihren Weg hatten?
00:03:46: Es
00:03:46: gab einen Priester, einen irischen Pater namens Edward O'Connor.
00:03:52: Auch
00:03:53: seine Lebensweise hat mich inspiriert.
00:03:56: Patta
00:03:57: O'Connor stammte aus Irland und kam immer in unsere Kirche, um zu predigen und die Messe für uns zu halten.
00:04:07: Seine Bescheidenheit und seine Lebensweise haben mich inspiriert.
00:04:15: Später
00:04:16: wurden sie Rektor des Priester Seminars im Kaduna!
00:04:19: Wie war es für Sie junge Männer auf ihrem Weg zum Priestertum zu begleiten?
00:04:25: On their way to priesthood.
00:04:34: Zunächst zum Rektor des kleinen Seminars.
00:04:37: Das heißt,
00:04:38: ich war für acht Jahre Rektors Knabenseminars St.
00:04:41: Peter in Katharie.
00:04:44: Sie waren also sehr jung?
00:04:47: Ja!
00:04:47: Sehr kleine Kinder und ich habe mich wirklich sehr über sie gefreut denn es waren sehr nette Kinder.
00:04:54: Ich habe es genossen, acht Jahre lang mit ihnen zusammen zu sein.
00:04:58: Ich habe sie angeleitet und ihm gezeigt wie man ein gutes Kind wird.
00:05:02: Das war der Anfang.
00:05:03: Dann wurde ich ins große Priester-Seminar versetzt, das Priester Seminar Good Shepherd und dort blieb ich sieben Jahre
00:05:11: lang.".
00:05:13: Wenn Sie mich fragen, würde ich sagen, dass ich lieber mit den Kindern als mit den Erwachsenen zusammen gewesen bin.
00:05:19: Weil es einfacher ist, Kinder zu Gott zu führen – als Erwachsene!
00:05:25: Der Erwachssene können mit dir diskutieren, sie können dir sagen wie es sein sollte oder nicht sein sollte aber Kinder hören dir als Vorbild zu und versuchen zu verstehen wo du sie haben willst.
00:05:40: Und das
00:05:40: schafft man nicht mit Vorurteilen Man macht es mit offenem Geist, man hat die Kinder damit sie sich entwickeln und zu einer besseren Zukunft hinwachsen können.
00:05:51: Also
00:05:51: ich war sieben Jahre lang im Priester Seminar.
00:05:54: wir haben uns gut verstanden und das war wunderschön.
00:05:57: Ist
00:05:58: es auch als Bischof nach wie vor ihre Leidenschaft junge Menschen zu erzählen und zu formen?
00:06:05: Ganz
00:06:05: genau Das macht mir Freude.
00:06:08: Und
00:06:08: es ist so, dass ich auch heute als Bischof einige Schulen in der Diocese
00:06:12: habe.".
00:06:15: Und ich
00:06:15: nehme mir immer Zeit, um mir anzusehen was dort gemacht wird
00:06:21: und
00:06:21: um sicherzustellen dass die Lehrer die Schüler auf den richtigen Weg führen.
00:06:25: Ihnen
00:06:26: nicht zu viele negative Dinge aufbürden sondern dafür sorgen das ihre Zukunft von den Lehrern gut vorbereitet wird.
00:06:34: Deshalb liebe ich es die jüngere Generation zu unterrichten damit sie eine bessere Zukunft hat.
00:06:42: Leider
00:06:42: kommt es in Nigeria immer wieder vor, dass Priester und Seminaristen entführt oder gar getötet
00:06:49: werden.
00:06:50: Berührt sie das persönlich?
00:06:55: Ja, das ist wirklich traurig!
00:06:58: Im
00:06:58: Jahr zwanzigzwanzig war ich noch Rektor des Priesterseminars.
00:07:03: Zu dieser Zeit wurde einer meiner Studenten Michael Nandi zusammen mit drei anderen entführt und Michael wurde getötet.
00:07:13: Als Rektor war es für mich sehr schwer, dass einer meiner studenten entführte und getötete wurde.
00:07:21: Es ist hart!
00:07:23: Aber
00:07:23: es könnte auch eine Möglichkeit sein, das Evangelium Christi zu predigen.
00:07:28: Wenn
00:07:28: man ins Seminar kommt und weiß dass man seinen Leben hingegeben hat... Man ist bereit sich Jesus hinzugeben!
00:07:37: Man ist bereit der Menschheit zu dienen!
00:07:39: Man isst bereit die Botschaft Jesu zu verbreiten!
00:07:43: Ins Seminar zu kommen bedeutet also sich auf dieses völlige Opfer vorzubereiten.
00:07:49: Deshalb sage ich den Studenten immer, dass sie sich bewusst sein sollten, sobald Sie das Gelände des Seminars betreten.
00:07:56: Dass sie sich dann bereits opfern um sich in den Dienst der Menschheit und Gottes zu stellen.
00:08:02: Es ist
00:08:02: traurig, dass jemand entführt und getötet wurde.
00:08:05: es ist trauisch, dass wir solche Erfahrungen machen müssen aber wir sollten uns auch bewusst sein, dass im Dienst für Christus bereit sein müssen unser eigenes Kreuz zu tragen.
