Katholiken in Norwegen: Eine mulikulturelle Kirche im hohen Norden; Papst Leo XIV. in Afrika

Shownotes

Die Themen:

  • Norwegen: Arme Kirche in reichem Land. - Mit Pfarrer em. Gunther Josef Jäger, Pfarrei St. Sunniva in Harstad, eine der nördlichsten Gemeinden des Erdballs
  • Rückblick auf die Afrikareise von Papst LÖeo XIV. - Mit Florian Ripka, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland

Erstausstrahlung: 26. April 2026; © KIRCHE IN NOT

Ein Leben zwischen Bayern und dem Polarkreis: Jahrzehntelang hat Pfarrer Günther Jäger die katholische Kirche im Norden Norwegens mitgeprägt, als Seelsorger einer Gemeinde weit nördlich des Polarkreises. Eine kleine, aber wachsende Kirche, getragen von Gläubigen aus aller Welt. In „Weltkirche aktuell“ blickt er zurück auf seine Zeit in einer der säkularsten Gesellschaften Europas, auf die Herausforderungen einer internationalen Kirche – und auf das, was bleibt nach seiner Rückkehr nach Deutschland.

Während die Welt auf die großen Krisenherde blickt, hat Papst Leo XIV. auf seiner Afrikareise bewusst Länder besucht, die oft am Rand der internationalen Aufmerksamkeit stehen: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. Dabei ging es um Frieden, Versöhnung, den christlich-muslimischen Dialog und um Kirchen, die oft klein, arm oder bedrängt sind – aber voller Lebenskraft. Was sagt uns diese Reise über Afrika, über die Weltkirche und über die Prioritäten dieses Papstes? Darüber spricht Volker Niggewöhner mit Florian Ripka, dem Geschäftsführer von KIN Deutschland.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Grüß Gott und herzlich willkommen zu Weltkirche Aktuell, Ihrem Magazin auf Radio Horeb und Radio Maria Schweiz.

00:00:07: Am Mikrofon von Kirchenot begrüßt Sie Volker Nigewöner!

00:00:12: Heute schauen wir in den hohen Norden Europas nach Norwegen weit über dem Polarkreis hinaus.

00:00:20: Dort ist die katholische Kirche eine kleine Minderheit aber zugleich einer der am stärksten wachsenden Kirchen des Landes.

00:00:29: Einer, der diese Entwicklung über viele Jahre geprägt hat ist Fahrer Günther Jäger.

00:00:35: Der gebürtige Niederbayer wirkte viele Jahre lang als Seelsorger in Nordnorwegen in einer Kirche die vor allem von Migranten lebt und Weltkirche im Kleinen isst.

00:00:48: Ende vergangenen Jahres hat er Norwegen verlassen und ist nach Deutschland zurückgekehrt.

00:00:54: Mit ihm wollen wir heute zurückblicken auf seine Erfahrungen, auf die Kirche im Norden und auf das was bleibt.

00:01:02: Herzlich willkommen Pfarrer Günther Jäger!

00:01:04: Ich freue mich auf das Gespräch.

00:01:07: Ja grüß Gott.

00:01:08: Dankeschön für die Einladung dass ich da überhaupt gefragt wurde.

00:01:12: Danke schön vergelts Gott.

00:01:14: ja sehr gerne bevor war über Die Kirche Norwegen sprechen einen Blick zurück.

00:01:21: Wenn Sie jetzt auf Ihre lange Zeit dorthin zurückschauen, gab es da vielleicht einen Moment der für Sie all das was sie dort erlebt haben auf den Punkt bringt?

00:01:33: Naja, es waren ja doch... ...fünfundzwanzig Jahre wie ich dort war also wirklich eine bereichende Zeit und vor allem der meist herausfordernde Moment war, dass ich eine neue Pfarrei gründen durfte.

00:01:53: Wo man ja in Europa oder in Deutschland Pfarreien zusammenlegt – das merke ich ja jetzt.

00:01:59: vielleicht kommt später noch die Frage wo ich jetzt genau bin – wo man Pfarren zusammenlegt den Seelsorgeeinheiten

00:02:05: usw.,

00:02:07: wo ich wirklich einen neuen Pfarai, die Heilig-Geist-Pfarrei Muschel Mourana ründendurfte.

00:02:13: Bischof Gerhard Göbel hat mich da beauftragt Einfach eine neue.

00:02:17: und die Pfarrer, ich habe das Bischof Rudolf Vorderholzer öfter gesagt beim Missionaretreffen in Regensburg.

00:02:23: Da haben wir mal gefragt wie groß meine Pfarrers sind.

00:02:26: Ich habe gesagt Herr Bischoff ihre Diözöse hat vierzehntausend Quadratkilometer und meine hatte siebzehnteusend dreihundert also größere als die größte Diözösse in Bayern oder wenn ich im Deutschland weiß es nicht Auf jeden Fall, das war die größte Herausforderung und natürlich auch Jahr im Grandenkirche.

00:02:49: Die letzte Pfarrei, wo ich zehn Jahre war – das war über dem Polarkreis – hat statt neunundachtzig Prozent nicht in Norwegen geboren und buchstäblich von fünf Kontinenten.