00:08:17: Trotz solcher Tragödien gibt es in Nigeria eine solche Freude, die Freude des Glaubens.
00:08:31: Ja,
00:08:31: wissen Sie?
00:08:31: Es ist wirklich interessant.
00:08:33: Denn nach der Entführung dieser vier Seminaristen dachten wir dass es im nächsten Jahr sehr schwierig werden würde Neu-Seminaristen ins Seminar aufzunehmen.
00:08:44: Aber es gab viele junge Leute die Priester werden wollten.
00:08:49: Das
00:08:49: hat mich sehr überrascht Und wir mussten danach einige Fragen stellen.
00:08:55: Nach der Ermordung von Michael Nandi fragten die jungen Männer, warum möchtest du immer noch Priester werden?
00:09:03: Viele
00:09:04: von ihnen antworteten, dass sie Priester werde möchten um Liebe zu
00:09:08: predigen.".
00:09:10: Wir
00:09:10: möchten Priester werden, um die Botschaft Jesu in der Welt zu verbreiten.
00:09:21: In anderen
00:09:22: Worten, die jüngere
00:09:23: Generation ist bereit sich der Herausforderung zu stellen.
00:09:28: Sie ist bereit ihr Leben aufzugeben und Gott auf dem Altar zu dienen Und so hält sie diese Tragödie nicht davon ab Priester zu werden.
00:09:36: Aber man muss vorsichtig sein.
00:09:38: An manchen Orten werden nicht alle die ins Priester Seminar gehen letztendlich auch wirklich Priester.
00:09:45: Wie es in der Bibel heißt, viele sind berufen aber wenige sind außerwählt.
00:09:50: Wir
00:09:51: müssen prüfen wir müssen sicher sein dass diejenigen die wir für das Priestatum empfehlen wirklich Gott und der Menschheit dienen können.
00:09:59: Sie selbst haben keine Angst?
00:10:02: Oh nein, ich habe keine Angst!
00:10:05: Ich habe mein Leben bereits hingegeben.
00:10:07: Gott
00:10:08: hat mich berufen ihm zu dienen und ich habe ihn mein Leben übergeben.
00:10:12: Ich habe keine angst weil ich weiß wo ich diene.
00:10:15: Ich
00:10:15: weiss wenn ich heute sterbe wo meine Hoffnung ist denn das is die Botschaft an die ich glaube.
00:10:23: Sie sind jetzt Bischof der Diözese Zaria, ein junger Bischoff in einer jungen Diözöse.
00:10:30: Wie würden sie ihr Bistum beschreiben?
00:10:33: Was macht es
00:10:34: einzigartig?".
00:10:37: Ja was meine Diözäse so einzig-artig macht ist vor allem dass wir im Vergleich zur muslimischen Gemeinschaft eine Minderheit
00:10:44: sind.".
00:10:45: Und als eine Minderheit haben wir es nicht leicht.
00:10:49: Wir
00:10:49: erleiden Diskriminierung, wir erleben systematische Verfolgung
00:10:55: und
00:10:55: deshalb versuchen wir es ihnen nicht mit Leichermünze heimzuzahlen.
00:10:59: Wir versuchen
00:11:00: mit Liebe zu reagieren.
00:11:05: ein Beispiel Wenn wir einen Brunnen graben versorgt er uns mit sauberem Wasser.
00:11:13: Ich brauche nicht zu sagen, dass dieser Brunnen den Christen gehört.
00:11:18: Er gehört allen!
00:11:20: Wenn
00:11:20: wir dorthin gehen und Wasser zum Trinken haben, schenkt er uns Leben.
00:11:26: Der Brunnan
00:11:26: weiß nicht wer Christ und wer Muslim ist.
00:11:30: Das
00:11:31: nutzen wir um den Menschen Christus zu verkünden.
00:11:35: Eine
00:11:35: weitere Besonderheit meiner Diözese Zaria ist, dass
00:11:38: ninety-fünf
00:11:39: Prozent der einheimischen Christen der Volksgruppe Hausa angehören.
00:11:48: Sie werden auch Magus Sava genannt – was bedeutet das?
00:11:52: sie ursprünglich Muslime waren?
00:11:55: Aber sie haben sich entschieden, Christen zu sein.
00:11:59: Das macht es etwas schwierig weil Sie sich traditionell wie echte Hauserleute verhalten und handeln.
00:12:06: Wir müssen aber sehr behutsam und friedlich vorgehen damit Sie die Sprache und auch die Kultur Jesu verstehen lernen.
00:12:13: Es ist also etwas Besonderes Weil sie einer bestimmten Tradition einer bestimmte Kultur angehören und wir ihnen verständlich machen müssen, Das wird zusätzlich die Kultur Christi haben.
00:12:30: Und
00:12:30: eine weitere Sache, die zu ihrer Tradition gehört... Sie sind Bauern
00:12:37: und keine
00:12:38: Beamte!
00:12:39: Fast alle von ihnen sind Baueren.
00:12:41: Das ist also etwas schwierig denn manchmal geht man zur Messe und sie machen sich gerade bereit auf das Feld zu gehen.
00:12:47: Die Morgenmessen finden daher um vier Uhr, dreißig oder fünf Uhr Früh statt damit man früh fertig ist.