00:03:03: Von fünf Kontinenten hatte man ungefähr vierhundert Katholiken begonnen mit ungefähr ein bisschen über tausend aufgehört.

00:03:12: Über zweiundfünfzig Nationen, fünf Kontinente und eben neunundachtzig Prozent Ausländer also nicht im Norwegen geboren.

00:03:21: Da sind wir ja schon direkt beim Thema Weltkirche im Kleinen wie ich gerade gesagt habe.

00:03:28: Wie erlebt man denn diese unglaubliche Vielfalt die man dort gar nicht vermuten würde konkret im Alltag?

00:03:34: welche Auswirkungen hat das?

00:03:37: Also zum Glück habe ich ja schon im Ausland studiert, als Priesterkandidat in Schottland fünf Jahre.

00:03:49: Also von daher hatte ich schon eine, wie soll ich sagen, globalen klein wenig globale Erfahrung.

00:03:55: dort im Priesterseminar waren auch Erländer, Schotten und Engländer.

00:04:01: Unser Rektor war von Irland.

00:04:03: also von daher hab Auch die schottische, katholische Gräser eigentlich eine Einwanderer-Kirche.

00:04:09: Auch wenn es nicht so extrem ist wie in Norwegen und schon über hundert Jahre zurückliegt.

00:04:15: aber trotzdem also es war eine gute Erfahrung schon als Priesteramtskandidat dass die Kirche global ist und auch verschiedene Traditionen hat.

00:04:27: und vor allem was mir geholfen hat in Norwegen war das ich in Schottland gut Englisch auch wenns Dialekt war ein schottischer Dialekt Gut, Englisch.

00:04:36: Denn die englische Sprache hat mir viele Türen-Herzen geöffnet in meiner Seelsorge grad bei Neuankommenden entweder Arbeitseinwanderer oder auch Flüchtlinge.

00:04:51: Ja sie sagten Katholiken aus fünf Kontinenten und insgesamt zweiundfünfzig Ländern in ihrer wenn auch sehr großen Fahrei.

00:05:03: Wie gelingt es denn da, Einheit im Glauben zu bewahren wenn auch kulturell so viel Unterschiedlichkeit vorhanden ist?

00:05:11: Ja das war eine Überraschung für mich.

00:05:15: Eine Erfahrung dass die katholische Kirche wie soll ich sagen sie wird immer oft uninformiert dargestellt.

00:05:27: der Glaube der zentrale Glaube die Sakramente sind eins.

00:05:33: Das habe ich das und das hält eben die Kirche zusammen, aber ansonsten wie man dann den Glauben konkret lebt im Alltag oder an der Liturgie der Kirche?

00:05:45: Das variiert ganz stark.

00:05:48: Kann man sich so wenn man nicht länger im Hause war oder nur in einer Touristenkirche was weiß ich in Spanien oder sonst wo war kann man sich nicht vorstellen weil es ja doch wieder eine sogenannte Touristenkirche.

00:06:01: Aber hier ist es wirklich eine multikulturelle Kirche, wo dann auch zum Beispiel religiöser Hans da ist und wo man dann doch merkt wie ein Kompass, wie ein Magnet dann doch die katholische Kirche im Zentrum ist.

00:06:21: Ein Magnet der die ganzen unterschiedlichsten Kulturen, Ausdrucksformen des Glaubens dann doch im Ende positiv zusammenhält.

00:06:37: Wie war denn das für die Gläubigen?

00:06:39: Die ja dann doch oft sehr fern der Heimat sind?

00:06:42: also viele sind vielleicht eingewandert manche andere sind nur temporär da um dort zu arbeiten.

00:06:50: spielt die Kirche da auch so eine Rolle als Heimat für die Menschen

00:06:57: Auf jeden Fall, wo sie sich zu Hause fühlen und sich wiedererkennen.

00:07:04: Und dann eben, es ist ja nicht nur ein Lernprozess gewesen oder ein Erfahrungsprozess der globalen Kirche im Kleinen sondern auch ein Erfahrungsprozess der Gläubigen untereinander.

00:07:19: Es ist also nicht nur dass ich als Priester verschiedene Anfragen kriege Liederwünsche, verschiedene Tanz in der Kerle, türkische Tanz.

00:07:31: Sondern es ist ja auch untereinander ein Austausch und dann ist es da oben... Ich erwähne das immer so, jetzt bitte mich nicht falsch verstehen, dass sogenannte achte Sakramentin anfangs Zeichen ist ja die Kerchenkaffe wo man sich also, wo man nicht nur nach dem Gottesdienst, wo wir eigentlich mehr oder weniger, außer mit Friedensgroßen

00:07:53: usw.,

00:07:54: nebeneinander sitzt oder nebeneinander, wo miteinander natürlich betet.

00:08:00: Aber beim Kerchenkaffee, also im Pfarrsaal der ja immer angeboten wird, außerdem auf Freitag zum Beispiel da er wird nicht so angeboten in den Fachstag aber ansonsten ist es immer Gründonner Tag Agape, wo jede Gruppe warmes Essen mitnimmt, also wo man sich dann auch menschlich.

00:08:22: ich denke, das ist ein großer Lernprozess und wie schon gesagt Kernkaffe.

00:08:27: Also dieses Treffen nach dem Gottesdienst ist sehr, sehr wichtig wo man sich dann auch menschlich austauscht als Essen-Austausch, Kuchenaustauschs, verschiedene Sorten vom Essen Austausch also wo es nochmal weitergeht die multikulturelle Erfahrung endet nicht mit dem Gottesdienst.

00:08:48: Ja, obwohl Kirchenkaffee das kennen wir ja auch, das hört uns heute sich vertraut an.

00:08:54: Würden Sie dennoch sagen dass ein Seelsorger in Norwegen also in ihrer Situation ganz anders vorgehen muss als einen Fahrer hier bei uns in Deutschland?

00:09:06: Die Lehre der Geldesargamente sind die gleichen, das ist ganz klar.

00:09:09: aber ansonsten die Pastoral Auch Deutschland würde ich jetzt hier nicht so vergleichen.

00:09:15: Zumindest meine Erfahrung aus Bayern, das ist eine andere pasturale Erfahrung und Herausforderung.

00:09:25: Ich würde schon sagen dass es in gewisser Hinsicht anders ist.

00:09:29: also kann man nicht zu generell vergleichen als mehr persönlicher.

00:09:36: Man wird auch mehr hineingenommen seelsorglichen Herausforderungen der Leute auch in ihre Reuden und Probleme.

00:09:49: Und dann ist ja doch, die größte Gruppe war ja doch die pflipinische Gruppe und die polnische Grupe, die sehr unterschiedlich sind.

00:09:58: also die Philippinen haben sehr viel Kontakt zur patholisch-charismatischen Bewegung während die Polnischen da weniger in diese Richtung gingen.

00:10:09: Aber wie schon gesagt, der Kerrenkoffe und dieses persönliche Kennenlernen hat da sehr viel beigetragen und eben als Priester lernt man sehr viel.

00:10:20: Neue Erfahrungen in der Pastoral dann zum Beispiel kann man das gar nicht vergleichen.

00:10:25: Bayern die bisher auch in Deutschland ist eine Religionsunterricht in der Schule ja dort Tateise am Samstag oder sonst an irgendwelchen Tagen nachmittags Privat ist eine andere Art der Seelsorge.

00:10:42: So weit Pfarrer Gunther Jäger, der Jahrzehnte als Seelsauger in Norwegen gewirkt hat.

00:10:49: Vielen Dank bisher her!

00:10:51: Gleich geht es weiter und dann sprechen wir unter anderem darüber welche Akzente die kleine katholische Kirche in einer stark Sikular geprägten Gesellschaft setzen kann.

00:11:04: Bleiben Sie dran bei Weltkirche aktuell hier auf Radio Horeb Radio Horep leben mit Gott, Sie hören das Magazin Weltkirche aktuell.

00:11:14: Heute sprechen wir über die katholische Kirche in Norwegen eine kleine Minderheit in einem der sikulasten Länder Europas, die aber zugleich durch Zuwanderung enorm gewachsen ist und neue Wege gehen muss!

00:11:31: Weiter im Gespräch bin ich mit Farra Gunther Jäger, der viele Jahre lang Seelsorger in einer großen Gemeinde nördlich des Polarkreises war.

00:11:41: Ja Herr Farrer!

00:11:42: Ich sagte das Land Norwegen ist sehr sekular geprägt.

00:11:48: Welche Rolle kann in einer solchen Umgebung die katholische Kirche spielen?

00:11:53: Tut sie das oder beschränkt sich mehr auf den Gottesdienst in den eigenen vier Wänden?

00:12:00: Herr Pfarrer, nun gilt Norwegenjahr als sehr säkularer Staat.

00:12:06: Spielt die Religion im öffentlichen Leben überhaupt eine Rolle oder ist das so etwas was sich in privaten Vollzieht?

00:12:14: Das ist ambivalent.

00:12:18: Im praktischen Spiel der Glaube theoretisch und da praktisch keine Rolle mehr.

00:12:27: Es ist also vielmehr säklarisiert wie in Deutschland, wobei man sich das aber jetzt nicht so vorstellen darf dass da hunderttausende von Menschen sich aus evangelischen Kirche ausmelden oder aus der katholischen Kirchen ausmelten.

00:12:44: Das nicht!

00:12:44: Es gibt auch eine in unserem Sinne Kernsteuer was ja auch vielleicht für manche ein Aspekt ist einen Grunde sich ausmeldet Nicht nur aber eventuell auch mitwirkt.

00:12:55: in Deutschland.

00:12:56: In Norbert ist das egal.

00:12:58: Warum soll man sich ausmelden von etwas, das man eigentlich wenn es wirklich wäre nur Vorteile hat auf Beerdigung Hochzeit also wo man dann immer doch zurückgreifen kann.

00:13:10: Aber ich würde so sagen Wenn eine größere Patastrophe ist ein Unfall oder so Dann werden die Kirchen auch in Norwegen geöffnet für Gebete.

00:13:25: Ich würde sagen im letzten.