00:12:59: Das sagt Bischof Habila Dabo aus Nigeria.
00:13:03: Doch wie lebt es sich als Christ in einer Region, in der immer wieder über die Sharia diskutiert wird?
00:13:11: Mehr dazu gleich nach der Musik hier auf Radio Horeb ihrer christlichen Stimme in Deutschland Weltkirche aktuell hier auf Radio Horepele leben mit Gott.
00:13:23: Wir stellen Ihnen heute Bischof Habila Dabo aus Zaria im Norden Nigerias vor, eine Region wo es Christen besonders schwer haben.
00:13:34: Mit ihm habe ich bei einem Besuch von Kirche in Not gesprochen.
00:13:40: Es gibt das Sharia-Recht im Bundesstaat Kaduna – was bedeutet das konkret für die Christen?
00:13:47: Im Alltag.
00:13:50: Ja, der Bundesstaat Kaduna ist ein einzigartiger Bundesstaats.
00:13:54: Wenn Sie mich als Christen fragen würde ich sagen dass die Bevölkerung zugleich in Teilen aus Christen und Muslimen besteht.
00:14:03: Als Christ würde Ich sagen das es fünfzig zu fünftig ist.
00:14:07: Fünfzig Prozent Christen vielleicht fünfzig Prozent Muslime.
00:14:12: wenn sie einen muslimen fragen wird er ihnen einen anderen prozent Satz nennen.
00:14:18: Wir können
00:14:19: uns also nicht auf den Prozentsatz verlassen.
00:14:23: Im Gründestadt Kaduna ist die Situation in Bezug auf die Sharia besonders, weil die Christen nicht damit einverstanden sind nach dem Sharia-Recht geurteilt zu werden und so beschloss der Staat das bei Konflikten zwischen Christen und Muslimen.
00:14:39: diese selbst entscheiden können ob ihr Fall nach der Sharia oder nach ihrem Gewohnheitsrecht beurteilen soll.
00:14:48: In manchen Fällen kann man also sagen, dass die Scharia im Bundesstadt Kaduna nur eine leere Worthülse ist.
00:14:56: Und sie ist politisch motiviert, um Wählerstimmen zu gewinnen.
00:14:59: Um zu sagen okay wenn ich die Wahl gewinne werden wir den Menschen die Sharia auferlegen.
00:15:06: Die bedürftigen
00:15:07: Menschen, die nicht wirklich verstehen was die Shariah isst können sagen ja wir brauchen die Shariat weil es sich um ein islamisches Gesetz handelt.
00:15:15: Deshalb
00:15:16: werden wir für die Person stimmen die die Sharya im Bundesstaat Kathuna einführen wird.
00:15:20: Die andere
00:15:21: Partei würde sagen nein wir wollen keine im Bundesstaat Kaduna.
00:15:27: Deshalb
00:15:27: stimmen wir Christen für niemanden, der die Chariah in Bundesstaad Kaduna einführen will.
00:15:32: Es
00:15:32: ist eine politische Frage und ich würde sagen ja auf dem Papier gibt es die Charia aber faktisch gibt es sie im Bundes-Stadt Kaduna
00:15:40: nicht.".
00:15:42: Sie sagten, ihre Art ist Dialogsbestehe darin das Evangelium zu verbreiten.
00:15:48: Die Stimme der Liebe zu vertreiben.
00:15:51: Gottesstimme der Liebe!
00:15:53: Aber funktioniert das?
00:15:55: Wie reagieren Muslime darauf?
00:16:02: Ja
00:16:02: ich habe es schon oft betont Nicht jeder Muslim ist schlecht und nicht jeder Christ ist gut.
00:16:14: Wir verkünden die Liebe.
00:16:16: Das bedeutet, wenn euch jemand
00:16:19: Unrecht zufügt,
00:16:20: dann antwortet nicht mit neuem Unrecht um euch zu rächen.
00:16:28: Die
00:16:29: Botschaft Christi lautet vielmehr Wenn ihr Liebe verkündet, dann solltet ihr das nicht nur mit Worten tun.
00:16:38: Eure Taten werden für euch sprechen.
00:16:40: In unseren Schulen dürfen auch muslimische Familien ihre Kinder bringen und das bereits ist Evangelium,
00:16:48: denn
00:16:48: seit wir ihnen diese Möglichkeit geben
00:16:50: erziehen
00:16:50: wir auch ihre Kinder.
00:16:53: Das ist ein Akt der Liebe.
00:16:55: Ich habe Ihnen das Beispiel mit dem Brunnen genannt.
00:16:58: Wenn ich in der Lage bin einen Brunnan zu bohren könnte ich sagen nur Christen dürfen daraus schöpfen Aber das wäre nicht der Weg Jesu.
00:17:09: Er würde
00:17:09: sagen, ich habe euch dieses Wasser gegeben und es ist für euch alle da.
00:17:15: Ob er eine Naturreligion angehört, Christen oder Muslime seid?
00:17:19: Ich habe es euch gegeben weil ihr Menschen seid!
00:17:23: Zuerst ist
00:17:24: man Mensch noch bevor man Christ ist Anhänger einer traditionellen Religion oder Muslim.