00:13:27: Auch wenn die Leute ihren Glauben dort nicht so öffentlich praktizieren, ist doch der Glaube irgendwo im Tiefsten noch vorhanden.

00:13:37: Jetzt haben wir über die Migranten gesprochen, die natürlich in erster Linie dafür verantwortlich sind dass die katholische Kirche in Norwegen gewachsen ist.

00:13:49: Es gibt aber auch noch ein anderes Phänomen nämlich das sich auch Einheimische oft gut ausgebildete Menschen von der katholischen Kirche angezogen fühlen.

00:14:02: Was suchen oder finden denn diese Menschen in der katholischen Kirche, was sie anderswo nicht finden?

00:14:09: Oft waren es entweder Leute die, ich habe auch gemerkt das ist auch öfter Anfragen da von Erwachsenen.

00:14:18: Die gar nicht getauft waren.

00:14:20: also sind zwei Gruppen würde ich immer sagen.

00:14:23: eine welche leute die also überhaupt keine Glaubenserfahrung gemacht haben die also nach einem Sinn, einem ewigen Sinn einen bleibenden Sinn in ihrem Lebenssinn suche auf dem Weg sind und dann eben in der katholischen Kirche das finden was sie suchen.

00:14:46: Und dann gibt es natürlich aber da bin ich ein bisschen skeptisch enttäuschte Christen von ihrer eigenen Religionsgruppe wo sie dazugehörten.

00:14:57: jetzt nicht unbedingt nur evangelisch können auch andere Gruppierungen sein, wobei ich hier immer etwas vorsichtig bin.

00:15:05: Denn viele Diskussionspunkte, die sie dort als befremd oder abstoßend empfunden haben werden ja auch in der katholischen Kirche diskutiert und angesprochen zum Beispiel also da bin ich dann im es muss immer ein.

00:15:26: meiner Meinung nach das ist meine Erfahrung Wenn es halten soll, wenn wirklich die Konversion nicht nur eine Begeisterung ist, die dann irgendwo nach der Konversion wieder abflacht sondern die bleiben soll.

00:15:39: Da müssen erstmal die Leute auch nach der Convertierung irgendwie und irgendwo eingebunden werden.

00:15:45: Die Vereise ersetzt Karitasgruppe, das heißt Kirchenkoa oder Kategäse.

00:15:51: aber es muss ein positiver Anziehungspunkt von uns ausgehen.

00:15:56: Wenn Sie nur Ihre Kirche verlassen und konvertieren, weil sie in Ihrer eigenen Kirche enttäuscht wurden habe ich immer die Befürchtung das könnte auch bei uns passieren.

00:16:07: Es muss immer eine positive Anziehungskraft sein Und Christus im Mittelpunkt stehen dass sie dort näher kommen In unserer Kirche und nicht irgendwie davon laufen von irgendwelchen Diskussionen in ihrer eigenen Kirch.

00:16:23: Eine Tendenz unserer Zeit scheint zu sein, dass die zunehmend Sikularer werdenden Gesellschaften des Westens keine Antworten auf die drängenden Sinnfragen zu haben scheinen.

00:16:38: Ist das auch so ein Ansatz für ihre Pastoral?

00:16:42: Die Pastoral in Norwegen, dass man einfach versucht über das Essenzielle zu reden und nicht über die Nebensächlichkeiten?

00:16:50: Ja!

00:16:51: Natürlich darf man hier keine, wie soll ich sagen?

00:16:54: Jetzt kommen wir mal mit einer Sinfer und dann einfach nur den Katikismus öffnen.

00:17:00: Und man muss tiefer hinein hören.

00:17:03: Da liegt es vielleicht zum Beispiel im Nordnörwegen, wo ich war in diesem kleineren Pfarreien der große Vorteil dass man aus Priester wirklich noch Pastor sein kann.

00:17:17: eine Scherte Nicht jetzt nur Verwalter, viele Priester hier.

00:17:21: Ich merke das auch gibt es Pfarrverbände wo das alles sehr... Es geht gar nicht anders ohne Pfarrverbände.

00:17:28: also ich möchte das ja nicht schlecht machen oder so weil einfach der Priestermangel auch so groß ist.

00:17:36: natürlich dort in Norwegen auch der Priestermangel da.

00:17:39: aber ich meine trotzdem hat man noch mehr Zeit für den einzelnen und kann dadurch auf die Fragen und Probleme des Einzelnen viel mehr eingehen, wie man das normalerweise hier in Deutschland machen kann.

00:18:01: Rein praktisch aus Priester.

00:18:04: Die riesige Pfarreien haben.

00:18:06: früher war der Pfarrer von vierhundert, fünfhundert Leute.

00:18:11: Der Pfarrere hat mehrere Außenstellen wo bis vor zehn, fünfzehn Jahren noch ein Pfarrertau war Da bin ich großartig bereit, um die Fünfhundert Leute, da konnte der natürlich eingehen auf die Leute einzeln.

00:18:23: Und ich konnte das Gott sei Dank im Norden auch noch tun.

00:18:28: Natürlich auch begrenzt natürlich klar aber das war eine schöne pasturale Erfahrung dass man einfach noch als Priester hätte sein konnten.