00:17:30: Das entscheidende ist wir sind von Gott geschaffen und Gott macht keine Unterschiede.
00:17:37: Das ist auch der Weg, den wir gehen.
00:17:39: Wir diskriminieren niemanden sondern bringen den Menschen Liebe entgegen.
00:17:44: Die Liebe die wir
00:17:45: von unserem Herrn Jesus Christus empfangen haben möchten wir weitergeben.
00:17:50: Lasst die Menschen Erfahrungen machen denn Taten sagen mehr als Worte!
00:17:59: Das ist großartig.
00:18:01: In Nigeria kommt es häufig vor, dass innerhalb einer Familie Christen, Muslime und Anhänger traditioneller Religionen leben.
00:18:11: Schafft das Probleme
00:18:12: oder ist es auch eine Chance?
00:18:16: Interessanterweise
00:18:17: kann es zum Beispiel in Süden Nigerias vorkommen,
00:18:21: dass
00:18:21: in derselben Familie ein Christ, ein Muslim Und sie leben friedlich miteinander.
00:18:34: Leider ist es im Norden Nigeria etwas anders!
00:18:39: Es gibt
00:18:39: eine Religion, die vorgibt in Frieden mit allen zu leben.
00:18:44: Aber
00:18:45: im Norden Nigeria zeigt sich leider, dass manche ihrer Anhänger nicht alle andere Menschen zwingen wollen ihre Religion beizutreten.
00:18:57: Wenn du ihre Religion nicht beitrittst dann bist du es nicht wert zu existieren.
00:19:02: Wenn du also ihre Religion nicht beitrittst, dann bist du aus ihrer Sicht schlecht.
00:19:07: Mit anderen Worten wenn Du Dich ihn nicht anschließt, dann Bist Du ein Ungläubiger!
00:19:11: Das ist traurig.
00:19:13: Es ist traurig weil das Bildungsniveau dass den Kindern vermittelt wird in keiner Weise eine echte Bildung ist.
00:19:22: Islam ist eine Religion der Liebe.
00:19:24: Der Islam ist friedlich – der wahre Islam.
00:19:28: Aber
00:19:28: es gibt Menschen die man als Extremisten bezeichnet.
00:19:34: Wir
00:19:34: haben die Fanatiker, wir haben die Eiferer.
00:19:38: Das
00:19:39: sind die Gruppen, die meinen dass man kein Gläubiger ist wenn man sich nicht ihrer Religion anschließt.
00:19:46: Doch
00:19:46: die Art von Islam, von dem ich in Büchern gelesen habe
00:19:50: Die
00:19:50: Art von Islam, die ich studiert habe neben dem was wir im Seminar gelernt haben Die sagt eben Nicht das jemand der nicht an den islam glaubt ein Ungläubiger.
00:20:05: Ich habe den Islam als ein Religion des Friedens, eine Religion der Liebe kennengelernt.
00:20:10: Aber was wir manchmal im Norden Nigeria erleben ist leider das Gegenteil
00:20:14: davon.".
00:20:17: Man könnte also sagen, dass Gruppen wie Boko Haram Sekten sind.
00:20:22: Genau!
00:20:23: Sekten
00:20:23: wie Bokoharam oder Iswab – also der islamische Stadt Westafrika.
00:20:28: Man kann sagen
00:20:30: diese
00:20:30: Gruppen sind extremistisch Es sind Fanatiker und Eiferer.
00:20:37: Selbst einige muslimische Führer haben sich bereits zu Wort gemeldet um diese Taten zu verurteilen Denn das ist nicht Islam.
00:20:46: Das
00:20:46: ist absolut nicht der Islam.
00:20:48: Wenn jemand behauptet, den Menschen den Islam aufzwingen zu wollen, dann ist das nicht der islam, der gelehrt werden sollte.
00:20:56: Lieber Bischof Sie sind ein so positiv denkender liebevoller und charmanter Mensch
00:21:02: trotz all der Probleme
00:21:03: die sie haben.
00:21:04: was gibt ihnen die Kraft?
00:21:06: Ist es das Gebet?
00:21:07: Ist Es die Gemeinschaft?
00:21:09: Was ist es?
00:21:12: Das Erste, was mir Zuversicht gibt ist das Gebet.
00:21:16: Denn ich glaube an das Gebiet!
00:21:18: Ich glaube an Gott!
00:21:21: Was mich außerdem antreibt, ist mein uneingeschränktes Engagement für die Menschen denen ich dienen soll.
00:21:32: Ich habe mich nicht selbst dazu berufen – Gott hat mich berufen und er hat mich aus einem bestimmten Grundberufen
00:21:38: was
00:21:39: auch immer der Grund sein mag.
00:21:40: Eines weiß ich es geht darum seinem eigenen Volk zu dienen und ich bin bereit dem Volk zudienen!
00:21:48: Ich werde mein Bestes tun, um ihm und seinem Volk zu dienen.
00:22:00: In Deutschland, Bischof Dabo – Sie wissen das!
00:22:03: Kämpft die Kirche darum wieder attraktiver
00:22:06: zu
00:22:06: werden?
00:22:07: Was würden sie uns
00:22:08: raten?".
00:22:13: Ja, nach
00:22:14: allem was ich in den Büchern gelesen habe….
00:22:17: Ich bin Kirchenhistoriker … war das deutsche Volk in der Geschichte ein wunderbares
00:22:22: Volk.".
00:22:23: Besonders in der Kirchengeschichte spielte Deutschland eine herausragende Rolle im christlichen Glauben.
00:22:31: Vieles Groß ist hier geschehen,
00:22:33: aber
00:22:35: heute ist die Situation eine andere.
00:22:38: Das bedeutet nicht dass es in Deutschland kein Christentum mehr gibt.
00:22:42: Wir müssen eines verstehen
00:22:45: Christsein
00:22:46: heißt nicht nur in die Kirche zu gehen.
00:22:49: Manchmal bleibt man einfach dort, wo man ist und lebt seinen Glauben im Alltag.
00:22:55: Entscheidend ist was tun Sie als Mensch?
00:22:58: Wenn sie Ihren Nächsten nicht hassen!
00:23:00: Wenn sie für jemanden sorgen können der nichts hat wenn sie Leben retten, wenn sie einem durstigen ein Glas Wasser reichen dann so glaube ich versteht Gott ihr Handeln auch wenn sie nicht in die Kirche gehen.
00:23:21: Was auch immer heute in Deutschland geschieht, ich bin überzeugt dass es immer noch viele Menschen gibt die sich mit Christus identifizieren.
00:23:30: Vielleicht nennen wir manche nur nominelle Christen aber ich glaube es gibt immer noch Hoffnung und das es morgen in Deutschland besser wird weil wir alle beten.
00:23:44: Und zum Schluss werfen wir einen Blick in die Zukunft.
00:23:48: Was sind Ihre Hoffnungen und ihre Visionen für Ihr Bistum, und für Nigeria?
00:23:58: Für
00:23:58: meine Dietsese wünsche ich mir, dass sie eine geistlich ausgerichtete Gemeinschaft wird, die sich ganz auf Gott verlässt!
00:24:11: Außerdem hoffe ich, dass wir mehr Schulen errichten können.
00:24:15: Das an Bildungseinrichtungen einfach fehlt um unsere Menschen zu unterrichten.
00:24:22: Ebenso wünsche ich mir das wir Kliniken aufbauen können Um uns um die Kranken zu kümmern, denn die Regierung sorgt nicht ausreichend für Kinder in den Schulen.
00:24:32: Für die Kranken – besonders für schwangere Frauen, ältere Menschen und die Schwachen.
00:24:43: Wenn es gelingt Kliniken einzurichten, die den Bedürftigen helfen, Frauen bei der Geburt unterstützen und kleinen Kindern eine gute Zukunft eröffnen dann werde ich sehr glücklich sein.
00:24:56: Für Nigeria bete ich um Einheit und Stärke.
00:25:02: Besonders bete Ich für die religiösen Führer, dass wir das Leben was wir predigen, dass Wir Gott kennen und zu ihm stehen Und dass wir unser Volk zum Kreuz Christi führen.
00:25:23: Zugleich bete ich, dass die Politiker erkennen nach diesem Leben, nach Nigeria gibt es ein anderes Leben.
00:25:31: Jeder Christ, jeder Politiker sollte wissen das Gott in allem was wir tun gegenwärtig ist und das Aufrichtigkeit Vorrang haben
00:25:40: muss.".
00:25:41: Korruption sollte aus dem Leben Nigeria's verschwinden.
00:25:44: Wenn das gelingt, werden wir ein starkes stolzes und selbstbewusstes Nigeria haben.
00:25:49: Und wenn das fertig ist, dann haben wir eine Freude und eine Konfidenz in Nigeria.
00:25:57: Amen!
00:25:58: Vielen Dank, Exzellenz, dass Sie
00:26:00: Ihre Geschichte
00:26:01: mit uns geteilt haben.
00:26:03: Danke, danke!
00:26:04: So weit mein Gespräch mit Bishof Habila Dabo aus Nigeria.
00:26:10: Ich denke, seinen Zeugnis zeigt wie wichtig Religionsfreiheit für Menschen ist die ihren Glauben leben und bezeugen wollen oft unter extremsten Bedingungen.
00:26:22: Doch die Frage nach der Religions- freiheit stellt sich nicht nur in Ländern wie Nigeria – sie spielt auch bei großen internationalen Ereignissen eine Rolle!
00:26:34: Darüber spreche ich gleich mit Florian Ribka, dem Geschäftsführer von Kirche in Not.
00:26:40: Es geht um die Fußball-Weltmeisterschaft und die Frage ob das Thema Religionsfreiheit dabei auch eine Rolle spielen sollte.
00:26:51: Radio Hoheb ihre christliche Stimme in Deutschland – Sie hören das Magazin Weltkirche aktuell!
00:26:58: Der Ball rollt bereits seit zehn Tagen in Kanada, den USA und Mexiko.
00:27:04: Fußball-Weltmeisterschaften sind längst mehr als reine Sportereignisse.
00:27:10: Diskutiert wird über Politik-, Menschenrechte oder gesellschaftliche Entwicklungen.