00:18:39: und eben auf diese Fragen sind Fragen Glaubensfragen, was weiß ich Lebensfragen generell.

00:18:46: Dass man da wirklich inhören, nicht nur hören sondern wirklich die Tiefe gehen konnte.

00:18:54: Ist die katholische Kirche in Norwegen denn auch ein gesellschaftlicher oder politischer Faktor?

00:19:02: Erhebt sie ihre Stimme bei bestimmten Themen?

00:19:05: Gut also muss zuerst sagen... Das ist immer für die Leute überraschend, das kann man im Internet nachschauen.

00:19:14: Die katholische Kirche ist die drittgrößte Glaubensgemeinschaft.

00:19:19: Die größte natürlich die evangelisch-lutterischen Kirche.

00:19:22: Dann die Muslime, da sind sie oft sehr überrascht.

00:19:26: und dann an der dritten Stelle die katholie Kirche, politisch würde ich sagen kaum Einfluss politisch, aber ich denke gesellschaftlich erhebt sich schon ihre Stimme für die Emigranten und für die Obdachlosen.

00:19:45: Und dann ist auch eine ganz solide Karitas-Arbeit.

00:19:50: Und so sind sie ja zum Beispiel in Nordnorwegen.

00:19:54: Die katholische Kirche hat ja im Alter begonnen nicht den Tromsel wo unser Bischofsitz ist.

00:19:59: Im Alter mit einer Schule Samen und Tater, also für diejenigen, die damals ausgestoßen waren.

00:20:11: Also die Katholische Kirche hat schon durch ihre soziale Netzwerke oder Franziskus Hilfe in Oslo gegründet von dem Franziskanen vor vielen Jahren heute eine eigenständige Organisation neben der Caritas als.

00:20:24: ich würde schon sagen dass wir eine Stimme haben aber eben politisch Neutral sind beziehungsweise uns da nicht auf irgendeine politische Gruppe fixieren.

00:20:40: Es ist eine die Katastrophe hat schon ihre Stimme, ja?

00:20:43: Nun stellen wir uns Norwegen immer als Sozialstadt vor in dem es den Menschen gut geht sehr gut also besser noch als bei uns.

00:20:55: Gibt es denn dort auch so etwas wie soziale Ungerechtigkeit oder andere Dinge, wo die Kirche in Aktion treten muss?

00:21:06: Ja also ich würde auf jeden Fall sagen.

00:21:08: Es ist ja das fünfreichste Land der Erde wenn ich da so richtig gegugelt habe mal.

00:21:15: aber es gibt schon als wirklich Menschen die auch dort am Rande des Existenzminimums leben.

00:21:24: Also zum Beispiel die ganze Zaunbehandlung muss man hundertprozentig selber bezahlen.

00:21:30: Nach dem Achtzehn bis zu den Einundzwanzigsten Lebensjahr, es gibt Hunderttausende von Menschen, die täglich mit Zahnschmerzen rumgehen aus einem Beispiel, die die Zahnarztkosten nicht bezahlen können.

00:21:45: oder zum Beispiel unsere Kariter und ihre kleine Karitasgruppe in Hofstadt hat mit der Heilsarmee ganz gut zusammengearbeitet mit den Teilen von Essen.

00:21:57: Das sind so abgelaufene oder ja, so von den verschiedenen Firmen Lebensmittelgeschäften Produkte die wir haben kein fertiges Essen ausgeteilt wo wirklich ... Wir mussten das dann auch einschränken.

00:22:12: Wir musten dann Geleg bringen wie viel sie wirklich Sozialhilfe kriegen.

00:22:18: Aber es sind wirklich Leute die also echt Die Heizungskosten nicht bezahlen können, die frieren also in ihrer Wohnung.

00:22:27: Natürlich gibt es einen Zuschuss oder eine Hilfe aber es gibt wirklich Menschen, die bedürftig sind auch dort

00:22:34: und sie haben in einem vorherigen Interview auch die Kirche einmal als Armekirche in einem reichen Land genannt.

00:22:44: Was meinen Sie damit konkret?

00:22:45: Ja,

00:22:46: okay.

00:22:47: Ich sage Ihnen das ganz konkret.

00:22:49: Also ohne Hilfe der Deutschen Unterstützer-Katholiken hätten wir glaube ich kaum auch den Neubau in Hashtag das Fahrzentrum großer Paarsaal mit Achtzig Sitzplätzen, Kategäseräume, Pfarrbüro, meine Wohnung dann drei vietnamesische Ordenschwestern sind gekommen hätten wir das kaum stemmen können, zum Beispiel wie Hastadt.

00:23:18: Neunundachtzig Prozent meiner Mitglieder ungefähr tausend Zählen am Ende waren nicht in Norwegen geboren.

00:23:29: Das heißt wenn es entweder Emigranten waren Arbeitseinwanderer oder eben durch Heirat vom Ausland her.

00:23:39: Viele haben dann ihre eigenen Familien unterstützt und Geld nach Hause überführt.

00:23:52: Zum Beispiel aus Ländern in anderen Erdteilen, wo die Eltern keine Rente kriegen, bei denen die Geschwister nicht studieren können oder jemand krank wurde.

00:24:00: Sie haben das Geld nachhause geschickt und konnten natürlich an der Kirche wenig mit Geld unterstützen.

00:24:08: Sie haben unterstützt, indem sie Beiträge zum Kerrenkafe gemacht haben.

00:24:12: Liturgie oder Karte-Käse.

00:24:15: Aber sie konnten ... Oder die Arbeitseinwanderer, die dann ihr Geld nach Hause geschickt haben.

00:24:22: Also von daher gesehen kann man eine Kollekte unserer Kirche mit einer anderen Kirche zahlenmäßig.

00:24:29: Die gleichen Mitgliederzahler absolut nicht vergleichen.

00:24:33: Darum ist die katholische Kirche eine arme Kirche in einem der

00:24:38: fünf

00:24:38: dreizten Ländern der Welt.

00:24:41: Damit sind wir schon, Herr Farajega beim Ausblick auf die Zukunft?

00:24:46: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der katholischen Kirche in Norwegen, der sie ja verbunden bleiben werden auch wenn sie jetzt in Deutschland sind?

00:24:55: Ich wünsche Ihnen dasselbe was ich auch der deutschen Kirche und jeder anderen Kirche wünsche!

00:25:02: Gute Priester haben, Nachwuchs haben und ich wünsche Ihnen auch dass die Laien sehr mithelfen und sehr aktiv sind.

00:25:12: Denn ohne Laien geht nichts!

00:25:15: Und ganz persönlich wie geht es bei Ihnen weiter?

00:25:18: Ja also ich bin jetzt hier in Gang Kofen hier.

00:25:23: Ich bin hier in der Erdmitage und helfe dann auch in der Pfarrei mit soweit ich kann.

00:25:29: Das ist eine größere Pfarerei Und wie schon gesagt hoffe, dass mir der liebe Gott die Gesundheit gibt noch ein bisschen fit zu sein.

00:25:39: Ja das wollen wir Ihnen doch von Herzen wünschen.

00:25:43: Herr Farah Jäger alles Gute für diese Zukunft und Gottes Segen auf all Ihren Wegen.

00:25:50: vergelts Gott für dieses Gespräch!

00:25:52: Das wünsche ich Ihnen auch an Radio Hohe und allen Zuhören.

00:25:56: Gottes reichsten Segen.

00:25:58: Das war unser Gespräch mit Pfarrer Gunter Jäger über die katholische Kirche in Norwegen.

00:26:05: Eine kleine Kirche, wie wir gehört haben, oft übersehen mitten in einer sekularen Gesellschaft und doch eine Kirche ,die für viele Menschen zur Heimat wird – Für Arbeitsmigranten, für Suchende, für Gläubige aus aller Welt!

00:26:22: Und auch hier hilft Kirchenot.

00:26:24: Alle Infos im Internet, wie gewohnt unter www.kircheinnot.de.

00:26:30: Nach der Musik weiten wir den Blick hier bei Weltkirsche aktuell auf Radio Horeb nach Afrika in einen Kontinent voller Hoffnung aber auch großer Herausforderungen.

00:26:44: Der schwarze Kontinent ist mittlerweile die Weltregion, in der größte Teil der Hilfsgelder von Kirche in Not fließt.

00:26:53: Kein Wunder also dass man beim Hilfswerk die Papstreise in vier Länder Afrikas in der vergangenen Woche ganz genau beobachtet hat und Florian Ribka der Geschäftsführer von Kirchenot Deutschland zieht gleich nach der Musik ein Resümee der Reise von Papst Leo.

00:27:13: Radio Horeb verbunden im Glauben über alle Grenzen hinweg, Sie hören das Magazin Weltkirche aktuell.

00:27:22: Während die Welt auf die großen Krisenhärde blickt hat Papst Leo der Vierzehnte auf seiner Afrika-Reise bewusst Länder besucht, die oft am Rand der internationalen Aufmerksamkeit stehen – Algerien, Cameroon, Angola und Equatorial Genia.

00:27:42: Dabei ging es um Frieden, Versöhnung den christlich-muslimischen Dialog und um Kirchen die oft klein, arm oder bedrängt sind.

00:27:52: Aber voller Lebenskraft!

00:27:55: Was sagt uns diese Reise über Afrika, über die Weltkirche und über die Prioritäten dieses Papstes?

00:28:03: Darüber spreche ich jetzt mit Florian Ribka dem Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland.

00:28:10: Hallo herzlich willkommen Herr Ribka!

00:28:14: Herr Ribka Papst Leo ist nicht in die großen Schlagzeilenzentren Afrikas gereist, sondern den Länder, die oft übersehen werden.

00:28:23: Ist schon diese Reiseroute selbst eine Botschaft gewesen?

00:28:27: Ja absolut!

00:28:29: Die Reiserute ist eine Botschafe und zwar eine sehr deutliche... Papst Leo geht dahin wo sonst kaum jemand hinschaut und das nicht nur auf pastoraler Ebene, sondern es ist noch ein gesellschaftliches Statement Denn die Würde des Menschen hängt nicht davon ab, ob sein Land geopolitisch relevant ist oder wirtschaftlich im Fokus steht.