00:27:16: Über ein Thema wird dabei allerdings vergleichsweise selten gesprochen – die Religionsfreiheit!
00:27:24: Dabei gehört fast jedes dritte Teilnehmerland der Fußball-WM zu den Staaten, in denen Menschen ihren Glauben nicht frei leben können oder sogar Verfolgung droht.
00:27:36: Darauf macht das päpstliche Hilfswerk Kirche in Not aufmerksam!
00:27:41: Über die Hintergründe spreche ich jetzt mit dem Geschäftsführer von Kirche Innot Deutschland Florian Ribka.
00:27:48: Hallo Grüß Gott Herr Ribka.
00:27:51: Herr
00:27:52: Ribka, wenn man jetzt sich die Fußball-WM anschaut dann sieht man Fans.
00:27:58: Man sieht Freude Emotionen Leidenschaft Lebenslust.
00:28:03: Warum sagt Kirche in Not gerade Jetzt?
00:28:06: Schauen wir auch auf die Religionsfreiheit.
00:28:09: Nun, ich meine die Weltmeisterschaft betrifft die ganze Welt und auch der Religionsfreiheitsbericht von Kirchenot betrachtet die ganze welt.
00:28:17: da treten jetzt länder in den vordergrund in den fokus Und er lohnt es sich schon auch mal die fußballbrille abzusetzen.
00:28:24: Auch wenn sie natürlich sehr schön ist und das sehen wir dass ja in sehr vielen staaten halt konkret in vierzehntheinnehmerländern Der wm isst das recht auf religionsfreiheit erheblich eingeschränkt und ich finde das zu ignorieren keinen Dienst am Fußball im Gegenteil.
00:28:42: Ich denke, wenn man da genauer hinschaut und auch schöne verbindende Momente, die es ja bei der WM durchaus gibt, da so nutzt – versprechen wir das schon -, dass sich viel zum Guten ändern kann!
00:28:53: Ja, und ihre aktuelle Auswertung zeigt in vierzehn der achtundvierzig Teilnehmerländer ist die Religionsfreiheit erheblich eingeschränkt.
00:29:03: Das ist also fast jedes dritte Land?
00:29:06: Wer sind denn die problematischsten Fälle?
00:29:10: Der prominenteste, vielleicht zur Zeit ist der Iran.
00:29:13: Dort gibt es massive Einschränkungen für Konvertiten und für nicht anerkannte Religionsgemeinschaften.
00:29:18: Wir hören von Festnahmen langen Haftstrafen Und teilweise ist sogar auch die Todesstrafe möglich.
00:29:25: Ein anderes Land in der Region ist Saudi-Arabien.
00:29:27: Dort gibt es eine extrem strenge religiöse Gesetzgebung, auch wenn wir da immer mal wieder so Tröpfchenweise Nachrichten bekommen dass das doch ein bisschen besser werden würde, ist de facto die öffentliche Ausübungen anderer Religionen aus der staatlich zugelassenen ganz stark eingeschränkt.
00:29:44: Auch blicken wir nach Afrika zum Beispiel.
00:29:46: In der demokratischen Republik Kongo gibt es Gewalt und Instabilität, jihadistische Gruppen wie die Allied Democratic Forces betrohen religiöse Gemeinschaften.
00:29:57: auch da gibt so eine ungute Vermischung zwischen Ressourcenabbau, der kontrolliert werden will zwischen religiösem Gruppierungen.
00:30:05: oder ein ganz anderes Thema ist in Haiti beispielsweise, die nehmen auch Teil Landes einfach unter der Kontrolle von bewaffneten kriminellen Banden.
00:30:18: Und Priester und Ordensleute werden entführt, wenn es darum geht Geld zu erpressen oder ermordet auch wenn's darum geht sich schützen vor die Bevölkerung zu stellen.
00:30:28: also das sind jetzt nur ein paar Beispiele.
00:30:30: ich können noch ein paar mehr aufzählen.
00:30:32: Besonders interessant finde ich dass mit Mexiko sogar eines der Gastgeberländer zu den Staaten gehört.
00:30:42: Was liegt denn dort im Agen?
00:30:45: Ja, weil auch dort die Gewalt, die vor allem von Drogenkartellen ausgeht, vollkommen außer Kontrolle geraten ist.
00:30:51: Also die Gefahr geht jetzt da ganz klar nicht vom Staat aus aber der Staat hat sehr an Autorität und Einfluss eingebüßt und irgendwie haben wir den Eindruck dass Priester oft die letzten abhängigen... Entschuldigung unabhängigen Autoritäten verorten.
00:31:06: Priester Ordensleute, die Kirche allgemein setzt sich für Opfer von Gewalt ein und sie kritisieren Kriminalität und Korruption öffentlich was ihr natürlich nicht nur Freunde einbringt.
00:31:17: Wir hatten auch vor kurzem einen Priester da, der sich auch als Vermittler anbietet.
00:31:21: Auch das ist eine Rolle der Priester dort, sich zwischen Polizei und Drogenbande als Vermitter anzubieten was tatsächlich nicht immer gut ausgeht.
00:31:29: Es geht oft gut aus es tritt zumindest für eine gewisse Zeit lang eine Art Frieden oder Gewaltlosigkeit ein.
00:31:36: aber wenn irgendeine der Gruppen und meistens sind die Drogenhändler nicht mit den Ergebnissen oder mit den Verhandlungen zufrieden sind dann kann es auch sein dass da ein Priester leben lassen muss.
00:31:47: Wenn man auf die Gegner der deutschen Mannschaft schaut, dann beschäftigen sich die meisten wahrscheinlich momentan mit Taktik und Spielstärke.
00:31:57: aber sollte man sich diese Länder auch vor dem Hintergrund von Religionsfreiheit genauer anschauen?
00:32:04: Also bei unseren direkten Gegnern?
00:32:05: also wenn wir drauf schauen... Man muss natürlich sehen das hinter jedem Trikot eine andere gesellschaftliche Wirklichkeit steht.
00:32:11: Das ist nicht so, dass wenn wir alle jetzt Fußball spielen das wir die gleichen Werte zu Hause haben und wir haben einfach in Deutschland Gott sei Dank sehr hohe Werte und die Menschenrechte werden geachtet.
00:32:23: einige Teilnehmerländer garantieren Religionsfreiheit umfassend da gibt es überhaupt keine Probleme und andere Schränken, Minderheiten oder Konvertiten ein.
00:32:33: Also wie gesagt Iran, Saudi Arabien, Qatar, Marokko Tunesien, Algerien, Ägypten und stellenweise auch die Türkei da gibt es dann schon Probleme also in unterschiedlichster Abstufungen.
00:32:43: ich möchte jetzt nicht alle in einen Topf werfen und sagen das ist es allen gleich schlimm.
00:32:48: aber in all diesen Ländern gibt's mehr oder weniger Probleme die dabei anfangen können.
00:32:52: bekommt man eine Genehmigung für einen Kirchenbau?
00:32:54: Oder auf der anderen Seite ist es wirklich lebensgefährlich.
00:32:58: Also das ist diese ganze Bandbreite.
00:33:01: und ganz wichtig die einzelnen Spieler sind jetzt da nicht Täter, sondern die Lebensbedingungen der Menschen in ihren Heimatländern sind einfach anders.
00:33:09: wir müssen das sehen und müssen da schon eine Trennung machen.
00:33:11: aber ich finde die Bühne ist perfekt um das anzusprechen.
00:33:15: Vor vier Jahren in Qatar wurde intensiv über die Situation von Arbeitsmigranten diskutiert Was ja in erster Linie eine soziale Komponente ist, über Religionsfreiheit hört man dagegen vergleichsweise wenig.
00:33:31: Warum bekommt dieses Menschenrecht oft weniger Aufmerksamkeit als andere Themen?
00:33:37: Ja tatsächlich haben wir auch schon die Erfahrung gemacht dass wir das so ein bisschen als Menschenrechts weiterklasse wahrnehmen.
00:33:42: aber ganz klar gesagt da gibt es keine Abstufung und Es war auch damals für Papst Benedikt enorm wichtig, dieses Recht auf Religionsfreiheit.
00:33:51: Weil es einfach das tiefste des Menschen betrifft.
00:33:53: Woran mache ich mich fest?
00:33:55: Religion heißt ja so etwas wie Rückbindung.
00:33:57: also worauf auf welchen Felsen baue ich mein Leben?
00:34:00: und wenn das nicht frei wählbar ist... ...das ist absurd ein absurd tiefer Eingriff!
00:34:05: Und dennoch wird es als reines Kirchenthema wahrgenommen oft bei uns in Deutschland.
00:34:10: und Verstöße gegen die Religionsreihe vermischt sich manchmal auch mit anderen Menschenrechtsverletzungen wie z.B.
00:34:16: Pressefreiheit oder Recht auf Versammlungsfreiheit, deswegen werden diese Rechte oft eher erwähnt in den Medien.
00:34:24: Und wie gesagt, andere Themen wie Arbeitsbedingungen oder Meinungsfreiheit stehen halt lieber im medialen Fokus.
00:34:30: Aber dafür gibt es ja Sender wie Radio Horeb oder auch die Verbreitungswege von Kirche in Not.
00:34:36: Wir machen da immer wieder darauf aufmerksam und ich muss schon sagen, auch in der deutschen Politik wird das durchaus gesehen und
00:34:42: angesprochen.".
00:34:44: Und bei aller Kritik gibt es unter den Teilnehmern auch Hoffnungsgeschichten?
00:34:49: Ja auf alle Fälle, also wir sind im Business für Hoffnung.
00:34:52: Zum Beispiel nehmen wir den Irak.
00:34:54: Im Irak haben Christen und auch andere Minderheiten so vor ungefähr zehn Jahren bis hin länger durch den IS, den sogenannten islamischen Staat eine ganz schwere Verfolgung erlebt.
00:35:05: Also es war wirklich ein wahrer Exodus der zwar schon länger angehalten hat aber die Christen wurden regelrecht vertrieben.
00:35:12: Begriffe wie Niniwebene oder Erbil sind damals in aller Munde gewesen.
00:35:17: Jetzt steht die irakische Nationalmannschaft ganz anders da, die Situation hat sich im Land verbessert und in der Nationalmannenschaft stehen eine Vielfalt von unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten.