00:28:46: Die Würde kommt allein von Gott und aus Sicht von Kirchenot ist es zentral!

00:28:50: Wir arbeiten seit Jahrzehnten gerade in diesen vergessenen Regionen und wir erleben... ...die Kirche ist oft da besonders lebendig wo sie Wieding Aufmerksamkeit hat oder wo sie auch bedrängt ist.

00:29:01: Es ist aber auch eine Kritik an einer Welt, die auch nur darauf schaut wer performt, wer Leistung bringt.

00:29:08: Die Welt verteilt ihre Aufmerksamkeiten nach Interessen und leider nicht noch Bedürfnissen.

00:29:30: Ja, also der afrikanische Kontinent ist so unterschiedlich und Algerien steht jetzt hier für eine Kirche die nicht etwa durch ihre Größe wirkt sondern durch ihre beständige Haltung.

00:29:40: Und Papst Leo hat auch betont dass sich Menschen unterschiedlicher Religionen als Geschwister begegnen sollen.

00:29:46: das ist ganz wichtig!

00:29:48: Die Kirche in Algerien ist oft klein unsichtbar aber sie ist präsent.

00:29:52: Sie lebt vom Alltag, vom Dialog und sie lebt auch vom Vertrauen.

00:29:55: Kirchenot unterstützt dort Existenzhilfe, Verpriester- und Ordensleute Pastorale Angebote gerade für Migranten, die machen nämlich den Großteil der Katholiken aus und wir fördern auch die Dialogarbeit.

00:30:07: Und das ist eine Form der Kirche, die uns halt auch in Europa im Westen wie wir es nennen herausfordern denn sie zeigt Glaube braucht nicht unbedingt Einfluss sondern eben Glaubwürdigkeit.

00:30:19: Ganz anders ist die Lage in Cameroon dass zu zweitrittel Eine christliche Bevölkerung hat.

00:30:25: Es ist aber dennoch eine kirche die mit Gewalt, Terror und auch inneren Spannungen konfrontiert ist.

00:30:33: Was bedeutet dieser Besuch für eine Kirche, die mitten in dieser Unsicherheit und in diesen Konflikten ihren Dienst tun muss?

00:30:42: Also am Beispiel Kamerun sehen wir ganz deutlich was die Kirche im Kern ist nämlich auch für die Menschen da zu sein gerade dann wenn staatliche Strukturen versagen oder das Vertrauen verloren haben.

00:30:55: ist ein Land, das ja eigentlich eine große christliche Mehrheit hat.

00:30:59: Aber wie Sie sagen es gibt sehr viel Gewalt und Terror.

00:31:02: aber Papst Leo hat dazu aufgerufen eben diesen Kreislauf von Gewalt- und Misstrauen zu durchbrechen weil die Kirche einfach dort oft die einzige Institutionen ist die noch Vertrauen genießt.

00:31:12: Ein Bischof sagte uns gegenüber einmal dieser Besuch könne einen Weg zum Frieden eröffnen.

00:31:18: also dass ist die ausgesprochene Hoffnung.

00:31:21: Wir unterstützen dort, kriegen und unterstützt da Traumassiegel-Sorge auch für Gewaltopfer.

00:31:25: Wir bilden Priester und Kartikisten aus!

00:31:27: Und die Mobilität von Seelsorgen in unsicheren Regionen ist ganz wichtig.

00:31:32: Ja und wird das jetzt gleich alles ändern?

00:31:34: Nein aber es stärkt natürlich schon die Menschen die Versöhnung leben wollen.

00:31:39: Das ist vielleicht die unbequemste Wahrheit der Friedenwächs nämlich selten als politischen Programmen sondern aus den Menschen die bereit sind anders zu handeln und das sind oft die Christen.

00:31:47: Angola verbindet man nicht direkt mit einer dramatischen Kirchenlage.

00:31:53: Was macht denn dieses südwestafrikanische Land dennoch zu einer wichtigen Station dieser Reise?

00:32:00: Angola ist ein landvoller Widersprüche, es ist eigentlich eines der reichsten Länder Afrikas wenn man auf Bodenschätze wie Öl, Diamanten und so weiter schaut.

00:32:09: und gleichzeitig leben dort sehr viele Menschen in Armut.

00:32:13: Und diese Spannung hat Papst Leo ganz klar benannt und somit die soziale Frage des Landes aufgegriffen.

00:32:19: Das ist mehr als ein moralischer Hinweis, es ist eine klare Kritik an den Strukturen, die sich auf den Reichtum konzentrieren und die allermeisten Menschen im Land ausschließen.

00:32:29: Es geht auch um die inneren Wunden des Landes.

00:32:31: Es gab Krieges, die sind zwar vorbei aber die Folgen sind immer noch spürbar.

00:32:35: Ein Bischof sagte uns gegenüber Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg.

00:32:40: Darum unterstützt Kirche notwendige Versöhnungsarbeit, Priesterausbildung und Jugendpastoral in den Land.

00:32:45: Angula zeigt ganz deutlich – ohne diese soziale Gerechtigkeit kann es keinen echten und dauerhaften Frieden geben.

00:32:52: Und hier arbeitet die Kirche!