00:35:29: Es gibt Spieler unterschiedlicher ethnischer und religiöse Gruppen – ich glaube es sind vier Nationalspieler der Iraker, die Christen sind!
00:35:37: Und das ist schon ein tolles Zeichen weil solche Zeichen werden schon auch gesehen und das zeigt es dass ein Zusammenleben trotz schwieriger Geschichte, einer schwierigen Geschichte auch möglich ist.
00:35:49: Ich hoffe nur, dass die aktuellen Konflikte im Nahen Osten dann nicht alles wieder kaputt machen.
00:35:53: Aber der Irak hat eine Erfolgsgeschichte hin, das sich Christens hin zurückgekehrt.
00:35:59: Kirche Not zum Beispiel hat die katholische Universität auch unterstützt, die auch den jungen Menschen dort eine Perspektive gibt.
00:36:06: Denn Sicherheit ist jetzt verbessert es gibt Perspektiven und das drückt sich natürlich auch dadurch aus, da sind der irakischen Nationalmannschaft auch jetzt Christen vertreten sind also durchaus eine Geschichte der Hoffnung.
00:36:17: Herr Rippger, ich nehme an Sie verfolgen die Fußball-Weltmeisterschaft auch.
00:36:23: Deshalb eine persönliche Frage Wenn die WM vorbei ist und der Pokal vergeben wurde Woran sollen sich die Menschen neben dem sportlichen Ergebnis noch erinnern?
00:36:35: Also ich fand diese Aktionen dieses deutschen Nationalspielers Matcher zum Beispiel total super, als der nach dem Spiel gegen Kurasau sprich man es glaube ich aus die sich einen zusammen zum Gebet zusammengefunden haben.
00:36:49: Wirkung gehabt und ich glaube auch Bischof Oster hat es als sehr, sehr schöne Geste auch kommentiert.
00:36:55: Und das ist es auch durchaus denn Das ist es was der Sport transportieren soll natürlich die sportlichen Leistungen.
00:37:01: darum geht's in allererster In alle erster Linie darum solls gehen.
00:37:05: Es soll nicht zuerst ums Geld gehen Ist ein anderes Thema.
00:37:08: aber Ich finde wenn so etwas wie Zugehörigkeit oder wir stehen zusammen Oder wir Christen beten zusammen weil sie sind ja nicht wirklich feinde auf dem feld sondern Sportlich Gegner.
00:37:19: Und wenn der Abpfiff vorbei ist und die sich zum Gebet treffen, also ich hoffe solche Szenen sehen wir noch oft.
00:37:25: auch kroatische Nationalspieler sieht man die sich dann bekreuzigen.
00:37:29: oder aus lateinamerikanischen Ländern auch aus anderen Religionen sieht man sie ein kurzes Gebet verrichten.
00:37:35: Ich finde das ist richtig toll!
00:37:37: bisschen antiseptisch denke ich mir manchmal, wenn man das unterdrückt ist vielleicht typisch deutsch.
00:37:42: Ich finde es allerdings nicht typisch weltkirchlich und wir sind auch Teil der Weltkirche.
00:37:47: also insofern Ich denke, das muss auf alle Fälle erhalten bleiben.
00:37:53: Dass der christliche Glaube eine Rolle spielt, dass sehr viele Menschen motiviert und es ist ein Riesenzeugnis.
00:37:58: Und ich will natürlich, dass Deutschland die WM gewinnt.
00:38:00: Das ist vollkommen klar!
00:38:02: Ich finde wir sind auch den besten Weg dazu.
00:38:04: Schauen wir mal wie die nächsten Spiele sind.
00:38:06: Das könnte auch gerne in Erinnerung bleiben.
00:38:08: aber wenn die Menschen eben sehen, dass Menschenwürde das Freiheit... Die Werte sind sie auch bei der WM transportiert werden, dass da Religionsfreiheit ausgeht übt werden kann, ohne dass es niedergeregelt oder niederkommentiert wird.
00:38:22: Das fände ich ein sehr tolles Ergebnis.
00:38:26: und wie gesagt dann schauen wir mal was die deutsche Nationalmannschaft macht!
00:38:30: Ihr Wort in Gottes Ohr Herr Ribka.
00:38:32: vielen Dank für dieses Gespräch.
00:38:34: Danke Hennigewühne.
00:38:36: Über die Lage der Religionsfreiheit in den Teilnehmerländern der Fußball-Weltmeisterschaft habe ich gesprochen mit Florian Ribka dem Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland.
00:38:48: Wer sich näher informieren möchte, dem sei der aktuelle Bericht Religionsfreiheit weltweit, zwei Tausendfünfundzwanzig empfohlen.
00:38:57: Die Studie von Kirchenot untersucht die Situation in einhundertsechsundneunzig Ländern und dokumentiert wo Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt diskriminiert oder in ihrer Religionsausübung eingeschränkt werden.
00:39:14: Weitere Informationen im Internet unter www.religionsfreiheit- weltweit.de.
00:39:23: Vielen Dank fürs Zuhören, Ihnen allen einen gesegneten Tag und bis zum nächsten Mal bei Weltkirche.
00:39:29: Aktuell hier auf Radio Horeb und Radio Maria.
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