00:32:53: Die Lage im Equatorial Genéa ist wohl nur wenigen bekannt.

00:32:58: Man kann nachlesen dass es dort trotz Armut zahlreiche Priesterberufungen gibt.

00:33:05: Aber was zeichnet das kirchliche Leben dort sonst noch aus?

00:33:09: Dort in Equatorial Genere gibt es eine überraschend starke und lebendige Kirche.

00:33:14: Also der Glaube wird durch die Menschen getragen, durch die ganz normalen Menschen, durch Familien, durch Gemeinden oder Kattlichisten... Ein Bischof hat uns auch einmal gegenübergesagt, ohne Kartikisten hätten viele Christen ihren Glauben nicht bewahren können.

00:33:26: Also das ist ja ein Konzept, dass es in Deutschland etwas fern ist.

00:33:31: Der Kartighet, der dann das Evangelium weiter trägt und deswegen fördern wir vom Kirche Not auch Kartigheten aus Bildung, Priester-Seminare und religiöse Literatur.

00:33:41: Was mir wirklich aufgefallen ist, das Papst Leo bewusst einen Ein sehr zentrales und sehr spitzes Wort seines Vorgängerspars von Siskus zitiert hat.

00:33:50: Er hat nämlich gesagt, heute müssen auch wir – du sollst nicht sagen zu einer Wirtschaft der Ausgrenzung und Ungleichheit – eine solche Wirtschaft tötet!

00:33:59: Das ist natürlich schon harter Tobak.

00:34:01: Diese Kritik ist kein einmaliger Appell sondern ein bleibender Maßstab für die kirchliche Sozialverkündigung.

00:34:06: Und ich denke es ist wichtig dass er gleichzeitig betont das Afrika eine Quelle von Glauben und Hoffnung für die Weltkirche ist aber eine glaubenstark entwachsende Kirche in einem zugleich spannungsgeladenen Umfeld des Weiten nach Gerechtigkeit ruft, das ist die Situation in Angola.

00:34:22: Der Papst spricht ja nicht nur zu den Menschen in den Ländern, die er bereist, sondern er spricht immer auch als das Oberhaupt der gesamten Kirche.

00:34:32: Was glauben Sie, wollte Papst Leo der Weltkirche sagen und was sollten wir in Deutschland davon mitnehmen?

00:34:40: Also für mich ist die Botschaft klar und vielleicht auch ein bisschen unbequem.

00:34:42: Für uns erstens, die Kirche gehört an die Ränder.

00:34:46: das ist ja auch das Motto von Papst Franziskus gewesen.

00:34:49: Die Kirche darf auch Ungerechtigkeit nicht verschweigen.

00:34:52: Und drittens, die kirche ist für den Menschen da gerade dort wo die Staaten versagen.

00:34:57: Das sehen wir tagtäglich bei Kirchennot.

00:34:59: Und viertens, das Zitat vom Papst Fransiskus eine Wirtschaft die ausschließt und ungleichheit produziert Ist auch nicht neutral.

00:35:06: Sie kann tödliche Folgen haben.

00:35:08: Also die vier Länder, in denen Papst Leovar zeigen dass die Kirche sehr klein sein kann aber lebendig.

00:35:13: Dass sie unter Druck steht aber Hoffnung gibt und das sie nicht herrscht sondern dient.

00:35:19: Was heißt das für uns jetzt in Deutschland?

00:35:21: Wir sollten auf alle Fälle den Blick weiten.

00:35:23: Die Kirche ist global, sie geht weit hinaus über die Themen, die wir hier in Deutschland diskutieren.

00:35:28: Wir sind in Deutschland in einer Blase, die einfach in der Weltkirche anders gesehen wird.

00:35:33: Die Themen sind andere!

00:35:35: Wir sollen auch lernen von denen, die Mut haben, den Glauben zu verkünden und standhaft sein – auch in Situationen, in denen es das Leben sogar kosten kann.

00:35:43: Und wir müssen Verantwortung übernehmen für unsere Brüder und Schwestern in den Ländern durch Gebet, Informationen und konkrete Hilfe.

00:35:49: Wir sollen uns auch am besten selbstkritisch fragen – reden wir nur über die Situationen?

00:35:54: Haben wir noch Meinungen oder tun wir etwas für diese Leute?

00:35:58: Denn wenn wir etwas tun, werden wir gemessen ob wir glaubwürdig sind.

00:36:06: Vielen Dank Florian Ribka, Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland für diesen kurzen Rückblick auf die Papstreise nach Afrika.

00:36:15: Ich danke Ihnen und allen Zuhörerinnen und Zuhören von Radio Horeb wünsche ich noch einen ganz gesegneten Sonntag!

00:36:22: Über die katholische Kirche im Norwegen und über die Eindrücke der jüngsten Papstreise nach Africa haben wir heute bei Weltkirche aktuell gesprochen.

00:36:34: Diese Sendung können Sie wie gewohnt online nachhören auf www.horep.org.

00:36:43: Das war's für heute, am Mikrofon verabschiedet sich Volker Nigewöner von Ihnen.

00:36:48: Gott segne sie und auf Wiederhören!

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